Ethisch korrektes Fleisch bzw. Milchprodukte

    • (1) 22.06.13 - 10:20

      Hallo #winke

      die Überschrift klingt nicht so vielsagend #sorry

      vor ein paar Wochen habe ich meine Ernährung umgestellt und beschäftige mich nun mit der Frage nach Fleisch und Milchprodukten.

      Ich habe mich in letzter Zeit viel über die Gegebenheiten, die in der Fleisch- bzw. Milchindustrie üblich sind, informiert. Mir tun die Tiere, die in Massentierhaltung gehalten und gequält werden, schrecklich leid.

      Ich möchte das nicht mehr unterstützen, allerdings auch nicht unbedingt auf Fleisch und Milchprodukte verzichten. Seit meiner Ernährungsumstellung gibt es bei uns höchstens 2x in der Woche Fleisch. Auch Milch gibt es bei uns nicht oft, allenfalls im Kaffee, als Quark oder im Müsli.

      Jetzt möchte ich vermehrt darauf achten, wo die Milch und das Fleisch herkommt. Bisher habe ich Fleisch und Milch nur im Supermarkt gekauft. Da es jetzt bei uns eh weniger Fleisch gibt, kann es auch ruhig mehr kosten. Die Frage ist nur, wo bekomme ich gutes Fleisch bzw. Milch her, wovon ich sicher sein kann, dass das Tier artgerecht gehalten wurde und nicht gequält wurde? #gruebel

      Im Biomarkt? Vom Metzger? Direkt von Bauernhof? Biofleisch aus dem Supermarkt?

      Wäre schön, wenn mir hier jemand ein paar Tipps geben könnte! #freu

      • Huhu,

        da hilft oft ein wenig durch die Gegend fahren *g*.

        Ich bin damals eher durch Zufall erst auf einen Bio Hof hier in der Nähe gestossen, der einen wirklich tollen Hofladen hat und durch diesen Bio Hof bin ich dann sehr schnell an die Adresse eines tollen Demeter Hofs gekommen und auch an die Adresse eines wirklich guten Biometzgers.

        Brot, Eier, Geflügel, Obst und Gemüse kaufe ich jetzt meist auf dem Bio Hof, Milch und Milchprodukte auf dem Demeter Hof und Fleisch und Wurst bei Biometzger.

        Ich bin überzeugt davon das auch das keine 100%ige Garantie ist, aber trotzdem ist es mein Weg geworden.

        lg

        Andrea

        (3) 22.06.13 - 13:35

        Einfach mal über die Dörfer fahren, googlen, Mundpropaganda, etc.

        Wir haben hier zwei Landschlachtereien die die Tiere aus der Region bekommen und selbst schlachten sowie einen Pferdemetzger. Alle anderen Schlachtereien beziehen ihr Fleisch vom Schlachthof.
        Der Pferdemetzger bekommt die Tiere auch aus der Region, von Massentierhaltung und Tiertransporten keine Spur. Würde sich bei Pferdefleisch auch nicht lohnen, so viel wird es ja nicht gegessen.
        Außerdem gibt es hier auch Bauern die selbst schlachten, die haben dann meist einen Hofladen, teilweise stehen sie auch mit einem Wagen auf den Wochenmärkten der Region. Sie verkaufen auch halbe/ganze Schweine, Rinder, etc. Wenn man einen großen Eisschrank hat, ist das eine gute Alternative.

        Bei Milch bin ich leider nicht so konsequent #hicks ich kauf zwar hin und wieder die Biomilch aus der Region (wird bei uns in den Supermärkten angeboten), aber doch zu selten.
        Dafür bekomme ich aber auch Obst/Gemüse in Bio- bzw. Demeterqualität aus der Region einmal die Woche geliefert. Wir machen schon viel, aber alles klappt halt leider auch nicht, trotz des sehr geschrumpften Fleischkonsums...

        LG

        Ethisch korrekte Fleisch- und Milchprodukte gibt es nicht...obwohl: Ausnahme: plattgefahrene Tiere auf der Straße aufsammeln und essen.
        Das macht ein Engländer, von dem ich mal einen interessanten Bericht in der NEON gelesen habe...

        sonst ist es echt egal, ob Du Biofleisch holst - auch ein Biorind wird nicht totgestreichelt..wie heisst es so schön: am Schlachthoftor hört BIO auf..geschlachtet werden alle dort gleich grausam und oft nicht ausreichend betäubt...

        genauso BIOMilch..auch die BIOMilchkühe müssen den traumatischen Verlust ihres gerade geborenen Kälbchens erleben, auch die BIOKälbchen (männliche) werden nur ein paar Monate alt...auch die BIOMilchkühe werden jeden Tag gemolken, haben schmerzhafte Zitzen- und Euterentzündungen, auch diese werden nach 5 Jahren verwurstet, weil ihre Knochen durch den Kalziumverlust wegbrechen und sie kaum mehr stehen können...
        nur ihr Futter ist BIO und dass sie vielleicht mal auf die Weide dürfen...

        aber auch die BIOKühe werden jedes Jahr aufs Neue künstlich geschwängert, damit der Milchfluß durch die erneute Geburt nicht versiegt...

        tja...und von den BIOHühnern fange ich gar nicht erst an...auch dort werden die männlichen Küken entweder vergast oder bei lebendigem Leib geschreddert...naja..

        was soll ich sagen.
        Ethisch korrekt und Tiere benutzen schließt sich aus...

