Fehldiagnose, Autismus Spektrum Störung, Asperger Syndrom, Hochsensibel

    • (1) 08.02.19 - 12:43

      Hallo an Alle,

      unser Sohn 10, unser Jüngster von 4 Kindern, hat leider arge Probleme in der Schule seit der 1. Klasse.

      Ich selbst habe schon früh selbst gemerkt, dass mein Kind etwas anders ist, als seine Geschwister oder Kinder aus der Umgebung.
      Die KÄ meine aber dass richtet sich wieder.
      So bekam er dann bis zur Einschulung Heilpädagogik und Ergotherapien, aufgrund einer Wahrnehmungsstörung und einer verzögerten kindlichen Entwicklung.
      Er ist sehr eigen, hat einen starken Gerechtigkeitssinn, konnte soziale Kontakte nicht so leicht knüpfen und hat aber ansonsten ebensolche Unarten, wie manch andere Kinder auch.

      Auf andere Kinder konnte er damals nicht so gut zu gehen.
      Spielte auch mal gerne für sich und wurde aufgrund dessen in der KIGA oft von den anderen Kindern ausgegrenzt.
      Die KÄ sowie die Schulärztin gaben ihm trotzdem das Go für die Schule.

      Befunde von der Ergo, u.a. haben wir der Schule gleich am Anfang mitgeteilt ,damit auch sie etwas besser damit umgehen konnten.

      Dann ging es los.
      Er bekam eine Förderung, weil man befürchtete dass er sonst nicht mitkommen würde. Alles gut, machten wir mit. Kann ja dem Kind nicht schaden.
      Man nahm ihn die ersten 2 Jahre dann in Deutsch und Mathe jeweils für drei Stunden in der Woche aus der Klasse mit in eine kleinere Gruppe zum lernen.

      Was für die Klassengemeinschaft echt Gift war, denn wie Kinder so sind...
      Kinder die Förderung brauchen, werden von anderen Kindern und deren Eltern als dumm abgestempelt. Das haben sie ihn auch oft spüren lassen.
      Schlimm genug, aber das Spiel ging ja weiter...

      Die Schule wollte ihn in der 1. Klasse erst eine mangelnde Intelligenz unterstellen, obwohl er das Klassenziel erreichte und lesen konnte wie eine eins, dann in der 2. Klasse aggressives Verhalten, weil er sich anfing zu wehren, wenn er geärgert wurde.
      Passte aber nicht zu dem Bild was er im Förderunterricht abgab.
      Dort soll er sich sozial gegenüber den anderen Kindern gezeigt haben und auch gut gelernt haben. Wollten ihn dann jeweils zurückstufen lassen.

      Habe als Mutter dagegen gehalten.
      Solange er das Klassenziel erreicht, wo ist das Problem ?
      Nur weil er etwas anders ist, nicht in die gängige Schublade passt !?
      Mein Kind hätte mir das nie verziehen, wenn er nochmal die erste oder zweite Klasse wiederholt hätte. So gut kenne ich ihn.

      Dagegen konnte die Schule nichts machen. Wir waren im Recht.

      Seit der 3. Klasse soll er das Asberger Syndrom haben.

      Die Aussagen widersprechen sich auch oftmals.
      Im vorherigen Halbjahr war er gut, arbeitete sogar alleine und gut mit.
      Was nicht immer selbstverständlich gewesen ist.
      Selbst die Klassenreise verlief sehr gut.
      In der Klasse herrschte mehr Ruhe und auch die Mobbereien ließen extrem nach.

      Nun kam es plötzlich zu 2 heftigeren Vorfällen in der Schule, wo unser Sohn von 6 Klassenkameraden körperlich angegangen worden ist. Wurde festgehalten, geschüttelt, u.a.
      Da ist uns der Kragen endgültig geplatzt ist und wir haben uns nach dem Gespräch mit der Lehrerin, Gehör beim Rektor verschafft. Gewalt an der Schule ist nicht zu dulden.
      Aber raus kam bisher nix, nur heisse Luft und die Weisheit, wenn er einer anfängt oder anders ist, dann ist es doch klar, dass er auf die 12 bekommt. :-[

      Gestern gab es ein Einzelgespräch mit der Lehrerin, aber eigentlich aufgrund des Zeugnisses, dachte ich zumindest.
      Sie hatte aber spontan einer weiteren Lehrkraft mit eingeladen, die mein Sohn wohl öfter in der letzten Zeit beobachtet haben soll.

