Entwicklungsstörung und Verhaltensauffälligkeiten

    • (1) 23.07.18 - 20:33

      Einen schönen guten Abend liebe Fories,

      wir haben leider einige Probleme mit dem Verhalten unseres Sohnes. Vielleicht habt ihr Tipps, wie wir besser mit seinen Verhaltensauffälligkeiten umgehen können.

      Unser Sohn wird in 2 Monaten 5 Jahre alt. In der 39. SSW kam er kerngesund auf die Welt. Seine Entwicklung verlief die ersten 3 Lebensmonate ganz normal, ab da ging es nicht mehr weiter. Er konnte sich erst mit 7 Monaten drehen, sitzen und krabbeln mit 12 Monaten und Laufen mit 19 Monaten. Er bekam im Alter von 2 und 4 Jahren Paukenröhrchen und die Polypen wurden ebenfalls beide Male entfernt.

      Wir sind mit ihm in einem SPZ zu weiteren Untersuchungen, derzeit läuft eine Gendiagnostik.

      Folgende Diagnosen wurden bereits gestellt:

      Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung, Mikrozephalie, Kleinwuchs, V.a. hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens, V.a. Intelligenzminderung

      Dazu kommt, dass er Epilepsie hat und Tabletten dagegen bekommt.

      Unser Sohn hat ganz starke Spezialinteressen, alles was Stecker und Kabel besitzt, zieht ihn an. Im Vorbeigehen zieht er plötzlich Stecker aus den Steckdosen. Er kann nicht wirklich spielen, sein Spielzeug wird umfunktioniert, seine Maltafel ist der Fernseher und der dazugehörige Stift ist der Stecker. Bausteine, egal ob Holz oder Lego, werden Handys und Tablets.

      Er flattert öfters mit seinen Armen. Bei Fotos und Videos von ihm und uns bzw. der Familie fängt er bitterlich an zu weinen. Beim Fotografieren kann er nicht lachen, er verzieht das Gesicht. Er begreift den Unterschied zwischen Mensch und Haustier überhaupt nicht.

      Seit mehreren Wochen darf er kein Fernseher mehr schauen (vorher nur Sandmann und wenn er krank war, Heidi) und auch keine Videos mehr auf dem Tablet schauen. Wir hatten die Hoffnung, dass es sich dadurch bessert, doch leider bessert es sich nicht.

      Er versteht nicht, was man ihm sagt. Wenn er wieder Mist gebaut hat und man schimpfen muss, lacht er einen aus. Klare und laute Ansagen bringen gar nichts. Entweder er lacht oder er bekommt einen heftigen Wutanfall, wo dann Spielsachen und Gegenstände fliegen.

      Wir erklären sehr viel, warum er nicht an Steckdosen gehen darf (sind mit Kindersicherung geschützt), warum man dem Hund nicht weh tun darf, warum man nicht haut ect.

      Er quält Tiere. Mit anderen Kindern spielt er nicht. Er spricht immer vor sich hin, wiederholt die Gespräche, die man mit ihm geführt hat. Er schimpft mit sich selber, er haut sich manchmal selber. Er zerstört unsere Sachen, zum Teil auch seine Spielsachen. Einkaufen ist immer sehr schwierig, er haut ständig ab, wenn er an die Hand soll, schreit er los, dass er nicht will und läuft nicht weiter. Seine Sandmuschel (da hatten wir extra für ihn Wasser eingefüllt) kippt er einfach um und freut sich dabei. Konsequenz daraus war, dass er nicht planschen konnte. Da wurde er wütend.

      Er kann absolut nicht stillsitzen. Beim gemeinsamen Spielen und Basteln hat er keine Ausdauer und keine Konzentration. Er lässt sich durch alles ablenken. In der Wohnung rennt und springt er ständig herum, wenn man ihm sagt, dass er das nicht machen darf, sagt er einfach "Nö" und macht weiter. Sobald eine Konsequenz folgt, bekommt er sofort einen Wutanfall, schreit und schmeißt alles durch die Gegend.

