Nach U7 Verdacht auf Autismus

    • (1) 17.04.19 - 20:10

      Hi,
      mein kleiner wird Mitte Mai zwei Jahre alt. Gestern war seine U7.

      Zu meinem Sohn,
      er wurde Ende November wegen Paukenerguss am Ohr operiert, ihm wurden die Polypen entfernt und die Flüssigkeit im Ohr abgesaugt, Röhrchen wurden nicht für nötig gehalten.
      Dementsprechend hat er kaum geredet und spät angefangen zu laufen. Bei der U Untersuchung haben wir genau wie bei den anderen Terminen, dem KA gesagt das er noch kaum spricht, aber es hieß wir sollten halt auf die U7 warten. Er wird zweisprachig aufgewachsen und darum hab ich mir kaum sorgen diesbezüglich gemacht nur geäußert damit die uns evtl was empfehlen. Er hat lange Zeit sein Kopf immer am Kopfende seines Bettes geschlagen bevor er eingeschlafen ist, es hatte ihn denke ich beruhigt oder es war sein Ritual. Dies sollten wir beobachten, es wurde jetzt wirklich viel besser ( gerade ausgesprochen und heute hab ich es wieder bei ihm gesehen, nur kurz).
      Zudem spielt er lieber alleine in Spielgruppen als mit den anderen Kindern, wenn er sich aufregt tut er sich selbst weh oder er zieht an unseren Haaren.
      Gestern waren wir ca. eine Std beim Arzt und er hat all dies in diesen Momentaufnahmen gesehen, das er uns weh getan hat, weil er sich über etwas aufgeregt hat, das er halt wenig spricht und der Arzt durfte ihn am besten nicht mal ansehen ohne das er weinte. Untersuchung findet er am schlimmsten. Dachte immer es liegt an der OP, das er keinem mehr vertraut.
      Doch als er es vorsichtig aussprach bezüglich Autismus, hab ich viel drüber gelesen und wusste nicht das auf Zehenspitzen gehen oder Kopf schütteln oder diese Hand Bewegung als Symptome gelten. Er macht dies alles, aber im Rahmen und nicht andauernd zudem ist er auch fröhlich und lacht gerne und hat Blickkontakt und zeigt auf das was er will und mit seiner Cousine spielt er so gerne. So langsam kann er ein zwei Worte mehr, aber ich habe schon das Gefühl, wenn ich ihn rufe, das er nicht schaut. Ich weiß er ist jung und ich rede es mir gerade alles schön das auch wir auf Zehenspitzen gelaufen sind und andere vllt mal gebissen haben oder wütend waren usw. aber ich bin nur noch durcheinander.

      Wir bekommen jetzt ein Fragebogen und werden dann zum Gesundheitszentrum eingeladen und der kleine wird erstmal „angeschaut“.

      Könnt ihr mir vllt eure Erfahrungen teilen.
      Danke jetzt schonmal für die Antworten.
      Lg

      P.s. Es würde sich für mich nichts ändern, er bleibt mein wundervoller junge, aber ich möchte wissen wie ich ihm am besten weiterhelfen kann, egal in welche Richtung es geht 😪

      • Hmmm... also ehrlich gesagt hört sich das alles ziemlich genau nach meinem Sohn an (21 Monate). Ich weiß natürlich nicht, ob er nicht ggf auch Autist ist. Aber ehrlich gesagt hört sich das alles (Haare ziehen, Handbewegung usw) mehr nach Autonomiephase an. Ich bin mit dem Thema ,, etwas mal abklären lassen“ immer eher zurückhaltend, weil solche Untersuchungen immer Unsicherheiten und Nebenbefunde kreieren, die einen noch mehr verunsichern. Und zum Thema sprechen... ich war Sonntag gerade auf einem Geburtstag. Die dort anwesenden zweijährigen haben auch allesamt kaum ein Wort gesprochen. Ich will Deine Ängste nicht zerstreuen. Aber für mich als Mutter hört sich alles was Du schreibst völlig normal an. LG

        • Ich habe bis zum Arzt Termin auch nicht einmal daran gedacht, das es Autismus sein kann. Mich hat es aber unglaublich verunsichert, als ich mir die Symptome durchgelesen habe und als ich zum Arzt meinte das er manchmal in seiner eigenen Welt ist, dachte ich, er sagt es liegt einfach an seinem Charakter. Hätte niemals gedacht, das wir mal über sowas sprechen. Bei der Untersuchung werden keine Diagnosen gestellt, dafür wäre es eh bei ihm zu früh, sie wollen schauen ob es wirklich was mit Autismus zutun haben könnte oder ob er einfach eine lange Phase hat mit autistischen Zügen. Ich bete und hoffe sehr, das es wirklich nur eine Phase ist und das der Knoten bei ihm Platz.
          Ist es mit dem Wutausbruch und Kopf schlagen usw. auch bei auch so?
          Glg

