IQ Test 66, 5 Jahre

    • (1) 08.07.19 - 22:29

      Hallo zusammen,

      wir haben heute bei unserem Sohn im SPZ einen Intelligenz Test durch führen lassen. Er hat laut dem Test aktuell einen IQ von 66, gibt es hier im Forum jemand der auch so ein Ergebnis hatte und wie sieht die Zukunft aus? Ist dieser Test denn überhaupt schon aussagekräftig?

      Liebe Grüße Kathrin

      • Er wurde im Mai auch erst 5 Jahre alt!

        Ob der Test aussagekräftig ist, hängt sehr damit zusammen, ob und wie das Kind überhaupt mitgemacht hat.
        Weisst du vielleicht wie die Testsituation war? Zusätzlich zum Intelligenztest werden ja vermutlich noch Erhebungen über die Entwicklung und Fertigkeiten gemacht werden.

        (4) 09.07.19 - 14:04

        Es kommt ja darauf an, was mit dem Test bezweckt werden soll.
        Wie umfangreich der Test war.
        Welche Teilbereiche getestet wurden / werden sollten.
        Wie das Kind emotional reagiert hat.

        Bei ADS/ADHS kann es z.B. vorkommen, dass Teilbereiche unter dem Durchschnitt liegen. Das ist dann aber nicht der IQ an sich, sondern hat mit der Aufmerksamkeit, der Arbeitsgeschwindigkeit usw. zu tun.

        Ist das gesamte Ergebnis in diesem Bereich?
        Liegen Teilbereiche darüber?

        Kann das Kind schon lesen/rechnen? Wurden Aufgaben gestellt, bei denen das Voraussetzung wäre?

        Gibt es andere Auffälligkeiten?
        Es wird ja einen Grund haben, weswegen getestet wurde.

        Was ist so der Zusammenhang.

        Je nach Ursache, die den IQ beeinflusst, gibt es unterschiedliche Hilfen, Möglichkeiten, Probleme usw.
        ein Kind mit Sauerstoffmangel bei der Geburt und Gehirnschäden braucht anderes, als ein Kind mit ADS, LRS und Dyskalkulie zusammen.

      • (5) 10.07.19 - 09:14

        Hallo,

        mein Sohn hat auch einen IQ von knapp unter 70 und ist zudem Autist. Er ist inzwischen 11 Jahre alt und ein lustiger, aufgeweckter und glücklicher Kerl, der eine total eigene und sehr spannende Sicht auf die Welt hat. Seine große Schwester, die aufs Gymnasium geht, findet ihn total schlau. Er kann allerdings bisher nicht rechnen, er schreibt fleissig, nur kann das niemand entziffern und er beginnt ganz langsam zu lesen. Er geht auf eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung und wird wohl keinen Schulabschluss machen. Die Schule ist jedoch gut vernetzt, so dass er wahrscheinlich in einer der kooperierenden Werkstätten eine "Ausbildung" machen können und dort auch arbeiten können wird. Er spielt Fussball in einer integrativen Mannschaft, hat behinderte und nicht behinderte Freunde, steht auf Play-Station-Spiele und inzwischen ganz offensichtlich auch auf Mädchen!

        Ich habe mir lange Sorgen gemacht, ob ich ihn überhaupt groß kriege, weil er eine Weile stark aggressiv gegen sich selbst war und bei Ausrastern versucht hat, sich selbst zu verletzen. Nachdem wir aber die richtigen Bahnen für ihn gefunden haben, liebt er sein Leben sehr und ist von solchen Dingen zum Glück weit entfernt. Darüber wie sein Leben wird, wenn er groß ist, mache ich mir viel weniger Sorgen. Eigentlich gehört zu einem glücklichen Leben ja nicht viel, jedenfals nicht viel materielles: Arbeiten, sich verlieben, vielleicht eine Familie gründen, Freunde haben, Hobbies pflegen ... all das wird er (dem deutschen Sozialstaat sei Dank) erleben können.

