Bauträger! Wer von Euch baut mit einem Bauträger?

Guten Morgen,

wer von Euch baut mit einem Bauträger?
Wir hätten die Möglichkeit mit einem Bauträger zu bauen, der mehrere Häuser auf ein Grundstück baut.
Wer von euch hat Erfahrung damit?
Positiv sowie auch negativ?

LG Kuschl

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Hallo Kuschl,

wir haben dies getan und grundsätzlich würde ich sagen NIE WIEDER auf diese Art und Weise.

Grundsätzlich sind Bauträger und ihre Verkäufer Profis und sie werden dich über den Tisch ziehen. Wenn sie seriös sind, sind sie meist auch teuer - Wo bei dies keine Garantie ist.

Viele Bauträger haben vom Bauen keine Ahnung - jeder kann sich Bauträger schimpfen- und meist kein Kapital. Das kleinste Problem kann sie in die Insolvenz treiben.

Meist arbeiten die Bauträger mit der Makler- und Bauträgerverordnung. Hier wird dem Käufer eingeredet das dies zum Schutz des Käufers passiert. Was nicht der Fall ist.

Folgende Dinge solltest du beachten:

Wenn du nach Baufortschritt die Raten zahlst muss du unbedingt die Grundbuchübertragung nach der ersten oder 2. Rate vereinbaren. Jedes Argumenz des BT dagegen ist eine Lüge, denn du zahlst sonst weiter für ein Haus welches dir nicht gehört und machst dich erpressbar durch den BT - was dieser auch ausnutzt. Hier keinen Kompromiss eingehen. Du hast ja was bisdahin steht und das Grundstück ja auch schon bezahlt.

Bestehe auf einer Fertigstellungsbürgschaft


Bestehe das jede Kleinigkeit in die Baubeschreibung kommt, wortwörtlich wie du dies willst. Lass dich nicht mit Formulierungen und 2deutigkeiten abspeisen- diese sind IMMER zu deinem Nachteil.

Bestehe auf einer Gewährleistungsbürgschaft von 5% der Gesamtsumme für 5 Jahre nach Fertigstellung.


Mache dir vorher Gedanken was neben dem eigentlichen Bau noch wichtig ist z.B. Erschließungskosten, Pflasterung Hof und Stellplätze, Anschlusskosten für Telefon, Zuwegung zum Haus, Terrasse, Ausstattung Bad.

Ebenfalls wichtig sind eindeutige Bezeichnung der Bodenbeläge, Treppen, Anzahl der Steckdosen, Lichtschalter, Lage der Fenster, Bohrung Dunstabzugshaube, Material des Estrichs, und und und

Sinnvoll ist es sich hier an den http://www.bsb-ev.de zu wenden. Gegen eine im Vergleich zu den gesamtkosten geringe Gebühr kann man hier Fachleute die einem während der Vertragsphase und wenn man wünscht auch während der Bauphase betreuen finden.

grüßle

peter













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leider nur schlechte, -- private, im bekanntenkreis und als Hausverwalterin: massenweise !.... da gab es bei über 20 Bauträger-erstellten Häusern gerade mal bei EINEM keine Probleme...

noch dazu: -- die kleinen Bauträger kümmern sich zwar mehr, machen aber meist pro forma pleite und überschreiben das geschäft der ehefrau und du bleibst auf deinen forderungen sitzen... --- die grossen sind einfach oft leider nur schlampig bzw. bauen billig vom billigsten mit natürlich heftigen folgen....

wenn man die Wahl hat: -- nie wieder oder nur mit eigenem architekten auf bauträgers kosten als überwachung.... ... oder vorher sooo einen grossen Eur-Einbehalt vereinbaren, dass die Abwicklung aller Mängel mit höherem Druckmittel oder eigenen Restmitteln erfolgen kann...

lg
tanja

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Dieser Bauträger hat schon ein Projekt mit über 90 Häusern gemacht und baut nur so große Sachen. Jetzt werden es ca. 40 Häuser.
Ich denke, man kann das pauschal nicht sagen. Es geht bestimmt immer irgendwas schief beim Bauen egal ob über Bauträger oder Alleinauftrag.

Oder?!?