          • Hmmm... also den Kopf schlägt er bei Wutausbrüchen nirgends wo gegen. Aber er wirft sich auf den Boden und schreit. Den Kopf hat er ein paar Wochen lang häufig mal an sein Bettende gestoßen, wenn er müde war. Hat sich aber wieder gegeben.

      (5) 18.04.19 - 13:39

      Meine Kinder sind 11 und 12 Jahre und Frühkindliche Autisten. Beide haben die Diagnose praktisch zeitgleich bekommen, d.h. mit 5 bzw. 6 Jahren. Davor gab es ein ständiges auf und ab von Verdachtsdiagnosen und falsch ausgeschlossenen Diagnosen.
      Autismus ist unglaublich schwer zu diagnostizieren. Klar gibt es Fragebögen. Ja, es gibt sogar schon Fragebögen für die Allerkleinsten, jedoch sind die irreführend meiner Meinung nach.
      Jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens autistische Züge. Die kommen und gehen. Die wechseln sich auch ab. Das ist die vollkommen normale Entwicklung. Gerade während der jüngeren Jahre sind die autistischen Züge massiv vorhanden. Autismus wird erst daraus, wenn unglaublich viele dieser Züge vorhanden sind UND wenn sie über einen sehr langen Zeitraum erhalten bleiben.
      Es gibt nicht DEN Autisten. Menschen sind Individuen und das gilt natürlich auch für Autisten. Meine Jungs sind beide Autisten, jedoch hat sich jeder immer das andere Extrem ausgesucht...in jedem Punkt. Der Kleine ist geistig behindert, der Große normalbegabt mit einer Hochbegabung im logischen Denken. Der Große ist distanzlos und umarmt Jeden und der Kleine beobachtet grundsätzlich alles erst tagelang meterweit aus der Ferne. Blickkontakt geht beim Großen gar nicht, der Kleine konnte das von Anfang an ohne Probleme. Der Große ist Hypoton, der Kleine ist Hyperton - witzigerweise ist die Therapie die Gleiche. Der Große hat gar kein Sättigungsgefühl und isst bis zum Erbrechen, wenn wir ihn nicht stoppen, der Kleine hat eine Ess- und Fütterstörung und isst gleich gar nichts. Den Großen auf Zehenspitzen zu bekommen...unmöglich, der Kleine macht das auch heute noch immer mal zwischendurch.
      Meine Kinder spielen übrigens schon immer sehr gern miteinander. Es war ihnen aber nie möglich aus eigener Kraft Freundschaften zu schließen und zu halten.

      • (6) 18.04.19 - 14:53

        Danke für deine Antwort, mir ist bewusst das ich es weder jetzt wissen kann noch diagnostizieren kann, aber das wurde jetzt so in den Raum gestellt und ich bin ein wenig überfordert, weil man jetzt gefühlt auf alles achtet oder etwas draus deuten will.
        Ich weiß, außer abwarten können wir nichts tun, wollte aber trotzdem Erfahrungen hören, wie es evtl. deutlicher wird? Schließlich macht er das mit dem Kopf schlagen echt ne lange...
        glg

        • (7) 18.04.19 - 15:46

          Das mit dem Kopf schlagen ist aber nur ein Punkt. Das ist nicht Autismus. Ein Autist ist primär ein Mensch, der arge soziale Probleme hat. Das Ganze wird nur von unglaublich vielen anderen „Symptomen“ begleitet.
          Der Übergang von neurotypisch zu autistisch ist fließend. Im ADOS ist das nur ein kleines Pünktchen Unterschied. Ein anderer Gutachter, der ein und die selbe Situation etwas anders bewertet, kann da schon zu einem vollkommen anderem Ergebnis kommen. Daher ist es unglaublich wichtig, dass dieser Test ausschließlich von Fachleuten mit viel Erfahrung durchgeführt wird und nicht von den Leuten, die es eben dürfen. Ich habe sehr viele Gutachten, sogar vom SPZ, wo drin steht, dass meine Kinder definitiv nicht Autisten sind. Seitenweise wurde dort begründet, warum meine Kinder autistische Züge zeigen und warum diese garantiert nicht einem Autismus zuzuordnen sind. Selbstverständlich wurden auch alle möglichen Autismustests gemacht. Viel später habe ich erfahren, dass unsere Odyssee praktisch „üblich“ ist. Eltern wenden sich mit angeblich gesunden Kind nun mal nicht an die Psychiatrie. Genau da sitzen aber die Spezialisten für Autismus. „Mein Kind ist doch nicht irre. Was soll es in der Irrenanstalt.“ Ja, da gibt es schon leichte Vorurteile. Aber genau dort wurde uns geholfen.

