Verdachtsdiagnose : Hörverarbeitungsstörung

    • (1) 25.11.17 - 10:32

      Hallo..🌷🌷
      Ich Wende mich nun mal an euch. Ich denke hier sind die erfahrensten Eltern.
      Vor ab tut es mir sehr leid was ich hier so alles lesen muss und ziehe echt den gut vor euch vor dieser Kraft und nerven die ihr aufbringen müsst!
      Mein Sohn ist soweit Kern gesund und gestern habe ich nicht ganz überraschend eine Verdachtsdiagnose bekommen "Hörverarbeitungsstörung" vom Kinderarzt.
      Sollen nun in ein Gehörlosenzenrum..
      Hören kann er definitv, aber anscheindend das gehörte nicht umsetzen.
      Mein Sohn ist 2 Jahre und zwei Monate alt.
      Hat jemand Erfahrungen damit ?

      • Hallo mor1015,

        dein Sohn hat Verdacht auf AVWS (auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen).
        Das heißt kurzgefasst, dein Sohn kann zwar normal hören, aber das Gehörte nicht richtig verarbeiten. Aber eigentlich wird AVWS nicht vor dem 4. Lebensjahr diagnostiziert. Setze
        dich bitte mit einem Pädaudiologen in Verbindung. Das sind spezielle Hals-Nasen-Ohren-
        Ärzte für Kinder, die spezielle Hörstörungen diagnostizieren können. Der Ausdruck "Gehörlosenzentrum" finde ich ziemlich albern. Kuck mal im Internet unter Pädaudiologie. Vielleicht gibt es einen in eurer Nähe
        Ich selber habe einen (inzwischen erwachsenen) Sohn mit AVWS. Allerdings wurde es erst mit 10 Jahren diagnostiziert ganz so nebenbei bei der Legasthenie-Diagnostik.
        Kenne also die Probleme. Läuft z.B der Fernseher hat man das Gefühl, dass Kind wirkt wie taub. Stelle ich den Fernseher aus, dann ist alles normal. Mein Sohn konnte schlecht mitten in der Klasse sitzen, er hat das Gesprochene nicht mitgekommen. Die letzten beiden Schuljahre saß er nur noch vorne aufgrund eines Attestes.

        LG Hinzwife

        • Hi,
          Gehörlosenzentrum ist nicht albern, die bieten die Tests auch an, und man bekommt, jedenfalls bei unserem, innerhalb von 2 Wochen einen Termin, 60 km einfache Fahrt. Bei den Pädaudiologen, 45-70 km einfach, 3 bis 7 Monate Wartezeit.

          Der Rest an die TE, mit dem Laptop ist das nicht kopierbar.:-(

          Es kann frühestens als Vorschul Kind diagnostiziert werden.

          Bei TJ hatten wir ab 3,5 Jahren auch den Verdacht. Logo und Ergo, und wenn ihr Geld und Möglichkeit habt, therapeutisches reiten.

          Festgestellt wurde es auch in der Landes Gehörlosenschule. Er geht in die Sprachheilschule, die geht leider nur 2 Schuljahre. Ist AWVS ganz schlimm, könnte er danach auf die Gehörlosenschule gehen, die haben eine eigene AWVS Klasse.

          Er kann sich schon viel besser konzentrieren, regulieren usw. Die Klasse hat nur 12 Kinder, mindestens 2 Pädagogische Fachkräfte, Lehrer, Erzieher, Lehrer in Ausbildung, Fsjler, Praktikanten und eine extra Raum zum separieren. Luxus Pur

          Die Kids sind oft sehr laut, können aber Lärm nicht gut vertragen. Fahrradfahren wird eher spät gelernt und schwimmen, auch oft sehr spät. Besser ist es, kein rießen Schwimmer, sondern klein und fein.

          Wir fahren mit den Jungs zur Tomatis Therapie nach Sint Truiden, Belgien. Bei einer Walking Freundin und mir, haben wir und Lehrer Verbesserungen festgestellt.

          Alles gute
          Claudia

      Hi mor1015, also ich verstehe das auch nicht so ganz mit dem "Gehörlosenzentrum". Vielleicht meintest du ein Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt "Hören"?

      Es gibt solche Zentren, einschließlich interdiziplinäre pädagogisch-audiologische Beratungs- und Frühförderstellen. Hat aber meines Wissens nichts mkt Gehörlosenzentren zu tun. Auch beim googeln fand ich da überwiegend eingetragene Vereine, mit Beratung und Veranstaltungsprogrammen wie bspw. Treffen, Vorlesungen, Ausflüge usw.

      Mir kommt das "Vorgehen" und die "Benennung" der Verdachtsdiagnose eures Kinderarztes auch merkwürdig vor.

      Für eine AVWS-Testung ist dein Kind mit 2 J definitiv noch zu jung. In Bochum gäbe es eine Ärztin, welche eine Methode/eiben speziellen Test entwickelt hat, auf AVWS bereits ab 4 Jahren zu testen. Aber noch früher? Noch nie gehört.

      Normalerweise solltet ihr vorläufig einen Termin in der Pädaudiologie vereinbaren, um einen pädaudiologischen Status zu erfahren. Du sagst/schreibst: Hören kann deine Tochter definitiv! Das meint man oft, aber die Frage bleibt, WIE hört das Kind.
      Aber das nur mal am Rande. Klar, vielleicht hört dein Kind (das wünsche ich euch auch) tatsächlich super gut, so wäre eine AVWS bei dem geringen Alter dennoch noch nicht diagnostizierbar, bzw. nicht testbar. Es ist schlicht zu jung.

      Dennoch kann man eine solche Auffälligkeit, bzw. ein solches Problem freilich nicht einfach ungeachtet lassen. Umso früher Schwierigkeiten in diesem Bereich erkannt werden, umso besser. Denn frühe Förderung kann unheimlich viel auffangen und insbesondere die Merkfähigkeit lässt sich spielerisch trainieren/üben.
      Also vielleicht nennt man es in dem zarten Alter möglicherweise auch nur nicht AVWS (Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung) nach Katalog, sondern umschreibt es präzise "kurz und knackig" wie es dein Kinderarzt getan hat? Ich weiß es nicht. Aber klar: wenn der Kinderarzt euch wohin schickt, dann muss klar sein worum es geht und das ist bei der Bezeichnung "Hörverarbeitungsstörung" ja der Fall.

      Wie dem auch sei - ich denke ebenso wie meine Vorschreiberin, dass die Pädaudiologie erstmal der richtige Ansprechpartner sein sollte! Wir waren dort auch mit unserem Kind im gleichen Alter wie deine Tochter und bald haben wir mit unserem älteren (Schul-)Kind bzgl. des V.a.AVWS einen Termin dort.

      Was für Untersuchungen/Therapien bei euch weiterführend in Frage kommen würden, ist wohl nicht nur abhängig von dem nächsten Befund, sondern auch von der Intensität der Beeinträchtigung im Alltag, sprich des Ausmaßes der Störung. In einem solch zarten Alter warten wohl die meisten Kinderärzte (wenn der pädaudiologische Befund Okay ist) sehr gerne noch etwas ab und geben gerne noch Zeit.

      Ich persönlich bin aber der Meinung, dass die meisten Eltern ein besseres Gespür haben und wenn man sich Sorgen macht, dann sollte man ihnen nachgehen und am Ball bleiben. Eine auf Hörverarbeitung spezialisierte Logopädin (Kinder) kann da sicherlich auch gute Tips geben und unterstützen. Bedürfte aber freilich eine entsprechende Heilmittelverordnung vom Kinderarzt.

      Lg

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