Mia Elisabeth´s schneller Start in diese Welt am 15.02.2007 *lang*

Da ich am 15.02.2007, ganz knappe 6 Jahre nach der Traumgeburt meiner großen Tochter meine Kleine Tochter auf die Welt brachte, möchte ich das zum Anlass nehmen, euch ein mutmachendes Posting zu geben.

Hier nun mein Geburtsbericht:
Am Donnerstag dem 15. bin ich so gegen halb 8 aufgestanden, weil ich so ganz bescheuerte Bauchschmerzen hatte. Nur auf einer Seite und ehrlich gesagt, hatte ich irgendwie auf meinen Blinddarm getippt. Nie im Leben dachte ich daran, dass ich heute genau zum Termin mein Kind bekomme. Meine Große Tochter Michelle war schon wach und so haben wir erstmal gefrühstückt. Dann habe ich mal so an die Uhr geschaut und bemerkt, das ich alle 15 Minuten leichte Wehen habe. Hm dachte ich mir, beobachte das mal.

Ich habe dann mit meiner Oma telefoniert, weil wir uns eigentlich zum Mittag bei ihr verabredet hatten und sagte ihr, dass ich heute nicht kommen kann, denn ich möchte mit den Schmerzen nicht unbedingt Auto fahren. Prompt brachten mir meine Großeltern die Kartoffelsuppe und waren dann auch eine halbe Stunde später zur Stelle um meine Große abzuholen. Jetzt war ich allein zuhause und hing immer wieder in der Wehe über meinem Sessel und kreiste mit dem Becken.

Ich hatte mir dann mal eine Uhr umgemacht und stoppte die Zeit zwischen den Wehen. Als meine Tochter weg war, kamen sie schon alle 10 Minuten, so das ich erstmal meinen Mann in der Arbeit anrief und ihm sagte er solle sich mal beeilen. Das war um 10. Ich hatte in der Zwischenzeit noch eine Waschmaschine angemacht und erstmal die Wohnung durchgesaugt. Und weil ich wusste, dass mein Mann ganz bestimmt keine Wäsche aufhängt, habe ich das auch noch gemacht. Dann kam er endlich heim und wir haben dann in aller Ruhe noch jeder einen Teller Kartoffelsuppe gegessen. Mit leerem Magen wollte ich dann doch nicht in den Kreißsaal. Beim Essen hatte ich dann schhön dollere Wehen, so dass ich immer wieder aufstehen musst und durch Wohnzimmer lief.

So beim Mittagessen gegen 11 waren sie dann schon alle 5 Minuten und ich blieb nur ruhig, weil das Krankenhaus ja "gleich" um die Ecke ist. Nachdem wir uns umgezogen hatten und ich meinen Vorsorgetermin für 14.00 Uhr abgesagt hatte, fuhren wir mal los. Im Kreißsaal hatte ich schon angerufen und bescheid gesagt, so hatte ich mir schon mal einen Kreißsaal reserviert. Meine Hebamme war auch noch da und hatte Dienst, das beruhigte mich ungeheuer. War eine vertraute Person, da sie mich schon bei meiner ersten SS betreut hatte, vorher und danach .

Ich hatte mir auch gewünscht, dass sie mich entbindet und das es diemal sogar geklappt hat, darüber bin ich heute noch froh.

Im Kreißsaal haben wir dann so unsere Späßchen gemacht. Wir waren gut gelaunt und vor lauter Quatschen haben wir ganz vergessen auf die Uhr zu schauen, aber es war halb 12 als wir da waren. Hat mein Mann dann auf dem CTG abgelesen, als es angefangen hat zu schreiben. Die angebotenen Sachen wie Kaffee, Tee und andere Sachen lehnte ich erstmal ab, ich wollte nur meine Ruhe. Mein Mann ärgerte mich die ganze Zeit und verkündete mir schon bevor ich es merkte, dass ich wieder eine Wehe bekomme. Der hat gut lachen, das hat er damals schon bei Michelle gemacht.

Naja die Untersuchung musste ich ja über mich ergehen lassen, wobei es nicht wehtat. Meine Hebamme meinte zwar ich sei sehr tapfer gewesen, sie wäre nicht zimperlich gewesen aber mir tat es nicht so weh. Sie hatte sich irgendwelches Öl auf die Finger gemacht und schmierte mir das um den Muttermund, der glücklicherweise schon 4 cm auf war. Ein Trimuph! Sie nahm mir dann noch Blut ab, aber das war ja ein Klacks.