        Wir haben im Lauf der Jahre vier Testungen machen lassen (müssen). Den ersten mit 6 Jahren und die Ergebnisse schwankten nur um 2 bis 3 Punkte. Zu der Frage, ob der Test, der bei Eurem Sohn durchgeführt wurde, aussagekräftig ist, solltest Du Dir einen Termin im SPZ geben lassen und Deine Zweifel ansprechen.

        Ich erinnere mich daran, wie groß der erste Schock ist und wie ungläubig man ist. Das ist ein Ergebnis, das muss man erstmal sacken lassen und das muss man auch betrauern. Es schliessen sich eine Menge Türen! Viele der Vorstellungen, die man bewusst oder unbewusst für sein Kind und dessen Leben hatte, werden sich niemals realisieren. Können sich niemals realisieren. Das muss man in Ruhe verarbeiten. Aber dann ... siehe oben. :-)

        Liebe Grüße
        die Landmaus

        • (6) 10.07.19 - 09:26

          Hi

          bei meinem Sohn ist es ähnlich, IQ69 geht auch auf eine Förderschule und da mittlerweile in den Berufsschulzweig, Ausbildung wissen wir noch nicht wird aber daruf hinauslaufen das er auch über die Mainfränkischen Werkstätten eine Ausbildung macht, und da mit etwas Glück auch auf den 1. Arbeitsmarkt unterkommt. (für die typische Werkstattarbeit ist er zu fit)

          Er geht zum Taekwondo, Freunde hat er allerdings nur wenige und die alle aus der Schule.

          Die Kids gehen alle ihren Weg, nur manche sind halt etwas steiniger und haben mehr Kurven.

          lg

          klee76

        • (7) 10.07.19 - 15:26

          Hallo,
          mein Jüngster ist anscheinend wie dein Kind. Faible für Sprachen (fing zwar erst nach der Einschulung mit der Lautsprache an, aber dann kam zeitgleich auch Lesen und richtiges Schreiben (unlesbar)) und auswendig lernen, aber kein mathematisches Verständnis (ja klar: Autismus).
          Wir hatten Fortschritte in Mathe erreicht indem er alle Additionsaufgaben bis 20 auswendig gelernt hat (auf kleine Karteikarten schreiben und wie Vokabeln lernen). Danach habe ich im die schriftliche Addition beigebracht (ist ja nichts anderes als Rechnen im 20-er Bereich). Falls die zu addierenden Teilsummen größer sind als 9, kommt die 1 aber als normal grosse Zahl über die erste Zahl. Ich konnte meinem Jüngsten nie beibringen, dass die kleine 1 über dem Strich auch zu berücksichtigen ist.
          Die Schule hat jetzt diese Rechenweise akzeptiert und schreibt ihm seine Aufgaben immer so auf. Vielleicht hilft euch das ja.

      (8) 10.07.19 - 11:39

      Hallo,

      haben die denn nicht mit Euch gesprochen, was das Ergebnis bedeutet und wie aussagekräftig es ist?

      Ich muss sagen, dass diese SPZs auf mich einen ganz schlechten Eindruck machen, je mehr ich darüber höre. Entweder dichten sie Kindern falsche Diagnosen an, oder sie lassen die Eltern mit irgendwelchen Ergebnissen in der Luft hängen. #aerger

      Theoretisch können Kinder auch auf solche Werte kommen, wenn sie keine Lust haben, mitzumachen, oder Dein Sohn war zu schüchtern, um mitzumachen, oder er hat etwas, das seine Konzentration beeinträchtigt...
      Da kann man viel spekulieren, aber das bringt Euch ja nichts.

      Ich würde Euch raten, Euch einen Kinderpsychiater zu suchen, der Euch vernünftig berät und Therapien/Vorgehensweisen empfiehlt.
      Am besten fragt Ihr mal im Bekanntenkreis, mit wem andere Eltern gute Erfahrungen gemacht haben.

