Meine wunderschöne 34 Stunden (Horror)geburt Achtung sehr lang!

    • (1) 18.09.19 - 06:22

      Meine wundervolle Horrorgeburt - Achtung sehr lang!

      Vorneweg: Dies war meine 1. Geburt. :) Ich habe selber gerne Geburtsberichte gelesen. Meiner ist ehrlich (auch in der Ausdrucksweise) – nichts für schwache Gemüter und ich hatte keinen Geburtsvorbereitungskurs oder hab irgendein Buch gelesen. Hab noch nicht mal vorher einen Kreißsaal besichtigt. Der Bericht ist sehr lang, aber 34 Stunden lassen sich nicht schnell erzählen. :)

      August der 23.
      Am Freitag, den 23. August war ich zwei Tage über den ET und hatte vormittags Routineuntersuchung bei meinem FA und CTG. Auf dem CTG waren schöne Wehen zu sehen und auch regelmäßig (hatte ich aber schon öfters und auch sehr schmerzhaft die letzten 5 Wochen), sodass ich danach noch einmal zum FA musste und mein Mumu kontrolliert wurde. Der Mumu war noch komplett zu und auch der Gebärmutterhals stand noch ein kleines bisschen. Entmutigt ging ich zurück ins Wartezimmer zu meinem Mann und teilte ihm das Ergebnis mit. Mein FA sagte mir aber, dass das gar nichts heißt und es heute Nachmittag schon losgehen könne.
      Am Nachmittag ging gar nichts los, bis auf ein einmaliges heftiges Ziehen für ca. 40 Sekunden. Ich sagte meinem Mann, wenn dieses Ziehen die Intensität von Wehen hat na dann holla die Waldfee. Es war sehr schmerzhaft und ich musste auf meine Atmung achten. Mein Mann und ich waren noch im Kino Toy Story gucken und am Abend waren wir noch spazieren. Zu 21:30 ging ich ins Bett.
      Um 23:30 Uhr war meine Nacht vorbei. Ich hatte Mensschmerzen und einseitige Leistenschmerzen. Hab mir aber nichts bei gedacht, weil ich das schon des Öfteren die letzten Wochen hatte. Mein Mann ging zu Bett. Um 0:15 Uhr fing ich an, dieses Leistenziehen zu tracken, denn langsam gewann es an Intensität wie das einmalige Ziehen am Nachmittag. Dies waren Wehen, sie kamen alle 4-7 Minuten. Die Intensität nahm rasch zu, sodass ich meinen Mann um 2 Uhr weckte. Ich war mir immer noch nicht sicher, deshalb wollte ich den Wannen-/Duschtest machen. Mein Mann war noch nicht wirklich auf der Höhe und glaubte es noch gar nicht so richtig. In der Dusche angekommen, hielt ich es keine 5 Minuten aus. Zu stark wurden die Schmerzen!
      Die Wehen kamen nun alle 5 Minuten und waren sehr schmerzhaft, sodass ich um 3 Uhr meine Mutter anrief um ihr zu sagen wir müssen los. Auf der Autofahrt war ziemlich tiefer Nebel. Es wirkte schon ein wenig unheimlich.
      Am 24. August um 4 Uhr morgens kamen wir im Kreißsaal an. Es war alles stockfinster und uns flog eine Fledermaus entgegen (Ungelogen, die kam wohl durch ein offenes Fenster geschlüpft.) Es war sehr gruselig. Eine Hebamme hatte Bereitschaft. CTG & Untersuchung. CTG zeigte wunderschöne regelmäßige Wehen. Untersuchung sagte Mumu 1cm. Na immerhin dachte ich. Besser als nix zu heute früh. Ich solle spazieren gehen oder auf Station mich ausruhen. Die Wehen waren zu stark als das ich mich hätte ausruhen können, also wanderten wir.
      Wir (meine Mutter und mein Mann) spazierten bis ca 10 Uhr morgens durch das Krankenhaus. Wehen kamen alle 3min und ich musste tief atmen. Mittlerweile bekam ich auch schon Durchfall und musste mich übergeben. Bei der nächsten Untersuchung um 10:00 Uhr hatten wir 2cm Mumu. Ich bekam ein Opiatzäpfchen gegen die Schmerzen. Durch den Durchfall verlor ich höchstwahrscheinlich das Zäpfchen – wirkte also nicht.9