      Wir lieben unser Kind über alles und tun alles für ihn. Er bekommt Ergo und Logotherapie. Er geht in einen heilpädagogischen Kindergarten. Wir sind im SPZ in Behandlung, dort wird er auch psychologisch untersucht. Wir sagen ihm mehrmals am Tag, dass wir ihn lieben, kuscheln viel mit ihm, beschäftigen uns viel mit ihm, beziehen in die alltäglichen Aufgaben mit ein (z.B. Tisch decken, Waschmaschine ausräumen). Unser Sonnenschein ist ein fröhliches Kind, lacht sehr viel, aber sein Verhalten erschwert das Familienleben. Wir sind ständig am Schimpfen.

      Entschuldigt bitte den langen Text. Wir hoffen, ihr habt Tipps für uns, wie wir damit besser umgehen können.

      Liebe Grüße Sabrina

      • Mit normalen Erziehungstipps kommt man bei Deinem Sohn nicht weiter. Was sagen denn die Erzieherinnen im Kindergarten?

        • Danke für deine Antwort. Im Kindergarten ist er laut Erzieherinnen ein liebes Kind. Er ärgert aber manchmal andere Kinder. Schmeißt z.B. die Hausschuhe von anderen Kindern in die Toilette oder kippt den Kindern Sand über den Kopf. Mit Wasser spielt er auch öfters, im Badezimmer. Wir werden nach den Ferien noch mal das Gespräch suchen, bei seinen Erziehern.

          • Dies sind dort doch speziell ausgebildet und haben sicher gute Tipps, wie Ihr Euch verhalten könnt, wie Ihr ihn einschätzen und fördern könnt...Ansosnten würde ich das Gespräch mit den Psychologen im SPZ suchen. Auf jeden Fall braucht Ihr Unterstützung von Fachleuten.

      Welche Tipps habt ihr schon bekommen und was hilft euch wirklich weiter davon.

      Teile des Verhaltens kenne ich von Kindern von Freunden

      - ADHS
      - Asperger Autismus

      aber auch bei Epilepsie oder durch Medikamente kann einiges beeinflusst sein.
      Habt ihr da ausführliche Aufklärung erhalten?

      Natürlich sind Medikamente wichtig, wenn sie wichtig sind.
      Allerdings sollte Aufklärung dazu schon sein.

      Als ich mein ADHS Medikament bekam, wurden mir einige wichtige Punkte dazu gesagt. Wachstum (ok, ich war erwachsen), aber auch sonstige Veränderungen.


      Sitzen konnte mein Kind erst nachdem sie stehen und am Tisch gehen konnte.
      Krabbeln kam nach den ersten Schritten und nach dem Sitzen.

      Könnte das Gehen mit den Paukenröhrchen zusammenhängen?
      Im Ohr ist ja das Gleichgewichtsorgan?

      Bei mir waren es die Augen. Ich konnte vieles sehr viel später, weil ich nichts gesehen habe. Nicht gut genug, um es lernen zu können. Auch ADHS hat bei mir manches beschleunigt und anderes verzögert.


      Wenn ihr wisst, was los ist, habt ihr gute Chancen zu lernen damit umzugehen.

      Tipps geben ist schwierig.

      Was mir mit ADHS hilft, ist bei meinem Freund mit Asperger Autismus kontraproduktiv.
      Was ihm hilft, tut mir (trotz Asperger Zügen in manchen Bereichen) so gar nicht gut.


      Welche Diagnose auch immer es wird, die Frage, ist wie kann es weiter gehen.
      Welche Unterstützung könnt ihr bekommen? Welche Tipps passend dazu gibt es für euch?
      Paukenröhrchen, Gleichgewicht, Epilepsie .... habt/hattet ihr da Unterstützung? Aufklärung? Könnt ihr die Ärzte dazu offen, alles fragen? Oder verweisen sie euch auf's Internet oder darauf, dass die Diagnose reicht?

      Diagnose kann vieles erleichtern, ersetzt jedoch nicht die Aufklärung und Begleitung des Weges damit.

