ich kann nicht mehr

    • (1) 01.08.18 - 17:41

      Hallo ihr Lieben,
      Es ist total lächerlich. Ich weiß.
      Es ist noch nicht mal so schlimm.
      Nein - es *ist*schlimm. Für mich.
      Und für sie.
      Vielleicht ist es anders, wenn man gleich merkt, das Kind ist gehandicapt.
      Das ist bei meiner nicht so.
      Wahrnehmungsstörungen. Entwicklungsverzögert.
      Für uns ist alles an der Kippe zur "Normalität".
      Und ein Wille, zu kämpfen, nicht einfach nur akzeptieren.
      Sie ist jetzt in einem Alter, wo sie endlich so viel versteht, dass man ihr Aufgaben oder ihr Situationen halbwegs erklären kann.
      Sie bekommt Förderung und wir machen auch Zuhause was.
      Wir machen viel.
      Wir waren auch im Therapiezentrum Iven und machen jeden zweiten Tag Übungen.


      Das Problem ist momentan: mir geht die Kraft aus. Ich bin so müde. Was andere Kinder sich selbst beibringen oder schnell kapieren, dafür muss ich mit ihr ewig üben (z.B.Puppen anziehen, schälen, schneiden).
      Und natürlich alles täglich, weil's sonst nix bringt.
      Sie malt mit fünf wie ein 3 - Jähriger.
      Wir basteln daheim, ich stelle ihr soviel Material zur Verfügung, zeige ihr dies und das, lass sie selbst machen, helfe ihr.
      Mache diese Vorschulhefte.
      Wir matschen, fädeln, spielen UNO, sogar die Würfelzahlen hab ich mit ihr ewig beim Spielen geübt mit einem riesigen Schaumstoffwürfel.
      Das war dann sogar bei der letzten U-Untersuchung dran.
      Hätte ich das nicht geübt, wäre die Untersuchung wesentlich schlechter ausgefallen.

      Und ich brauche so viel Geduld. Und ich gebe mein bestes.

      Das Schwimmen hat sie beim Kurs gelernt. War eine der besten.Und kaum ist eine Woche vergangen, hält sie sich kaum an das Gelernte, paddelt wieder wie ein Hund.

      Aber das schlimmste: kaum sage ich was dazu, heißt es: geh weg!

      Ich weiß, dass ich gerade die "Übungtante" bin, aber sie bockt oft so massiv!
      Es muss aber leider sein.
      Man muss fördern, denn wenn nicht jetzt, ist es irgendwann zu spät.

      Ich weiß, man kann jetzt gerne sagen: das arme Kind.
      Aber mir geht's auch nicht gut!
      In der Zeit, wo andere Mütter ausruhen, hab ich wegen meinem Kind Arbeit.
      Ich finde das manchmal einfach besch#@* und ungerecht!
      Zeit für Partnersuche hab ich keine, mit dem Vater kann ich mich kaum austauschen.
      Dieses"Wow"!-Ding, echt, das hast Du jetzt alleine geschafft! habe ich so gut wie nie.
      Wenn sie etwas gut hinbekommt, ist das mehr deshalb, weil ich das mit ihr vorher ewig geübt hab.
      D.h. ich bin da dann fast mehr stolz auf mich als auf sie.
      Für die Ausdauer, Zeit und Geduld.

      Es klingt alles schrecklich.
      Ich weiß.
      Aber vielleicht möchte sich ja noch jemand outen, dem es ähnlich geht.
      Grüße

      • Hi,

        hör halt auf!

        Und fang an, Deine Tochter zu akzeptieren. So wird es für Euch beide irgendwann in einer Katastrophe enden. Du tust weder ihr etwas Gutes, geschweige denn Dir selbst. Such Dir dringend jemanden, der Dich zu der Frage beraten kann, welche Förderung tatsächlich notwendig und wichtig ist und wo Du besser aussetzt.

        Viele Grüße
        die Landmaus

        • Was soll ich aufhören?
          Die vom Therapie-Zentrum empfohlenen Turnübungen und Mundübungen?
          Hast du dich da eingelesen oder machst du es selbst?
          Ist dein Kind in der Förderschule?