      LG

      Heike

    (10) 10.07.19 - 15:08

    Ob DIESER Test aussagekräftig ist, kann Dir hier niemand sagen. Dafür hast du zu wenig Angaben gemacht.
    Meine Söhne haben im Laufe ihres Lebens schon mehrere verschiedene IQ-Tests hinter sich. Große Unterschiede gab es nie. Der Große hatte im Alter von 4 einen IQ von 100, mit 10 Jahren lag er bei 101. Der Kleine lag mit 4 bei ungefähr 50 (nicht genau messbar) und mit 9 hatte er einen IQ von 60 - allerdings hatte er zwischendurch die Lautsprache erlernt. Bei der ersten Testung war er komplett ohne Sprache.

    Bei deinem Kind kommt es auf vieles an. Ich will nur einige Punkte mal kurz umreißen:
    1.: War dein Kind ausgeschlafen und munter. Hatte es weder Hunger noch Durst oder musste auf Toilette. Die Uhrzeit des Tests und was dein Kind davor gemacht hat, ist relevant. Unser SPZ und das KJP macht daher einen IQ Test ausschließlich früh 10:00 Uhr. Das Kind darf an dem Tag vorher weder in Schule noch Kiga gehen oder körperlich Große Leistungen erbringen.
    2.: War das Kind während des Tests wirklich ungestört? Also gab es nur die Testerin und dein Kind im Raum (und nicht noch 10 Studenten, die das beobachtet haben). War das Handy der Testerin aus, war auf dem Flur weitestgehend Ruhe und hat niemand an der Tür geklopft. Natürlich darfst auch du nicht gemeint gutwillig in den Test eingegriffen haben.
    3.: War der Test barrierefrei? Ein nicht-sprechendes Kind bekommt einen non-verbalen IQ-Test. Ähnliches gibt es für andere Behinderungen. Aber für viele Behinderungen gibt es einfach keinen adäquaten IQ-Test. Gerade wenn mehrere Wahrnehmungsstörungen vorliegen darf man getrost davon ausgehen, dass der IQ falsch ist.
    4.: Hat das Kind überhaupt mitgearbeitet und gezeigt, was es kann, oder war es schüchtern und hatte Angst vor der ungewohnten Situation.

    Mir hat eine Psychologin mal gesagt, ein Kind kann einen IQ-Test nicht fälschen. Ich würde diesen Test einfach ANDERS lesen. Dein Kind hat einen garantierten IQ von 66...nach oben ist alles offen.
    Falls dieser IQ korrekt ist, also eine reine leichte geistige Behinderung ganz stark an der Grenze zur Lernbehinderung und wirklich nichts anderes ... nun, dann braucht dein Kind einfach für Alles immer etwas länger Zeit um zu lernen. Aber das solltest du eigentlich längst bemerkt haben. Der IQ sollte dann einfach nur bestätigen, was du im Alltag siehst. Man kann viel erreichen über Förderungen. Es gibt einiges an Therapien, auch viele, die Kindern Spaß machen. Ganz wichtig ist jedoch, dass ihr jetzt am Ball bleibt. Dein Kind hat jetzt die Phase, in der es am besten lernen kann. Das müsst ihr optimal ausnutzen.
    Du kannst dein Kind auf eine Förderschule gehen lassen, oder du informierst dich über inklusive Beschulung - meine Söhne sind bis heute inklusiv beschult, auch mein Jüngster im Förderbedarf Geistige Entwicklung. Der Vorteil der inklusive Beschulung liegt nicht zuletzt in der 1:1 Schulbegleitung.

    Aber eine Frage: Wenn ihr heute den IQ Test habt machen lassen, wieso bekommt ihr dann heute schon das Ergebnis? Die Auswertung dauert doch viel länger.

