Aufgeben des Sports aufgrund Einschränkungen

Moin,

meine Tochter fand vor ca einem Jahr zu ihrem heißgeliebten Sport: Cheerleading!

Sie hat seit vielen Jahren diagnostiziertes Rheuma und ADS. Sie ist sehr schlank und sportlich.
Sie hatte mehrere Schübe und teilweise Komplikationen in Zusammenhang mit den Medikamenten, die sie aufgrund des Rheumas nehmen muss.
Sodass sie teilweise von den Meisterschaften ausgeschlossen wurde.
Seit dem Sommer hat sie nun auch noch massive Kreislaufprobleme. Aufgrund derer ist sie sich schon ohnmächtig geworden und ungünstig gefallen, mit der Folge, dass sie eine Gehirnerschütterung hatte.

Nachdem erst nach längerer Zeit ein Arzt sagte, dass sei aufgrund des Kreislaufes und sie solle schnelle Stellungswechsel vermeiden, musste die Entscheidung gegen den Sport getroffen werden.

Nun geht es ihr damit sehr schlecht.
Habt ihr gute Tipps, was eventuell möglich wäre?

Liebe Grüße
Coffea

Ich glaube, da bekommst Du eher Tips bei den Rheumakids oder auf Seiten der Rheumaliga, die sich mit Kinderrheuma befassen. Das Thema ist doch sehr spezialisiert. Trotzdem alles Gute für Deine Tochter, für die die komplette Umstellung des Lebens sicher sehr schlimm ist.
LG Moni

Ich kenne mich mit Rheuma gar nicht aus, erlebe aber gerade bei meinem Sohn (15 und seit Mai Multiple Sklerose), dass Sport ganz wichtig ist und ihm sehr geholfen hat, wieder zu einer positiven Grundeinstellung zu finden. Hier war es auch länger nicht klar, ob er seinen Sport weiternachen kann und beim nächsten Schub kann im schlimmsten Fall auch alles wieder vorbei sein, aber wenn nicht der, dann ein anderer Sport.

Ich würde mich mit Ärtzen oder anderen Betroffenen austauschen, welche Sportarten in dem Fall geeignet sind. Ich finde es gerade für Kinder mit solchen Krankheiten wichtig, dass sie irgendwo den ganzen Mist halbwegs vergessen und normal sein können. Muss kein Sport sein, kann auch Musik etc., aber für sportliche Kinder ist es schon sehr schwierig, wenn sie merken, es geht aufgrund der Kerankheit nicht mehr.

LG

Hallo, die Aussage des Arztes hätte Dir auch Deine Großmutter geben können. Da ja damit nicht an die Ursachen gegangen wird.
Was für ein Arzt hat denn dies abgesondert?
Seit ihr Kinderrheuma Center?
Sport ist bei Rheuma definitiv gut, ausserhalb eines aktuen Schubs.
Meine Tochter hat seit ihrem dritten Lebensjahr Rheuma und hat Hochleistungssport betrieben, da zucken viele Ärzte - aber auch weil es faktisch damit keine Erfahrungen gibt.
Probleme wie Übelkeit gibt es zum Beispiel häufiger bei MTX - aber das muss nicht gegen den Sport sprechen. Da gibt einiges was man tun kann. Das Beginnt bei der Uhrzeit der Medikamentengabe, über die Ernährung etc.
Was habt ihr da ausprobiert?
Das gleiche gilt für Cortison.
Ist sie evtl. im Sommer massiv gewachsen? Dann können die Kreislaufproblme davon herkommen. Häufig trinken Jugendliche nicht ausreichend.
War sie schonmal in einem Rheuma Jugend-Sommer-Camp? Da gibt es viel Spaß, Sport und hilfreiches Tipps.
Alternativ zum Cheerleading - Tanzen.
Gerne auch kannst du mich direkt nach Tipps fragen.

Gibt es bei euch vielleicht Cheerdance? Das ist weniger akrobatisch und vielleicht demnach passender.

Mein Sohn groß, schlank, Asthma hatte während des Wachstums als Teenie auch oft Kreislaufprobleme. Die Ärztin sagte, er solle sich mehr bewegen und Sport machen. Wir haben dann ein wenig geschmunzelt, da er zwei- dreimal die Woche Handball spielt, Schulsport hat, Wakeboard fährt und viel mit dem Hund läuft...also an Bewegungsmangel lag es definitiv nicht. Da die Ärztin keine besseren Ideen hatte und nichts mit Medikamenten machen wollte, haben wir in der Apotheke gefragt. Dort haben wir Effortiltropfen bekommen. Die hat er eine Zeitangabe genommen wenn er Probleme hatte.... und nach ein, zwei Monaten war der Spuk vorbei und er braucht sie fast gar nicht mehr.