Misstände an Schulen für Mehrfach Schwerbehinderte Kinder

    • (1) 24.04.19 - 08:22

      Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass mein behinderter Sohn gegen unseren Willen und ohne Gerichtsbeschluss in einem Rollstuhl fixiert wurde.
      Monatelang und meist den ganzen Tag, obwohl er laufen konnte.
      Ich habe jetzt auch von anderen Eltern erfahren, dass sie ähnliche Erfahrungen mit ihren behinderten Kindern machen mussten.
      Es gibt noch weitere Formen von freiheitsentziehenden Massnahmen in solchen Einrichtungen.
      Die CHEMISCHE FIXIERUNG ist jedoch die massivste und schlimmste Form der Steigerung.
      Das Schulpersonal erklärt den Eltern, ihr Kind sei extrem unruhig und solle doch in einem SPZ oder einem Psychiater vorgestellt werden.
      Oft heisst es, dass Kind XY auch dort war und jetzt Medikamente bekommt und jetzt GANZ RUHIG sei.
      Der Hintergrund ist schlichtweg ein Überforderung des Schulpersonals, bedingt durch Personalmangel
      Dabei bekommen diese Lehrkräfte auch Sonderzulagen beispielsweise in Form von Gefahrenzuschlag.
      Diese Arbeit ist kein Kaffeekränzchen und die Entscheidung in einer Behinderteneinrichtung zu arbeiten, muss vorher gründlich überdacht sein.
      Ansonsten stellt sich die Frage ob man sein Kind nicht direkt nach der Geburt gleich in einer Klinik für Psychiatrie unterbringen soll.
      Behinderte Kinder können je nach Entwicklungsstand heutzutage insoweit gefördert werden, dass sie später zumindest in einer Behindertwerkstatt arbeiten können.
      Eine Inklusion findet, wenn überhaupt, nur statt wenn ein behindertes Kind einfach zu HÄNDELN ist.
      Ansonsten wird eher selektiert. D.h. Die behinderten Kinder müssen medikamentös pflegeleicht EINGESTELLT werden.
      Das erfolgt, mit Psychopharmaka, welche schwerste bis lebensgefährliche Nebenwirkungen haben. Es ist unmenschlich wenn behinderte Kinder, ebenso wie Ältere Menschen in solch unverantwortlichen Weise ruhiggestellt werden. Und das nicht zu deren besten, sondern um diese Menschen für die die Gesellschaft erträglicher zu machen.
      Es werden Diagnosen gestellt welche jeglicher Grundlage entbehren, um ein Fundament für die medikamentöse Ruhigstellung zu schaffen.
      Das passiert dann meist ohne Antrag und Überprüfung OFF LABLE.
      Mein Sohn ist durch solch eine Massnahme zu Tode behandelt worden.
      Die freiheitsentziehenden Massnahmen wurden von allen Seiten ignoriert, bzw. toleriert obwohl ein klarer Straftatbestand vorlag.
      Habt ihr Ähnliches erlebt, vielleicht auch hier in Berlin?

      • (2) 24.04.19 - 22:50

        Ich habe auch schon deine anderen beiden Threads von Dir gelesen. Ich fände es persönlich ja schöner, alles in einem Thread zu haben und nicht 3 verschiedene Threads über das identische Thema verfolgen zu müssen.

        Ansonsten:
        Es tut mir leid, was Dir passiert ist. Es sind sicher sehr viele Dinge falsch gewesen, die deinem Sohn angetan wurden von Ärzten und dem Personal der Schule. Aber woher willst du wissen, dass dies nicht mit besten Wissen und Gewissen getan wurde?
        Off Label ist sehr viel. Und nur weil Off Label Use überhaupt möglich ist - ja, auf eigenes Risiko (das weiß man aber) - konnten bisher sehr viele Menschenleben, insbesondere Kinderleben oder Leben von Schwangeren und Ungeborenen gerettet werden. Off Label Use zu verteufeln ist falsch.
        Mein Jüngster nimmt schon seit Kleinkindalter Medikamente im Off Label Use - das hat ihm das Leben gerettet. Er ist übrigens schwer mehrfachbehindert und besucht jetzt die 5. Klasse mit dem Förderbedarf Geistige Entwicklung in einer inklusiven Schule. Er wurde nie ruhig gestellt, hatte aber jahrelange Therapien um sich zu kontrollieren. Pflegeleicht war er nie und ist er auch heute nicht. Damit muss sein Schulbegleiter zurechtkommen.

