Noahs spontane Geburt 20 Tage vor Termin!

Hallo Zusammen,

hier mal mein Geburtsbericht!

Nachdem ich am 09.03. (exakt 3 Wochen vor ET) beim Frauenarzt mal wieder Wehen auf dem CTG hatte - von denen ich wie immer nichts bemerkte - hatte ich bis nachts um 2 tatsächlich noch den anscheinend obligatorischen Putzanfall... und das ich...

Naja, morgens um 6 ist dann meine Fruchtblase geplatzt, das Fruchtwasser war klar, das Köpfchen weit genug unten... meine Hebamme Gudrun kam dann auch gleich und brachte mit mir dann den vormittag noch zu Hause rum... das CTG war prima, die Wehen kamen alle 5-10 Minuten waren aber noch gut auszuhalten... (Atemtechniken haben gut geholfen) allerdings konnten diverse homöopathische Mittelchen meinen Muttermund nicht erweichen... der blieb störrisch bei 1-2cm...

Gegen mittag ist die Hebamme dann noch mal für ein Stündchen von dannen gezogen, ich habe noch mal geduscht, bzw. in der Duschwanne gebadet und wir haben uns noch ein wenig hingelegt - viel Schlaf hatten wir ja nicht gehabt...

Als die Hebamme wieder kam wurden die Wehen dann schon heftiger und ich bekam eine erste Ahnung, was wohl auf mich zukommt... ;-) das CTG war immer noch gut, aber da der Muttermund immer noch nur auf 2cm war, haben wir uns dann um 15 Uhr auf ins Marienhospital Witten gemacht...

Dort - die Wehen waren inzwischen richtig amtlich (musste "mitsingen" und konnte trotzdem kaum entspannen) - dann die schlechte Nachricht... unser Kleiner fand die Wehen ziemlich stressig, seine Herztöne gingen immer ziemlich stark runter, die CTG-"Gefahren"-Anzeige stand erst auf Orange, dann sogar auf Rot... die Ärztin nahm mir Blut ab, machte einen Ultraschall und stellte fest, dass es wahrscheinlich ein Sternengucker sei, und somit eine "schwere" Geburt vor mir läge...

Dem Kleinen wurde dann Blut aus dem Kopf abgenommen - auch für mich sehr unangenehm -, die Sauerstoffsättigung war aber in Ordnung... da der Muttermund aber immer noch auf kaum 4cm war - inzwischen waren ja 11 Stunden vergangen - wurde eine PDA bestellt...

Zwischen Erleichterung und Panik (selbst danach gerufen hätte ich wohl noch nicht) wartete ich über die nächsten Hammerwehen (nichts half, keiner durfte mich anfassen - der arme Benni) auf den Anästhesisten und hab dabei dann noch die gesammelten Spuckschalen des Kreißsaales gefüllt...

Die PDA war aber wirklich nicht schlimm, ein kleiner Piecks für die lokale Betäubung, dann ein sonderbares Druckgefühl und schwupps lag sie schon... zunächst wirkte sie nur auf der rechten Seite, ein sonderbares Gefühl, dann aber komplett. Das Gefühl ist ziemlich genau wie beim Zahnarzt, nur halt in den Beinen...

Zwar kam es wie es kommen mußte.. unter der PDA waren die Wehen weg, mit Hilfe des Wehentropfes war der Muttermund dann aber innerhalb von 2 Stunden auf... man kommt sich ziemlich doof vor - da strampelt man sich stundenlang ab und nichts passiert und dann liegt man da quietschfidel und die Sache geht von ganz alleine... zwischendurch wurde dem Kleinen stündlich Blut entnommen, das war aber immer ok...

Dann setzten auch schon die Preßwehen ein. Und - obwohl ich es besser hätte wissen müssen - auch ich dachte, ich müsste noch mal dringend zum Klo... leider ist nach der PDA vor der PDA, man ist also schnell wieder genau an dem Punkt wie vorher, so dass ich Horror vor der Idee hatte, das jetzt noch 1,5 Stunden durchhalten zu müssen...

Nach ein paar leichteren Preßwehen, bei denen der Kleine sich auf ins Becken machte, ging es ans Eingemachte... die Ärztin lag von hinten über meinem Bauch und drückte, die Hebamme zog unten und Benni stützte mich. Gemeinsam feuerten sie mich an, was ich aber nur durch einen Schleier wargenommen habe... Es war echt einfach unfassbar anstrengend, aber wirklich anstrengender als schmerzhaft...

Die Ärztin bestand dann aber noch auf einem Schnitt, wobei ich aber nicht hätte sagen können, bei welcher Wehe geschnitten worden ist... es war im Endeffekt die letzte. Die Schultern des Kleinen waren noch mal recht unangenehm, dann war es aber geschafft und der Kleine lag auf meinem Bauch und schaute mich mit großen Augen an... Benni hat die Nabelschnur durchgeschnitten... und ein Sternengucker war es schließlich doch nicht... die Saugglocke lag aber schon im sterilen Paket bereit...

Ein paar Minuten später kam dann noch eine Wehe und schon war die Plazenta da... das Nähen war noch mal recht unangenehm - besonders die Betäubung, aber dann war der Kleine schon wieder bei mir und durfte das erste Mal trinken...

Es war schließlich noch ein bischen Durchsetzungsvermögen gegen die Kinderärztin nötig, dass wir nachts noch nach Hause durften... aber als sie merkte, dass wir auch ein bischen Bescheid wissen, über das, auf was zu achten ist, war alles klar...und früh nach Hause zu gehen, war das Beste, was wir machen konnten. Mit Sekt von den Großeltern empfangen konnten wir dann schon am nächsten Morgen gemeinsam zu Hause wieder aufwachen...

Nun ist Noah schon fast eine ganze Woche bei uns. Er ist ein bischen gelb, aber nicht dramatisch. Der Kinderarzt war schon für die U2 da und war auch zufrieden. Er trinkt fleissig ist aber sonst total lieb... nur das Wickeln kann er nicht austehen...;-)

Fazit: Gar nicht so schlimm!

Lieben Gruß
Marjolaine

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Herzliche Gratulation zu Eurem Noah.

Hoffe bei uns uns und unserem Noah geht das im Juni auch so einigermaßen reibungslos ab wie bei Eurem!

Glg Doris