Hörtest auffällig - wie geht es weiter

    • (1) 07.08.06 - 17:24

      Hallo,
      heute war ich mit meinem Sohn im Krankenhaus. Es wurde ein Schnitt im Trommelfell gemacht, damit das Wasser ablaufen kann, die Polypen wurden entfernt und es wurde ein Hörtest in Narkose gemacht.

      Dieser Test war auffällig!!

      Der Arzt sagte mir, mein Sohn könne wohl nicht hören was wir verstehen, erst wenn man lauter sprechen/schreien würde. #heul Die Auswertung des Tests wird an den KiA geschickt und dort wird mir wohl alles erklärt.
      Natürlich erklärt das auch seine Sprachverzögerung. Und Logopäde und Frühförderung hilft natürlich alles nix, wenn er nicht versteht was man sagt.

      Eigentlich hatte ich gehofft das ausschließen zu können, da wir vermuten, dass die Schwerhörigkeit (Groß-)Väterlicherseits vererbt ist. Mein Vater, Onkel, meine Oma und meine Urgroßeltern (soweit können wir das verfolgen) waren/sind alle Schwerhörig. Ich bin bisher noch verschont geblieben *toitoitoi*klopfaufholz*
      Interessant wäre es natürlich mal zu testen, ob vielleicht ein Gendefekt in unserer Familie vorliegt.

      Nach dem ersten Schock freue ich mich eigentlich. Denn so ist es "nur" eine Hörbehinderung, die man evtl. operativ behandeln kann, oder es können Hörgeräte angepasst werden. Es gibt ja mitlerweile kaum sichbare oder sogar implantate.? Natürlich freue ich mich auch, dass mein Sohn dann bald sprechen lernen wird und es doch wahrscheinlich keine anderen Ursachen haben wird (Schäden im Gehirn oder was es da nicht alles gibt).

      Nun möchte ich meinen Sohn schnellstmöglich in einem Hörinstitut anmelden. Wer hat bisher damit erfahrungen machen können? Wo finde ich eine Seite mit Hörinstituten im WWW? Wir wohnen in der Nähe von Hamburg! Gibt es (online) Selbsthilfegruppen?

      Ich bin euch für jede Antwort dankbar.#danke

      #herzlich Nika

      PS: Vielleicht "ergibt" sich so auch die Sprach- (und Entwicklungs-) Verzögerung, oder es kann nur besser werden....

      • Hallo Nika,
        überstürze nichts von wegen Hörinstiut,lass noch ein Hörtest machen.
        Wie alt ist dein Sohn?
        Ich selbst bin auch schwerhörig und spreche einwandfrei,trage beidseitig Hörgeräte und kann nur sagen das es nichts besseres gibt:-)
        Vielleicht helfen bei deinem Sohn ja auch welche,deshalb würde ich auch noch ein zweiten Test machen lassen.
        Meine Tochter ist 6Monate alt und ist auch auffällig bei den Test aber um so mehr Test wir machen um so besser wird die Hörkurve#kratz
        Also lass Dich nicht so schnell verrückt machen...
        Wenn Du Fragen hast kannste mich gerne über meine VK anschreiben.

        Liebe Grüße nini

        • Hi,
          ich dachte ein Besuch im Hörinstitut (die haben bestimmt auch sau-lange Wartezeiten) wird bestimmt nicht schaden. Die sind vom Fach.

          Mein Sohn ist grade vor einer Woche 3 geworden.

          Mitlerweile habe ich mich auch wieder beruhigt. Ich habe weiterhin normal mit ihm gesprochen heute (ohne laut zu werden, wie der Arzt es sagte) und wenn ich ihn was gefragt habe, hat er auch wie immer reagiert. Z. B. wollen wir noch mal Oma und Opa besuchen? Dann springt er immer auf und läuft zur Tür uns setzt sich hin um Schuhe anzuziehen. Er hört ja auch seine Bobo-Einschlafgeschichten usw. Eigentlich waren wir immer der Meinung er hört gut....

          Aber auf nur einem Testergebnis werde ich mich nicht ausruhen :)

          Danke,
          Nika

      (4) 07.08.06 - 20:09

      Hallo Nika,
      ich würde zu einem HNO-Arzt gehen und noch einen Hörtest machen. Der kann dir dann auch raten was ihr machen sollt.
      Ich habe einen schwerhörigen Mann und drei schwerhörige Kinder. Mein jüngster Sohn war 5 1/2 jahre als es festgestellt wurde. Er hat vorher normal gehört, deswegen auch keine Probleme mit der Sprache. Zuerst hat der HNO-Arzt eien Hörtest gemacht und uns dann in ein Sozialpädagogisches Zentrum überwiesen. Dort hatten sie bessere Möglichkeiten alles zu testen. Dann hat er Hörgeräte bekommen. Wenn dein Sohn dann Hörgeräte hat lernt er auch besser sprechen.
      Wenn du noch fragen hast beantworte ich sie dir gerne.

      Viele Grüße
      Barbara

      • (5) 07.08.06 - 21:18

        Hallo,
        ein paar Beiträge weiter unten hatte ich schon geschrieben, dass wir ins WOI sollen http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=45&tid=515506

        Vielleicht wird es auch dort noch mal getestet, aber ehe wir dort einen Termin bekommen, werden sicherlich noch MOnate vergehen und ich denke aber, grade das hören, ist eine Sache, die Akut ist und es besteht Behandlungsbedarf! In den nächsten Tagen wird der KiA uns sicher die U-Ergebnisse vorlegen und dann werden wir noch weitere Tests machen lassen.

        Und eine Hörbehinderung ist ja nun auch etwas womit man leben kann, was behandelt werden kann.

