Wunderschöne 1. Geburt im KH

In den drei Wochen vor der Geburt meines Sohnes habe ich jeden Abend die Geburtsberichte gelesen, um mich seelisch und moralisch auf die Geburt vorzubereiten. Daher möchte ich mein Geburtserlebnis jetzt auch mit euch teilen.

Ich hatte eine wunderschöne, unkomplizierte Schwangerschaft und habe mir ab 36+0 die geburtsvorbereitende Akupunktur geben lassen. Ab dem ET ging ich alle zwei Tage zum Arzt, aber immer war der Befund absolut geburtsunreif. Als sich an 41+6 immer noch nichts getan hatte und ich schon jeden Tag zum CTG zum Frauenarzt musste, stellte er endlich fest, dass mein Muttermund schon 3 cm auf war und fragte mich, ob ich nicht eine Eipollösung haben möchte. Ich wollte einfach nur, dass es endlich losging, und stimmte zu. Die Prozedur war schmerzhaft, aber absolut auszuhalten. Dann meinte der Arzt, dass wir uns voraussichtlich in der Nacht zur Geburt sehen werden - und er sollte recht behalten. Abends um 23:00 Uhr fingen die Wehen an. Sie waren auch gleich im Abstand von 6-7 min da und zwar schmerzhaft, aber gut auszuhalten. Also legte ich mich auf die Couch, weil ich meinen Mann nicht wegen eines Fehlalarms wecken wollte. Um halb 2 kamen sie schon alle 4 min. Da beschloss Ich dann doch, noch duschen zu gehen. Lustigerweise hatten wir nicht bedacht, dass wir nachts die Heizung aushaben, sodass nach 5 min nur noch eiskaltes Wasser aus dem Hahn kam, ich stand da also zitternd mit Wehen unter der eiskalten Dusche, ein Traum. Danach kamen die Wehen schon alle zwei Minuten und ich bekam Panik, dass ich mein Kind im Auto bekomme. Wir also schnell alles gepackt und los ins KH. Dort fanden wir erstmal keinen Parkplatz und ich musste am Empfang meine Wehen veratmen, die arme Empfangsdame war ganz aufgeregt. Im Kreißsaal angekommen untersuchte mich die Hebamme vor Ort und stellte fest, dass mein MM schon bei 6 cm war. Als meine Hebamme eintraf, ca eine halbe Stunde später, war er schon bei 8 cm und sie meinte dann, eine PDA wäre jetzt unnötig, es würde schnell gehen. Also bekam ich einen Tropf mit Schmerzmitteln, von dem
mir total schwindelig wurde. Also ließ ich meine Augen während der Geburt komplett zu. Mein Mann war die ganze Zeit an meiner Seite und hat mir immer Wasser eingeflößt und mich während der Wehenpausen gestreichelt, während der Wehen konnte ich es nicht ertragen. Die Fruchtblase war zu dem Zeitpunkt immer noch intakt und wurde dann mit einem großen Platschen geöffnet von der Hebamme. Ich hörte sie nur sagen, oh, jetzt haben wir die Praktikantin getauft, die auch die ganze Zeit dabei war. Als dann die Presswehen kamen, waren die Schmerzen so gut wie weg, aber das hat für mich eine Ewigkeit gedauert, obwohl es wahrscheinlich nur 6,7 Presswehen waren. Mein Sohn wurde dann um 5:27 Uhr geboren und mir mit seinen großen, dunklen Augen auf den Bauch gelegt. Ein unbeschreiblicher Moment. Ich hatte nur einen leichten Dammriss, verursacht durch seine Schulter, der dann noch genäht wurde, was recht unangenehm war. Aber an sich hatte ich eine tolle erste Geburt, die auch noch wirklich schnell ging mit 6,5 h. Meine Hebamme hat mich einfach machen lassen und mich nur bei den Presswehen immer wieder angefeuert, für dieses Geburtserlebnis bin ich ihr wirklich dankbar.

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Herzlichen Glückwunsch!! Ich bin heute bei 39+3, so eine erste Geburt wünsche ich mir auch 🙌🏼

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Ich wünsche es dir, alles Gute 😊