Asperger Syndrom

Guten Abend alle zusammen,

bei dem Sohn einer guten Freundin (dem besten Freund meines Sohnes) wurde diese Woche das "Asperger Syndrom" festgestellt.

Wie sich mancher vielleicht vorstellen kann, ist sie im Moment ziemlich durch den Wind: Auf der einen Seite ist sie froh, endlich zu wissen, warum ihr Kind "anders" ist, auf der anderen Seite ist sie natürlich traurig, dass es sich ihr Verdacht nun doch bestätigt hat.

Der Junge ist echt ein total liebes Kind. Er und mein Sohn spielen wirklich so schön miteinander und haben sich richtig gern.
Nun mache ich mir natürlich auf so meine Gedanken, da ich den Kleinen auch richtig gerne habe.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit dieser "Krankheit" (ist eigentlich auch ein blöder Ausdruck, denn man kann es ja nicht heilen)? Wie lebt ihr damit? Wie beeinflusst es eueren Tagesablauf / euer Familienleben? Habt ihr eure Kinder in besonderen Einrichtungen (Schule, Kindergarten).

Ich würde meiner Freundin gerne helfen, in dem ich ihr eure Erfahrungen mitteile.

Danke fürs lesen und eventuelle Antworten.

Euch noch einen schönen Abend

Liebe Grüße Julia

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Hi,,
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Hallo!
Dein Beitrag ist schon etwas älter,aber ich möchte dir kurz schreiben.
Meine Tochter(10 J) ist auch Asperger-Autistin,und nach Auffälligkeiten schon in der Vorschule stieß durch Zufall mein Bruder auf Asperger Syndrom.Er erkannte zunächst sich selber wieder,dann aber auch meine Tochter,zu dem Zeitpunkt 8J.

Einige Zeit lang wußte ich aber nicht,an welche Adresse ich mich zu wenden hatte,und letztlich kamen wir an eine Tel.Nr.des Autismusinstitutes durch einen Sozialpädagogen der Schule.Die Schule forderte förmlich eine Diagnose ein,egal was,aber die sagten,irgendwas ist da,nur was??

Nun,mit der Diagnose dauerte es recht lang,im Sommer mit 9 Jahren bekamen wir die Diagnose,seit dem sind wir am warten...Warten,was das Institut für Thearpien vorschlagen wird nach der Untersuchung und anleiert.
Es wird Zeit,denn die Lehrerin erklärte mir,dass sie "Sich rechtfertigen muß,dass meine Tochter in dieser Schule ist",Da sie ein Integrationskind sei.Und das nur wegen der Diagnose.
Haben schonmal Glück,dass die Lehrerin gewillt ist,sie weiter zu unterrichten,sie will es sich nicht leicht machen,und sie in eine Integrationsschule abschieben.

Ein Wechsel wäre für unser Kind schlimm,da vertraute Dinge wie Alltag,gleichbleibende regelmäßige Abläufe und auch Umgebung sehr wichtig sind!Es war für sie schon schwer genug,etwas Kontakt zu den Kindern zu bekommen,und das die anderen Kinder sie so akzeptieren wie sie sind!Wenn sie nun wieder da weg und woanders neu anfangen müßte,wäre es ein Rückschlag für sie.

Darum ist unsere Erstrebung jetzt,eine Schulbegleitung in einer Regelschule zu bekommen.Das würde noch gehen.

Früher eine Diagnose zu haben macht einiges leichter,dann kommen die Kinder nach Bedarf und schwere gleich in einen Integratioskindergarten usw.

Für den Jungen deiner Freundin wäre wie ich mir vorstelle sehr wichtig,dass er weiter engen Kontakt zu deinem Sohn haben wird,er ist ihm vertraut,dein Sohn weiß mit ihm umzugehen.
Sind die beiden Schul-oder Kindergartenkinder?In einem Alter?Das wäre ja schön,dann könnten die beiden in eine Klasse!

Sorry,ist sehr lang geworden,ich hoffe ich hab dich nicht gelangweilt!

Alles Gute!