          Ich kenne einen Haufen Eltern, die sich aus Bequemlichkeit um gar nichts kümmern und das als "Liebevolle Pädagogik" verkaufen.
          Die versäumen, ihren Kindern zu helfen.
          Die vorgeben, ihren Kindern Selbständigkeit beizubringen, aber es mal wieder nur um Bequemlichkeit geht.
          Die alle fünfe ständig grade sein lässt und so tut, als käme das ihren Kindern zugute. Dabei geht es nur wieder um Konfliktvermeidung.

          So eine Mutter möchte ich nicht sein.
          Aber es ist hart. Echt hart.
          Und anstrengend.
          Nur kann die Lösung nicht sein, sich das zu sparen.
          Das ist nur gut für einen selber.
          Für das Kind garantiert nicht!

          • Das Gegenteil ist aber genauso schlecht. Dir fehlt ein Mittelweg. Zuviel ist genau so schlecht, wie zu wenig. Lies Deinen Text selbst nochmal in Ruhe durch. Es klingt grauenvoll, weil die Förderung über allem zu stehen scheint.

            Und was Deine Frage, ob ich überhaupt weiß wovon ich rede, angeht: Mein 10jähriger Sohn ist Autist mit geistiger Behinderung. Ich hab noch eine Tochter, bin bereits viele Jahre allein erziehend und arbeite 80% in einem anspruchs- und verantwortungsvollen Beruf. Ich hab das alles durch. Ich kenne die Erschöpfung, die Hoffnung und das Gefühl nicht genug zu tun.

          • Dein Sohn ist Autist.
            Also mach es dir doch gemütlich!
            Da weiß man was man hat.
            Ich aber nicht!!!
            Und ich weiß, dass der IQ mit sieben durch ist. Bis dahin haben wir noch ein wenig Zeit, danach ist Schicht.
            Ich werde nicht die sein, die ihr Kind sich selbst überlässt und behauptet find super Mutter gewesen zu sein, weil sie ihr Kind nie gefordert hat.

            Aber es ist anstrengend!!!
            Und ich hatte gehofft, auf diesem Weg Mütter zu finden, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und denen es genauso geht!

            • Wir haben eine Diagnose erst seit er 8 ist. Gemütlich war und ist da nichts dran.

              Deine Vorstellung davon, wie Du Dein Kind formen kannst, ist schlicht falsch. Und Du schadest damit wohl eher Euch beiden. Möchtest Du tatsächlich Austausch oder Bestätigung und Anerkennung?

    (9) 01.08.18 - 20:47

    Liebe Vreni,

    Respekt was du alles leistet. Es ist sehr viel und dass da einem mal die Puste ausgeht ist normal.

    Welche Wahrnehmungsstörungen hat sie denn?? Mein Ältester hat die visuelle und die auditive. Lese Rechtschreibschwäche und Diskalkulie. Blasen Darmlähmung. Nur so die groben Punkte. Das sag ich nur, um dir zu zeigen ich weiß von was du sprichst. Ich hatte das ähnlich durch. Einmal in derWoche Logo, einmal Ergo, Therapien, Ärzte, KH. 4mal am Tag Blase leeren etc pp. (habe noch 2 kleinere Kids) nebenher. Ich ging wie du am Stock!! Ich sah meinem Sohn nicht mehr, nur noch ein Pflegefall.... Das war schrecklich für alle!!!! Habe dann die Notbremse gezogen. Und gesagt Logo und Ergo OK. Aber den Therapeuten klar gemacht, dass er noch eine Kindheit braucht, und wir darum keine Übungen zu Hause machen. Die anderen habe ich auf Eis gelegt. Hab dann abends ein Ritual angefangen... Wo ich mit ihm übe und er es gar nicht merkt... Und Sonntag ist Familientag, da wird nur etwas gemacht was allen gefällt (bei uns ist es wandern und Rad fahren). Und seit wir das alles umgestellt haben, fängt er an selbstständig Übungen zu machen. Und er ist wieder glücklich und wir anderen auch.

    Ich schreibe dir das nicht, um zu zeigen wie ich es "vielleicht richtig" mache. Sondern um dir viel. Einen neuen Weg aufzuzeigen. Du darfst mich gerne auch persönlich anschreiben falls du noch Fragen hast.

    Für mich bist du eine liebe tolle Mama. Die nur vergisst "Mama" zu sein. Weißt was ich meine. Hab ich auch.