          Nimm dein Kind, wie es ist. Sei eine stolze Mutter. Vielleicht ist es auch einfach nichts.

          Autismus selbst ist nicht heilbar. Aber je nach Ausprägung und Intellekt des Kindes kann man durch eine gute Autismustherapie viel erreichen. Was ein gesundes Kind intuitiv ab Geburt kann, muss ein Autist er mühsam lernen. Aber es ist möglich. Mein Sohn hatte unendlich viele Blätter mit Gesichtern und musste lernen Gefühle zuzuordnen. Er hat Strategien mit seinen Therapeuten erarbeitet, dass es nicht zu Overload und Meltdown kommt. Er kennt natürlich keine Ironie und Sarkasmus ist ihm vollkommen fremd. Er lernt sowas auswendig. Wichtige Verhaltensregeln im Umgang mit Dritten werden ständig (zu Hause) wiederholt.

          • (8) 18.04.19 - 21:44

            Danke für deinen Rat, ich werde mich drum kümmern mit dem kleinen wohin zu gehen, wo auch sich wirklich hauptsächlich damit beschäftigt wird. Ich möchte ja auch das wir uns sicher sind, damit wir bestmöglich helfen und richtig uns Verhalten können. Wir hoffen natürlich, das das alles nur eine Phase ist, aber es ist nicht nur das mit dem Kopf schlagen warum der Arzt das meinte.

            Er hat sobald etwas nicht so läuft wie er sich das im Kopf ausmalt, sofort einen Wutanfall, schreit und tut sich oder anderen weh. Im Spielplatz oder in Spielgruppen ist er immer alleine außer mit seiner Cousine. Er tut anderen Kindern weh wenn er etwas nicht bekommt. Er läuft ab und zu auf Zehenspitzen. Er hört schlecht und redet kaum! Kann nur ein zwei Worte. Leute die er nicht kennt aber die ihn anschauen und den Kontakt suchen, da wird er ganz schnell verlegen, weint und will am besten sofort weg. Aber wie gesagt, mal mehr mal weniger bzw. vor paar Wochen war es nicht so schlimm wie jetzt. Ich denke auch nicht das man jetzt was genaueres sagen kann, wir hoffen einfach das beste und lieben ihn einfach weiter abgöttisch.
            Danke nochmal vielmals

    (9) 19.04.19 - 09:44

    Zunächst würde ich mal die Ohren abklären lassen. Pädaudiologen oder sehr gutem HNO Arzt, der sich mit Kindern richtig gut auskennt!

    Erst nichts / wenig hören und dann plötzlich sehr viel, kann überfordern.
    Dauerhaft nur wenig hören, kann ebenfalls beeinträchtigen.


    Wenn mich jemand ruft, reagiere ich auch nicht immer. Meine Ohren sind top. Nur manchmal bekomme ich es einfach nicht mit. Was sagt das aus?


    Wie groß sind die Spielgruppen? Welche Tageszeit sind diese?
    Meine hat im Kindergarten einerseits sehr gerne beobachtet, andererseits sofort mitgespielt. Beides im Wechsel.
    Wenn sie nach einiger Zeit reizüberflutet war, zog sie sich nach innen zurück. Null Autismus! Nur Schutzmaßnahme bezüglich des Geräuschpegels und Sortierung der aufgenommenen Informationen.


    Bei Freunden mit Asperger Autimus kam die Diagnose später. Rückblickend ergab alles zwar Sinn, jedoch wäre es fahrlässig gewesen schon mit 2-3 Jahren eine Diagnose zu stellen. Ihre Eltern haben sie genommen, wie sie waren und unterstützt wo sie Hilfe brauchen. Die Diagnose erleichterte vieles, hätte im Kindergartenalter überfordert.

    Im Umfang der Diagnostik wurden sie zum HNO und Augenarzt geschickt.