      Um 13 Uhr Untersuchung: alle 3 Minuten Wehen, Mumu 3cm. Ich bekam ich einen Einlauf. Ich solle 3-5 Minuten warten und dann auf Klo. Hab ich nie im Leben geschafft. Nach anderthalb Minuten rannte ich auf die Schüssel und entleerte mich. Was eine Erleichterung. Mein erster Gedanke war:“Yes, einscheißen tu ich schonmal nicht!“ :D
      16 Uhr erneute Untersuchung: alle 3 Minuten Wehen, Mumu 3cm. Ich bekam nun einen Schmerztropf. Fragt mich nicht was drin war, aber es war himmlisch! Ich konnte eine Stunde schlafen und danach zwei Stunden total high dösen. So fühlt es sich also an nach so vielen Monaten Abstinenz besoffen zu sein! Geilo! Ich sagte meiner Mutter und meinem Mann sie können sich ruhig was zu essen holen, hier passiert eh nix und mir geht alles am Arsch vorbei. Ich fühle mich wohl. :D
      20 Uhr erneute Untersuchung: Wehen alle 3 Minuten, Mumu 3 cm. Mittlerweile habe ich jede Hebammenschicht des Wochenendes kennengelernt. Früh, Spät, Nacht. Alles nette Hebammen. Hab mich toll aufgehoben gefühlt. Eine Hebamme sagte, ich solle auf Station. Da ich aber so am schnaufen und atmen war, entschied sie sich anders und bot mir die PDA an, damit ich etwas zur Ruhe komme und vielleicht schlafen kann. Ich dachte in meiner Leichtsinnigkeit: Geilo, wird bestimmt noch besser als der Schmerztropf! :D Ich müsse aber noch warten, der Anästhesist hat gerade noch einen Kaiserschnitt.
      21 Uhr: Der Anästhesist kam mit einer sehr freundlichen Schwester. Die waren witzig drauf und ich war motiviert. Leider kamen die Wehen mittlerweile alle 2 Minuten, sodass ich mich beim Legen der PDA wie der letzte Mensch angestellt hab. Die Schwester drückte mich, die Hebamme hielt meine Hände und der Anästhesist stocherte hinten an mir rum. Aua! Das tat mehr weh als meine Eröffnungswehen sag ich euch. Per Knopfdruck konnte ich mir bei Belieben alle 20 Minuten einen neuen „Schuss“ setzen. Sehr verlockend.
      Da sich um 23 Uhr immer noch nicht mehr passiert ist bei mir untenrum, schickte ich meine Mutter und meinen Mann nach Haus, etwas schlafen. Schließlich waren auch die beiden die ganze Zeit bei mir. Ich musste im Kreißsaal schlafen, da ich auch noch einen Elektrolyttropf bekam. Ich übergab mich schließlich immer wieder. Die Schwester brachte mir mein Bett, etwas zu trinken und Schlüppis und dann konnte ich wunderbar einschlafen. Welch Erholung. Danke PDA! Auch wenn du nicht so gut warst wie der Schmerztropf und ich die Wehen leicht spürte, warst du super!
      Bis 2 Uhr morgens.
      Sonntag, der 25. August.
      Ich wachte um 2 Uhr morgens auf. Irgendwie waren meine Oberschenkel taub und mein Unterleib. Ist wohl von der PDA dachte ich. Komisch, warum bin ich aber untenrum so nass? Hab ich jetzt eingepullert oder ist mir die Fruchtblase geplatzt? Ich ging zur Toilette. Okay Wasser konnte ich lassen und spürte ich auch. Dann klingel ich mal. Die Hebammenschülerin kam und ich sagte ihr, dass ich nass sei. Sie untersuchte mich. „Nein, die Fruchtblase ist noch intakt.“ Ich dann:“Scheiße, hab ich echt eingepisst?“ (Entschuldigt meine Wortwahl, aber das war mir in dem Moment echt egal). Die Hebammenschülerin lachte und meinte, es sei nicht schlimm und gab mir was zum Waschen und trocknen. Und so war ich wach. Ich merkte die Wehen deutlicher und gab mir einen „Schuss“ per Knopf. Dieser wirkte sofort in meinen Beinen, aber leider nicht auf die Wehen, Komisch. Die Wehen wurden schmerzhafter und schmerzhafter. Um 3 Uhr morgens kam in mir ein wenig Panik. Ich hörte aus den anderen Kreißsälen Frauen brüllen und schreien, als würden diese abgeschlachtet werden. Eine Minute Geschrei, dann Pause, dann wieder Geschrei. „Kacke“, dachte ich mir. „Nun biste hier alleine, die Wehen werden stärker, die PDA wirkt nicht drauf und neben an läuft das, was auf dich zu kommt.