      Seit gestern ist unser Kind, laut der Kollegin die angeblich auch die autistischen Beauftragte Aufsicht unseres Landkreises sein soll und ihrer Ansicht nach, ein waschechter Autist wie er im Buche steht.

      Sie wollte ihn hinterrücks auch an einer Förderschule anmelden, weil das seelische Wohl gefährdet sei.
      Papierkram zeigte sie mir dann sogar noch. Ich fiel fast aus allen Wolken.
      Es war eine Mischung aus Drohung und Verkaufsgespräch.
      Es hat ja soviel Vorteile ein Autist in der zu sein. Privatschulen wäre auch sogar drin, Schulbegleitung,Fahrservice, späterer Unterrichtsbeginn, etc :-(
      Das könnte sie alles regeln...

      Ich fühlte mich bedrängt, bot an eine erneute Diagnostik erstellen zu lassen, aber zu meinen Bedingungen. Ich traue da keinem mehr.

      Habe heute versucht einen Termin für eine Therapie ran zu bekommen,
      um ihn da aus der Schusslinie zu kriegen.
      Da bekommt man ja wirklich Angst...

      Ich muss dazu sagen, es wurde bereits vor 1,5 Jahren eine Autismus Spektrum Störung, Asperger Syndrom Diagnostik in einer Uni Klinik für unser Kind erstellt.

      Hauptsächlich aber auf anraten der Schule hin, da sich die Lehrerin überfordert fühlte, sein Arbeits und Sozialverhalten bemängelte und einige Auffälligkeiten sah.

      Die Schule, Lehrerin wollten gerne eine spezielle Schulbegleitung für ihn.
      Dafür bräuchte man aber eine Diagnostik.
      Bei 24 Kindern kann sie sich nicht um eins dauerhaft kümmern.
      Dinge oder Verhaltensweisen deuteten deren Ansicht auf Asberger hin.
      Wir wollten dem nicht im Wege stehen, im Bezug auf die Diagnostik und machten dann alles soweit klar, eben auch dem Wohl des Kindes.

      Damals kam er knapp über die Grenze,
      weil die damals neue Klassenlehrerin, die unser Kind erst 2 Wochen kannte,
      den Bogen für die Diagnostik absichtlich verkehrt ausgefüllt hatte.
      Ihre Begründung uns gegenüber, damit die Klinik die Angelegenheit die Angelegenheit auch ernst nimmt.
      Hat Sie uns selbst so ins Gesicht gesagt, bevor wir den Bogen abgeben mussten.
      Unser Einspruch, dass sie dann doch lieber die Felder frei gelassen hätte, galt für sie nicht.

      Der Bogen sei ausschlaggebend gewesen dass er einige Punkte über die Grenze kam. So hat uns dass die Uni Klinik, uns als Eltern auch direkt gesagt.
      Auch dass wir wegen des geringen Wertes wohl eher nicht mit viel Hilfe vom JA rechnen können, da Begleitungen rar gesät seien. Eher eine Therapie könnte unserem Kind helfen.

      Wir fühlen uns seit dem, von der Schule veräppelt und verraten.

      Die Diagnostik liegt bei uns, wird die Schule nicht erhalten.
      Selbst die KÄ sagt dass es Humbug sei, dem Jungen mehr angedichtet werden soll.

      Man bekam die ganze Zeit vermittelt, dass es nur um diese spezielle Begleitperson geht, damit Abhilfe für die schulische Überforderung geschaffen wird.
      Sie haben zwar schon Unterstützung Form von 2 Schulbegleitern des Schulamtes, aber die sind auch ohne Ende eingespannt, haben nie Zeit.

      Entschuldigt dass es soviel ist, es ist ein langer Weg bisher gewesen.
      Leider mit viel Tränen, wenig Rückhalt und zwischenzeitliche Verzweiflung verbunden.

      Eine andere Schule wurde schon öfter in Betracht bezogen,
      aber da wir auf dem Land wohnen,
      ist es nicht ganz so einfach und muss gut überlegt sein.

      Haben versucht unseren Jungen stark zu machen und ihn vermittelt, dass es ok ist, wenn er sich wehrt, gerade wenn wieder keine Lehrkraft in solchen Momenten zu finden ist. Aber gegen 6 Schüler kommt auch er nicht an.
      Nach den Sommerferien wechselt unser Sohn definitiv in eine andere weiterführende Schule. Er will auch nicht mehr dahin gehen, was verständlich ist.

