Gibt es hier Eltern mit Kindern die Autistisch sind?

    • (1) 18.01.11 - 16:00

      Hallo Ihr Lieben,

      ich wende mich an euch weil ich mich gerne austauschen möchte...
      Mein Sohn ist 3,5 Jahre alt, und schon immer etwas auffällig.
      Unsere Geschichte....
      Wir haben eine schwere Zeit hinter uns... und man hat die "Symtome" nicht wargenommen oder auf die Situation geschoben....
      + Hörbeeinträchtigung durch sehr stark vergrößerte Polypen

      - Hat als Baby sehr viel geweint
      - schlafstöhrungen
      - Hat ofmals nur Milch trinken wollen (bis ca. 1,5 Jahre) oder nur das was wir auch gegessen haben...
      - Hat mit 10 Monaten angefangen zu krabbeln
      - Mit knapp 18 Monaten laufen
      - Seine Kopfhaltung war sehr lange geneigt
      - War manchmal abwesend
      - Wenn man ihm die Arme entgegen gestreckt hat (bis zum ersten Lebensjahr) hat er das nicht entgegnet...
      - Sprachlich lag er sehr weit zurück, bis heute noch doch dank Logopädie deutlich besser, doch er hat seine eigene Art zu sprechen
      - Auffällig in der Kindergrippe und im Kindergarten (Wutausbrüche, Beissen, hauen
      - Spielt oft lieber alleine
      - Er kann ewig mit Wasser, Sand, Steinen und Murmeln spielen und dabei immer die hin und her bewegung machen,
      aber normale Spiele wie Kinder in seinem alter spielt er garnicht oder nur kurz
      - Hat eine Sammelleidenschaft Sterntaler Spieluhren...
      - Er muss immer alles mitnehmen in einer bestimmten Tüte und wenn etwas fehlt, kaputt ist oder nicht mitgenommen wird, flippt er total aus
      - Er regt sich wegen kleinigkeiten auf, wie z.B. Pulli, Hose schmutzig oder nass, alles muss sofort ausgezogen werden, wenn Schuhe mit Schnee bedeckt sind stöhrt ihn das, wenn z.B. ein Stein runter fällt und er nicht genau wieder diesen bekommt, schreit und wendet er sich teilweise bis zum erbrechen
      - Manchmal einfach in seiner Welt

      Wenn solche "Anfälle" kommen hilft auch nur eins er muss alleine sein....

      Er ist seit September 2010 in einem Interativen Kindergarten, aber er verhält sich immer auffälliger und man vermutet Autismus

      Ich bin am verzweifeln... Ich möchte ihm so gerne helfen, und manchmal weiss ich mir einfach selbst nicht zu helfen wie ich den Alltag mit ihm schaffen soll.
      Da ich ihn einfach in seiner Art nicht verstehe....

      Wie ist es bei euren Kindern gewesen?

      Liebe Grüße

      • Was ich noch dazu schreiben wollte...
        Er kommt mit manchen Alltagssitationen nicht zurecht
        wie z.B. Hose, Jacke usw anziehen...
        aber mein Handy bedienen können um Oma anzurufen...
        oder den DVD Player aufzustellen um Benjamin Blümchen anzuschauen...
        Ich verstehe ihn einfach nicht :(
        Auch auf´s Klo gehen ist so eine Sache für sich mit fast 4 :(

        • kommt mir sehr bekannt vor...

          da aber diese Symptome auch bei anderen Erkrankungen vorkommen kann, musst du dir professionelle Hilfe holen.

          Speziell für den Autismusverdacht fällt mir da eine Auti-Amnbulanz ein.

          Schau mal unter www.rehakids.de

          Da gibt es viele Betroffene.

          Gruß Jenny

      Hast du während der SS/Stillzeit Medikamente einnehmen müssen? Wenn ja, welche?
      Hat er diese "Anfälle" immer oder nur manchmal?

      • Eigentlich nicht...
        Ich habe nur in der Anfangszeit sehr viel gespuckt und mußte daher Stationär aufgenommen werden...
        und eigentlich nur Flüssigkeitszufuhr bekommen...
        Die Anfälle werden immer mehr....
        Mal wegen einem Gummibärchen, wegen einem Stein usw...
        Er dreht total ab und ist nicht ansprechbar...

        • Ich habe leider den Fragebogen nicht mehr für Autismus. Aber (wie dir im Kiga-Forum schon geschrieben wurde - Crosspostings sind hier nicht gern gesehen ;-) ) kann das alles auch ein normal gesundes Kind machen. Mein Sohn wurde mit 4 Jahren auf Autismus getestet - eher geht das auch nicht. Bei ihm lautet die Diagnose nun Entwicklungsverzögerung mit Verhaltensauffälligkeiten aus dem autistischen Spektrum, jedoch ohne primäre autistische Grunderkrankung. Und weil es so schön ist, ist diese "Krankheit" eben nicht offiziell anerkannt. Entweder man ist Autist, oder man ist es nicht. Die sog. autistischen Züge gibt es nicht als Krankheit. Bei meinen Sohn steht wahrscheinlich eine Valproatembryopathie dahinter. Ein Medikament, was ich in der SS nehmen musste hat das ausgelöst. Und ehe ein Arzt überhaupt einmal auf diesen Gedanken gekommen ist, dass es an meinen Tabletten liegen könnte...das hat gedauert.

