ADHS

    • (1) 17.08.17 - 21:17

      Wie weit beeinflusst ADHS einen IQ Test?
      Wegen Aufmerksamkeit und Konzentration usw...?

      • Huhu.

        Meine Tochter hat den iq Test einmal mit und einmal ohne Tabletten gemacht. Mit den Tabletten konnte man deutlich am Test erkennen das sich die konzentrationsfähigkeit verbessert hat. Denke mal das das schon etwas ausmacht.

        LG Sarah

        Man kann das manchmal ablesen, wenn Komponenten wir Merkfähigkeit und Arbeitsgeschwindigkeit einzeln ausgewertet werden. Aber in erster Linie geht es darum, über- oder unterdurchschnittliche Intelligenz herauszufiltern.

        (4) 19.08.17 - 11:30

        Das kann man nicht pauschal beantworten.

        Grundsätzlich sind standardisierte Testverfahren zur Leistungsdiagnostik für aufmerksamkeitsgestörte Kinder selbstverständlich eine größere Herausforderung als für neurotypische Kinder, was sich auch im Testergebnis zeigen kann.
        Das ist aber nicht immer so.
        Es gibt auch ADHS Kinder, die dennoch sehr hohe Werte erzielen.
        Um im IQTest sehr gut abzuschneiden, ist es eigentlich nicht nötig hochkonzentriert zu sein.

        Sprich, sehr begabte Kinder erzielen auch ohne ausreichende Dauerkonzentration hohe Ergebnisse, einfach weil sie für die Bearbeitung der Aufgaben weniger fokussierte Konzentration benötigen als nicht so begabte Kinder.

        Im Bereich der durchschnittlichen Begabung hat ADS sehr viel mehr Einfluß auf das Testergebnis.
        Das heißt, ein normal begabtes ADS Kind kann fälschlicherweise als minderbegabt eingestuft werden, wenn die Aufmerksamkeitsstörung so ausgeprägt ist, dass die Auseinandersetzung mit den Testfragen dem Kind sehr viel Anstrengung abverlangt.
        Da muß es schon hochmotiviert sein, um sein Potential zeigen zu können.
        Ist es das nicht, kommt oft ein Wert heraus, der längst nicht die kognitiven Möglichkeiten des Kindes abbildet.

        Bei meinem ADS Kind lagen zwischen zwei Testungen 26 IQPunkte Differenz.
        Beide Tesverfahren erfolgten ohne Medikation, aber das bessere Ergebniss erzielte mein Schatz, weil es die Testerin so furchtbar sympathisch fand und daher sehr motiviert war :-D.

        Motivation ist bei ADS Kindern alles!!!!!

        • Bei diesem Test den meiner gemach hat.

          Wurde er extra Abgelenkt und extra Konzentrations Übungen gegeben.

          Er hat ADHS und Konzentration und Aufmerksamkeit dementsprechend schlecht.
          Sein Arbeitsgedächtnis ist leider auch schlecht

          In einem halben jahr soll erneut IQ Test gemacht werden der Wisc. Soll anscheinend ein guter sei für ADHS um genau zu erkennen was der Konzentration geschuldet ist und was nicht.

          • Hallo!

            Na ja ein IQ-Test der nicht zur Bestimmung des IQs gemacht wird (sondern offensichtlich um Ablenkbarkeit zu testen), kann dann eben kein verlässlichen IQ-Wert ausspucken, aber auch keinen Wert für "Ablenkbarkeit", weil er so nicht als Ablenkbarkeits-Test gedacht ist.

            Was wollte eigentlich der Tester mit der Teststellung für "Ergebnisse" produzieren????

            Meine beiden Kinder haben als erster Test in der ADHS-Diagnostik einen IQ-Test gemacht, allerdings mit der korrekten Teststellung. Was bei beiden auffällig war, waren Werte in bestimmten Untertests, insbesondere die große Diskrepanz zu den anderen Werten, das war ein Anhaltspunkt, dass da was nicht stimmt, hinzu kam die Beobachtung der Tester, dass die Konzentration nicht so toll sei, was zwar ein weiterer Anhaltspunkt sein kann, aber eben nicht eine Diagnose.
            Weitere IQ-Tests unter Medikation/nach Therapie wurden nicht durchgeführt, i.d.R. geht man davon aus, dass die höher ausfallen, ohne wirklich sagen zu können, wie viel höher, war aber jetzt nicht Zielsetzung der Diagnostik.

            Grundsätzlich macht man IQ-Tests um eine Minderbegabung und dadurch eine andauernde Überforderung, die zu Frustration, mangelndem Interesse und Konzentrationslosigkeit führen, auszuschliessen. Deswegen sollten die IQ-Tests zu Beginn schon den IQ-Wert möglichst passend spiegeln. Im Übrigen gibt es auch Richtlinien zur Testauswertung und manchmal sind auch korrekt durchgeführte Tests eben nicht "auswertbar" - das sollten Tester aber sehr gut wissen.

            LG, I.

            • IDS
              Durchschnittlich :

              Wahrnehmung visuell:
              “Visuelle Diskriminationsfähigkeit, Fähigkeit zum abstrakten denken,
              Wahrnehmung

              Denken Konzeptuell:
              Abstraktes und kategoriales logisches Denken, logisch schlussfolgern, sprachfreies und kulturunabhängiges denken“

              Knapp unterdurchschnittlich :

              Gedächtnis räumlich visuell:
              “Räumlich-visuelles Vorstellungsvermögen,

              Denken Bildlich:
              Problemlösendes Denken, visuell räumliche Wahrnehmung, Fähigkeit zur Figur-Grund-Differenzierung“

              Unterdurchnittlich :

              Aufmerksamkeit selektiv:
              “Konzentrationsfähigkeit, Genauigkeit unter Zeitdruck,

              Gedächtnis Phonologisch:
              Auditiver Kurzzeitspeicher, Aufmerksamkeit und Konzentration,

              Gedächtnis Auditiv: verbales Verständnis, Mittelfristiges Gedächtnis

              Ohne Medis

              Das war der IQ Test
              Sie meinte sie will den WISC noch machen dann sieht sie es differenzierter....

              Er wurde zb Abgelenkt, da meinte er dann zu derFrau die ihn abgelenkt hat.
              “Ja wie soll ich das auch schaffen, wenn du mich immer ablenkst“

              Oder er hat eine Geschichte Nacherzählen müssen was er noch gewusst hat.
              Da hat er einfach Sachen Erfunden damit er was zum Erzählen hat xD

              Die Testerin meinte er sei ein Schlaues Kerlchen und sein Alltags Wissen sei auch sehr gut.

              Und das passt für mich mit dem Ergebnis so garnicht zusammen

      Bei meinem Sohn wurde ein IQ-Test ohne Medikation und einer mit Medikation gemacht, der dann deutlich besser ausfiel. Dies zeigte einfach, dass er sein Potential mit Medikamenten deutlich besser ausschöpfen konnte. Bis zum 18. Lebensjahr wollte er dann auch selber unbedingt die Medikamente für die Schule haben, weil er sonst große Probleme mit der Konzentration hatte und die Noten deutlich schlechter waren. Jetzt ist er 19 und kommt in die 2. Jahrgangsstufe, macht also in dem Schuljahr Abitur. Mittlerweile schafft er es auch ohne Medikamente. Er trinkt jetzt aber starken Kaffee, das hilft ihm auch.

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