Wer hat Erfahrung mit Hörtests und Sprachprobleme?

    • (1) 25.06.17 - 21:00

      Huhu ihr Lieben, mein Sohn wurde im Januar 4, er spricht schlecht und spricht auch sehr laut, beim KA viel der Hörtest mit 30 und 33 dB aus, jetzt soll in der Klinik mit einem speziellen Berratest das Innenohr noch getestet werden und die Sprache soll getestet werden, hat damit jemand Erfahrung? Kann dann trotzdem eine Hörschädigung vorliegen? P.S.: Wir sind halbjährlich im Kinderzentrum, da der kleine Mann eine Entwicklungsverzögerung und ADHS hat. Ich kenne von viele die Meinung über ADHS, er hat es wirklich, die feste Diagnose wird aber erst im Schulalter gemacht und er soll nach den Sommerferien in einen Integrativenkindergarten um spezielle Therapien vor Ort zu bekommen, auch Logopädie und vorher soll dieser Test gemacht werden. Danke für eure Antworten.

      • Hallo,

        der Test beim KiA war vermutlich nicht zuverlässig, denn bei diesen "normalen" Hörtests ist ja die "Mitarbeit" des Kindes nötig.

        Bei der BERA Hirnstammaudiometrie ist die Mithilfe nicht notwendig und damit ist es ein objektiver Hörtest. Da wird die Reizweiterleitung von der Hörschnecke bis zum Hirnstamm gemessen und damit kann man dann eine zuverlässige Aussage über die Hörfähigkeit/ eine evtl Hörschädigung machen. Das Kind muss dazu schlafen oder zumindest ganz ruhig liegen. Wir mussten unsere 3jährige in Vollnarkose setzen, jetzt mit 6 wurde sie nur noch mit Melantonin ruhig gestellt. Dazu mussten wir sie abends spät schlafen legen, morgens sehr früh wecken und auf der Fahrt vom Einschlafen abhalten.

        Sind die Ohren denn ansonsten frei? Wart ihr schonmal beim Ohrenarzt? Am Besten ihr geht in eine Pädaudiologie, das sind die Experten, aber ich vermute, dass ihr bereits einen Termin dort habt.

        LG S.

        • Danke dir, ja beim HNO waren wir schon, er konnte nichts auffälliges sehen und ja, haben im August (wegen Ferienzeit erst August) einen Termin, die Sprachentwicklung soll dann auch untersucht werden, da die nicht altersentsprechend ist. Danke.

      Da kommt ja einiges zusammen.

      Ich habe selbst ADHS ;-)
      Vor meiner Diagnose (Erwachsenenalter) war ich auch beim Ohrenarzt.

      Ich höre SEHR gut, also auch kleinste Geräusche in Frequenzen, die man in meinem Alter eigentlich nicht mehr hören dürfte #schein

      aber ich hatte große Probleme damit, Gehörtes in "Gegenstände" umzusetzen. Das heißt, ich hörte eine Stecknadel fallen, aber Gesprächen konnte ich oft nur schwer folgen.

      HNO machte einen Test, den aber nicht richtig. Angeblich würde ich sehr schlecht hören. #schock
      Deswegen wurde ich an die HNO-Fachklinik weitergeleitet. Dort wurde ich durchgetestet. U.a. mit einem Sensor die Beweglichkeit des Trommelfells usw. Diese bestätigten mir ein sehr gutes Gehör, mein Problem blieb aber weiterhin.

      Bis zur ADHS Diagnose. Seit ich Medikament nehme höre ich sehr viel besser. Gehörtes kann in Informationen umgesetzt werden.

      Am Organ Ohr kann es durchaus Probleme geben. Das prüfen zu lassen ist gut.
      Wie die Tests bei Kindern aussehen, weiß ich nicht.

      Ist das Ohr frei? Was sagt der HNO?

      In diesem Jahr hatte ich schon einige Ohrenentzündungen hinter mir, bzw. Ohr verstopft immer wieder (was ich früher nie hatte). Das ist dann wie ein Fremdkörpergefühl und HNO muss erst mal das Ohr frei machen. Tut nicht weh, ist nur unangenehm. Wie nach dem Schwimmen, wenn Wasser drin ist - und nicht raus will :-(

      Das eine schließt das andere also nicht aus ;-)
      HNO ob mit dem Organ Ohr alles ok ist
      Sprache und Gehör würde ich bei einem Pädaudiologen testen lassen (dort war ich selbst noch nie, habe bisher viel gutes darüber gelesen)

      ADHS weiter beobachten.
      Geht es bei Ohrenbehandlung weg oder bestätigt es sich bei Schuleintritt. Da seid ihr auf einem gutem Weg.
      Das eine kann das andere bewirken - das eine kann aber auch ohne das andere auftreten und ähnliche Symptome hervorrufen.

      Die Kunst ist es, diese richtig zu erkennen und zu zuordnen.#winke

      • Danke, ja gehen auch in eine Klinik dafür und der HNO sagte es sieht alles gut aus. Er soll nach den Sommerferien in den Integrativenkindergarten, die sind ja auf so etwas geschult und dort soll er noch Logopädie, Ergotherapie und psychomotorische Bewegungstherapie bekommen und noch regelmäßig zur Kinderpsychologin gehen und demnächst können wir noch mit Bodenturnen anfangen. Ist nicht einfach ein Platz im Integrativenkindergarten zu bekommen, kostet die Stadt ja auch viel Geld, wird genau geprüft ob der Bedarf da ist. Also wir machen alles was wir können. ???? Ist manchmal anstrengend aber für meine Kinder tue ich alles was ich kann und tue es gerne. Liebe Grüße

    Mein Sohn hat ADS und war auch sprachentwicklungsverzögert. Er fing erst mit 3,5 J an zu sprechen und sprach noch sehr lange extrem undeutlich.

    Er hört übrigens überdurchschnittlich gut. Diverse Hörtests wurden mit 3 Jahren und noch mal mit 6 Jahren gemacht, hier beim Pädaudiologen.
    Er bekam ab 4 Jahren Logopädie. Zur Einschulung verstand man ihn im eins zu eins Gespräch recht gut, sobald er jedoch unsicher wurde, verstand man kaum noch was. Seine Lehrerin hatte große Probleme ihn zu verstehen.
    Mit 7 Jahren wurde bei ihm ADS diagnostiziert.

    Ich habe gelesen, dass ADS/ADHS Kinder häufiger mit dem Sprechen Probleme haben. Entweder stottern sie oder haben Probleme mit der Aussprache. Hat wohl was mit der Konzentration zu tun.

    Er ist jetzt übrigens 9 Jahre alt, seit einem Jahr “hakte“ es nur noch bei Aufregung mit dem Sprechen, das Hauptsächlich in der Schule, er bekam die Worte nicht richtig raus. Aussprache war seitdem aber deutlich besser.

    Er bekommt jetzt seid 4 Monaten Medikinet, seitdem gibt es in Sachen Sprechen keine Probleme mehr.

Top Diskussionen anzeigen