Behindertenpauschbetrag

    • (1) 09.03.19 - 10:38

      Hallo 🙂
      Kennt sich hier jemand damit aus?

      LG Heaven

      • https://www.steuertipps.de/lexikon/b/behinderte-pauschbetrag

        Onkel Google weiß alles......
        Wenn Du was anderes wissen willst, müsstest Du vielleicht etwas genauer fragen
        LG Moni

        Hallo,

        ich denke mal du meinst, die Steuerliche Absetztbarkeit.
        Die Höhe des Behinderten-Pauschbetrages richtet sich nach dem Grad der Behinderung.
        Der Grad der Behinderung wir normal vom Versorgungsamt festgelegt.
        Durch Ärztliche Ateste usw.
        Siehe Foto.
        #LG Frank

        • Meine Frage ist etwas kniffliger 😊
          Mein Sohn hat 100% mit allen Merkzeichen, also den höchsten Freibetrag.
          Der KV hat diesen seit unserer Trennung zu 100% übertragen bekommen mit meinem Einverständnis.
          Ich konnte den Freibetrag lange nicht nutzen, da ich nicht arbeiten war. Deshalb sollte er ihn haben.
          Jetzt bin ich seit August letzten Jahres verheiratet. Soweit ich weiß kann ich die Hälfte auf meinen Mann übertragen, den er dann beim Lohnsteuerjahresausgleich verwenden kann.
          Der KV meinte nun, das er ab diesem Jahr weniger Unterhalt zahlen muss, weil er ja nur noch den halben Freibetrag bekommt, und somit weniger nettolohn bekommt bzw.mehr Lohnsteuer zahlen muss.

          Stimmt das?

          • Hallo,
            das ist relativ einfach.

            Normalerweise musst du eigentlich den Behindertenpauschbetrag jedes Jahr erneut übertragen. Zumindest habe ich das damals so gemacht. Wenn du ein Schreiben aufgesetzt hast, welches die zukünftigen Jahre mit abdeckt, dann setzt du eben jetzt ein Schreiben auf, welches das zurückzieht. Gleichzeitig teilst du das natürlich dem Papa mit. Ist doof, wenn er 100% ansetzt und das Finanzamt fordert dann Geld zurück.

            Dein Ehemann kann diesen Behindertenpauschbetrag nie verwenden. Er ist nicht unterhaltszahlender, kindergeldberechtigter Elternteil des Kindes...ABER du bist es. Als Ehepaar macht ihr eine gemeinsame Steuererklärung - dein Kind überträgt SEINEN Behindertenpauschbetrag auf DICH.

            Die Aussage des Vaters kann durchaus richtig sein. Richtig ist definitiv, dass Steuerrückerstattung die Unterhaltszahlungen erhöhen. Gerade den Behindertenpauschbetrag kann man sich ja als Freibetrag eintragen lassen - somit wird sogar noch deutlicher, dass der Vater durch den Behindertenpauschbetrag monatlich ein höheres Netto hat. Du wirst es wohl berechnen lassen müssen. Jedoch bezweifle ich ganz ehrlich, dass es soviel ausmacht. Es geht konkret um 64,75€/Monat, die er zusätzlich zahlen müsste beim derzeitigen Spitzensteuersatz von 42%...kann also eigentlich nur deutlich weniger sein, denn wenn er den Spitzensteuersatz zahlen würde, würde er nicht mit diesem Argument kommen. Er wüsste dann, dass er auf ewig den höchsten Satz zahlen müsste. Er wird also deutlich darunter liegen und damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendeinen Effekt hat, ungemein.
            Weißt du noch wie knapp er damals die aktuelle Stufe erreicht hat?

            • (8) 10.03.19 - 15:02

              Die 64,75€ sind natürlich mehr Steuern, die er zahlen muss. Nicht das das falsch verstanden wird.

              Hallo Kati 🙂
              Vielen lieben Dank für deine ausführliche Erklärung, von der ich nichts verstanden habe 😁 aber das liegt nicht an dir 😊

              Den pauschbetrag habe ich ihm jedes Jahr schriftlich übertragen. Er hat Anfang des Jahres diesen für 2018 bekommen. Nächstes Jahr dann nur die 50%.

