Jackson-Anfall / fokaler Krampfanfall

    • (1) 11.07.06 - 00:38

      Hallo ihr Lieben!
      Ich war schon etwas länger nicht mehr hier. Vor gut zwei Wochen hatte unser Sohn während seines Mittagsschlafes einen Krampfanfall, der mit einer Lähmung des rechten Beines und teilweise des rechten Armes endete. Wir sind natürlich gleich ins Krankenhaus gefahren, wo er dann nachmittags noch einmal einen fokalen Krampf (mit Jackson-Marsch) bekam. Nach einer Gabe von 10mg Diazepam ging der Krampf dann auch endlich zurück. Wir hatten schon die Hoffnung, dass es nun nicht mehr auftritt, aber leider zu früh gefreut. Zwei Tage später bekam er wieder einen. Nach einem fast 1 1/2 wöchigem Aufenthalt im Krankenhaus, mit EEG's, einem MRT unter Narkose, diversen Zugängen (insgesamt 5 in 12 Versuchen) und der Einstellung auf ein Antiepileptikum (Timox - Oxcarbamazepin), sind wir leider immernoch nicht schlauer, woher diese Anfälle kommen. Kennt sich jemand evtl. damit aus, oder kennt es aus eigener Erfahrung??? Ich war schon auf diversen Internetseiten, habe aber keine richtige Antwort gefunden. Sean war eine Zangengeburt, kann es auch daran liegen?

      LG Anne mit Sean (*21.10.2004)

      • So ein "Jackson Marsch" kann manchmal im kleinen Finger anfangen, sich hinziehen über den gesamten Arm und sogar die eine Gesichtshälfte mit einbeziehen....das heisst das eine ganze Körperhälfte beginnt tonisch oder klonisch zu krampfen.

        Es gibt auch einen sogenannten sensomotorischen Jackson-Anfall......da tritt vor dem anfall oft ein Kribbeln in den betreffenden Körperteilen auf, oder ein komisches Gefühl/Unwohlsein.


        Das "Fokal" steht dafür das im Gehirn eine oder mehrere Stellen dafür verantwortlich sind, die man eindeutig sehen kann auf dem EEG.
        Es ist so das die rechte Gehirnhälfte die linke Körperseite steuert, und umgekehrt.

        Meine Tochter hat z.B. 2 fokale Stellen im Gehirn, eindeutig auf dem EEG zu sehen.


        Es muss nicht immer Familienbedingt sein wenn eine Epilepsie auftritt.
        Meine Mutter z.B. hatte von klein auf eine Epilespie, aber immer mal wieder jahrelang Ruhe.
        Als die Medizin weiter fortgeschritten war konnte man bei einem CT und MRT eindeutig sehen das sie eine Stelle im Gehirn hat welche geschädigt ist.......auch meine Mutter war eine Zangengeburt.....und die Ärzte gehen davon aus das durch die Geburt die Schädigung im Gehirn entstanden ist, da die Zange zu fest gedrückt wurde. Allerdings war sie sonst immer ok, also keine geistigen Schäden oder so...nur halt die Epi.

        Meine Tochter hat leider eine weitaus schlimmere Epilepsie......evtl. entstanden durch einen Impfschaden, oder durch einen Gen-Defekt.....das muss erst alles noch bewiesen werden....lange Geschichte.....bei Intresse kannst gern auf meiner HP nachlesen.... http://www.kimberlys.de

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