Hornhautverkrümmung

Hallo zusammen!

Ich hoffe, das meine Frage am Besten in dieses Forum passt.

Meine Tochter ist 11 Monate alt. Da sie von Geburt an Augenprobleme hatte (was sich zum Glück fast ganz gebessert hat) sind wir immer regelmäßig in der Augenambulanz.

Im August 2007 wurde dort festgestellt, dass Leonie eine Hornhautverkrümmung hat. Nun, bei der letzten Kontrolle vor 1 Woche sagte die Frau Doktor, dass wir im Juli mal eine Kontrolle wegen der Hornhautverkrümmung machen werden. Wenn sie sie weiterhin hat, wird Leonie wahrscheinlich eine Brille bekommen, es kann aber auch sein, dass sie sich verbessert hat oder ausgewachsen ist.

Nun meine Frage, hat es bereits jemand erlebt, dass die Hornhautverkrümmung von selbst verschwunden ist? Könnte es also sein, dass sie bis Juli eine Besserung der Hornhautverkrümmung hat? Sie war ja im August doch erst 3 Monate alt.

Vielen lieben Dank für Antworten!

LG Claudia

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Hallo Claudia,

was hat deine Tochter denn für Augenprobleme gehabt, die sich ja zum Glück gebessert haben?

Ich muss auf deine Frage mal ein wenig ausholen :-)

Meine Frau und ich sind beide sehr stark sehbehindert. Daher sind wir mit unserer Tochter (mittlerweile 3,8) sehr früh in die Uni-Klinik gegangen (4 Monate), um sie untersuchen zu lassen.

Daraufhin wurde für sie auch eine Brille angefertigt, die dann ein paar Monate später durch eine neue ersetzt werden musste (die Brille war zu klein geworden)

Irgendwann hat unsere Tochter aber die Augen zugekniffen, als wir ihr die Brille aufsetzen wollten und hat sie weggeschlagen. Daraufhin haben wir die Brille erstmal weggelassen und sie einfach nur beobachtet, ob es vielleicht irgendwelche Auffälligkeiten gibt. Wir haben nichts außergewöhnliches festgestellt.

Meine Frau ist mit unserer Tochter dann Anfang des Jahres zu ihrem Augenarzt gegangen. Dort wurden dann die Augen nochmals durch eine Sehschule getestet. Angeblich - so die Aussage der Ärztin - kann unsere Tochter Details in der Entfernung nicht erkennen usw. Es wurde also eine neue Verordnung für eine neue Brille ausgestellt und mit der sind wir dann zu unserer Optikerin. Die war jedoch von den Werten, die sie auf der Verordnung las, überhaupt nicht angetan und hat uns auch ganz offen gesagt, dass sie damit ein großes Problem hätte, die Brille mit den Werten anfertigen zu lassen. Sie hat dann den Kontakt zu einem Herrn hergestellt, der sich auf "aktives" Sehen spezialisiert hat. Wir sind dann zu ihm gefahren, und er hat sich 1 1/2 Std. Zeit für unsere Tochter genommen und viele Tests mit ihr gemacht, ohne die Pupillen zu erweitern o. ä. (davon hält er übrigens gar nichts)

Abschließend kam er zu einem ganz anderen Ergebnis als die Augenärztin, die die Werte für die neue Brille ermittelt hatte. Er hat uns ganz viele verschiedene Zusammenhänge erklärt, was weder ein Augenarzt noch ein Optiker macht (ich denke mal aus zeitlichen Gründen). Demnach hat unsere Tochter auch eine leichte Hornhautverkrümmung (die fast jeder 2 Mensch hat), die er aber damit begründet, dass Kinder ja nicht gleichmäßig wachsen, sondern mal ein Stück links und dann rechts usw. Ebenfalls ist er der Meinung, man sollte nicht zu früh in die Entwicklung der Kinder eingreifen.