    (11) 10.07.19 - 16:56

    Vielen, lieben Dank für eure Antworten.
    Mein Sohn wurde am 31.05.2014 geboren und ist jetzt 5 Jahre alt geworden. Er soll im Sommer 2020 eingeschult werden, aber wir möchten ihn gerne zurück stellen, da wir nicht genau wissen auf welche Förderschule wir ihn geben sollen oder vielleicht auf eine integrative Grundschule. Er bekommt seit er 2,5 Jahre alt ist Logopädie, da er einen heftigen Paukenerguss hatte und bis dahin gar nicht gesprochen hat. Wobei ich selber schnell gemerkt habe das es nicht nur daran liegen kann, aber es war einfach ein Bauchgefühl weil er einfach noch klein war. Mit 3,5 haben wir dann Ergo und Frühförderung angefangen. Das alles führen wir bis heute weiter. Er geht zusätzlich noch in psychomotorisches Schwimmen. Er hat viele „Baustellen“ Sprache, Feinmotorik, Grobmotorik wobei er jetzt schwimmen und richtiges Fahrrad fahren erlernt hat und das macht er echt toll. Er ist leider noch nicht sauber und trägt 24 Stunden eine Windel.
    Er geht aktuell in eine integrative Kindertagesstätte, wobei das mehr eine Sache fürs Papier ist besonders gefördert wird er dort nicht.
    Der IQ Test war ein nonverbaler wegen seiner Sprache, er wurde in 2 Etappen gemacht, einmal um 11 Uhr morgens und der nächste um 13:45 nach dem Kindergarten. Er war allein drin, ohne mich. Was genau dort getestet wurde weiß ich nicht, wurde mir nicht genau gesagt sie hätte nach dem zweiten mal ein Blatt da liegen wo drauf stand IQ 66 wobei er wohl in einem Bereich im Durchschnitt lag und der auch den Schnitt angehoben hat, sagt sie. Er entwickelt sich stetig, aber halt langsam laut dem Test hat er ein kognitives Alter von 3,6 Jahren, so sehe ich ihn auch. Wir hoffen halt sehr das er durch die Förderung sich weiterentwickelt und er vieles aufholt vielleicht niemals in den Bereich des „normalen“ kommt aber das einfach noch mehr zu holen ist bei ihm, weil er auch so ein stur Kopf ist und sich wenig probiert wenn was nicht sofort klappt ist es bei ihm vorbei. Bis jetzt haben wir aber außer einer Entwicklungsstörung und einer verbalen Dyspraxie keine weiteren Diagnosen.
    Danke für euere lieben Worte und Antworten.

    Liebe Grüße

    • (12) 10.07.19 - 18:00

      Hallo,
      da solche Tests wirklich richtungsweisend sind und nicht selten über die gesamte Zukunft entscheiden können (falls Eltern hier nicht eingreifen), solltet ihr euch dringend für die Zukunft merken, dass er die nächsten Tests (und da werden noch viele kommen) niemals vorher im Kiga oder in Schule war. So ein Test ist mit einer Prüfung gleichzusetzen. Kein Mensch bringt Bestleistungen in einer Prüfung, wenn er sich zuvor im Kiga/Schule ausgepowert hat und dann eigentlich müde ist. Ich würde sagen, da ist durchaus noch Potential nach oben...wenn auch dein Sohn sicher nicht in den Bereich des normalen IQ kommen wird.
      Ist die Logopädie denn spezialisiert auf VED? Eigentlich können das nur die allerwenigsten. Seid ihr zufrieden mit den Fortschritten?
      Der I-Status im Kiga bedeutet eigentlich nicht zusätzliche Förderung, sondern ist eher dafür da, dass dein Kind überhaupt in den Kiga gehen kann. Du darfst das nicht verwechseln. Für die Förderung ist die Krankenkasse zuständig und ggf. die Frühförderung. Ein gleichaltriges Kind braucht viel weniger Hilfe normalerweise. Der Ausgleich ist für den Kiga nur durch den I-Status zu schaffen (weniger Kinder, I-Kraft, Hilfsmittel).
      Grundsätzlich will ich dir noch rehakids.de empfehlen. Für viele deiner Fragen findest du dort Antworten.
      Hast du schon einen Schwerbehindertenausweis und einen Pflegegrad beantragt?