        Viele Grüße!

        • zumal es keinen Grund gibt, Tiere zu essen oder auszubeuten...keine Rechtfertigung. Oder?

          Was gibt mir das Recht, ein Tierleben zu beenden, weil ich dieses Tier essen will? Ich finde, ich habe dieses Recht nicht. Nur über mich und mein Leben darf ich bestimmen..sonst darf ich nicht töten (oder töten lassen als "Fleischkonsument"), weder Mensch noch Tier. Das ist meine Moral und Ethik!

          :-)

          ähm ja... holt schon mal die selleriestangen für die löwen raus.

          ich finde deine Einstellung nicht schlecht. Nur ein bisschen übertrieben.

          • das nennt man nicht "übertrieben", sondern "konsequent"... ;-)

            Sellerie für den Löwen? Das ist nix, der Löwe ist ein Karnivore, der stirbt ohne tierische Nahrung! (Ja, mein Kater bekommt auch sein Fleisch!)

        Huhu,

        ich weiß wir "geraten" oft aneinander und werden da auf keinen grünen Zweig kommen, trotzdem habe ich das Bedürfniss das ein oder andere zu schreiben:

        - es gibt wirklich gute Biohöfe die Hofschlachtung betreiben, da sieht kein Rind/Huhn/Schwein den Schlachthof

        - ich kenne nur einen Demeter Hof wirklich gut ( haben zwar noch einen der erreichbar wäre, aber ich bin mit "unserem" einfach sehr, sehr zufrieden), der hält Stiere und hat sich schon lange Zeit von der künstlichen Befruchtung verabschiedet.

        - unser Biobauer hält Hühner die sowohl legen als auch Fleisch ansetzen, die männlichen Küken werden gemästet und nicht geschreddert.

        Ich denke das was du dort beschreibst wird Biosupermarktware etc. sein, wenn ich "sowas" schon im Supermarkt kaufe, dann muß man tatsächlich nicht auch noch auf Bio oder so achten.

        Gruß

        Andrea

        • Hi Andrea,

          - auch eine Hofschlachtung ist brutal und endet im Tod eines Lebewesens...auch wenn dem armen Tier der Transport erspart geblieben ist, so muss doch ein junges, nicht altersschwaches, gesundes Tier sein Leben lassen, welches normalerweise noch Jahre andauert...

          - auch eine Milchkuh, die nicht künstlich besamt wurde, sondern von einem "echten" Stier, endet nach ein paar Jahren als ausgemergelte Kuh im Schlachthof, auch ihr werden ihre Kälber genommen - was nützt ihr da der echte Stier, der sie deckt?

          - auch die männlichen Bioküken müssen sterben, nicht mit ein paar Tagen geschreddert, sondern fettgefüttert nach ein paar Wochen ..

          Deine Argumente dienen nur einem: Dir das Gewissen zu erleichtern und Dinge schönzureden, die nicht schön sind.

          Viele Grüße!

          • du...ich muß mein Gewissen nicht beruhigen *lach*, ich lasse es schlicht von "Deinen" Argumenten nicht beunruhigen.

            Ist doch wunderbar wenn du dich mit deiner Lebensweise wohlfühlst, ich mag meine auch sehr.

            Gruß

            Andrea

            grad erst registriert:

            >> endet nach ein paar Jahren als ausgemergelte Kuh im Schlachthof, auch ihr werden ihre Kälber genommen <<

            der Demeter Hof auf dem ich kaufe trennt Kälber und MÜtter nicht. Dort wird Single suckling praktiziert, Mutter und Kalb werden in die Herde ( Offenstall-Weide-Haltung) integriert, das Kalb trinkt "ad libitum" und die Kuh wird zusätzlich zweimal täglich gemolken.

            das sie allerdings irgendwann geschlachtet werden ( auch hier KEIN Schlachthof) stimmt natürlich.

      #pro

(13) 22.06.13 - 16:31

Hi,

mein Favourit ist eindeutig der Metzger vor Ort. Die Tiere kommen vom Bauernhof im Nachbarort oder aus der Gegend.

Die Metzgereien stellen sich um, sind oft flexibler in der regionalen Beschaffung und du bekommst die Ware immer frisch.

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