    Beim Kind einer Freundin äußerten Außenstehende, medizinisch bewanderte Autismus. Kinderarzt meinte Sehtest sei nicht nötig, das Kind käme offensichtlich zurecht. Beim Augenarzt stellte sich heraus, dass das Kind auf einem Auge fast blind war und auf dem anderen auch nicht viel sah.
    Bei Geräuschen und Interaktion zog es sich zurück. Kein Wunder, das Gehirn kompensierte ja einiges.


    Wie hat dein Sohn vor der OP auf Untersuchungen reagiert?
    Seit der OP anders? Dann liegt es wahrscheinlich an der OP / den Erfahrungen. War es vorher schon? Dann könnte es ebenso daran gelegen haben, dass er kaum etwas gehört hat und es überfordern kann, wenn an einem rumgemacht wird, ohne "Vorwarnung".

    Wenn mein Kind spielt, tippe ich mein Kind meistens an. Rufen bringt nicht viel, weil sie gerne vertieft in ihrem Spiel ist. Die Ohren sind super.


    Lass erst mal das drumherum abchecken: sehr guter HNO, Augenarzt. Augenarzt sollte man bei Kindern ohnehin prüfen lassen. Kinderarzt meines Kindes sagte: er würde nur erkennen, was offensichtlich ist. Alles anderes, was längst behandlungsbedürftig ist, kann die U gar nicht erfassen. Viele Kinder sehen sehr schlecht und können es soweit kompensieren, dass sie selbst und Außenstehende, sowie die Eltern nichts merken. Bei der U kommt nur heraus, was ohnehin schon auffällig war.

    • (10) 19.04.19 - 20:58

      Danke für die Rückmeldung.

      Wir sind auch noch nach dem OP beim HNO und lassen immer mal wieder alles anschauen. Müssen jetzt im Frühling eh wieder hin, also passt das ganz gut nach der U Untersuchung. Das mit dem Augenarzt ist ein guter Tipp, auch wenn es schrecklich ist bei Arzt Terminen.

      Als er kleiner war, waren die Arzt Termine nicht allzu schlimm, aber in der Paukenerguss Phase waren es ja schon viele Arzt Termine und nicht alle waren so geduldig. Dann wurde es jedes Mal schlimmer. Also auch schon vor der OP.
      Der Kinderarzt versucht es wirklich ganz behutsam (nicht wie manch anderer, der mein Sohns Kopf einfach fest hielt, um zu schauen und er schon eine Hand Abdruck davon hatte und total rumschrie).

      Eine Diagnose wird sowieso nicht gemacht sondern nur geschaut ob es überhaupt notwendig ist weiter zu beobachten. Er wippt z.B. auch immer in seinem Stuhl und das auch schon länger. Hatte gelesen das es auch viele Autisten machen.

      Er ist in letzter Zeit ziemlich schlecht gelaunt und schläft mittags nicht mehr, obwohl er so müde ist. Er kriegt Wutanfälle und zieht immer an Haaren. Aber ich hoffe diese Phase vergeht ganz schnell wieder.

      Ich werde weiterhin versuchen mein bestes zu geben.
      Lg

      • (11) 19.04.19 - 22:17

        "Der Kinderarzt versucht es wirklich ganz behutsam (nicht wie manch anderer, der mein Sohns Kopf einfach fest hielt, um zu schauen und er schon eine Hand Abdruck davon hatte und total rumschrie)."

        Eine schlechte Erfahrung kann reichen, um dauerhafte Schwierigkeiten zu bereiten.

        Blutentnahmen waren nie meines. Als eine Entnahme einiges toppte (im schlechten), ließ ich niemanden mehr mit Nadeln an mich heran. Ich schrie, bevor überhaupt angefangen wurde. Inzwischen kein Problem mehr.


        " Er wippt z.B. auch immer in seinem Stuhl und das auch schon länger. Hatte gelesen das es auch viele Autisten machen. "

        Das mache ich mit ADHS und kenne ich von vielen. Von Autisten eher weniger. Eher ADS/ADHSlern sowie anderen Kindern, die noch nicht in der Schule sind. Wobei, auch an der weiterführenden Schule wippten, kippelten einige Schüler (defititiv ohne ADS/ADHS/Autismus) mit ihrem Stuhl.


        "Er ist in letzter Zeit ziemlich schlecht gelaunt und schläft mittags nicht mehr, obwohl er so müde ist. Er kriegt Wutanfälle und zieht immer an Haaren. Aber ich hoffe diese Phase vergeht ganz schnell wieder. "


        Wenn ich nicht genug schlafe, bin ich auch schlecht gelaunt.

