Leben mit einer Niere

    • (1) 22.12.18 - 21:44

      Liebe Alle! Ich hoffe es kann mir hier jemand weiterhelfen. Mein Freund hat seit seiner Geburt nur eine Niere und seit einiger Zeit täglich einige Stunden Schmerzen. Er beschreibt sie als starken Druck. Antibiotika halfen leider nicht. Zudem lebt er eigentlich sehr gesund und trinkt viel. Wir sind etwas ratlos. Was könnte das bedeuten und welche medizinische Behandlung könnte helfen. Die Ärzte verschreiben immer nur Antibiotika. Ich wäre froh um Ratschläge.Lieben Gruß!

      • Welche Ärzte? Hausarzt, örtlicher Urologe?
        War er schon mal in einer Fachklinik bzw. Fachabteilung einer Uniklinik? Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier einfach nur AB verschrieben werden und sonst nichts untersucht/behandelt wird.
        Wir können hier ganz sicher keine Ferndiagnosen und/oder Behandlungsvorschläge abgeben, das wäre in so einem Fall schlicht unseriös. Er soll sich bitte nach den Feiertagen um einen Termin in einer Fachklinik bemühen.
        LG Moni
        https://www.jameda.de/kliniken/urologie/fachgebiet/

        (3) 23.12.18 - 10:25

        Was wurde seinen Eltern damals geraten? Wann sollen sie zum Facharzt? Was ist zu beachten?

        Auch jetzt: was sagt der Facharzt?

        War er in einer Klinik, die sich auskennt mit Menschen mit einer Niere?

        Meine Erfahrung mit anderen (Fach)Ärzten:
        Jeder Facharzt hat so seine Gebiete. Mit Augenproblemen gehe ich zum Augenarzt. ABER mit meinem Augenproblem kennen sich 80% der Augenärzte nicht aus. Also suche ich weiter, bis ich einen habe/hatte, der sich damit auskennt, der mir was dazu sagen kannn.

        Ärzte, die experimentieren und auf vorhandene Gegebenheiten nicht eingehen, wechsle ich.

        Meine Eltern waren Diabetiker. Bei Fachärzten sagten sie das immer sofort dazu.
        Manche ignorierten es und sagten immer wieder "bei einem GESUNDEN macht das nichts aus".
        Sie haben dann weiter gesucht. Der Neue sagte dann: ja, bei einem GESUNDEN. SIE aber haben diese Grundlage, da MUSS man eben anders behandeln / MUSS man genauer hinsehen. Alles andere bringt Sie u.U. um.


        Mit einer Niere kenne ich mich nicht aus.

        Eine Freundin mit zwei Nieren, geht jedoch bei den leichtesten Anzeichen IMMER sofort zu ihrem Nierenfacharzt.
        Sie hatte Nierensteine, eine Fehlbildung und jede Blasenentzündung kann schneller als bei anderen zu einer Nierenbeckenentzündung führen.

        Div. Breitbandantibiotika bringen nichts, machen ihren Körper resistent und die Niere bekommt trotzdem Probleme.

        deswegen geht sie bei den ersten Anzeichen immer sofort zum Facharzt ihres Vertrauens. Der ist auch froh, wenn sie sofort kommt und er direkt, zügig und effektiv behandeln kann.
        Fehler der anderen ausbügeln dauert länger, kostet ihn Nerven und ist für den Arzt und die Betroffene weitaus anstregender.

        Fehler kann man nur teilweise sagen. Die Ärzte handeln nach ihrem Wissen.
        Bei Gesunden würden sie auch richtig handeln.
        Bei ihr ist es eben von vornherein anders.

        Bisher hat sie nur EIN Hausarzt SOFORT weiterüberwiesen und das war ihr Glück. SO kam sie zu diesem Nierenfacharzt.
        Alle anderen vorher haben immer erst experimentiert. Dieser eine Hausarzt sagte:
        bei einem GESUNDEN würde ich .... das und das versuchen. Bei ihrer Vorgeschichte mache ich da GAR NICHTS SELBST. Sie gehen direkt zu Kollege xy, der soll sich das mal ansehen. Weiterbehandeln kann ich gerne machen oder mein Kollege, was er sinnvoller hält. Aber so lange sich der das nicht angesehen hat, ist mir das Risiko zu hoch. Nicht, dass es Ihnen nachher schlechter geht.

        Andere Ärzte hatten sie nach mehreren Fehlversuchen dann auch überwiesen (oder auch nicht). Es ging dann zwar für eine Weile gut, aber so richtig eben auch nicht. Und auch die anderen Fachärzte nahmen sie nur teilweise ernst. Sie behoben zwar die Symptome, aber so richtig klappt es erst bei diesem einen Facharzt, der ihre Vorgeschichte mitbeachtet (und auch erkennt, wenn es mal eine ganz andere Ursache hat) und dem Hausarzt, der nicht erst experimentiert, sondern sagt, wann seine Grenze erreicht ist.

        Bei neuen Medikamenten möchte der Hausarzt auch immer die Zweitmeinung des Kollegens, um sicher zu gehen, dass es die vorgeschädigte Niere nicht schädigt. Das nervt sie zwar manchmal. Aber im Grunde ist sie richtig froh darüber, weil so kann sie sicher sein, dass es dann auch wirklich passt.

      (5) 23.12.18 - 18:12

      Vielen Danke für die Antwort!

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