Wer kennt ein Idiotensicheres Rezept für einen Braten?

    • (1) 30.10.15 - 19:09

      Hallo ihr lieben.

      Ich koche sehr gerne und auch gut. Woran ich mich leider noch nie gewagt habe ist einen Braten. Ob Krustenbraten oder Sauerbraten, ist mir erstmal egal, bitte alles anbieten ;-) Kennt jemand ein einfaches Rezept dafür? Ich bin mir nicht sicher ob ich dann auch genügend Soße zusammen bekomme.

      Einen Bräter habe ich nicht, braucht man den unbedingt?

      Bin dankbar für jeden Tipp

      • Hi,

        soll es eher ein einfacher Schweinebraten oder lieber ein raffinierter Wild- oder Rinderbraten werden?

        hier mein Rezept für den weltbesten Wildbraten (geht auch mit Rindfleisch):

        Wildbraten à la schnute111 – sau lecker!!
        für ca. 1,5 kg Wildfleisch

        200 ml Wasser
        200 ml lieblicher Rotwein
        200 ml Essig

        2x 8 Pfefferkörner
        2x 4 Nelken
        2x 8 Wacholderbeeren, aufgeschnitten/zerdrückt
        2x eine Zwiebel, gewürfelt
        2x eine Hand voll Lauch, in Ringen
        2x ½ Hand voll Sellerie, gewürfelt
        2x ½ Hand voll gelbe Rüben, in Scheibchen
        2x einen TL Thymian
        2x ½ TL Koriander
        2x ½ TL Rosmarin
        2x 2 Knoblauchzehen
        2x etwas Liebstöckel

        Fett zum Anbraten

        300 ml heiße Brühe

        1 EL Honig
        1 EL Gelee (z. B. Johannisbeere)
        1 EL Zucker
        Maggi

        Soßenbinder

        Fleisch kalt abwaschen, trocken tupfen und in eine ausreichend große Schüssel mit Deckel legen. Wasser, Rotwein, Essig mit je einmal Gewürze, Gemüse, Kräuter aufkochen, etwas abkühlen lassen und lauwarm über das Fleisch geben. ½ - 1 Tag ziehen lassen – öfters wenden, falls das Fleisch nicht ganz mit Sud bedeckt ist.
        Fleisch abtropfen, trocken tupfen und in Fett von allen Seiten anbraten. Restliche Gewürze, Gemüse, Kräuter mit dazu geben und mit anbraten. Mit Sud und heißer Brühe langsam aufgießen. Honig, Gelee, Zucker, Maggi dazu geben und bei 150 °C in der Röhre ziehen lassen (je nach Bratenstück 30 – 60 Minuten). Fleisch auf heißer Platte warm stellen, Sud durchseihen, Gemüse durch Sieb streichen, Soße abschmecken und binden.
        Dazu passen Klöse oder breite Bandnudeln, Blaukraut oder Wirsing.

            • Kann ich den auch in einem großen Topf anbraten? Und wenn er in die Röhre kommt, einfach aus Blech legen?

              • Wenn der Topf beschichtet ist, ist das kein Problem. Aber wenn es ein ganz normaler Topf ist ... ?!? Ich glaube nicht, dass das so gut ist.
                Hast du eine Bratpfanne? Da mach ichs immer drin. Wenn du keinen Deckel dazu hast, dann kannst du auch Alufolie drum machen. Oder du setzt den Braten nach dem Anbraten und Aufkochen um in eine große Auflaufform? Ein Blech ist zu flach. Du hast ja sehr viel Flüssigkeit und Gemüse noch dabei.

      Absolut "idiotensicher":
      http://www.essen-und-trinken.de/rezept/299028/rinderbraten.html

      Falls es etwas anderes sein soll, müsstes Du konkreter werden.

      LG
      ;-)

    http://www.chefkoch.de/rezepte/345031118816657/Rinderbraten-mit-Essig-und-Rahm.html

    Dieses Rezept ist toll und super lecker!

    Viel Spaß
    love!

    Also, Braten sind viel einfacher als gedacht. Der Schlüssel ist m.E. ein Bratenthermometer - damit kannst du die Kerntemperatur sicher kontrollieren und vermeidest, dass der Braten zu roh oder zu trocken wird.

    Ich mag sehr gern einen einfachen Schweinebraten. Nimm ein ausreichend großes Stück (den Rest kann man sehr gut kalt zur Brotzeit mit Meerrettich essen), gut mit Salz und Pfeffer einreiben (darf schon gut sichtbar sein, ein großes Stück kann man fast nicht überwürzen - wenn du dir unsicher bist, kauf es ganz kurz vor dem Kochen und lasse es einmal beim Metzger würzen, dann siehst du, wie es aussehen muss - oder bitte eine erfahrene Köchin, dir das einmal zu zeigen). Dann ne Viertelstunde auf der Schwarte liegend in den Ofen (etwa 180°). Dann lässt sich die Schwarte schön einschneiden, wenn sie etwas erwärmt ist. Nun die Schwarte rautenförmig einschneiden. Du kannst ein tiefes Blech nehmen, also diese "Fettpfanne", die normal beim Ofen dabei ist oder aber ein klassische "Reindl". In dieses gibst du nun Wurzelgemüse (ich frier im Herbst immer fertig portionierte Mischungen aus Karotte, Selleriewurzel, Sellerieblättern, Petersilie, Lauch ein oder man kauft das Suppengemüse) je nach Geschmack, evtl. auch eine halbe Zwiebel, etc.. Dann setzt du den Braten oben auf und schiebst es in den Ofen. Wenn das Gemüse ein bisserl Farbe hat und bevor es anbrennt (lieber zu früh als zu spät) gießt du etwas Wasser an. Nun immer wieder Wasser angießen, immer kurz bevor alles verdunstet ist. Wenn man die Schwarte mit Salzwasser bestreicht (meist reicht dafür sogar die Soße), dann wird sie wunderbar knusprig. Im Zweifel 1/4 Stunde vor Ende den Ofen auf 240° hochschalten, dann springt es richtig auf. Bratzeit: Man rechnet pro Pfund Fleisch etwa 3/4 Stunde.

    Sauerbraten mag ich nicht, bei uns wird aber Rindfleisch grundsätzlich im Schnellkochtopf gemacht. Das ist tricky, weil man ja nicht nachmessen kann.

    Ansonsten kann ich dir auch die Niedertemperaturmethode empfehlen, v.a. für Wild. Dazu gibt's in Chefkoch sehr genaue Anleitungen. Wenn ich allerdings Wild kaufe, dann beim hiesigen Jäger und seine Gattin gibt mir da genaueste Anweisungen - das funktioniert dann prima. Für klassische Braten bzw. klassische Zubereitungsweisen empfehl ich - nicht nur für Braten - unbedingt das Bayerische Kochbuch. Da steht echt ALLES drin - lauter Grundrezepte. Das find ich super, z.B. auch wenn ich neue Gemüsesorten usw. ausprobiere. Außerdem Plätzchen, Kuchen, Hefeteig, ...

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