Verbale Entwicklungsdyspraxie

    • (1) 09.09.11 - 08:07

      Hallo,
      ich suche Eltern, bei deren Kindern auch eine verbale Entwicklungsdyspraxie diagnostiziert wurde zum Austausch.

      Unsere Tochter (3 Jahre) ist motorisch super fit, nur mit dem Sprechen klappt es nicht richtig.

      Mich würde auch interessieren, ob es Eltern gibt, deren Kinder schon älter sind. Wie hat sich die Sprache im Laufe der Zeit entwickelt?
      Gibt es hier auch Eltern mit Kindern in ähnlichem Alter?
      Vielen Dank

      • (2) 09.09.11 - 09:54

        Hallo Birgit
        Mein Sohn ist ebenfalls 3 Jahre alt und leidet auch darunter. Er spricht außer undeutlich Mama, Papa, Nein und dasda noch gar nichts. Wir gehen zu einer Logopädin die sich damit auskennt und er geht in einen Heilpädagogischen Kiga ab Oktober, die auch Gebärdenunterstützt arbeiten.
        Macht ihr auch Therapien?
        Das mit Erfahrungen von Eltern älterer Kinder würde mich auch interessieren.

        LG kanand

        • (3) 09.09.11 - 10:32

          Hallo,
          unsere Tochter geht nun seit 1 Woche in einen Regelkindergarten. Was wird denn zusätzlich in einem heilpädagogischen Kindergarten gemacht?

          Wir sind auch bei einer Logopädin, die PMS (hier werden jedem Buchstaben Zeichen zugeordnet, die sich durch ständiges Üben im Gehirn speichern sollen). Anfangs hatten wir echt kleine Erfolge (Oma, Opa deutlich, Müsli, Mücke, Mütze, Milch). Leider hat sie momentan keine Lust aufs Üben, wir müssen sie ganz schön motivieren...
          Wie arbeitet Ihr in der Logopädie?
          Unsere Logopädin meint, dass Kinder mit einer VED, wenn sonst nicht noch eine Baustelle hinzukommt, sprechen lernen. Nur fällt es mir momentan schwer, dies zu glauben.
          Birgit

      Hallo,
      wollte mal gerne wissen, werd die Diagnose bei Euch gestellt hat.
      Meine Tochter (2,5 Jahre) spricht auch nur sehr wenig und das was sie spricht kann man kaum verstehen, da sie bestimmte Buchstaben wohl nicht aussprechen kann.
      War schon beim HNO nd beim KiA uund die meinen ich soll noch mindestens ein halbes Jahr warten, bevor ich mir Sorgen machen muß. Sie sei eben Sprachentwicklungsverzögert aufgrund Ihrer "Schwerhörigkeit vom 4-22 Monat" - vom Arzt nicht erkannte Polypen und chron. Paukenergüsse !!!!!

      Ih bekomme von allen Ärtzen immer nur zu hören "warten sie mal ab, das kommt schon noch", aber genau das passiert irgendwie immer nict, sonder nach 6-7 Monaten des Wartens heißt es dann - "ohhh, hätten wir das mal früher erkannt"

      :-[

      Mukkelchen

    (9) 14.09.11 - 09:46

    Unser Sohn fing erst mit über 4 Jahren an zu sprechen als er 3 war hatte er den Sprachentwicklungsstand eines 18 Monate alten Kindes. Er bekam Logo ab ca 3,5 Jahren und wechselte kurz vor dem 4. Geburtstag in eine I-Gruppe, das tat ihm sehr gut und er holte dort super auf. Zum Sprachtest mit 5 Jahren hatte er seinen Rückstand fast vollständig aufgeholt, Er hat zwar weiterhin Probleme mit der Grammatik und dem Satzbau doch er ist gestern in eine Regelschule eingeschult wurden, die Prognosen vom Kiga und vom SPZ sind sehr, sehr gut für ihn das er es schaffen wird auch wenn die auditive Wahrnehmungsstöhrung weiterhin bestehen bleibt er hat halt Wege gelernt damit umzugehen.

    LG
    visilo+Lukas 16.11.04

    • (10) 14.09.11 - 11:47

      Hallo,
      hattet Ihr auch die Diagnose VED?

      Was genau ist eine I-Gruppe?
      Viele Grüße
      Birgit

      • (11) 14.09.11 - 12:08

        Hallo Birgit,

        hab eben nochmal auf das erste Gutachten geschaut da hatten wir folgende Diagnose:
        Expressive Sprachentwicklungsstörung
        Dysgrammatismus
        auditive Wahrnehmungsstörung
        multible Dyslalie
        soziale Anpassungsstörung
        stark eingeschränkte Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit

        Mit knapp 4 Jahren konnte mein Sohn vielleicht 10 verständliche Wörter sagen, er konnte 10 Buchstaben garnicht bilden und hat auch keinen Unterschied ( vom Klang her) zwischen den einzelnen Buchstaben erkannt, das war für uns ein harter Kampf und endloses Üben. Damals hat er alle Buchstaben die er nicht kannte bzw konnte mit einem "T" ersetzt so wurde z.B. aus dem Nutellabrot ein Tatatot so oder so ähnlich klangen fast alle Wörter, seinen Namen-Lukas- konnte er erst mit weit über 4 sagen, vorher nannte er sich selbst "Utats".

        Eine I-Gruppe ( Integrationsgruppe) ist eine Gruppe in einem Regelkindergarten wo Regelkinder und Kinder mit erhöhten Förderbedarf zusammen sind. In solchen Gruppen sind meist 15 Kinder davon 10 Regelkinder und maximal 5 mit erhöhte, Förderbedarf. Dazu gibt es 3 Pädagogen, bei uns 1 Erzieher, 1 Heilpädagoge und eine Gruppenhelferin ( diese hatte aber auch schon 35 Jahre Berufserfahrung). Die nötigen Theraphien konnten im Kiga stattfinden, d.h. 2 Mal die Woche kam ein Logopäde und 1 Mal die Woche eine Ergotherapheutin ( die Rezepte für die Theraphien mußte man sich beim Kinderarzt besorgen). Die Heilpädagogin kümmerte sich schwerpunktmäßig um die I-Kinder es gab Gruppen und Einzelbetreuung. Den Kindern wird bei Bedarf mehr geholfen wie in einer "normalen" Gruppe da einfach weniger Kinder auf mehr Personal kommen.
        Die 3 Jahre in dieser Gruppe haben meinem Sohn extrem geholfen nun auf eine ganz normale Regelschule zu gehen.

        LG
        visilo

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