B-Streptokokken-Meningitis

Hallo,
mein Sohn (jetzt knapp 11 Wochen alt) litt an einer B-Streptokokken-Meningitis. Diese wurde schnell erkannt und bei der Lumbalunktion (einen Tag nach Einweisung) konnte man nur noch die DNA des Bakteriums nachweisen. Nach drei Wochen wurden wir aus dem KH entlassen. Einen Hörtest hat er bestanden. Termin im SPZ wurde auch vereinbart, steht aber erst Ende Aug. an.
Im KH wollte mir niemand genau sagen, ob Liam evtl. mit Folgeschäden zu rechnen hat. Deswegen meine Frage, auch wenn es bei jedem anders ablaufen kann: Hat jd. von euch einen ähnlichen Fall erlebt oder davon gehört und kann man mir sagen, welche Auswirkungen dies auf die betroffene Person hatte?
Danke
Sandra

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ich kann dir nur sagen, dass ich selber im säuglingsalter eine meningitis erlitten habe (wahrscheinlich bakteriell, das konnte damals noch keiner so genau sagen und es war sowieso ein wunder, dass nach endlosen ärtztegängen, einer diagnostizierten "gedeihstörung" und ähnlichem das endlich jemand erkannt hatte. es war für meine mutter eine schlimme zeit. damals konnte auch keiner was sagen über die zukunft.
nach der erkrankung hab ich noch eine weile so dahin gekränkelt, dann aber einen völlig normalen entwicklungsverlauf genommen. ich war weder häufiger krank, noch anders auffällig. ich war später in der schule sehr gut und habe einen beruf erlernt. das würde ich als "keine folgeschäden" bezeichnen. ich weiss nicht, ob man das vergleichen kann, aber vielleicht macht es dir mut.

sina

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Hallo Sandra,

wir hatten 2006 bei meinem kleinen Sohn Meningokokken-Alarm, hat sich allerdings als unbegründet herausgestellt. Ich wurde in dieser Zeit vom Krankenhaus sehr gründlich über die Wahrscheinlichkeiten von Folgeschäden aufgeklärt und habe im Hinterkopf behalten, daß bei früher Diagnose und Behandlung Folgeschäden minimal seien.

Ich selbst hatte im Alter von 10 Jahren eine (Mumps-) Meningitis, mit längerem Krankenhausaufenthalt, 6 Monaten Schonungszeit etc. Ich habe keinerlei Folgeschäden davongetragen (akzeptabler Uni-Abschluß nach durchfeierten 10 Uni-Jahren), mit Ausnahme leichter chronischer Kopfschmerzen in sehr heißen Sommern.

Ich wünsche dir und deinem Sohn alles Gute!

Gruß von Joulins