Naja dann lag ich so rum, bei jeder Wehe gingen die Herztöne von Mia leicht runter und dann kam der Arzt und schaute dann auch noch mal übers CTG und segnte es aber als Okay ab. Ich sah mich erhlich gesagt schon im OP mit Kaiserschnitt aber die blieben alle ganz ruhig. Mein Mann war auch leicht nervös und wir überspielten die Situation beide etwas. Mittlerweile war es still und ich filterte die Raumluft des Kreißsaals ordentlich durch. Dann kam die Hebamme nochmal zum untersuchen und da war der MM schon 7 cm auf. Die Fruchtblase war aber immer noch zu und hielt bombenfest. Das selbe wir bei Michelle.

Sie fragte mich dann ob sie sie aufmachen soll und ich zuckte mit den Schultern. Fragt die mich das? Wer ist denn hier das Fachpersonal? Mein Mann und ich sagten dann doch ja und in der nächsten Wehenpause machte es dann flutsch und mit so einem komischen Handschuhfinger, hatte sie die Fruchtblase dann aufgemacht. Vorher sagte sie, "Hier gehts heute nicht mehr raus, nur noch mit Baby"! Gut dann hätten wir das auch geklärt.

Mein Mann schäckerte etwas mit der Hebamme rum und ich schaute auf die Uhr. Halb 3! Die Zeit verging recht schnell und die Schicht meiner Hebamme ging nur bis 15 Uhr. Dann stellte sie mir die andere Hebamme vor, die die Sache mit mir dann beenden sollte. Und ich wollte doch keine andere. Aber meine Hebamme wich mir nicht von der Seite und ging nicht mal kopieren, weil sie die Geburt nicht verpassen wollte.
Sie versprach mir sie bleibt und das obwohl sie einen wichtigen Termin mit ihrer Tochter verschieben musste. Das fand ich sehr lieb. Nach der 3. Untersuchung war mein MM dann bei 8 cm und wieder rieben sie mir mein "untenrum" kräftig mit Öl ein. Achso ich hatte da wieder so Globulis bekommen und zwei pflanzliche Tabletten die ich mir in die Backentaschen legen sollte.

Irgendwie war aber noch ein Saum am MM und den hatte sie dann auch weggeschoben und in der nächsten Wehe hatte ich das Gefühl mitpressen zu müssen. Ich sagte ihr das und die andere Hebamme meinte, wenn ich pressen will, dann kann ich pressen. Naja bei mir kribblelte eh schon alles durch den vielen Sauerstoff den ich durch die Wehen einatmete.

Mein Mann gab mir immer mal wieder das Wasserglas zum trinken, was ich aber dann nicht mehr greifen konnte. Meine Hände waren so verkrampft und alles zitterte, die haben ja extra für mich das Bett umgebaut, weil ich so dicke Wasserfinger hatte und ich nicht an den Lehnen greifen konnte.

Ich hatte dann aber schon ordentliche Schmerzen und ich überlegte, ob ich vielleicht mal frage, ob die mir was geben. Schließlich hatten sie es mir ja angeboten. Und just in dem Moment fragten sie mich, ob ich Schmerzen habe. Ich sagte ich habe gerade überlegt ob ich euch frage, damit ihr mir was geben könnt. Naja meinte die Hebamme, jetzt ist es dafür auch zu spät, das wirkt erst in 20 Minuten und da ist alles schon vorbei. Boahh ey wie lustig - also Schmerzmittel adé, obwohl ichnicht unbedingt welche gebraucht hätte.

Na bei der nächsten Wehen presste ich dann mal mit. Und da ging die Tür auf und die Ärztin kam rein und noch eine Praktikantin und alle stellten sich vor mich. Juhu - früher hätten sie mal gefragt ob sie dabei sein dürfen. Meine Hebamme kochte ein bischen, weil sie eher die Ruhe in der Geburt bevorzugt. Aber mir was das jetzt irgendwo egal.

Ich sollte die Wehe rankommen lassen und dann pressen. Ja das machte ich dann auch ungefähr 4 mal und danach hatte ich mal richtig Aua. Die andere Hebamme saß vor mir und meinte, dass das jetzt doof ist, weil das so spannte. Und das Kind hätte schwarze Haare. Ich dachte die wollen mich wieder veralbern und sagte das Michelle auch keine schwarzen Haare gehabt hätte und ich das bei Michelles Geburt auch schon gehört hätte.
Doch mein Mann sagte auch, das sie schwarze Haare hätte. Ach für mich waren die jetzt alles Gaga ! Ich bekam ständig Wadenkrämpfe beim pressen und das war schon unangenehm genug. Letzendlich stellte ich meine Beine in die Hüften der Hebammen, eine links eine rechts und die massierten den Krampf immer wieder gleich weg. Das war praktisch.