        • (3) 25.04.19 - 00:02

          Ich wollte ursprünglich auch nicht alle Themen aufgreifen. Es geht um eine fahrlässige Tötung durch ein Medikament welches nicht für den Langzeitgebrauch bei Kindern zugelassen ist
          Also OFF LABLE. Über diese Tatsache wurden wir von keiner Seite aufgeklärt.
          Ich habe nicht nur in diesem Forum sondern auch von anderen Eltern erfahren, wie sehr sie unter Druck gesetzt werden, anstatt Unterstützung zu bekommen ( auch in anderen Bundesländern). dass sie ihr Kind zum Teil hochdosiert mit oft mehr als einem Psychopharmakon ruhigstellen.
          Ansonsten wird Eltern nahegelegt, dass ihr Kind früher oder später sowieso in die Psychiatrie muss.
          Was das nach bestem Wissen und Gewissen anbelangt folgendes.
          Die Ärztin, welche uns die Medikamente verordnete, hat uns nicht annähernd aufgeklärt und hat uns die alleinige Verantwortung übertragen. Sie hat Medizin studiert und weiss genau wie schwerwiegend Nebenwirkungen verlaufen können.
          Wenn du meine Threads gelesen hast, dann müsstest du wissen, dass ich keine Medikamente verteufele, welche lebensrettend sein können.
          Aber dadurch dass heutzutage Medikamente oft vorschnell verordnet werden, bekommt man eine schnelle und unkomplizierte Lösung präsentiert.
          Auf diese Weise wird dann oft darauf zurückgegriffen und Therapien und Schulhelfer sind wesentlich schwererer zu beantragen.
          Was die Fixierungen anbelangt so ist diese strafbar und begünstigt aggressives Verhalten. Noch dazu wenn ein Kind schon medikamentös behandelt wird.
          Das hat nichts mit bestem Wissen und Gewissen zu tun.
          Mein Sohn ist einfixiert im Rollstuhl gestürzt und hat sich dabei verletzt.
          Der wahre Grund für die Fixierungen war, dass es in dieser Schule immer schon einen hohen Personalmangel gibt und die Kinder und Eltern darunter leiden müssen.
          Oft mussten berufstätige Eltern ihre Kinder selbst zuhause zu betreuen, weil so viele Lehrer fehlten. usw.
          Wir mussten sogar einen Anwalt nehmen, damit unser Sohn in Vollzeit beschult wurde.
          Was lebensrettende Medikamente anbelangt, habe ich noch nichts darüber lesen können, dass Psychopharmaka OFF LABLE für Kinder dazu gehören. Ganz im Gegenteil, dadurch dass der Hirnstoffwechsel extrem manipuliert wird, ist dadurch auch langfristig die Lebenserwartung von Kindern drastisch reduziert.

          (4) 08.05.19 - 15:27

          Ich schreibe Dir jetzt nochmal, weil Du hier eine Aussage machst, welche grundsätzlich falsch ist.
          OFF LABLE USE bedeutet nicht AUF EIGENE GEFAHR ODER AUCH RISIKO!!
          Es bedeutet, dass man ein Medikament bekommt, welches ausserhalb der Zulassung oder Zulassungsüberschreitend verordnet wird.
          Jede Behandlung durch einen Arzt liegt um Verantwortungsbereich des Arztes.
          Ein Patient ist auf die Kenntnisse und Fähigkeiten eines Mediziners angewiesen und muss sich darauf verlassen können, dass dieser verantwortungsvoll handelt.

          • (5) 08.05.19 - 16:41

            „Ein Patient ist auf die Kenntnisse und Fähigkeiten eines Mediziners angewiesen und muss sich darauf verlassen können, dass dieser verantwortungsvoll handelt.“

            So naiv bin ich schon lange nicht mehr. Einen Arzt brauche ich, weil ich bestimmte Medikamente oder Therapien nur mit seiner Unterschrift bekomme. Meiner Erfahrung nach hat der allergrößte Teil der (niedergelassenen) Mediziner kein aktuelles Wissen zu seinem Fachgebiet, nicht mal über die allerwichtigsten Dinge. Dafür wissen Sie umso besser über die positiven Effekte Bescheid über alle Medikamente, die in all inclusive Marketingaktionen der Pharma groß angepriesen werden. Hier nur ein Beispiel: Das ist der LETZTE Rote Hand Brief für mein Medikament. Mein Facharzt hat mir bis heute nix davon erzählt. https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RHB/2018/rhb-valproat.pdf?__blob=publicationFile&v=3
            Aufgrund der hohen Dosis, die ich in der Schwangerschaft genommen habe, sind meine Jungs heute schwer mehrfachbehindert.

            Man sollte annehmen, dass all die Maßnahmen, die es gibt, wirklich helfen um soetwas nie wieder passieren zu lassen, wie es bei euch geschehen ist. Nur...Ärzte verschließen ihre Augen. Nebenwirkungen, die der Patient erzählt, werden abgetan als normale Erscheinung oder Einbildung. Kenn ich auch, das machen meine Ärzte nicht anders. Ich kann von all den Ärzten und Fachärzten, die es in meiner Familie gibt, nur vom Kinderarzt=Kinderneurologe behaupten, dass er wirklich zuhört und nach der Ursache sucht und versucht zu helfen.
            Mein Jüngster wurde schon von deutschen Krankenhäusern und dem SPZ weggeschickt mit einem akuten Schädelbasisbruch mit leichter Quetschung des Rückenmarks. Begründung: Das ist denen zu riskant. Unser Kinderarzt hat sich dem dann angenommen und das Ganze dann mit befreundeten niedergelassenen Ärzten behandelt...offiziell war da gar nichts. Da lief auch nichts über die Versichertenkarte. Mein Sohn war 3 Monate krank. Soviel zum Thema Ärzte. Außer unserem Kinderarzt vertraue ich gar keinem.

            • (6) 08.05.19 - 17:30

              Ich Stimme Dir vollkommen zu.
              Meine Tochter hatte auch Valproat.
              Wir haben auf Apydan umgestellt.
              Aber ich bin immer noch am recherchieren.
              Mein Vertrauen zu Ärzten ist auf dem Nullpunkt!
              Notwendige Laborkontrollen lasse ich als IGEL LEISTUNG durchführen
              Deine Erfahrungen sind anscheinend genauso schlimm wie meine.
              Gott sei Dank Leben Deine Kinder noch.
              Auch wenn es schlimm ist, dass sie behindert sind

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