        Lieben Dank!
        Nika

        • (6) 07.08.06 - 21:57

          Hallo Nika,

          was für ein Hörtest in Narkose wurde denn gemacht? Ist denn schon ein Hörtest ohne Narkose gemacht worden?

          Gruß
          Barbara

          • (7) 07.08.06 - 22:08

            Was genau es für ein Test war (wie der heißt) kann ich dir nicht sagen, es wurden wohl Elektroden (?) an die Ohren/Ohrmuschel geklebt und eine an die Stirn und ein Gerät hat gemessen ob die Töne im Gehirn ankommen. So wurde mir das erklärt.

            Einen Hörtest (Hörmemory) haben wir beim Internisten gemacht. Dort hat er auch dei feinen Töne gehört, trotz Schnupfen. Und beim HNO wollte er sich nciht fügen und in die Ohren gucken lassen, da wurde der Test per Narkose dann verordnet.

            Ich werde aber noch weitere Tests machen lassen. Und ihn jetzt stärker beobachten wenn ich mit ihm rede.

            Gruß, Nika

            • (8) 07.08.06 - 22:28

              Hallo Nika

              Dann wurde warscheinlich eine BERA gemacht.
              Ich war mit meinen Kindern letzte Woche in der MHH in Hannover. Dort wurden bei allen drei Kindern die Ohren gründlich untersucht. Da habe ich eine ganze Menge Sachen erfahren die wir vorher noch nicht wußten.
              Noch eine Frage: was ist ein Hörmemory?

              Gruß
              Barbara

              • (9) 08.08.06 - 10:16

                BERA - ja jetzt wo du es sagst, so hieß der Test.

                Ein Hörmemory ist ähnlich wie ein normales Memory, du hast 2 gleiche "Röhrchen" (kann man bestimmt auch selber mit Klopapierrollen basteln) mit z. B. Sand (feines Geräusch), Reis, Erde. Und der Internist hat diese Röhrchen geschüttelt als er hinter meinem Sohn stand und geguckt ob er auf die unterschiedlich hohen Töne (bestimmte dB zahlen ?? - kenn mich da noch nciht so aus) reagiert. Er war bei dem Test war Erkältet, aber er reagierte.

                Gruß Nika

                • (10) 08.08.06 - 11:08

                  Hallo,

                  solche tests werden oft erst mal gemacht um zu gucken ob die Kinder überhaupt noch reagieren. Sagt aber nicht wirklich viel aus. Bei einem Hörtest wird ja nicht nur die Lautstärke (db) gemessen sondern auch die höhen und tiefen Töne und danach bestimmt was das Kind hört.

                  Barbara

      (11) 08.08.06 - 10:22

      Achso, was ich noch fragen wollte. Ist die Schwerhörigkeit denn vererbt? Ist da was getestet worden ob da ein Gen-Fehler vorliegt? Habt ihr gewusst, dass es evtl vererbt wird? LG

      • (12) 08.08.06 - 10:59

        Hallo Nika,

        die Anlage der Schwerhörigkeit ist vererbt. Gen- Fehler zu untersuchen ict wahnsinnig teuer, wird deswegen nicht gemacht. Der Arzt hat vorige Woche noch zu mir gesagt ein Gen zu untersuchen kostet schon tausende von Euro. Wir wußten, das es vererbt werden kann, da Schwiegermutter auch schon schwerhörig ist. Meine Kinder kommen auch ganz gut damit zurecht, haben auch viel Glück mit den Klassen-kameraden und Lehrern. Mein Mann hat unterdessen ein CI und das ist auch in Ordnung.
        Ich bin ganz froh, das ich mich mal mit jamanden austauschen kann, so kann ich auch alles besser verarbeiten.

        Barbara

(13) 21.08.06 - 12:22

Hallo Nika,

unser Sohn ist 9 Monate alt und seit einer Woche wissen wir endgültig, das er schwerhörig ist. Die Geschichte fing schon bei seiner Geburt an, das man uns nach einer woche sagte, er hätte den Ohrtest 3x nicht bestanden. Doch der Kinderarzt versicherte uns später mehrmals, das auf lautes klatschen reagieren würde und somit alles in Ordnung sei. Im Laufe seiner Entwicklung hatten wir mehrmals beim Kinderarzt nachgefragt ob es keine spezielle Untersuchung gäbe um nun festzustellen ob alles in Ordnung ist oder nicht, aber er hat uns immer wieder abgeraten. Vor zwei Wochen haben wir das dann selber in die Hand genommen und einen Termin beim HNO-Arzt gemacht, da er immer auffälliger wurde und gar nicht reagierte wenn man ihn hinterrücks ansprach. Ergebnis war Schwerhörigkeit, die Dank unserer Aufmerksamkeit frühzeitig erkannt wurde. Da der neurologische Test leider nicht zu Ende greführt werden konnte, da mein Kleiner leider zu früh aufgewacht ist (wurde nur mit Melatonin in den Schlaf versetzt) muss er jetzt ins Krankenhaus und unter Nakose den Test wiederholen, um den Grad seiner Schwerhörigkeit festzustellen. Letzten Donnerstag waren wir auch schon bei dem Hörgeräteakkustiker um seine Hörgeräte anfertigen zu lassen. Wir haben dazu die Empfehlung bekommen auch in eine Hörschule zu gehen und uns beraten zu lassen, wie man Kinder mit Hörproblemen sprachlich fördern kann. Das nennt sich der Ohrwurm und wir werden das auf jeden Fall in Anspruch damit unser Kleiner schnellstmöglich das sprechen lernen kann.

LG
bibbim

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