    (10) 01.08.18 - 21:35

    Hast Du schonmal eine Kinderreha beantragt für Dein Kind? Bei Facebook gibt es eine Gruppe dazu, wo Du einige Infos zum Antrag und zur Klinikwahl bekommst.

    Lg,
    Fina

    <3

    Du machst das super, halte weiter durch, irgendwann wird es besser!

    Du weißt, wofür du es machst!

    Geht sie in einen Heilpädagogischen Kindergarten?

    Geht sie im Herbst in eine SVE? Da wirst du Entlastung spüren!

    Mein Sohn ging vormittags in die Förderschule und nachmittags in eine Heilpädagogische Tagesstätte, dort haben sie viele Therapien gemacht.

    Seit diesem Jahr mache ich wieder alles selber, mein Sohn besucht eine normale Schule. Schon wieder Therapie!

    Aber es wird wirklich besser, je älter sie werden.

    Du musst nur aufpassen, dass du einen Weg findest, das durchzuhalten. Mich hat es zerlegt, als mein Sohn 5 war und ich war ein halbes Jahr in einer Klinik, das war eine Katastrophe.

    Wenn sie dann bis zur Schule nicht alles kann, lernt sie es dort, du solltest dich nicht verrückt machen. Geht sie zur Förderschule?

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht, versuche ich mir immer zu sagen.

    Alles Gute!

    Hallo verini, auch wenn du das jetzt nicht gerne hörst/liest, aber ich bin da wirklich bei Landmaus.
    Sie hatte dir lediglich geradeaus geschrieben, was eigentlich auf der Hand liegt und du im Grunde schon selber spürst: es ist zu viel!
    Förderung ist ja schön und gut, aber Überforderung endet in Überforderung und macht jegliche Motivation zunichte und es schadet letztendlich mehr, als das es hilft.

    Ich versuche es dir jetzt mal mit anderen Worten zu sagen und schildere dir jetzt auch kurz im Vorfeld unseren Background.

    Also ich habe 2 Kinder, im Alter von 8 J und 3 J. Bis unser 8 Jähriger 4-5 Jahre alt war, dachten wir, es wäre alles Okay. Klar es war anstrengend, er war weiter zurück als die anderen, er tat sich in allem Schwerer. Fahrradfahren hatte er letztendlich erst mit 7 3/4 Jahren gelernt und er fährt bis heute noch wackelig.

    Sein Seepferdchen hatte er als einziges Kind der Schwimmschüler nicht erhalten und überhaupt war immer alles schwieriger für ihn: Zuhören, Aufpassen, Koordination, Gleichgewicht, Umgang mit Freunden etc.pp.
    Damals hatten wir mit Ergo gestartet und es folgten Osteopathie,
    Physio, Logo, Psychomotorik, Urologie, KJP, SPZ (Psychologe, Heilpädagogin, auch dort Ergo, Physio und Logo, allerlei EEGs und Entwicklungskontrollen) + allerlei weitere Untersuchungen und Facharzttermine: MRT in Vollnarkose, Schlaflabor, Röntgenbild, Blutbilder, Schlaflabor, Pädaudiologie, HNO usw.


    Unser Kleiner kam als Frühchen und hatte allerlei Komplikationen nach der Geburt. Darunter beidseitige Hirnblutungen, welche uns bis heute - trotz sehr gutem Verlauf - nach wie vor die meisten Sorgen hinsichtlich seiner Entwicklung machen.

    Bei ihm war es von Anfang an kein akzeptieren, sondern ein Hoffen und sich in Zuversicht üben. Uns wurde damals bei Entlassung nur gesagt, dass bei den Hirnblutungen die unser Kind hatte, Behinderungen in allen Bereichen möglich wären, wir aber Hoffnung haben dürfen.