      Unser Sohnemann hat im letzten Jahr ordentliche Schübe gemacht.
      Hat einige Freunde und sich eigentlich gut weiter entwickelt.
      Geht allein zur Schule und kommt allein wieder, etc.
      Er brauchte einfach nur etwas länger als andere Kinder.
      Er fühlt sich ungerecht behandelt, was verständlich ist, wenn man als Opfer auch noch bestraft wird, kaum Gehör in der Schule bekommt.

      Wenn ich sehen würde, dass er spezielle Hilfen bräuchte,
      dann würde ich sie auch einfordern.
      Dafür schämen wir uns nicht.
      Wir haben versucht mit Lehrern und der Schule gemeinsam zu arbeiten, aber wir lassen uns nichts aufzwingen, wenn es nicht von Nöten ist.
      Da sind Kinder die diese Hilfen dringender benötigen und ewig Hilfe warten müssen.


      Danke fürs lesen und vielleicht gibt es hier ja noch andere Muttis, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben... wäre schön wenn man sich mal austauschen könnte.

      • Mir scheint es bei deinem Bericht völlig irrelevant, ob und was dein Kind "hat", oder eben nicht hat. Die Schule hat sich auf ihn/auf euch eingeschossen, hat sich ihr Bild gemacht. Mir scheint auch, die Schule überschreitet Grenzen. Natürlich kann es sein, dass ein Kind in der Schule völlig andere Verhaltensweisen zeigt als zuhause.
        In meinen Augen ist die Frage müssig, ob dein Sohn Autist ist oder nicht, es ist im jetzien Kontext gar nicht relevant.
        Ob sich da noch einmal Wege an der jetzigen Schule finden lassen, die für deinen Sohn gut sind, ich weiss es nicht. Das ist leider eine oft erlebte Machtlosigkeit.

        • Genau so sehe ich das auch schon.

          Ich glaube, dass ich einen Weg finden muss die letzten Monate für meinen Jungen irgendwie leichter werden zu lassen.
          Deshalb möchte ich versuchen eine Therapie für ihn zu bekommen, sei es um ihm das jetzige Unwohlsein zu nehmen, ihn noch stärker zu machen...
          Mal sehen ob die Tagesklinik uns helfen kann.

          Hab auch die leise Hoffnung dass es an einer neuen Schule etwas leichter werden wird. Ist ja schon wie ein Neubeginn für ihn.
          Darauf freut er sich auch schon.

          Du hast mit deinem letzten Satz so recht. Diese Machtlosigkeit, bis hin zur Verzweiflung macht einem auf Dauer schon fast krank und vielleicht auch etwas paranoid.

          Lässt man die Schule machen, weiß ich jetzt schon wie hier oben seine Zukunft aussieht und dass ihm das Leben in vielen Bereichen des Lebens schwerer gemacht wird. Das zieht sich dann wie ein roter Faden das ganze Leben lang so durch.
          Die Schule ist das eine, aber es gibt ja auch noch ein Leben danach.

          Denn auch wenn die Gesellschaft in der Regel schon relativ weit im Umgang mit Behinderungen jeglicher Art umgehen kann, auf dem Land schaut das noch etwas anders aus.
          Wehren wir uns, kann es sein dass sie uns im allerschlimmsten Fall das Jugendamt auf den Hals hetzen, weil wie nicht so agieren, wie sie es gerne hätten.
          Wir haben zwar nichts zu verbergen, aber haben müssen wir das auch nicht.
          Alles unnützer Stress, als ob man im Leben noch nicht genug zu tun hat.

          Danke Dir

          • Sei bitte einfach vorsichtig mit Tagesklinik, da habe ich momentan so viele Negativbeispiele, da wird mir Angst und Bange.
            Tut mir leid, dass ihr diese Machtlosigkeit, dieses Ausgeliefertsein miterleben müsst. Gibt es bei euch regionale Elternforen? Um herauszufinden, wo man sich hinwenden kann? Eventuell über Reha-Kids, ist ja egal ob es nun unter Hochsensibel oder Autismus gehandelt wird.

            • Oh ok, gut zu wissen.
              Dankeschön für die Info und auch für Dein Verständnis.
              Das tut der Seele gut. :-)

              Es gibt für Autismus einige Gruppen, aber z.B. Hochsensibel, was ich mittlerweile auch vermute, weil es einfach besser zu dem ganzen Bild passt, gibt es hier leider keine Anlaufstellen.