      • Danke für deine Antwort. Über die Epilepsie und das Medikament (Apydan) wurden wir nicht richtig aufgeklärt. Es hieß nur, dass es ein Medikament ist, was kaum Nebenwirkungen hat und sehr gut verträglich sei. Seine Epilepsie wurde kurz vor seinem dritten Geburtstag festgestellt. Ein halbes Jahr vorher hatte er einen Fieberkrampf. Kurz vor der Diagnose dann 2 epileptische Anfälle und ein weiterer Fieberkrampf.

        Auf Autismus wurde er schon im SPZ getestet, aber es wurde ausgeschlossen. Dazu muss ich sagen, dass er fast alle Verhaltensweisen wie meine kleine Schwester hat. Sie hat atypischen Autismus mit schwerer geistiger Behinderung.

        Von den Ärzten fühlen wir uns nicht ernst genommen. Unser Sohn ist bei Fremden immer zurückhaltend. Die Ärzte sind der Meinung, dass die Förderung, die er im Kindergarten bekommt, ausreichend ist.

        Richtige Aufklärungen gab es bis jetzt nicht. Es werden Untersuchungen gemacht und Wochen später erhalten wir dann einen Bericht, wo die Diagnosen drin stehen.

        Es ist bereits das zweite SPZ, wo wir nicht ernst genommen werden (hatten einen Umzug letztes Jahr in ein anderes Bundesland).

        Laufen konnte er, bevor er die ersten Paukenröhrchen bekam. Er war auf einem Ohr taub und auf dem anderen schwerhörig. Die Polypen waren sehr groß.

        Sehtests wurden mehrere versucht, aber unser Sohn konnte nicht richtig mitmachen, weil er die Bilder nicht benennen konnte und weil er sich nicht konzentrieren kann. Beim letzten Sehtest konnte er zwar sprechen, aber er hat nicht mitgemacht. Nach einem neuen Augenarzt für Kinder werde ich auf jeden Fall suchen.

        • Hallo, suche dir auf Jedenfall einen Augenarzt für Kinder....meine Tochter hat Ihre Brille seit sie 6 Monate alt i st und das Testen der Sehstärke geht definitiv auch ohne Mitarbeit des Kindes.

          LG

          Hör bitte auf einem SPZ bezüglich einer negativen Diagnostik bei einer seelischen Behinderung zu glauben. Ich habe es nun schon ganz oft auch von anderen Eltern gehört bei anderen SPZ und kenne es auch von unseren eigenen Kindern: SPZs können kein Autismus diagnostizieren - nichtmal, wenn es dem Kind auf die Stirn gemeißelt ist.

          Das SPZ hat bei meinen Kindern (bei beiden Jungs) auf Autismus getestet und eine falsche Negativ-Diagnose erstellt. Jahre später waren wir stationär bei einer mehrwöchigen Therapie. Dort waren auch Psychiater, die die Jungs eben im Alltag gesehen haben und uns wurde dringend nahegelegt, die Beiden in einem KJP auf Autismus testen zu lassen. 8 Monate später war die Testung in der KJP - der Große ist Frühkindlicher Autist (HFA) und der Kleine Frühkindlicher Autist mit geistiger Retardierung. Also nichtmal DEN Kanner-Autismus schlechthin konnte das SPZ erkennen.

      (9) 31.07.18 - 16:42

      Hallo,

      ich habe eine Zeit lang in einer psychiatrischen Abteilung gearbeitet.

      Kam schon mal der Begriff Soziopathie auf?

      Ein Mensch kann "Flöhe und Läuse" haben, wobei eine Störung eine andere begünstigen kann.

      Er zeigt Grausamkeit gegenüber Tieren und Kindern. Er ist aggressiv, lässt sich anscheindend nicht lenken und Schuhe in die Toilette und Sand über den Kopf sind nicht die typischen kleinkindlichen Ärgereien aus Wut sondern schon sehr überlegte Streiche. Auch scheint es ihm Spaß zu machen euch zu ärgern/ traurig zu machen... er lacht euch aus.. er hat eindeutig antisoziale Züge

      Zeigt er euch gegenüber auch mal liebevolles Verhalten? Auch ohne etwas dafür bekommen zu wollen (also setzt es nicht berechnend ein?).