“ Ich meinem Mann geschrieben, er solle sich nachher beeilen. Ich hatte auf einmal mega Angst und drückte den Knopf. Ich sagte, die Wehen werden stärker. Ich bekam eine Untersuchung um 4 Uhr morgens: CTG: Wehen alle 2 Minuten & Mumu: 3-4cm. Na geil dachte ich. Und so lag ich. Hörte das Geschrei der Frauen nebenan, hab mich eingenässt, bin alleine und hab Schmerzen und die PDA hat nicht den Zweck, den ich erhofft hatte (im Hintergedanken den wundervollen Schmerztropf).
      Um 7 Uhr kamen mein Mann und meine Mutter. Ich habe geweint und ihnen von meiner Nacht erzählt. Ich war wirklich sehr aufgeregt und wusste nicht, ob ich das packe und ich da ja durch muss. Um 8 Uhr kam die Frühschicht und war verwundert, dass ich immer noch da war. Zur Frühschicht gehört auch die leitende Hebamme, die schon etwas älter war und von all den lieben und fürsorglichen Hebammen und Hebammenschülerin eher von grantiger (aber durchaus sympathisch!) Natur war. Diese meinte, dass wir heute das Kind kriegen. Das hat mich so motiviert und so war ich nun voller Euphorie und wieder positiven Denkens. Mit meiner Mutter bin ich die Atmung der Wehen durchgegangen und mein Mann massierte meine Schultern während der Wehen. Das war Gold wert, so konnte ich mich auf die Massage konzentrieren anstatt auf den ziehenden Schmerz und gleichzeitig wurde ich bei der Atmung unterstützt. Um 8:30 Uhr kam die Hebammenschülerin mit einem Wehentropf. „Wir beginnen ganz langsam. Sie haben ja noch die PDA. Zögern Sie nicht, sich einen „Schuss“ zu geben. Wir starten mit 8ml pro Stunde und steigern langsam.“ Alle 20 Minuten steigerte sie den Wehentropf, alle 20 Minuten gab ich mir einen „Schuss“. Die Wehen kamen nun alle halbe Minute und ich fragte mich, wie lange das noch gehen soll. Um 10 bekam ich eine Untersuchung: Tolles CTG, Mumu: 10cm. Ohja auf einmal so flott. Ich konnte das gar nicht glauben! Meine Fruchtblase war noch intakt, sodass diese nun von der Hebammenschülerin aufgestochen wurde. Diese saß vor mir mit einer Nierenschale und dachte ernsthaft, mehr kommt nicht. Plötzlich kam aus mir eine Flut warmes Wasser. Das fühlte sich toll an! Wie eine Durchspülung meines Uterus. Tja die Nierenschale reichte nicht. Der ganze Boden und auch die Wand hinter meinem Kreißsaalbett hat die gesamte Welle abbekommen. Die Schülerin tat mir schon etwas leid. Was für eine Sauerei. Sie piepste die leitende Hebamme an um ihr zusagen, dass das Fruchtwasser etwas grün ist. Dadurch, dass aber die Endphase zum Greifen nahe war, wurde nichts weiter unternommen (außer, dass die PDA abgeknipst wurde, damit ich den Pressdrang merke). Die Hebamme meinte, nun muss das Köpfchen weiter runter rutschen. Im stehen fühlte ich mich unglaublich wohl und die Übergangsphase war so schön auszuhalten. Ich kreiste mein Becken und mein Mann nahm mich von hinten in den Arm. Dadurch, dass ich stand, konnte das CTG leider die Herztöne meines Babys nicht mehr aufzeichnen. Also wurde eine Sonde direkt ans Köpfchen gelegt. Die Hebammenschülerin: “Keine Angst, das tut ihr nicht weh. Es ist nur ein kleiner pieks,“ So lustig wie ich drauf war, scherzte ich:“Es ist ja nicht mein Kopf, nur zu!“ „Sie müssen Ihre Blase nochmal entleeren.“ Ich also im lockeren Hüftschwung ab auf die Toilette. Es kam keine Pipi, stattdessen merkte ich, wie der Kopf im wahrsten Sinne des Wortes „durch mein Becken gekracht“ ist. Das sagte ich der Hebammenschülerin. „Ach, das fühlt sich nur so an, aber wir schauen mal.