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Große, erfahrene Bauträger bewerben ihre Kunden natürlich mit ihrer Erfahrung und können meist auch Referenzen nachweisen. Diese kann man sich nennen lassen und dort auch einmal nachfragen.
Eine oft übliche Praxis eines gut laufenden Bauträgers ist die
Ausgründung einer Tochtergesellschaft für ein spezielles Bauvorhaben. Z.B. hier entstehen 20 DHH am Waldrand durch die Fa. "Ehrlich-Bau". Die Fa. "Ehrlich-Bau" heisst aber in Wirklichkeit ( speziell für dieses Bauvorhaben) vielleicht "Ehrlich-Bau-am Waldrand-GmbH".
Das garantiert der Fa. "Ehrlich-Bau" einen Schutz vor Insolvenz, wenn unerwartet etwas am Bauprojekt "Waldrand" schief geht.
Die Waldrand-Kunden werden dann meist um ihr Geld betrogen, da die GmbH nur mit ihrer Mindesteinlage haftet.
Gründe für solche Tochter-Insolvenzen sind oft Geldsorgen im Mutterkonzern, da ist der Betrug schon vorprogrammiert, aber auch schlecht recherchierte Bodenverhältnisse und unerwartete Probleme bei der Erschließung (auch oft schlecht recherchiert) sowie unzureichende Bauüberwachung bei ausführenden Firmen, so dass Mängel nicht rechtzeitig erkannt werden oder nur mit erheblichen finanziellen Mehraufwand behoben werden können. Und da klafft die finanzielle Lücke!!
Diese Lücke kann auf gut Glück mit dem nächsten Bauvorhaben "Seeblick" ("Ehrlich-Bau-Seeblick-GmbH) gestopft werden.
Die dazu benötigten Verträge mit dem zukünftigen Bauherren enthalten dann üblicherweise den Passus " Mit Beginn der Baumaßnahme ist dem Bauträger die Summe
XY.000,00 zu zahlen". Geld für den es eigentlich keinen Gegenwert gibt. Der Bauträger begründet dies mit der Bereitstellung von Maschinen und Ausrüstung, sowie entsprechend Material....es soll ja schließlich schnell gehen, SIE wollen doch bald einziehen, gell!!!
Die finanzierenden Banken akzeptieren das meist nicht (und zur Zeit wohl erst recht nicht) so dass einem meist nur die Zahlung vom Eigenkapital bleibt.
Es ist dann etwas Vorsicht vor den von den Bauträgern "mitgebrachten" "Finanzfuzzis" angebracht. Die sehen in diesen Geschäftsmodellen gar kein Problem, da könnte der Zins etwas höher ausfallen und Aussagen wie "unser Finanzunternehmen sieht darin kein Problem, wie arbeiten schon jahre mit "Ehrlich-Bau" zusammen" gehören dann zum Geschäftsalltag.
Das auch fast richtig, denn das Problem hat dann der Bauherr, der die entsprechenden Kreditforderungen zu bedienen hat und schlimmstenfalls keine Gegenwert dafür besitzt und obendrein noch irgendwo zusätzlich Miete zahlt, weil sein Bauprojekt nicht rechtzeitig oder nie fertig wird.
Ich möchte hier keinen vor Bauträgern warnen, aber man sollte sich seine Geschäftstpartner gut auswählen.
Es gibt auch die Möglichkeit, von Bauträgern schon fertig errichtete Bauobjekte zu erwerben. Leider sind diese dann etwas teurer (wegen der Vorfinanzierung) und man hat nur geringen Einfluss auf die individuelle Gestaltung.
Aber man ist auf der sicheren Seite.
Die entstehende Euphorie beim eigenen Bauprojekt lässt das rationale Denken oft in den Hintergrund treten. Da sind dann Hinweise von nicht involvierten Personen oft wertvoll, weil man selbst in Gedanken schon dort wohnt und eventuelle Risiken verdrängt oder unterbewertet.
Zuletzt noch der Hinweis: Wer schreibt, der bleibt!
Alles mündlich besprochene, ALLES, hat im Streitfall KEINEN Wert. Und derjenige, der eine Abmachung nicht unterschreiben möchte, will diese auch nicht einhalten.
Vertragliche Dinge sollten eineindeutig gestaltet werden, nicht etwa wie "es kommt das Fabrikat XY, oder gleichwertig zum Einsatz". Gleichwertig heißt eben, alles andere ist auch möglich.

der aufgeregte,
der nur nach Baufortschritt gezahlt hat und keine negativen Erfahrungen sammel musste

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Hi,

du hast Post.

Du hast Recht ob mit einem Bauträger oder anders - es geht immer etwas schief.

Allerdings solltest du dir die Karten nicht aus der Hand nehmen lassen. Bei den allermeisten Bauträgern gibt es immmer einen Verlierer wenn es hat auf hart kommt und dies ist der Kunde und die Handwerker des Bauträgers.

Niemals ist es der Bauträger - dem muss man entgegensteuern.

Ein anderer Vorschlag den du machen kannst und der auch richtig währe:

Du machst einen Vertrag, dein Bauträger baut das Haus. Die Zahlung erfolgt in einer Summe nach Abnahme und VOLLSTÄNDIGER Fertigstellung Zug um Zug gegen die Umschreibung.

Dies wäre auch eine seriöse Abwicklung

grüßle

peter