    Man genießt da zwangsläufig weniger weil die Unbeschwertheit fehlt und man beobachtet jede kleinste Auffälligkeit mit Argusaugen. Er bekam von Geburt an Physiotherapie und aufgrund einer frühchentypische Augenproblematik augenärztliche Kontrollen in einer Augenklinik mit Sehschule - mit 1 Jahr bekam er dann aufgrund einer Sehstörung eine Brille und aufgrund eines Schielens Okklusionstherapie.
    Seine Entwicklung gab schnell Entwarnung bzgl schwerwiegender physiotherapeutischer Probleme, dennoch hatten die Hirnblutungen wohl doch Störungen der Kommunikation zwischen Hirn und Muskeln einseitig gestört, weswegen wir die ersten 2,5 Jahre Physio bekamen. Als er physiotherapeutisch auf einem guten, akzeptablen Level war, wechselten wir von Physio zu Ergo. (Bytheway: Begründung war, das zu viel Therapie definitv schadet und sehr oft "Weniger MEHR ist")

    Also starteten wir mit Ergotherapie und das bekommt er bis heute und das wird er auch die nächsten Jahre bekommen.
    Er ist entwicklungsverzögert (wie sein großer Bruder auch) und wichtig ist IMMER: deine eigene Erwartungshaltung zurückschrauben. Wenn ich gleichaltrige Kinder sehe (beide Kinder betreffend) dann werden die Unterschiede immer wieder ganz ganz deutlich und ja: manchmal bedaure ich das und manchmal macht mich das auch traurig.
    Aber beide Kinder entwickeln sich weiter, nur in ihrem Tempo! Insbesondere beim Kleinen, wo noch so viele große Meilensteine anstehen und auf sich warten lassen, freue ich mich tatsächlich über jede noch so Kleine Errungenschaft.

    Mittlerweile bekommt er auch Logopädie, weil er mit dem Sprechen sehr große Probleme hat. Er ist ein I-Kind und bekommt auch im Kindergarten sprachtherapeutische Stunden (heilpädagogisch und mit sensorischer Integration). Evtl wird er noch bewegte Logopädie bekommen bei einem Gestüt.
    Selbstverständlich wird auch unser Kleiner vom SPZ betreut und hat eine Menge ärztliche und therapeutische Termine hinter sich gebracht, wie beispielsweise Pädaudiologie, Neuroorthopädie, EEG, Heilpädagogin, Osteopathie usw.

    Es ist mit beiden Kindern oft sehr schwierig und zermürbend und ich hardere oft mit mir. Aber niemals würde ich über ihren Erfolg mehr stolz auf mich selbst sein, als auf sie.
    Was andere Kinder wie selbstverständlich gefühlt von alleine lernen, müssen sich meine Beiden mühevoll erarbeiten. Da bin ich stolz auf die Beiden und wirklich nicht auf mich.

    Stolz auf mich bin ich, dass ich 2 so taffe Kinder habe, welche sich schon viel öfter beweisen mussten, als die meisten anderen Kinder um sie herum.

    Aber ich veranstalte zuhause sicherlich kein Förderprogramm und wenn wir Übungen mal nicht schaffen, dann ist es halt so.
    Für mich liest sich es auch so, dass du durch die viele Förderung, unbeschwerte Zeit mit deinem Kind einbüßt und dein Kind die Motivation peu à peu verliert.

    So sollte es nicht sein. Förderung ist ja schön und gut, aber die Motivation dazu ist noch viel wichtiger.

    Sprich bitte mit deinen Therapeuten und Ärzten darüber und findet bitte einen anderen, weniger straffen Weg der euch beide endlich wieder entlastet und zueinander finden lässt.

    Vielleicht täte es gut, deine Tochter einfach ein stückweit so zu akzeptieren wie sie ist und deine Erwartungen an sie zu überdenken. Denn ich denke auch, dass sich da die Katze in den Schwanz beißt. Du baust dir selber offensichtlich jede Menge Druck auf, das Beste aus deiner Tochter rausholen zu wollen und zu müssen, weil du für sie verantwortlich bist.

    Aber das Gras wächst auch nicht schneller wenn man daran zieht, im Gegenteil: Ziehst du zu fest, dann reißt es ab und geht kaputt.

    Versuche doch bitte deine Tochter nicht so zu sehen, als "könnte sie Besser sein wenn sie nur/wenn du nur....genug üben und fördern und und und..."
    Nimm sie so wie sie ist und erfreue dich gemeinsam mit ihr über jeden weiteren Entwicklungsschritt. Deine Tochter MUSS GAR NICHTS können, sie muss es offensichtlich NUR FÜR DICH können, weil DIR das wichtig ist. Es darf dir auch wichtig sein, aber nicht so wichtig, dass du mit deiner Tochter so wie sie ist unzufrieden bist und sie das durch Drill spüren lässt.

