Suche dringend gelingsicheres Springerlerezept

    • (1) 30.10.11 - 07:45

      Werd mir heut auf dem Jahrmarkt ein Springerlemodel kaufen, und suche jetzt ein gutes Rezept damit ich des ausprobieren kann.

      Gruß Christina

      hab selber eins gefunden :

      Für den Teig:
      4 – 5 Eier je nach Größe mit
      Schale gewogen 250 – 270 g
      250 g Puderzucker
      250 g feiner Kristallzucker
      575 g Mehl Type 405
      1 Prise Salz
      1 Messerspitze Hirschhornsalz
      oder Haushaltsnatron
      2 – 3 TL Kirschwasser oder
      Himbeergeist
      Zum Formen der Springerle:
      Verschiedene Holzmodel
      Einen stumpfen weichen Pinsel
      1großes oder kleines Wellholz
      Ein Messer mit Zacken oder
      ein Kuchenrädchen
      Für das Backblech:
      Etwas Margarine
      Ofenfestes Backpapier
      1 EL Anissamen pro Backblech

      Druckansicht
      Bild von Schwäbische Springerle

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      Zubereitung:

      Für die Zubereitung zuerst die Eier in eine Rührschüssel geben.
      Da es sich hier um ein altes Rezept handelt und die Hühnereier früher in der Größe mal groß, oder klein waren, gerade so wie die Hühner sie gelegt haben, wird hier das Gewicht der Hühnereier(mit Schale gewogen) angegeben.
      Mehl mit einer Prise Salz und einer großen Messerspitze Hirschhornsalz oder Natron mischen, in eine Schüssel durchsieben.
      Die aufgeschlagenen Eier in der Rührschüssel zuerst mit dem elektrischen Handmixer schaumig aufschlagen.
      Puderzucker und Zucker zu den Eiern hinzu geben und nun auf niedrig eingestellter Stufe (Stufe 1), mit dem elektrischen Handmixer, in 12 – 15 Minuten eine weisschaumige Eier/Zuckermasse rühren,
      nicht auf höchster Stufe schaumig schlagen.
      Oder mit einem herkömmlichem Rührlöffel 30 Minuten rühren, bis sich der Zucker ziemlich aufgelöst hat.
      Das gesiebte Mehl in 2 – 3 Portionen zügig unter die Schaummasse unterrühren, dabei den Rest vom Mehl
      mit der Hand locker unterkneten.
      Dieser Teig ist weich und nicht so fest, wie ein sonst herkömmlicher Mürbteig, sollte aber dennoch gut formbar sein, wobei zu beachten ist, dass der Teig nach kühler Lagerung noch etwas fester wird.
      Den Teig ringsum mit etwas Mehl bestäuben und in eine Plastikfolie geben und für ein paar Stunden, noch besser
      über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen.
      Für die Springerle immer gerade soviel Teig aus der Tüte nehmen wie benötigt wird und auf einer mit Mehl ausgestreuten Arbeitsfläche etwa 1 cm dick (nicht dünner) mit einem Wellholz ausrollen.
      Springerle

      Das Holzmodel mit der Schnitzerei nach oben auf den Tisch legen, dabei kein Mehl darüber streuen.
      Das Teigstück, mit der unteren leicht mit Mehl bestreuten Seite auf das Holzmotiv legen und mit den Fingern in die Vertiefungen des Holzmodels eindrücken.
      Oder zuletzt nicht zu fest ein- bis zweimal mit dem Wellholz darüber rollen.
      Das Model samt Teig hochheben, umdrehen und wieder auf den Tisch legen.
      Jetzt kann man problemlos das Holzmodel vom Teig heben und ablösen, es erscheint darunter ein schön ausgeformtes Springerle.
      Kleine Mehlreste am geformten Springerle nun mit einem Pinsel vorsichtig abpinseln. Anschließend das Gebäck mit einem Messer ringsum ausschneiden, noch hübscher ist es, wenn man es mit einem gezackten Kuchenrädchen ausradelt und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legt.
      Das Holzmodel, vor jedem erneuten Gebrauch trocken mit dem Pinsel von anhaftendem Mehl oder kleinen Teigresten abpinseln, damit das filigran eingeschnitzte Muster nicht seine Form verliert
      Wieder ein auf der Unterseite mit Mehl eingestäubtes, etwa 1 cm dickes Stück Teig auf das Model aufdrücken, umdrehen, das Model hochheben und auf diese Weise fort fahren, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.
      Die Springerle nun über Nacht, ohne sie abzudecken, in der Küche zum Trocknen stehen lassen.
      Dadurch wird die Oberfläche mit dem eingedrückten Muster hart und behält später beim Backen sein Aussehen.
      Der untere feuchte Teil der Springerle, geht während dem Backen etwas in die Höhe und bekommt so genannte Füßchen, wie es auch beim Weihnachtsgebäck Vanillebrötchen und Anisbrötchen der Fall ist.
      Am nächsten Tag vor dem Backen legt man ein nasses Küchentuch auf den Tisch, nimmt die getrockneten Springerle vom Backblech und legt sie nur mit der Unterseite gerade solange auf das feuchte Tuch, bis man das Backpapier mit etwas Anissamen bestreut hat.
      Danach werden die Springerle wieder auf das Backblech gelegt und in den auf 160 ° C vor geheizten Backofen, auf der mittleren Einschubleiste eingeschoben und mit Ober/Unterhitze ca. 10 - 12 Minuten gebacken.
      Danach wird die Backofentemperatur auf 130 ° C zurück geschaltet und die Springerle in weiteren ca. 10 - 12 Minuten fertig gebacken.
      Da jeder Backofen etwas anders bäckt, muss man die Temperatur beim ersten Blech testen.
      Die Oberseite der Springerle sollte auf jeden Fall schön hell bleiben, die Unterseite dagegen zart gelb erscheinen. Nicht zu lange backen, da das Gebäck sonst zu hart wird.
      Mit einer breiten Palette, die noch warmen, weichen Springerle vom Backpapier lösen und auf einem Kuchenrost zunächst auskühlen lassen.
      Anschließend auf eine große Platte oder einen Teller auslegen und locker mit einem Küchentuch aus Baumwolle abgedeckt im Freien, auf dem Balkon oder der Küchenveranda oder an einem anderen kühlen, etwas feuchten Ort, mindestens 1 Woche stehen lassen, damit die Springerle etwas weicher im Biss werden.
      Danach kann man die Springerle in eine Dose umfüllen und längere Zeit aufbewahren.

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