Unsere Tochter hat jetzt wieder eine Brille, aber nicht mit den Werten von der Augenärztin. Sie trägt die Brille täglich im KiGa und hat sie ganz toll angenommen.

Mach dir also nicht zu viele Sorgen und hol dir vielleicht noch die eine oder andere Meinung eines anderen Augenarztes ein.

Falls du noch Fragen haben solltest, einfach fragen :-)

Gruß

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Hallo!

Wir hatten bei unserer Tochter das Problem, dass sie kurz nach der Geburt ihr rechtes Auge nie öffnen wollte, bis wir draufkamen, dass ihre Pupille überhaupt nicht in der Mitte ist und auch nicht rundlich sondern eher oval aussieht. Außerdem ist sie um einiges kleiner, als die Pupille beim linken Auge.

Wir hatten am Anfang ziemlich Angst, ob sie überhaupt sehen kann auf dem Auge. Sind ziemlich viele Ärzte abgefahren, aber keiner konnte uns genaue Auskunft geben.

Bis wir in eine Augenambulanz in einem Spital in unsere Nähe kamen. Dort wurde sie mal ordentlich untersucht und die Doktorin konnte uns mal sagen, dass sie schon sehen kann mit dem Auge. Sie hat uns Pflaster verschrieben, damit Leonie ihr rechtes Auge trainiert.

Wir haben diese Pflaster benutzt, seit sie 3 Monate alt ist. Nun öffnet sie beide Augen gleich und bei der letzten Untersuchung vor einer Woche wurde festgestellt, dass sie mit ihrem rechten Auge total gut sieht.

Anscheinend haben wir nochmal Glück gehabt und sie wird keine gesundheitlichen Probleme haben....nur einen kleinen Schönheitsfehler, da sie 2 verschieden aussehende Pupillen hat, was sie jedoch wiederum einzigartig macht.

Ich bin daher froh, dass wir so früh gehandelt haben, denn sonst hätte es sein können, dass sie schon Probleme mit ihrem Auge bekommt.

Da es aber so früh trainiert wurde, dürften wir die Kurve gekriegt haben.

Das einzige "Problem" das wir jetzt noch haben ist die Hornhautverkrümmung.

Aber auch wenn sie eine Brille bekommt, wäre das für mich das kleinste Problem, angesichts das wir früher Angst hatten, dass sie vielleicht gar nicht sehen kann auf dem rechten Auge.

Es wird wahrscheinlich nur anstrengend werden, dass sie die Brille oben lässt.#schwitz

Ich bin jedenfalls schon neugierig, was bei der Untersuchung im Juli herauskommt.

Vielen Dank für deine Antwort und euch alles Gute!#sonne

LG Claudia

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Hallo zusammen!

bei unserem Sohn (4,5) wurde vor 9 Monaten eine starke Hornhautverkrümmung festgestellt. Er trägt eine Brille mit 5,5 Diobtrin und ganz starkem Zylinder. Damals, als es festgestellt wurde, hatte er nur eine Sehfähigkeit von 10 %. Im Laufe dieser 9 Monate sind wir jetzt bei 50 % angelangt. Die Augenärztin meint, dass sei ein guter Fortschritt und die Augen hätten jetzt gelernt, "zusammen zu arbeiten". Sie rechnet damit, dass sich das Ergebnis noch steigern lässt. Man braucht aber viel Geduld und Zeit. So gehen wir im 6-Wochen-Rythmus zur Ärztin und hoffen ....
Wie die Ärztin sagte, könne sich eine geringe Hornhautverkrümmung sogar "selbst heilen", d.h. irgend wann sei alles wieder weg. Jedoch ist bei dieser ausgeprägten Form, die unser Sohn hat, da gar nicht daran zu denken. Na ja, ich finde, es gibt schlimmeres als eine Brille. Und er hat sofort die Brille akzeptiert. Es gab bisher nie Probleme, dass er sie nicht tragen wollte oder dass er geärgert wurde.

Grüße

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