Einschulung-Sprachverzögerung Seite: 2

            • (26) 23.11.16 - 09:11

              Seid froh, dass es sowas bei euch gibt. Bei uns in Hessen werden gerade alle Förderschulen geschlossen. Übrig bleiben soll ausschließlich die Förderschule für Geistige Entwicklung. Die Sprachheil ist natürlich als allererstes dran. Wir haben aktuell nur noch 2x Lernen, 1x Körperlich -Motorische Entwicklung und 1x Geistige Entwicklung.

              Einen Förderbedarf Autismus gab es hier z.B. noch nie (die Lehrer meiner Söhne Rätseln jedes Mal aufs Neue, welcher Förderbedarf eigentlich passend wäre). Eine Schule für Sehen, Hören, Emotional/Sozial wurde längst abgeschafft. Die Sprachheil erlebt gerade ihr letztes Schuljahr.
              Im Schuljahr 12/13 gab es 100 Kinder mit dem Förderbedarf Geistige Entwicklung. Die Kinder haben einen Rechtsanspruch auf die Beschulung in der entsprechenden Förderschule, falls die Eltern das wünschen - es gab 4(!) freie Plätze.

              Meine Kinder werden übrigens in einer inklusiven Schule unterrichtet, wo genau das, was du beschreibst Gang und Gebe ist. Es klappt super. In den allerseltensten Fällen haben geistig behinderte Kinder nämlich keine Probleme beider Lautbildung ;-). Bei uns wird in Deutsch anfangs mit Hilfe von Gebärden gearbeitet - nicht für die Worte, nur für die einzelnen Buchstaben. So merken die Kinder ganz schnell, ob das Wort mit einem "O" oder einem "U" beginnt. Sprachheilunterricht gibt es extra (in der Zeit hätte ein GE-Kind nun das Fach "Alltagspraktische Fähigkeiten"). Das ist aber auch in der Sprachheilschule nicht anders (man hat dort normalen Unterricht + täglich eine Stunde Sprachheilunterricht). Außerdem gibt es die üblichen Therapien in der Schule. Wer also ein Rezept vom KiA bringt und einen Förderbedarf (z.B. in Sprache) hat, kann in der Schule therapiert werden.

              Sprachkinder entwickeln leider später oftmals noch eine LRS. Man versucht mit der Visualisierung der Sprache dem vorzubeugen.
              Die Schule seit 30 Jahren Erfahrung in Inklusion. Das merkt man auch deutlich. Die Schule ist zwar staatlich, unterrichtet aber schon zumindest teilweise nach dem Montessori Prinzip. Wenn unsere Montessori Schule damals noch Kapazitäten gehabt hätte, hätte ich meine Jungs dorthin geschickt. Aber bei uns muss man die Kinder schon quasi bei Geburt anmelden, sonst hat man keine Chance. Außerdem wäre da noch die Frage mit der Fahrerei gewesen...

              • (27) 23.11.16 - 10:09

                Ich glaube ja, dass es wahrscheinlich keine optimale Lösung gibt.

                Die schulische Lösung hier ist aber wirklich etwas, was total viel Druck aufbaut. Also auf mich! Ich versuche, diesen Druck nicht auf mein Kind weiter zu geben. Aber klar habe ich Angst, dass mein normal intelligentes und entwickeltes kind, das einfach nur massive Probleme bek der lautbildung hat und deshalb zu wenig Selbstvertrauen, auf eine Förderschule muss, nur weil es Sprachtechnisch nicht für die Regelschule reicht.

                Dass es da kein Zwischending gibt Find ich furchtbar.

                Hop oder top- so kommts mir manchmal vor. Kriegt sie ihre mundmotorischen Probleme in den Griff, kann sie Normal zur Schule gehen. Wenn nicht, muss sie auf die Förderschule...

                Ja, ich gestehe, das macht mich schon jetzt nervös und das ist schade, weil es bei mir druck aufbaut ich Angst habe, dass ich den an mein Kind weitergebe

                • (28) 23.11.16 - 16:34

                  Dein Text hätte von mir sein können.

                  Ja es macht einem Angst und man muss aber eine Entscheidung treffen und weiß aber nicht, was die richtige ist...

                  auch weil mein Sohn in allen anderen Bereichen sehr clever ist, Buchstaben faszinieren ihn und er will endlich schreiben und lesen lernen.

                  Auch wenn ich weiß, das er auf einer "normalen" Schule gut zurecht kommen würde habe ich Angst, das er wegen seiner Aussprache gehänselt wird

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