Von Nachtspeicher auf Gasheizung. Fragen dazu

    • (1) 07.01.11 - 11:06

      Hallo ihr lieben,

      wir haben (noch) Nachtspeicher Öfen. Im april diesen Jahres sollen wir Gasheizungen bekommen. Es wurde alles schon vermessen u.s.w.

      So Dauer ca. 6 Monaten, es sind bei uns in der Straße 12 Mehrfamilienhäuser gleichzeitig (nach meinen Infos)

      So wie läuft das ab? Wie lange brauchen die, gehen die durch Böden und Decken? Was ist mit Laminatboden?


      Kann mir wer was dafür sagen?

      Mieterhöhung haben wir schon erhalten, tritt Ende des jahres in Kraft

      Lg
      Nicole

      • (2) 07.01.11 - 12:26

        Kann wohl keiner hier genau sagen, der die alte Heizung, die neue Heizung die Verträge mit den Handwerkern und die räumlichen Gegebenheiten nicht kennt.

        Nur eine Frage kann ich ganz klar beantworten:

        "gehen die durch Böden und Decken?"

        Mit Sicherheit ja.

        • (3) 07.01.11 - 12:28

          Hi,

          sollten ja Erfahrungsberichte sein. Im großen und ganzen dürften es da noch nicht so viele Unterschiede geben,oder?

          Lg
          Nicole

          • (4) 07.01.11 - 13:54

            Unterschiedliche Bauvorhaben mit unterschiedlichen Geldmitteln und unterschiedlichen Handwerksbetrieben können auch mal unterschiedliche Ergebnisse bringen.

            Bei uns in der Siedlung hat ein Bauherr in 8 Monaten ein Haus aus dem Boden gestampft und nach insgesamt 10 Monaten bezogen.
            Ein weiterer baut seit 15 Jahren daran und hat immer noch kein Dach drauf...

            Normalerweise kannst Du davon ausgehen, dass der Vermieter bestrebt sein wird, die Baumaßnahme so schnell wie möglich abzuschließen.
            Bei dieser Größenordnung würde ich aber mal mindestens mit 2 - 6 Monaten Baulärm und Dreck rechnen (nicht unbedingt wärend der gesamten Zeit in DEINER Wohnung).

      Für die Dauer der Baumaßnahmen habt ihr das Recht auf Mietminderung.

      Baumaßnahmen im Haus oder am Haus stellen einen Mangel dar, wenn der Mieter hierdurch beeinträchtigt wird (vgl. AG Köln, ZMR 1980, 87: der Mietanspruch entfällt, wenn die Wohnung völlig neu gestaltet wird und deshalb für längere Zeit unbewohnbar ist). Die Minderungsbefugnis besteht auch dann, wenn der Mieter mit der Maßnahme einverstanden ist oder wenn er sie nach § 554 BGB dulden muss (KG, Urteil v. 2.11.2000, 8 U 4206/99, GE 2002, 257; LG Mannheim, WuM 1986, 139; LG Berlin, GE 1997, 619; AG Osnabrück, WuM 1996, 754).
      Die Art der Beeinträchtigung ist gleichgültig. In Betracht kommt insbesondere eine Beeinträchtigung durch Lärm oder Schmutz. Auch sonstige Gebrauchsbeeinträchtigungen berechtigen zur Minderung (AG Hamburg, WuM 1996, 30: wenn das Haus eingerüstet und mit Planen verhängt ist, weil hierdurch die Benutzung der Balkone beeinträchtigt, die Lichtzufuhr behindert und die Einbruchsgefahr erhöht wird). Eine optische oder ästhetische Beeinträchtigung genügt, etwa die Nutzung des Wohnumfeldes als Lagerplatz für Baumaterialien und dergleichen (LG Osnabrück, WuM 1986, 93).
      Darüber hinaus haftet der Vermieter, wenn durch unsachgemäße Bauarbeiten am und im Bereich des Gebäudes, in dem die Mietsache gelegen ist, ein Schaden des Mieters entsteht. Für das Verschulden von Bauarbeitern muss der Vermieter einstehen (OLG Düsseldorf, Urteil v. 25.11.2001, 10 U 67/00, NZM 2002, 21).

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