Schulkind mit Asthma

    • (1) 02.12.17 - 23:45

      Hallo,
      mein Ältester (10) ist Asthmatiker und Allergiker.
      Er ist jetzt in der 5. Klasse Gymnasium, alles läuft soweit ganz gut, er versteht den Stoff und fühlt sich wohl in der neuen Klasse.
      Allerdings hat er viele Fehltage wegen Asthma.
      Es ist Herbst, da ist er eh oft angeschlagen und eine neue Schule
      mit neuen Allegenen - das hatten wir in der Grundschule auch- also eine schwierige Zeit.
      Er ist vorpubertär und muckt mehr und mehr auf - darf er ja auch.
      Mein Problem: Ich habe den Eindruck, dass er sein Asthma ausnutzt. Sprich, v.a. an Tagen mit Tests ist er prötzkich krank.
      Ich als nicht Asthmatikerin tue mich schwer zu erkennen, wann er wirklich krank ist und wann es nur Show ist.
      Mehrfach habe ich ihn praktisch zur Tür rausgeschoben gegen seinen Willen. Oft ging es gut, manchmal musste ich ihn wieder abholen, weil er wirkilich Atemnot hatte.
      Kennt Ihr das? Wie soll ich mich verhalten?
      Danke für Eure Antworten
      Petra

      • (2) 03.12.17 - 17:05

        Führt ihr eine Peak-Flow-Kurve? Schau beim Pusten zu, ob er es richtig macht, oder mogelt. 3 Messungen hintereinander zu mogeln ist schwierig. Wenn der beste Peak-Flow-Wert nach 3x pusten mehr als 20% unter seinem Normalwert liegt, hat er Atemnot, oder zumindest sind die Bronchien enger und er sollte sein Bedarfsspray nehmen.
        Hattet ihr eine gute Asthma-Schulung? Da erfahren auch die Eltern viel von der Erkrankung. Macht er den "Lungendetektiv"? Füllt die Blätter gemeinsam aus, dann bekommst Du eienn genaueren Überblick, wie es ihm gerade geht.
        Ansonsten: Wart ihr mal in einer Kinderreha? Dort lernen Kinder und Eltern, besser mit der Erkrankung umzugehen. Uns hat das sehr geholfen. Beantragt wird es bei der Rentenversicherung über den Kinderpulmologen oder den Kinderarzt.

      Hallo,

      ist er denn nicht auf Cortison eingestellt? Mein Bruder war schwerer Asthmatiker, ich eine Zeitlang, allergiebedingt auch, aber mit dem Cortison tägl. ging es wesentlich besser und die Krankheiten und Ausfälle wurden weniger. Und wenn er Atemnot hat, hat er kein Notfallspray dabei?
      Dein Sohn hat sicher einen Peakflowmesser und ihr führt Asthmatagebuch? Du kontrollierst früh seine Luft, bevor er geht? Mir klingt das alles sehr nach nicht richtig behandelt, aber das soll keine Unterstellung sein, bitte nicht falsch verstehen. Ich weiß nur selbst, daß man sehr gut mit Asthma leben kann, wenn man die richtigen Medikamente nimmt.

      LG

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