      (13) 12.07.19 - 14:41

      Was wurde denn vorher zum Test gesagt?
      Was wurde gesagt, das der Test bewirken soll?

      Bei meiner wurden auch schon mal Tests gemacht - aus unterschiedlichen Gründen.
      Es wurde vorher erklärt, dass ein aussagekräftiger IQ bei Kindern

      - immer vormittags stattfinden MUSS. Bestimmte anerkannte Tests dürfen nur in einem Zeitrahmen von x bis y Uhr statt finden. 8 Uhr und .... Uhr. Auf jeden Fall vormittags.

      - das Kind sollte ausgeschlafen sein

      - die Testperson sollte auch auf die Motivation, Arbeitshaltung des Kindes achten

      - das Kind sollte gut gefrühstückt haben

      - darf an dem Tag auf keinen Fall vorher in Schule/Kindergarten gewesen sein.
      Der sonstige Ablauf sollte aber möglichst gewöhnlich sein.

      Alles andere sei nicht aussagekräftig und könne das Ergebnis verfälschen.

      Bei Unsicherheit wäre eine Wiederholung des Tests anzuraten. Jedoch in bestimmtem Mindesabstand.

      Besonders dann, wenn der Test einen wichtigen Baustein für bestimmte Förderungen darstellt. Ist es nur ein Zwischenstand, ist das Ergebnis u.U. nicht so wichtig.

      Je nach Diagnose, die in Frage kommen, wird er halt nur mitgetestet (Ergebnis spielt nur am Rande eine Rolle)
      oder kann sehr wichtig sein um die entsprechende Diagnose zu erhalten und weiteres darauf aufzubauen. In diesem Fall ist eine korrekte Durchführung des Tests wichtig.

      So wurde es mir bisher erklärt.
      Auch für meine eigene Diagnostik. Bestimmte Tests durften nur am Vormittag durchgeführt werden. Besprechung und anderes war von der Uhrzeit her egal.

(14) 11.07.19 - 11:01

Hallo!

Ich habe nicht viel Zeit, aber wollte dir trotzdem kurz antworten. Meine älteste , jetzt fast 12,5 Jahre alt, war mit 4-5 Jahren auch in einem - bei uns heißt es HTZ, wegen ihrer geringen Frustrationsztoleranz, ihren aggressiven Wutausbrüchen vor allem gegenüber anderen. Sprachlich war sie früh dran und mehr so der Überflieger-Typ. Sie schien resistent gegenüber ALLEN Erziehungsmethoden und brachte uns mehr als einmal an den Rande des Wahnsinns. Lange Rede, kurzer Sinn, es wurden viele Tests gemacht, unter anderem ebenfalls ein IQ Test, Ergebnis lag bei etwas um die 80. ich weiß nicht mit eurem Fall zu vergleichen. Wir waren etwas geschockt, hielten wir sie doch eher für ein schlaues pfiffiges Mädchen. Mittlerweile wurde der IQ Test 2x wiederholt, und was soll ich sagen, sie liegt irgendwo zwischen 125 und 129, in allen Bereichen. Es gibt keine inselbegabung bei ihr.
Was ich damit sagen will, nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird. Vllt war die Testsituation wirklich ungünstig für ihn, oder er hatte einen schlechten Tag/keine Lust oder sonst was. In ein paar Jahren sieht es vllt anders aus.

Ich wünsche euch jedenfalls nur das Beste!
Lg
Biene83 mit 6 Kids 😘

  • (15) 13.07.19 - 18:02

    Ehrlich gesagt überrascht mich das ihr alle das genaue Ergebnis kennt. Mein Sohn wurde auch gerade im SPZ untersucht (Verdacht auf Autismus) inklusive IQ Test.