              Natürlich will ich nicht, das er Geld zurück zahlen muss. Geld ist bei ihm sowieso ein Thema wie ein schwarzes Loch. 🙄

              Wenn ich dich richtig verstanden habe, kann mein Mann den nicht nutzen, aber wir gemeinsam. Ich gehe aber nur auf 450 Basis arbeiten und zahle keine Steuern. Trifft das dann trotzdem zu?

              Welche aktuelle Stufe meinst du? 🙈

              Mein ex hätte eigentlich Anfang des Jahres 9 Euro pro Kind mehr Unterhalt zahlen müssen. Er meinte aber das er neu berechnen lässt wegen dem halben Freibetrag. Jetzt habe ich am Freitag 260 Euro weniger Unterhalt für meinen behinderten Sohn bekommen. Wenn ich rechne, könnten das ab Januar ca.86 Euro weniger pro Monat sein. Aber ich habe kein schreiben erhalten das der Unterhalt weniger wird.
              Ich kann morgen erst die von der beistandschaft anrufen. Einen Termin beim Steuerberater haben wir auch in 2 Wochen.

              LG Heaven

              • Hallo,
                ok...
                du hattest glaube ich geschrieben, ihr habt die Merkzeichen. Wenn ihr H habt, dann bedeutet das einen Behindertenpauschbetrag von 3700€. Das ist aber nur der Betrag im Jahr, auf den man keine Steuern zahlen muss. Das ist nicht ein Betrag, den man zusätzlich bekommt. Die 3700€ Behindertenpauschbetrag stehen dem Behinderten zu - also deinem Kind. Da dein Kind unterhaltsberechtigt ist (dir und seinem leiblichen Vater gegenüber) und ihr Beide die Ansprüche eures Kindes erfüllt, dürft ihr den Behindertenpauschbetrag auf euch jeweils zu 50% übertragen.

                Dein Ehemann und du machen eine gemeinsame Steuererklärung. Du gibst 1850€ an und alles ist ok (in der Anlage Kind schreibst du doch, dass DU die leibliche Mutter bist). So könnt ihr das bei der „Familien“-Einkommenssteuererklärung am Ende nutzen.

                Dein Ex hat ebenfalls einen eigenen Anspruch von 1850€. Den hatte er schon immer. Wir reden nicht um einen Behindertenpauschbetrag von 3700€, sondern nur um den Anteil, den du ihm bisher netterweise übertragen hast. Das sind (da das Finanzamt natürlich üblicherweise 50/50 teilt) ebenfalls 1850€ im Jahr. Da Unterhalt aber monatlich gezahlt wird - das Ganze durch 12 - also 154,17€ - nicht vergessen, wir reden nur von Geld, was jetzt zusätzlich besteuert werden muss. Bisher hatte er also (theoretisch) einen monatlichen Freibetrag von 154,17€ und das fällt jetzt weg.
                Selbst bei einem Spitzensteuersatz verliert er nur knapp 65€ im Monat. Er müsste also sehr knapp in eine nächsthöhere Stufe bei dem Titel damals gerutscht sein.

                In welcher Stufe ist er denn jetzt? Dass er 260€ weniger pro Monat zahlt ist arg nachteilig für dich. Rückwirkend kürzen darf er nicht. Also bestehe auf der Berechnung (das sie dir zukommt, sonst erkennst du sie nicht an) und auf der korrekten Zahlung. Nur wenn er jetzt monatlich 260€ weniger zahlt....das macht ja nur Sinn, wenn er einen deutlich höheren Satz zahlt als die DDT.
                Mein Ex hatte damals den Höchstsatz der DDT gezahlt. Das waren irgendwie zwischen 500 und 600€ - ich hatte mich echt informiert, die Freibeträge monatlich eintragen zu lassen für ein höheres Netto - das macht kaum etwas aus. Und wir haben 3 SBA in der Familie.

                • Lieben Dank kati für die Erklärung 🙂
                  Jetzt hab ich es verstanden. 😁

                  Das er diesen Monat 260 € weniger gezahlt hat, hat er einfach mal so selbst entschieden 🙄 gestern konnte ich mit der Sachbearbeiterin sprechen, und sie sagte mir, das er zwar um Neuberechnung gebeten hat, aber dabei nichts rausgekommen ist. Der Unterhalt bleibt wie er ist. Sie prüft jetzt alles noch mal und schreibt ihn dann an.

                  Er hat die ersten beiden April Wochen Urlaub gebucht, vielleicht fehlte ihm da etwas Geld 🤔😁

                  LG Heaven

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