So wurde aus einer geplanten ambulanten Geburt ein Kaiserschnitt...

Hallo Ihr Lieben,

die ganze Schwangerschaft habe ich mir so schön vorgestellt, wie die Geburt unserer Tochter ablaufen sollte: ich wollte gerne lange zu Hause bleiben und erst dann ins Krankenhaus fahren, wenn es nicht mehr anders geht. Meine Nachbarin ist meine Hebamme und sie hätte mich in der Eröffnungsphase gut betreut. Eine Hausgeburt kam nicht in Frage, weil ich große Probleme mit der Symphyse habe und so haben wir uns auf den Kompromiss ambulante Geburt eingestellt... So viel zu unseren Plänen...

Am 23. Mai (der Geburtstag meines Mannes :-) ) wachte ich morgens mit starken Mensschmerzen auf. Nachdem diese in Abständen von 20 Minuten immer wieder kamen, dachte ich mir schon, dass es sich wohl endlich um echte Wehen handelt. Also habe ich gleich früh morgens meine Hebi geholt, die auch meinte, dass es langsam losgeht. Wir waren auch immer am Überlegen, ob wir die Gäste ausladen sollen, oder ob es sich nochmal beruhigt. Als der Muttermund dann abends aber trotz regelmäßiger Wehen nicht weiter aufgegangen war, kamen die Gäste dann doch. Allerdings sind genau mit Eintreffen der Gäste die Wehen richtig stark geworden. Ich bin dann ins Schlafzimmer, um in Ruhe atmen zu können und schaute immer wieder auf die Uhr: alle 4 Minuten eine starke Wehe. Meine Hebi kam dann um 22 Uhr wieder von ihrem GVK und schaute gleich nach mir: Muttermund war endlich auf 3 cm auf und die Blase war wohl sehr prall. Dann sind wir ins Krankenhaus...

Dort angekommen wurde ich untersucht und die Ärzte waren sehr besorgt, weil das Baby so groß aussehen würde und der Kopf eventuell mit meiner Symphyse Probleme machen würde. Sie empfahlen mir eine PDA machen zu lassen. Somit war schon mal klar, dass ich nicht am nächsten Morgen nach Hause durfte. Mein Mann und ich haben uns dann entschieden, dass wir zusammen im Krankenhaus in einem Familienzimmer bleiben wollen und weil sich der Muttermund noch nicht weiter geöffnet hatte, ist mein Mann nach Hause gefahren und hat ein paar Sachen für uns geholt. Da war es 1 Uhr.
Bei mir hat die PDA prima gewirkt und ich konnte sogar ein bisschen vor mich hindösen, bevor um 2 Uhr ein Arzt hereinkam und sehr besorgt aussah. Er meinte, dass es meinem Baby nicht gut ginge. #schock Das CTG sei nicht in Ordnung. Da war ich natürlich wieder völlig wach und hatte große Angst um unser Baby. Der Arzt wollte dann die Blase öffnen und einen Tropfen Blut des Babys nehmen, um den Sauerstoffgehalt im Blut zu testen. Gesagt, getan: wenige Minuten später lag ich im Kreißsaal und der Arzt öffnete die Blase. Er konnte aber kein Blut nehmen, weil unser Baby ungelogen am ganzen Kopf 3-4cm lange Haare hat und so riet mir der Arzt zum Kaiserschnitt, weil wir ansonsten eine geistige Behinderung nicht ausschließen können, wenn sich die Geburt noch lange hinzieht... #schock

Das schlimmste war aber, dass mein Mann noch nicht wieder da war! Ich sagte zu ihm, dass er sich Zeit lassen soll; wir hätten bestimmt noch die ganze Nacht vor uns. Er wurde dann aber von einer Ärztin angerufen und kam dann so schnell als möglich wieder.
Er kam genau richtig zum Kaiserschnitt. Ich bekam nochmal eine Ladung Schmerzmittel und schon ging es los: um 3.18 Uhr war unsere Anna Carlotta Gott sei Dank völlig gesund und munter auf der Welt! Leider konnte ich nur einen kurzen Blick auf sie werfen, bevor mich die Narkose völlig überrumpelte: ich konnte mich kaum noch wach halten und mir war sehr übel. Da in dieser Nacht einiges los war im Krankenhaus, wurde ich in die Intensivstation gebracht und konnte leider erst um 6 Uhr morgens zu meinem Mann und meiner Tochter zurück kommen.

Eigentlich wollten die Ärzte, dass ich wegen dem Kaiserschnitt eine Woche im Krankenhaus bleibe, aber ich bin trotzdem am Pfingstmontag nach 4 Tagen nach Hause gegangen. ;-) Krankenhaus ist einfach nicht meine Welt.

Tja: manchmal kommt es eben ander als man denkt. Rückblickend war es vielleicht gut, dass ich einen Kaiserschnitt hatte und die ersten Tage im Krankenhaus war es auch wirklich gut, dass ich beim Stillen kompetente Hilfe hatte (obwohl meine Hebi mir das sicher auch gut gezeigt hätte). Meine Sorge, wenn wir länger weg sind, war eben auch, ob meine Katzen unsauber werden wegen dem Baby oder es sonst mit ihnen Probleme gibt: aber es ist alles sehr entspannt. Beide Katzen sind völlig entspannt und akzeptieren die neue Mitbewohnerin zu 100%. Das macht wirklich glücklich!

Viele Grüße,
Susanne mit Anna Carlotta *24.05.2007

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HI

zuerst mal herzlichen Glückwunsch#herzlich


hab eine Fage wie groß, schwer war deine kleine und KU!!!

mein FA meint nämlich bei mir auch, daß es eventuell ein KS wird, weil mein kl. bereits riesig ist, ich hab mich aber darauf geeiningt, mal abzuwarten, und keinen Wunsch KS zu machen, meine Hebi wird schon merken, obs da unten raus geht oder nicht!!!

lg
marion ET-17

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Hallo Marion,

laut Ultraschall sollte die Kleine weit über 4 kg wiegen, aber dies hat sich alles relativiert, als sie dann auf der Welt war:

Anna war bei der Geburt 52 cm groß, wog 3560 g und hatte einen Kopfumfang von 34,5 cm.

Dies war ja auch nicht der entscheidende Grund für den Kaiserschnitt (wobei man sich schon manchmal fragt, wie sich die Ärzte so weit verschätzen! Das habe ich schon so oft gehört!)

Viele Grüße,
Susanne