Mein Mann hob meinen Kopf immer wieder während der Presswehe an und ich presste und schrieh das Kind heraus. Nach 2 oder 3 weiteren Presswehen machte es dann flutsch und irgendwas von meinem Kind war geboren. Ich sollte weiter drücken, aber die Wehe war doch weg. Und drei Mann stehen vor mir und reden auf mich ein, ich sollte noch weiter drücken. Da habe ich sie alle verflucht. Und nach noch zwei mal pressen, ohne Wehe, flutsche sie raus. Blitzeblau und brüllte gleich vor sich hin. Gekackert hatte sie auch schon, so das ich lustig aussah. Nachdem sdie kleinen Anpassungschwierigkeiten behoben waren, hatten wir einen super Start.
Die Hebamme legte sie mir gleich auf die Brust und da lag sie. Hände im Mund und ganz moppelig rund. Ich hatte das erst gar nicht so geschnallt, aber sie war schon auf meiner Brust sehr schwer. Ich sagte das ist aber keine Kleine und meine Hebamme meinte das wären gut und gern 4000 g. Haha - was für ein Witz!
Nun sollte die Plazenta noch abgehen aber die war bombenfest angetackert. Das dauerte noch ne gute halbe Stunde und ich sah mich wieder im OP zur Ausschabung. Ging nämlich nicht ab das Zeug.
Erst mit einem Kühlumschlag auf dem Bauch und zwei Akupunkturnadeln am Bauchnabel löste sich das Ding. Und nach zig mal pressen, war das auch das Ding raus.

Naja und dann hat die Ärztin un die andere Hebamme mich angeschaut und beschlossen, das ich nicht genäht werden muss, weil ja nichts gerissen ist. Lediglich ein paar kleine Schürfungen, die ich heute noch merke! Aber das ist auszuhalten.

Tja und so kam meine zweite Tochter auf die Welt. Um 15.53 Uhr mit einem Gewicht von 3935 g und einer Größe von 51 cm. Ich dachte eher das sie groß ist, aber mit so einem Gewicht habe ich nicht gerechnet. Als sie dann auf der Waage lag, dreht sich mein Mann zu mird flüsterte mir zu "3900"#schock und wurde leicht blass. Ich sagte nur, du willst mich verklapsen, die Waage geht falsch.

Tja so kam meine zweite Maus auf die Welt und ich kann voller stolz behaupten, zwei Kinder ohne Dammriss, Dammschnitt, ohne PDA und sonstige Schmerzmittel bekommen zu haben.
Das kann ich nur jedem anderen auch wünschen.

So und nun sind wir mit abheilender Gelbsucht (Blut aus Kopf genommen - mit Kanüle) zuhause und geniessen die neue Zeit. Ist doch ne ganz schöne Umstellung, aber einen schöne Beschäftigung. Wenn man den kleinen beim schlafen zuschauen kann. Das unbewusste Lachen, die verleierten Augen. Und knutschen kann man die auch die ganze Zeit. Herrlich. Man muß es ja geniessen, noch eins gibts nicht.

Und hätte ich Mia zu erst bekommen, hätte ich wahrscheinlich gesagt, nicht noch eins. Aber die Geburt von Michelle war ja kein traumatisches Erlebnis und auch nun Mia´s Geburt war eigentlich auch okay und für eine zweite Geburt ziehmlich harmlos. Meine Hebamme meinte hinterher zu mir, dass ich während der ganzen Geburt immer einen klaren Kopf behalten habe und ich eine der wenigen Frauen war, die ihren Mann gleich ans fotografieren erinnerten, als das Kind gerade geboren war.;-)

Liebe Grüße an alle Mamis die die Geburt noch vor sich haben.
Ach ja, das war übrigens eine Geburt ohne Einlauf vorher und ich kann nicht sagen, ob da was passiert ist#kratz. Sicher denke ich schon, aber die Hebammen haben "das" super diskret gelöst und ich habe mich nicht geschämt. In dieser Situation war mir das eh Wurscht...

Jeannette und #blumeMichelle *12.02.2001 und #sonneMia Elisabeth *15.02.2007

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Herzlichen Glückwunsch zu Deinem kleinen Sonnenschein!!

Meine erste Tochter heißt auch Michelle und nun erwarte ich unser 2. Mädchen. Soll aber Larissa heißen. :-D

Wünsche Euch Vieren noch eine wunderschöne Zeit.

Alles Liebe und Gute

Daniela mit MIchelle (3 jahre) und Larissa 35. SSW

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Herzlichen Glückwunsch,
Unsere Kleine, auch eine Mia, kam auch ohne Schmerzmittel.
Super kurz und super heftig aber ein ganz besonderes Geburtserlebnis.(Habe Sie auch zum Teil rausgeschrien;-) )
Wünsche euch alles Gute und viel Spass mit der Kleinen
LG Uschi