    Mir wurde nur gesagt er wäre normal und unauffällig entwickelt.#kratz

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ich das genaue Ergebnis überhaupt wissen möchte. Was wenn es leicht unterdurchschnittlich ist und ich meinem Sohn dann nix mehr zutraue? Eigentlich furchtbar das man die Kinder so früh stigmatisiert.

    Im Kindergarten war er auch vorher. Habt ihr nachgefragt oder wurde es euch genau so mitgeteilt? IQ ist so und so hoch?

    • (16) 13.07.19 - 18:20

      Das ist sehr diskutiert, ob Zahlen den Eltern genannt werden oder nicht unter uns Fachpersonen. Es besteht immer die Gefahr, dass es zu Fehldeutungen kommt, wenn sich Laien nur auf eine solche Zahl stürzen.

      Ich würde an Deiner Stelle noch einmal anrufen und es dir nochmal erklären lassen wenn dir das Ergebnis nicht klar ist. Bzw. fragen ob du ein separates Beratungsgespräch bekommen kannst. Oder hast du noch einen weiteren Termin im Spz wo das evtl noch genauer beraten wird? Seid ihr konkret dort vorstellig geworden oder war es eine Routine Sache aufgrund von Frühgeburtlichkeit? Das alles hat oft Einfluss auf die Abläufe, wie die Termine strukturiert sind.
      Ein nonverbaler Test mit 2 Werten da fällt mir gerade nur ein gängiger Test ein (führe selbst iq tests durch mit kindern). Prinzipiell sagen Psychologen, dass iq tests ab Schulalter einen zuverlässigeren Wert ergeben als vorher. Aber, dass bei einigermaßen kooperativem Arbeitsverhalten aus einem deutlich unterdurchschnittlichen Wert ein durchschnittlicher wird habe ich in jahrelanger Berufserfahrung nicht erfahren.
      Sicher wird ja bei euch schon vor Einschulung ein Verfahren für sonderpädagogischen Förderbedarf laufen?! Fließt da dieses Ergebnis mit ein? Ob das mit der Rückstellung klappt hängt stark vom Bundesland ab... Wenn es klappt, dann besteht ja die Chance vorher ein aktualisiertes Ergebnis zu versuchen.
      Alles in allem sind heterogene Ergebnisse (also wenn in den einzelnen Bereichen des Tests große Unterschiede sind) für Eltern oft sxhwer nachvollziehbar. Oft sind das dann auch Kinder, die man nur schwer in eine "Kategorie" einordnen kann (was Psychologen sowieso nicht gern machen, aber das Schul-, Gesundheits und Sozialwesen leider oft verlangt, um an Hilfen für das Kind zu kommen).

      (17) 19.07.19 - 23:54

      Das SPZ braucht immer etwas Zeit bis die Gutachten geschrieben sind - mindestens 6 Monate, es können aber auch Jahre vergehen. Keine Angst, du wirst den exakten IQ im Gutachten noch erfahren, inklusive der kompletten Beschreibung, was das bedeutet und falls vorhanden auch den IQ der Untertests.
      Ansonsten ist ein Test auf Autismus im SPZ ungefähr so sinnvoll, wie wenn man Brötchen in der Tankstelle kauft, statt beim Bäcker nebenan, der Erfahrung und deutlich mehr Auswahl hat. Der Facharzt für Autismus bei Kindern ist der Kinder- und Jugendpsychiater (KJP). Lass dein Kind dort diagnostizieren! Die Fehlerquelle des SPZ ist unheimlich hoch. Praktisch Jeder, der mit Verdacht im SPZ aufschlug und dann eine Negativ-Diagnose bekam, wurde nach langem Leidensweg Jahre später (teilweise zufällig) von einem KJP mit Autismus diagnostiziert.
      Meine Kinder betrifft das selbst, aber praktisch alle Eltern mit autistischen Kindern erzählen die gleiche Geschichte. Also für dich der dringende Rat, wenn ihr wirklich den Verdacht habt, gebt gar nichts auf das Resultat des SPZ, sondern geht zum Facharzt, einem KJP.

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