    Ich finde es großartig und smart von deinem Kind in diesen Situationen zu sagen: Geh weg!

    Weil genau diese Abwehrreaktion völlig gesund ist und sie das genau richtig macht. Es ist nicht okay von dir als Mutter und es ist auch nicht deine Aufgabe als Mutter, dein Kind zu überfördern/-fordern. Dein Kind hat das Recht darauf Kind zu sein und mit all seinen Schwächen akzeptiert und geliebt zu werden. Erst dann wenn dein Kind sich in diesen entscheidenden Punkten sicher sein kann und sich sicher fühlt (=> das sie so wie sie ist genügt und ausreicht, dass sie Okay ist wie sie ist!), wird sie durch eigenen Antrieb Motivation finden auf freiwilliger Basis, spielerisch und ja manchmal auch mit "Muss halt sein" dahinter. Aber dann tut sie es FÜR SICH selbst und nicht gefühlt für DICH als Mutter.

    Die Frage ist und bleibt: was möchte sie selbst erreichen und was möchtest du von ihr, dass sie erreicht - was erwartest du von ihr.

    Ich kann dir nur raten: Schraube deine Erwartungshaltung zurück und verschaffe euch beide endlich mehr unbeschwerte gemeinsame Zeit, in welcher sie genau spürt: Mama liebt mich so wie ich bin, ich reiche ihr aus, sie erwartet jetzt keine Leistung von mir, sondern sie verbringt mit mir einfach gerne ihre Zeit und ist für mich da.

    Du solltest definitv Prioritäten bei der vielen Förderung setzen und mit den Ärzten und Therapeuten Schwerpunkte herausarbeiten, denn Weniger ist nunmal Mehr.

    Zu viel schadet nicht nur deinem Kind, sondern auch eurer Beziehung und somit auch eurer Gesundheit.

    Liebe Grüße Snow,
    die dich zwar versteht, dir aber dennoch sagen möchte, dass ihr euch gerade auf keinen tollen Weg befindet und dir das bewusst machen solltest.

(15) 02.08.18 - 19:31

Hallo,
ich weiß was du durch machst.

Ich stimme meiner Vorrednerin zu:

HÖR AUF! DU MACHST DICH UND DAS KIND VERRÜCKT!

Du merkst es doch selbst. Wann willst du es dir eigentlich auch endlich mal ganz offen eingestehen? Dein Kind ist anders als gesunde Kinder! Dein Kind wird auch lernen zu schwimmen - aber zu seiner Zeit und nicht, wann du es für richtig hältst! Es gibt in Deutschland ein ganz tolles Sprichwort: "Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." - und du reißt es ja schon fast aus!

Meine Söhne sind jetzt 12 und 10 Jahre alt. Sie haben derart viele Diagnosen, dass ich für Jeden einen eigenen dicken DIN A4 Ordner habe. Beide sind seelisch und körperlich behindert - der Kleine auch noch geistig behindert. Ja, Iven sagt mir durchaus etwas - ich wäre gern mit meinen Jungs dorthin gegangen, nur leider sind meine Jungs zu behindert für Iven. Meine Söhne haben beide Frühförderung gehabt, im Kindergarten hatten sie eine I-Kraft. Mein Ältester hat einmal ein Jahr eine Förderschule besucht - war eine Katastrophe. Daher hatten wir uns nach einer anderen Alternative umgesehen - beide Kinder sind dann in der Grundschule inklusiv beschult wurden. Jetzt in der weiterführenden Schule gibt es keine staatlichen Schulen mehr, die das anbieten. Daher besuchen sie jetzt eine Privatschule - natürlich seit der 1. Klasse bis heute mit Teilhabeassistenz und sonderpädagogischen Förderbedarf.

Und wenn du meine Söhne sehen würdest, würdest du denken, sie sind vollkommen gesund. Ich würde schon gefragt, wie ich es angestellt habe für meinen gesunden Sohn einen Schwerbehindertenausweis mit einen GdB von 100 und den Merkzeichen B, G, H zu bekommen. Und für den Pflegegrad 4 habe ich auch nur den Gutachter ausgetrickst...

Lass dein Kind seine eigene Entwicklung bestimmen. Beobachte, was es gerade lernen will und unterstütze das.

Warst du mal in einer KJP zur Diagnostik oder läuft bei euch alles über das SPZ.

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