              Die Schule kam auch damit meinen Sohn stationär für 2 Wochen einweisen und testen zu lassen, aber da bekomme ich es mit der Angst zu tun.
              Da würde ich ihn auf keinen Fall alleine lassen.

              • Autismus testet man ambulant - eine Tagesklinik für 2 Wochen...warum? Was soll da getestet werden? Das ADOS dauert eine reichliche Stunde, der IQ-Test dauert normalerweise auch eine reichliche Stunde. Bei frühkindlichen Autismus gehört noch ein Sprachtest dazu, der ebenfalls nochmal eine Stunde dauert.
                In eine Tagesklinik geht man aus anderem Grund. Mein Kind. Würde ich nur dorthin schicken, wenn es so extrem verhaltensauffällig ist, dass gar niemand mit ihm mehr klarkommt. Dazu gehört auch Aggressivität. Meine Kinder haben eine enge Bindung an ihre Eltern - jede Trennung verursacht eher eine Verschlimmerung der Situation, als eine Verbesserung.
                Ich stimme meiner Vorschreiberin zu. Eine Tagesklinik würde ich mir gut überlegen.

                • Hallo und Danke für Deine Antwort :-)

                  ADOS,u.a. wurde gemacht. Cut off 7 von 4, in der Altersgruppe 6-9.

                  Vielleicht ist eine ambulante Therapie aufgrund der Problematik und wegen dem Mobbing über die Tagesklinik möglich.
                  Damit wäre er auch aus der Schusslinie bis zum Schulwechsel ist.
                  Er würde dort auch unterrichtet, wie mir von meiner Freundin berichtet wurde.
                  Deshalb die Tagesklinik. Ich will nicht dass er noch länger auf der Schussliste dort steht.

                  Es gibt Einrichtungen wo man 2 Wochen überwacht beurteilt wird und anschließend eine Diagnostik ausgestellt wird.
                  Da dürften auch Eltern mit vor Ort bleiben. Das hat damals vor etlichen Jahren meine Freundin mit ihrer Tochter so gemacht, als die Kleine den Verdacht auf ADS und ADHS hatte.

                  Das möchte ich auf keinen Fall und allein würde ich mein Kind nirgends lassen.
                  Kann ich auch nicht, habe ja auch noch mehr Kinder die mich brauchen.
                  Das kommt uns nicht in die Tüte.

                  Weiß nicht wie die darauf gekommen sind.#augen

                  • Das Problem bei der Tagesklinik ist das Alter deines Kindes. Die Krankenkasse zahlt das nicht. Mein Sohn ist damals im Januar 10 geworden und hatte im Februar einen epileptischen Anfall. Er kam per RTW ins KH. Ich musste bis aufs Blut diskutieren, dass ich mit aufgenommen wurde. Mein Sohn ist aber wirklich schwer mehrfachbehindert und hat einen Pflegegrad 4. Damit ist es tatsächlich erlaubt eine Begleitperson mitaufzunehmen ... unabhängig vom Alter.

                    Mit der Tagesklinik...naja, du musst es wissen. Meine Erfahrungen damit sind eher miserabel. Den Unterricht kannst du dort vergessen. Das ist die Schule für Kranke. Das ist 1-2 Stunden Unterricht am Tag, mehr machen die nicht. Was glaubst du, was man da verpasst.

                    Nur er hat schon ein positives ADOS - was machst du, wenn der Bericht der Tagesklinik nicht so ausfällt, wie erhofft?

                    • Ja, guter Rat ist echt teuer.
                      Ich danke Dir für Deine Ehrlichkeit und Deine Hilfestellung. #blume

                      So recht, weiß ich ja auch nicht wie wir dem Ganzen entgegen treten sollen.
                      Ich oder besser wir wissen nur dass unser Kind von der Schule schlimmer gemacht wird, als er ist und dass es da in vielerlei Hinsicht nicht rund läuft.

                      Es lief im letzten halben Jahr wunderbar, nach der Klassenfahrt.
                      Haben sogar Lob bekommen, weil er so gut mitgemacht hat.
                      Keine Einträge mehr im Heft, keine Anrufe oder Sonstiges.
                      Das war schon fast zu schön.
                      Er hat gut mitgearbeitet, möchte schon fast sagen, dass er sogar gerne zur Schule gegangen ist. Hat freiwillig Hausaufgaben gemacht.