“ Kurz getastet. „Oha, ja der Kopf ist in Startposition. Wenn Sie pressen müssen, dürfen Sie pressen. Aber vorher versuch ich noch einen Katheter zu legen, um Ihre Blase zu entleeren.“ Sie fummelte und fummelte…, schaffte es aber leider nicht. Das Kind hatte leider den Weg versperrt. Es waren nur 10 Minuten vergangen vom Befund, dass der Mumu offen ist und der Kopf durchgerutscht ist. Ziemlich flott! Musste also ohne Entleeren der Blase gehen. Und so presste ich auch schon. In der Hocke, im Stehen, im Sitzen, im Vierfüßlerstand. Nichts war bequem, ich wollte ständig eine neue Position einnehmen. (In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich auch ernsthaft daran, dass irgendeine Stellung Entspannung bringen könnte.) Die leitende Hebamme kam und meinte, ich solle mich auf den Rücken legen und die altbewährte Position einnehmen. Ging tatsächlich wirklich besser. In den Presswehen bekam ich langsam keine Kraft mehr. Die Hebamme leitete mich aber an. „Sie müssen Pressen, als ob sie Kacken müssen! Los, das schaffen Sie.“ Nein, ich schaffte es nicht. Es war mittlerweile 13:30 Uhr. Mein Kind kam nicht durch, obwohl der Kopf schon zu sehen war. Ich verlor immer mehr Blut und bat um Hilfe. Zwei gutaussehende Ärzte (Stationsarzt und Oberarzt) kamen. Sie erläuterten mir, dass ein Dammschnitt gemacht wird, der Oberarzt die Saugglocke benutzt und der Stationsarzt von oben drückt. Nachdem die Saugglocke drauf war (was ein Zuppeln da untenrum, aber nicht sonderlich schmerzhaft. Für mich jedenfalls nicht.), ging es ganz flott. 3 Presswehen und meine Tochter Klara Natalia erblickte die Welt um 14:10 Uhr. Sie machte nur einmal kurz Quak, ich durfte sie kurz sehen und schon musste sie zum Kinderarzt. Sie hatte sehr viel Stress die 34 Stunden, grünes Fruchtwasser geschluckt und auch die Saugglocke ist nicht ohne gewesen für meinen Wurm, sodass sie direkt nach der Geburt auf die ITS der Neo verlegt worden war und Atmungsunterstützung bekommen hat.
      Nun lag ich da, Baby gesehen, Baby weg. Kommt sie nochmal? Ich war unglaublich überfordert, glücklich und doch stolz auf mich. 10 Minuten später kam die Nachgeburt. Glibschig und groß wie ein Schwall Matsch fühlte sich das da unten an, aber angenehm nach dem harten Kopf. Als ob die Reizung gelindert wird. Die Hebammenschülerin fragte, ob ich die Nachgeburt sehen möchte. Ich weiß nicht woher ich in dieser Situation den Humor nahm, aber ich sagte: „Ja klar, wenn ich mein Baby schon nicht hier ab, zeigen sie mal her was da noch so drinne war.!“ Schon beeindruckend wie groß die Plazenta war.
      Der Stationsarzt musste mich noch nähen, sagte er. Es gab einen Dammschnitt und einen vaginalen Riss. „Was? Ich bin gerissen und geschnitten worden? Hab ich nicht gemerkt. Ja legen sie mal los. Gibt’s Betäubung?“ – „Nein, Ihre PDA müsste noch wirken.“ Nein, die PDA wirkte nicht mehr, sodass die ersten Stiche sehr schmerzhaft waren. Also bekam ich eine Betäubung. Besser, nicht mehr schmerzhaft aber extrem unangenehm. Und so wurde ich genäht. Eine Stunde lang. Der Stationsarzt musste auch den Oberarzt rufen, da ich einen tiefen Scheidenriss davon getragen habe. Der Oberarzt kam und rutschte erstmal auf dem Boden, der voll von Fruchtwasser und Blut war, aus. Nichts passiert, er konnte sich halten. Nun waren die beiden gutaussehenden jungen Ärzte vor meiner Scheide und nähten mich. Das erste Mal empfand ich eine Art Schamgefühl. Nachdem der Oberarzt fertig war, steckte er noch einen Finger in meinen Po und schaute, ob da alles im Lot ist. War es. 1A, dachte ich, wenigstens kein Dammriss. Könnte ja mit dem Kacken die nächsten Tage nicht problematisch sein, dachte ich (War auch kein Problem).