      Dazu passt auch, dass ihm eure Liebesbekundungen nicht zu jucken scheinen. Soziopathen haben kein Interesse daran "geliebt zu werden". Entgegen vieler Meinungen werden Soziopathen als solche geboren und nicht dazu gemacht (durch Misshandlungen, etc.).

      An eurer Stelle würde ich ihn gezielt darauf untersuchen lassen bei einem Psychiater und das Wort auch genauso aussprechen. Bei diesen Menschen muss gezielt früh eingegriffen werden, damit sie Konsequenzen aus ihrem Handeln ziehen lernen.. und zwar inwiefern sie sich mit ihrem Verhalten selbst schädigen (Entzug von TV, Heim, später Gefängnis), denn das Leid anderer ist ihnen egal bzw. sogar erwünscht.. Sie müssen begreifen, dass sie bestraft werden für ihr Handeln, bevor sie wirklich was schlimmes anstellen.

      Es ist nur eine IDEE. Ich hoffe, ich habe deinen Text einfach überspitzt interpretiert, aber bei deinen Schilderungen gehen bei mir alle Alarmglocken los.

      Ich wünsche dir alles Gute und dass sich meine Gedanken nicht bestätigen.

      Kitty

Ganz ehrlicher Tipp:
Geh zu einem KJP wenn du vorausschauend handeln willst, gehe gleich zu einer KJP mit angeschlossenem ATZ. Das SPZ ist bei Verhaltensstörungen definitiv die falsche Wahl. Das SPZ kann seelische Behinderungen NICHT (!) diagnostizieren. Das SPZ gibt hier sogar falsche negativ-Diagnosen heraus, was für spätere Hilfen echt schlecht ist.
Gerade mein Jüngster ist so ähnlich wie du es beschrieben hast - er ist Frühkindlicher Autist mit geistiger Behinderung. Er hat übrigens auch Epilepsie. Ein Autist hat eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit an Epilepsie zu erkranken, als ein gesunder Mensch.
Ihr müsst ihn verstehen lernen. Anders funktioniert es nicht. Bist du dir denn überhaupt sicher, dass er euch vollkommen versteht?
Kleine Kinder lachen oft wenn man mit ihnen schimpft, damit man wieder eine bessere Laune bekommt. Das ist nicht auslachen. Das Kind will einen wieder fröhlich machen. Bei geistig behinderten Kindern dauert diese Phase natürlich viel länger.

Hallo,
ehrlich gesagt ich habe keine Ahnung! Möchte aber trotzdem etwas in den Raum werfen.
Mein Sohn war in einer Sprachheilschule mit einem Autisten. Ein inteligenter Junge.
Kam mit der Mutter ins Gespräch und die erzählte mir, daß auch ihr jüngeres Kind unter autismus leidet, aber auf eine behinderten Schule geht, da er nicht so intelligent ist.

Mein Sohn war mit dem Jungen in der Schule befreuntet. Zuhause saß der Junge aber oft vor einem Videospiel, dies hat ihn entspannt und er konnte Kraft tanken für den nächsten Tag in der Schule und in der richtigen Welt.

Was ich damit sagen möchte, du kannst deinen Sohn nicht mit normalen Maßstäben messen und vielleicht wäre gerade das abtauchen in eine Fernsehsendung oder ein Videospiel die Art von Pause die er von der Überforderung braucht.

Meine Tochter hat eine Hörbehinderung und ich bin die "böse Mutter" die ihrer Tochter nachmittags nicht regelmäßig erlaubt sich mit anderen zu treffen.
Meine Tochter hat die Erlaubnis die böse Mutter als Begründung zu benutzen.
Sie ist nach einem Schultag fix und fertig, sie brauch ihre Auszeit. Auch wenn für ein normales Kind es besser ist nachmittags raus zu gehen und mit Freunden zu spielen, tut meiner Tochter ein nachmittag in ihrem Zimmer allein wesentlich besser.

Mein Tip ist probiere vieles, auch ungewöhnliches aus. Du mußt die Erziehung neu erfinden für speziell dein Kind. Du hast kein Standartkind und da bringt auch keine Stadarterziehung etwas.