                      Seit Schulbeginn und den erneuten Mobbereien geht das wieder so rund.:-(

                      Als ich das mit der Hochsensibilität las, dachte ich,
                      das passt wie die Faust aufs Auge.
                      Eine neue Diagnostik muss auf jeden Fall gemacht werden.

                      Was den Unterricht an der Tagesklinik angeht.
                      Es wird das Unterrichtsmaterial, der Lehrstoff von der Schule geordert, damit er auf dem Laufenden bleibt. Also ganz so schlimm ist es dann nicht.

                      Uns ist bisher nichts besseres eingefallen um ihn vor weiteren Übergriffen der Mitschüler zu schützen.
                      Die Schule hofft nur auf einen Schulbegleiter, sofern unser Junge einen bekommt.
                      Das wären ja dann 2 Fliegen mit einer Klappe.

                      Sorry, wenn ich mich so oft wiederhole...
                      Habe die halbe Nacht wieder nicht schlafen können.

                      • (10) 13.02.19 - 14:23

                        Mit der Schule für Kranke...es ist so schlimm. Ich habe es selbst durch in meiner Kindheit. Da unterrichtet EIN Lehrer ALLE Kinder in allen Fächern in jeder Klassenstufe - was soll das deiner Meinung nach werden? Mein Ältester war aber auch schon 4 Wochen in der Schule für Kranke. Kann man voll vergessen. Zum Glück war er damals noch Grundschule und ich wurde mit aufgenommen. Mein Mann hat täglich von einem Schulfreund die Aufgaben kopiert und dann vorbeigebracht. Jeden Abend nach den Therapien habe ich die dann mit ihm gemacht. Der Unterricht von der Stammschule wird von der Schule für Kranke tatsächlich geordert...wie lange das dauert, dass sie den bekommen und OB sie den überhaupt bekommen, ist die andere Frage. Nicht jede Schule arbeitet da mit. Eigentlich läuft es eher so, dass du es im Voraus besorgst und mitnimmst. Dann bist du auf der sicheren Seite.
                        Ihr braucht einfache einen fähigen Psychiater, der euch nochmal eine komplette Diagnostik macht. Viele Behinderungen ähneln sich auch unglaublich in den Symptomen und haben doch gar nichts gemein.

                        • Danke Dir nochmal.

                          Ich weiß worauf Du hinaus willst und wenn ich einen anderen Weg sehen würde,
                          um Ruhe da rein zu bekommen, glaub mir, dann würde ich den eher wählen.

                          Er ist schulpflichtig, nicht so krank dass er bis zum Sommer zu Hause bleiben könnte und ein vorzeitiger Schulwechsel ist auch nicht mal eben so drin.

                          Solange mein Sohn da zu Schule geht, steht er bei Denen auf der Liste der unliebsamen Kindern von störenden Eltern, die sich einmischen oder gar bei der Schulaufsicht/Schulamt übel mitspielen könnten.
                          Wir sind ein Störfaktor, den die Schule vorerst nur toleriert.
                          Sofern wir nicht mitspielen, können noch ganz andere Ding passieren.
                          Das Jugendamt kann eingeschaltet werden, etc.

                          Meine Erfahrungen mit dem Jugendamt ist hier oben, sind schon mal in die Binsen gegangen als meine große Tochter und ich Hilfe gesucht haben, sonst hätte ich mich auch schon an Jene gewendet.
                          Die arbeiten Hand in Hand mit der Schule.
                          Hier oben kennen sich alle und wenn auch nur um 2 Ecken.
                          Da hakt eine Krähe, der anderen kein Auge aus.

                          Zwischendurch war ich schon soweit zu sagen,
                          ich nehme mir mein Kind, unsere Sachen, ziehe eben zum Kindeswohl hier weg.
                          Weglaufen ist auch keine Lösung.

                          Erstmal haben wir ja nur den Termin.
                          Dort wird ja auch erstmal besprochen was das Beste für unseren Sohnemann ist,
                          welche Hilfen wir überhaupt angeboten bekommen.
                          Zu irgendwas überreden lassen wir uns eh nicht ohne Bedenkzeit.

                          Die Tips mit den Hausaufgaben sind gut.
                          Hatte ich mir auch schon fast gedacht.
                          Das wäre nicht das Problem, die könnte man immer von Klassenkameraden oder deren Eltern erfragen und dann auch zu Hause noch mal durch gehen.

                          Mal schauen was das alles noch wird.

