Der MDK kommt.. Was wird passieren?

    • (1) 24.04.19 - 14:57

      Hallo :)
      Am Montag kommt der mdk zu uns, wegen eines pflegegrades bei unserem Sohn. Er ist 3 1/2 trägt Hörgeräte, schielt leicht und hat probleme bei der Wahrnehmung..
      Er bekommt frühförderung, ergo und ab Sommer heilpädagogik..
      Mir ist total mulmig vor dem Termin, wie läuft sowas ab?
      Würde mich über ein Erfahrungsberichte freuen

      • (2) 24.04.19 - 22:22

        Du wirst dir ja sicher in einem Pflegegradrechner schon einmal die Daten deines Sohnes eingegeben haben. Eine Vorstellung, was herauskommen KÖNNTE, hast du also schon.

        Wichtig für den Gutachter sind die pflegerelevanten Dinge.
        Ob das Kind schielt, hat in der Pflege keine Relevanz. Diese Information braucht die Gutachterin nicht. In dem Zusammenhang wäre höchstens relevant, wenn dein Kind regelmäßig zum Augenarzt muss und eine Sehschule besucht.
        Die Heilpädagogik ab Sommer liegt in so weiter Ferne, dass auch diese nicht relevant ist. Du kannst sie natürlich trotzdem erwähnen.
        Die Adressen von Frühförderung und Ergo kannst du bereithalten. Außerdem schauen die Gutachter gern in das U-Heft (Größe und Gewicht) und positiv für euch sind definitiv noch möglichst fachärztliche Gutachten, in denen von den Problemen im Alltag berichtet wird. Es muss ganz klar ein defizitorientiertes Gutachten sein, welches zwischen einem gesunden Kinder und deinem vergleicht.
        Es muss Dir nicht mulmig sein. Bereite dein Kind nicht vor. Beruhige es nicht besonders vorher. Lass es sein, wie es sonst auch immer ist. Genau das will und soll und muss der Gutachter sehen. Mein Ältester hat einmal einen Gutachter mit einer Umarmung begrüßt. Ich glaube, er war damals 8 Jahre - also definitiv kein angemessenes Verhalten gegenüber einem vollkommen Fremden. Normalerweise stoppe ich natürlich solches Verhalten...aber nicht beim MdK-Besuch. Mir ist immer wichtig, dass ich mit dem betreffenden Kind allein in der Wohnung bin (ich habe 2 Kinder mit Pflegegrad), da der Gutachter sonst die Kinder verwechselt und alles falsch läuft. Ich kann mich nicht auf ein Gespräch konzentrieren und 2 Kinder pflegen und betreuen. Aber...andere sehen das anders. Ich kenne einige Eltern, die immer noch einen Pflegedienst zu ihrer Stärkung und ggf. Betreuung und Pflege des Kindes um Anwesenheit bitten.
        Was die Gutachterin nun im Modul 2/3 herausbekommt, wird sicher am Ende bestimmen, was dein Kind bekommt. Du hast nichts erwähnt, dass dein Kind entwicklungsverzögert ist.

        Nur Mut! Du hast nichts zu verlieren!
        Ich habe damals 1 Jahr gebraucht, um damals die PS zu beantragen für meine Jungs. Sie haben die sofort bekommen. Was habe ich mich geärgert, das nicht schon eher gemacht zu haben. Jetzt pflege ich seit 9 Jahren. Die Jungs haben PG4 und PG2. Meine Kinder haben sogar Besitzstandsschutz. Trotzdem werden sie alle 1,5 Jahre begutachtet. Man gewöhnt sich dran.

        Nimm dir Zeit. Der erste Termin dauert lange, da der Datensatz erst angelegt werden muss. Bei den Wiederholungsbegutachtungen wird das letzte Gutachten nur auf Änderungen durchgegangen. Daher muss der erste Datensatz stimmen.

        • (3) 25.04.19 - 22:24

          Oh vielen dank für deine ausführliche Antwort!
          Ja, mein Sohn ist ca 1 1/2 Entwicklungsverzögert dazu kommt das er vor einigen Dingen Angst hat was den Alltag auch erschwert und die Nächte!! Dann kann er gefahren so gut, wie gar nicht einschätzen was einem auch echt bei alltäglichen Dingen den Nerv rauben kann in Form von Sorge 🙈
          Wir hatten im Februar aufgrund der Entscheidung, ob er heilpädagogische Maßnahme bekommen kann ein Termin bei einer Ärztin und von ihr habe ich heute ein 3 Seiten langes Gutachten bekommen..
          Dazu wurde mir gesagt das er einzel integration bekommt (für mich alles noch sehr neu)
          Mein Sohn vorbereiten oder ähnliches ist gar nicht möglich das würde er nicht verstehen, aber ich werde sehen, wie es läuft.
          Alles Gute für dich und deine Kinder.

          • (4) 25.04.19 - 23:00

            Ich habe meinen Kindern immer gesagt, dass Besuch kommt. Solange die Kinder nich so klein sind, müssen sie ja wirklich nur dabei sein.
            Irgendwann kam dann das Alter, dass der Gutachter bestimmte Dinge gezeigt haben wollte. Also z.B. etwas malen, vorlesen, essen, trinken,...
            Seit der letzten Begutachtung meines Ältesten, da war er 11 Jahre, muss er auch auf Fragen selbst antworten. Er ist geistig fit. Der Kleine ist jetzt 11 Jahre, da wird ein Gespräch versucht, aber da der MdK natürlich nicht weiß, wie er mit meinem Sohn reden muss, geht das schief. Mit dem Großen bin ich beim letzten Mal alle Punkte durchgegangen. Jedes einzelne Modul und dort jede einzelne Frage und was konkret was bedeutet. Der Arme...er hat mir leid getan. Aber besser ich sage es ihm, als so ein defizitorientierter Mensch vom MdK. Ich habe ihm grundsätzlich die Möglichkeit gelassen, wenn er nicht reden will, soll er es sagen und mich reden lassen.

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