        Er kann es noch nicht sagen.

        Vom Alter her, passt die Umstellungszeit vom Mittagschlaf.
        Entwicklungsschub.
        Aber auch Schmerzen können Schlafprobleme verursachen. Wut, weil es weh tut, habe ich heute noch manchmal, auch wenn ich sagen kann, warum.

        Zunächst würde ich das naheliegende abklären und dann weiter sehen.

        • (12) 20.04.19 - 08:17

          Danke, das ist schön zu lesen und beruhigt mich ein wenig. Klar alles bedeutet etwas oder auch nicht und es ist einfach die Entwicklung. Seit er das in den Raum gestellt hat, interpretiert man in alles was rein und das ist echt anstrengend.

          Ich werde erstmal alles abklären und den kleinen wieder in Spielgruppen und Treffs mitnehmen, auch wenn er danach sehr anstrengend ist, weil der Tag mal anders verläuft als gewohnt. Hauptsache er kommt ein wenig rein oder beobachtet und außerdem, auch wenn er mit den Kindern nicht spielt, versucht er trotzdem mal was nachzumachen:)

          Danke nochmal und schöne Ostern wünsche ich 🐇

          • (13) 20.04.19 - 09:55

            Danach anstrengend sein, kann ja viele Ursachen haben.
            Wir waren in zwei Spielgruppen.

            Die eine war anstrengend, weil sehr eng, viel los.
            Die andere war super, Kind begeistert. Danach brauchte sie Ruhe. Kurz danach konnte sie mehr.

            Nach dem Kindergarten (liebte sie), schrie sie eine Stunde lang, um die Lautstärke rauszulassen. Andere Kinder zogen sich voll zurück.


            Das Kind einer Freundin liebte die Spielgruppe, war aber auf Grund der Uhrzeit nicht teilnahmsfähig. Sie gingen dann in eine andere Gruppe, die von der Uhrzeit her besser passte und es lief super.

            Bei Freunden mit Asperger Autismus, ist jede Veränderung eine Herausforderung. Nicht nur nach einer Gruppe, sondern auch schon während. Fällt die Gruppe dann aus, ist es ebenso schwierig. Dann fällt zwar die Reizüberflutung weg, schlimmer aber noch die Regelmäßigkeit.

            (14) 20.04.19 - 10:17

            kleiner Tipp am Rande:

            schreibe auf, was dir auffällt (Ort, Datum, was war sonst so los an dem Tag/was war anders)

            ohne es zu deuten!

            Sollte sich im Laufe der Jahre doch noch etwas "bestätigen" verstärken, dann hast du die Notizen. Häufigkeit, was war drumherum los etc.

            Wenn es sich nicht verhärtet, dann siehst du auch, wie selten du etwas aufgeschrieben hast. Oft kommt es einem häufig vor, weil noch so viel anderes los ist. Bei euch Arzttermine, OPs usw. In den Pausen ist einfach Pause und man blendet vieles aus.

            Außerdem merkst du dan auch, wann es eher vorkommt, wann eher nicht, lernst vorzubeugen. Bei meiner habe ich manche Aktionen schon am Blick angesehen und sofort reagiert. Das hat bei ihr Unfälle verhindert. Nicht alle, aber einige. Irgendwann wurde es besser ;-)

            Aufschreiben auch deswegen, damit du es aus dem Kopf draußen hast. Es ist notiert und fertig. Gehäuft oder im Gesamten betrachtet (wenn das Heft voll ist), ergibt sich ein besseres Bild, bessere Einschätzung. Jede Situation einzeln betrachtet und interpretiert ist schwierig, macht dich kirre und ihn gleich mit.

(15) 20.04.19 - 20:23

Bei meinem Sohn haben sie bei dem Besuch der ersten Klasse asberger autismus vermutet vieles passte damals an Symptomen wurde aber dann doch nicht bestätigt. Er ist sehr intelligent und hat das hks hyperkenetische Störung. Henrik ist anders aber besonders.

Lass auf jeden Fall die Ohren als erstes abklären. Wenn kinder nicht sprechen dann müssen sie sich anders äußern.
Mein zweiter Sohn hat erst mit 4 gesprochen. Hat vorher gebissen und gekniffen um sich zu äußern.

Struktur ist ganz wichtig und viele Dinge / Abläufe immer gleich halten.
Aufstehen, Frühstück, Kita /Schule, Nachmittage.....

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