                          LG #blume

      (12) 08.02.19 - 13:17

      Hallo,
      arg...das war ziemlich lang. Ich hoffe, ich habe es richtig verstanden.
      Ihr habt also vor 1,5 Jahren eine Diagnostik machen lassen und da lag dein Kind über dem Cut Off, richtig?
      Ich sage es nur ungern, aber die Bögen, die Eltern und Lehrer ausfüllen sind sozusagen nur „schmückendes Beiwerk“. Die Diagnose selbst darf nur aufgrund des ADOS des Kindes, also des Tests vom Kind selbst gestellt werden. Etwas anderes ist gesetzlich nicht zulässig. Die Tests, die vorab von den Lehrern und den Eltern ausgefüllt werden müssen dienen einzig und allein zum filtern. Wäre das Testergebnis der Vortests von euch und den Lehrern GEMEINSAM nicht auffällig gewesen, wäre dein Sohn gar nicht getestet wurden. Es kann gut sein, dass die Lehrer das deutlich auffälliger gesehen haben, als ihr Eltern, aber trotzdem muss auch euer Test Auffälligkeiten gezeigt haben. Die KJPs sind derart überlastet, dass sie zu solchen Mitteln greifen müssen. Die Auswertung des Fragebogens der Lehrer fließt nicht mit in das Endergebnis des ADOS ein. Das bedeutet, nur weil der Lehrer den Fragebogen auffällig ausgefüllt hat, hat euer Kind damals nicht die Diagnose bekommen.

      Lass dein Kind nochmal testen - vielleicht von einer anderen KJP. Du musst ja niemanden von dem Test berichten.

      • Ach ja, falls du dich nochmal ungeplant einer solchen Übermacht gegenübersiehst, lass umgehend ein Protokoll erstellen. Schreib rein, dass du für ein Gespräch mit der Klassenlehrerin zum Thema X eingeladen wurdest, offenbar soll aber nun ein Gespräch mit Person X, Person Y, Person Z zum Thema A geführt werden. Da du weder über dieses Thema im vorab informiert wurdest und dich ebenfalls auch nicht vorbereiten konntest, brichst du an dieser Stelle das Gespräch ab.
        Im gleichen Zug informierst du nochmals vorsorglich die anwesenden Personen, dass du (Name) und Vater des Kindes die einzigen Sorgeberechtigten sind. Eine Schweigepflichtsentbindung wurde nicht unterschrieben und du stimmst ausdrücklich einer Datenweitergabe nicht zu.
        Du erwartest einen neuen Gesprächsterminvorschlag mit dem korrekten Thema UND allen beteiligten Personen, damit auch der 2. Sorgeberechtigte daran teilnehmen kann.

        Das Ganze soll von ALLEN unterschrieben werden und davon eine Kopie in die Schulakte und zu dir.

        • Ich hatte gottlob meine Tochter 13 mit.
          Sie durfte erst nicht mit rein, bis ich klar gemacht habe,
          dass es mein Recht ist, eine Bezugsperson, Begleitung mitnehmen zu dürfen, andernfalls findet gar kein Gespräch statt.

          Ein Protokoll bekomme ich erst Montag.

          Aber das was Du schreibst, klingt sehr gut und überlegt.
          Das werde ich auf jeden Fall machen. Danke :-D
          Und stimmt auch, dass selbst nu beide Eltern Zustimmung erteilen müssen, da ja beide Sorgeberechtigt. Dass Denen das nicht aufgefallen ist, wundert mich ja schon.
          Aber vielleicht wollten sie mich ja nur vorbereitend bearbeiten, so nach dem Motto,
          wenn die Mutter nach gibt, dann folgt der Vater schon von alleine...
          Traurig, dass man schon so denken muss... :-(

          Vielen lieben Dank #blume

      Danke Dir.

      Also, zu dem Cut Off...
      Ich füllte die ersten Bögen aus.
      FSK Lebenszeit Version war Cut Off 14 von 15

      FSK Aktuell
      Beim Bogen der Lehrerin kam der Cut Off Wert von 23 von 15 auf.

      Ja, das habe ich auch vor.
      Zwischendurch gab noch berufliche Veränderungen, eine große OP meinerseits, deshalb kamen wir einfach noch nicht wieder dazu.
      Da es ja zwischendurch besser wurde, es ruhiger wurde,
      hat man das natürlich auch etwas aufgeschoben.

      Nur möchte ich auf die Unterstützung der Schule verzichten, da ich das Gefühl habe dass sie uns eher schaden, als helfen.

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