Liebe Grüße:-D
Martina

Also normal finde ich das gesamte Verhalten ganz sicher nicht. Was aber dahinter steckt kann ich nicht sagen. Er scheint aber eine Art Echolalie zu haben. Wart ihr schonmal bei einem guten Kinder- und Jugendpsychiater?

Ela

Hi,
Ich erkenne so vieles von meinem Sohn wieder ;-) fast 1:1 was das Verhalten angeht. Er hatte auch eine Phase mit Stecker und Steckdose, furchtbar 🤦‍♀️
Mein Tipp zur Kommunikation: probiere es doch mal mit zb. „guk“ Gebärden. Mein Sohn, der übrigens autistisch ist, versteht mich nur dann wirklich, wenn er das auch „sieht“, was ich von ihm möchte. Ich war selbst äußerst überrascht davon, wie gut es klappt!! Es hat unser Leben deutlich vereinfacht. Vielleicht bringt es auch bei euch etwas?
Autistische Züge sind übrigens nicht selten im Zusammenhang mit Epilepsie.
Ansonsten ist mein Sohn wirklich ähnlich und bisher nicht als soziopath diagnostiziert 🙂
Er hat übrigens einen ganzen Haufen alte Geräte und Steckdosenleisten ect bekommen und durfte dann damit spielen. In die Wand hat er trotzdem manchmal gesteckt, Gott sei dank ist nie etwas passiert 😔
Alles gute 🍀

  • (16) 03.09.18 - 15:48

    Hallo Kate,
    hast Du GU-gebärden gelernt oder verwendest Du solche, die man "instinktiv" machen würde? Finde das nämlich sehr interessant.
    Liebe Grüße

Hallo

für mich hört es sich auch nach Autismus an. Das kann nicht jeder Arzt diagnostizieren. Unser Sohn ist auch betroffen.

Er konnte früher überhaupt nicht stillsitzen, keine 3 Minuten und heute ist er recht ruhig und ausgeglichen.

Wir haben unserem Sohn mit 7 Jahren mit Schuleintritt mit Zappelin/homöopatisches Mittel 5 Jahre selbst behandelt und es hat sehr viel gebracht. Zuerst gab es eine Erstverschlimmerung aber dann war es einfach viel besser mit ihm und er war viel ausgeglichener. Ohne das Mittel hätte er in der Schule keinen Erfolg gehabt.

Menschen, die Autismus haben, können die Mimik anderer nicht richtig deuten. Da wird dann auch gelacht, wenn es nicht lustig ist.

Ansonsten hilft eine Verhaltenstherapie. Das hat unserem Sohn auch eine Menge gebracht. Er hat sich dadurch positiv verändert. Sein Sozialkompetenztraining wurde damals in der Ergotherapie durchgeführt und von der Krankenkasse übernommen. Man muss dazu keine Diagnose von Autismus haben.

Viele Bewegung und Sport sind wichtig. Fernsehen ist leider nicht so gut. Unser Sohn hat viel Fernsehen gesehen, oft weil wir es nicht aushalten konnten. Wir haben ihn dann irgendwann kaum noch vom Fernseher wegbekommen. Er hat gemerkt, dass er anders ist und das Fernsehen hat ihm den perfekten Weg geboten, der Realität zu entfliehen.

Es ist mit einem Kind, dass diese Defizite hat sehr anstrengend und wird auch immer anstrengend bleiben. Die einen Defizite werden besser, andere kommen hinzu. Am besten wäre es, wenn ihr jemanden hättet, der euren Sohn mal kurze Zeit betreuen kann. Wir hatten das leider nicht und es hat enorm viel Kraft gekostet.

Dass dein Sohn mit Tieren so umgeht, liegt an seiner fehlenden Empathie und ob und in welchem Maß, man diese erlernen kann, ist sicherlich von Mensch zu Mensch verschieden. Eine Verhaltenstherapie ist aber auf jeden Fall sinnvoll.

Wünsche Euch viel Kraft

LG

Carola

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