      Nachdem ich fertig saniert wurde untenrum, wurde nun endlich der Katheter gelegt. Da saß die arme Hebammenschülerin wieder mit einer Nierenschale vor mir und dachte, diese reicht. Falsch gedacht. Nachdem sie erst einen Schwall Fruchtwasser abbekam, bekam sie nun einen Schwall Urin ab. Meine Blase war so voll von dem vielen Wasser, welches ich während der Geburt getrunken habe, und der Elektrolytlösung, die ich seit dem gestrigen Tag bekam. Das war auch der Grund, warum mein Mäuschen nicht durchpasste. Die Blase war einfach zu aufgequollen und die Endphase der Geburt ging dann doch zu fix.
      Ich musste zwei Stunden im Kreißsaal noch bleiben. Ich aß ein Stück Kuchen und trank eine Erdbeermilch. Lecker! Mir ging es wieder gut, also stand ich danach auf um aufs Klo zu gehen und mich anzuziehen. Ich wollte sofort zu meinem Baby rüber gehen! Da kam die Hebamme von der Spätschicht schon, und meinte warum ich denn aufstehe, ich dürfe das nicht. Wusste ich nicht, ist auch nix passiert. Also bin ich vergnügt in mein Bett gekrochen und wurde zur ITS rübergeschoben. Ich hatte zu der Zeit auch noch gedacht, dass mein Baby spätestens morgen früh bei mir ist und wir somit beide uns entspannen können von den Strapazen. Das ist aber eine andere Geschichte.
      Trotz der 34 Stunden und den Komplikationen und auch den Verletzungen, muss ich abschließend sagen, dass ich eine schöne Geburt hatte. Ich mochte das Team, alle Hebammen, alle Ärzte. Den Kristaller Griff und auch die Saugglocke fand ich nicht traumatisch. Geschrien, wie die Frauen in der Nacht, hab ich auch nicht. Und obwohl ich so viele Schmerzmittel bekommen habe, muss ich sagen, war es die beste Entscheidung. Ich konnte Kraft tanken. Ich empfand meine Geburt als selbstbestimmt und doch an der Hand geführt. Das war toll. Mein Mann und meine Mutter waren die besten Geburtsbegleitungen, die ich mir hätte wünschen können. Positives Denken und die Vorfreude aufs Kind machen vieles einfacher. Und ja, meine Mutter hatte Recht. Sie sagte:“Du brauchst keine Angst haben.“ Stimmt, es kommt wie es kommt und alles bringt dich deinem Glück etwas näher.
      Die Woche Krankenhaus danach getrennt von meiner Tochter empfand ich viel viel schlimmer. Schon am Abend ihrer Geburt, ist sie die Schläuche los gewesen. Ein Tag später wurde sie schon auf die Neo verlegt zur Beobachtung, wo sie bis zum 30.8. lag. Nun sind wir schon 2,5 Wochen zu Hause und uns geht es gut und haben uns eingelebt. 😊

      (5) 18.09.19 - 18:47

      Das nenne ich mal einen realitätsnahen Bericht! 😂
      Herzlichen Glückwunsch und meinen höchsten Respekt für das was du da geleistet hast!

    (7) 19.09.19 - 13:34

    Du hast echt einen genialen Humor, ich habe mehrfach herzhaft gelacht! #rofl ...und dann noch unter solchen Umständen, Respekt! :-) #pro

    Herzlichen Glückwunsch euch 3 und alles alles Gute! #herzlich

(9) 19.09.19 - 15:45

Super geschrieben 😄es war amüsant und informativ zugleich 😊

Bei deiner Beschreibung der Nachgeburt musste ich so lachen..8 Jahre lang hab ich überlegt wie ich es beschreiben soll, wenn jemand mich gefragt hab wie das war und das es einfach genau auf den Punkt getroffen 😂 vor allem das mit der Linderung, keine Ahnung warum aber ich hab das in dem Moment auch so empfunden 😄

(11) 25.09.19 - 09:04

Toll das du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast ☺️ War auf jeden Fall interessant zu lesen.
Dein Humor ist mir sehr sympathisch 😅

Top Diskussionen anzeigen