        • Ach ja, hast du mal versucht, wenn er so "abdreht", ihn ganz doll festzuhalten. Also so, dass er sich nicht mehr bewegen kann? Das hat bei meinen Jungs immer geholfen.

          • Das bringt überhaupt nicht,
            da verletze ich mich oder ihn dabei...

            hallo,
            nehms mir nicht für übel aber davon halte ich persönlich nichts!

            mir wollte das jemand mal als festhalteTHERAPIE #augen verkaufen.

            man muss die kinder schützen vor selbstverletzung aber ihn festhalten finde ich nicht gut.

            meinen sohn macht das alles sehr zu schaffen, gerade der körperkontakt war früher gar nicht möglich und ich habe ihn durch gedult immer wieder gezeigt das es nichts schlimmes ist. lg bianca

            (10) 19.01.11 - 10:59

            Meinen hilft das auch am allermeisten nur leider haben sie immer mehr Kraft.

            lg

    Die meisten Deiner Schilderungen kenne ich aus eigener Erfahrung von meinem Sohn.

    Aber: Mein Sohn ist (nachgewiesenermaßen) KEIN Autist.

    Mein Sohn hat Tourette und Zwangsstörungen, aber eben keinen Autismus.
    Wirklich Klarheit bekommst Du wohl nur bei einem guten Kinderneurologen oder in einem guten SPZ.

    Kann Dein Kind denn z.B. Rollenspiele spielen (er ist z.B. der Hund und ein anderes Kind das Herrchen, oder alle sind Tiger, etc.)?
    Wenn ein Kind gerne Rollenspiele spielt dann scheiden die meisten Autismusformen schon aus.

    Hallo,

    meine Tochter ist auch autistisch...wir bekamen im dezember jetzt die feste Diagnose Kanner Syndrom.
    Das Sie anders ist wie andere Kinder fiehl mir schon direkt nach der Geburt auf! Sarah war ein Schreibaby, ließ sich durch mich nie beruhigen...Sie wehrte sich gegen körperliche Nähe wie schmusen und kuscheln. Im Sitzalter fing es dann an, dass Sie immer hin,- und herschaukelte, was auch heute noch ist.
    Gekrabbelt ist die maus relativ spät so mit 16/17 Monaten, gelaufen mit 25/26 Monaten.
    Sprache fängt jetzt erst so langsam an, dank Frühförderung.
    Ihre Lieblingsspielsachen sind Kugelbahnen mit Murmeln, Zeitungen, die Sie immer wieder durchblättert und anschaut, Glockenspiel und alles was Musik macht...Sie ist eine sehr musische Maus und singt Lieder von der Melodie her nach.
    Wutanfälle hat Sie auch immer wieder und man kann wirklich nix großartig dagegen machen, außer es zu akzeptieren.
    Ach ja, alles was "neu" und "anders" ist, ist für Sie sehr schwer zu akzeptieren. Essen ist eine Katastrophe...feste Nahrung nimmt Sie kaum zu sich...wir sind beim 12 und 15 Monatsglas oder Sie knabbert mal an einer Brezel oder Toastbrot.
    Uns wurde jetzt empfohlen, Sarah auf eine SVE(schulvorbereitende Einrichtung) zu tun...da wird die Maus optimal gefördert und es sind kleinere Gruppen.
    Es ist anstrengend...ich weiß, zur Zeit laufe ich auch gerade auf dem Zahnfleisch, weil ich noch 3 andere Kinder habe, darunter ein 5 Monate altes Baby, aber man bekommt Hilfe. Bei uns geht es seid der festen Diagnose mit den Hilfen los. Sarah hat einen SBA(Schwerbehindertenausweis) und die Pflegestufe habe ich gerade beantragt.

    LG Silke

    Hallo,

    kenne das nur zu gut von unserem Sohn. Er ist 5 und es besteht der Verdacht, dass er an das Asperger Syndrom leidet. Seit August 2010 ist er ein I-Kind und es hat sich schon einiges gebessert.

    Wir haben jetzt schon den ersten Test gemacht warten noch auf die Auswertung. Aber lt. dem Therapeuten trifft evtl. nur 10 % drauf zu. Er meint schon er wäre ein sehr ängstliches Kind was viel Sicherheit braucht.

    Ich richte mich ganz oft nach meinem Sohn. Ich weiß ja wie der tickt und somit gehe ich auf ihn ein. Wenn es dann Veränderung gibt (Andere Schuhe anziehen weil die anderen nass sind) dann erkläre ich das ihm und zeige ihm die Schuhe. Ist zwar echt schwer immer wieder diese Diskussionen aber es klappt und ist auch schon viel besser geworden.

    Er macht Logopädie und Psychomotorik.

    LG Sandra

    • Hallo Sandra,
      vielen Dank für Ihre Antwort.
      Was macht man da für Tests?

      • Hallo,

        die erste Sitzung war nur mit uns (also den Eltern) da mussten wir von den Problemen reden bzw. sein Verhalten. Die zweite war unsere dann dort und dann musste ich nochmal hin und ein Fragebogen ausfüllen. Da ging es dann um Fragen vom Verhalten (womit er spielt, ob er Fantasiespiele macht, ob er uns beißt/haut, und noch vieles mehr). Dann gibt es noch ein Test der dauert wohl drei Stunden aber der ist bei uns evtl. nicht Notwendig muss ich mal abwarten.

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