Haushalt & Wohnen

Kauf einer Eigentumswohnung - Erfahrungen und Meinungen gesucht. Seite: 2

              • So war auch mein Plan...

                Jetzt verkaufe ich die Whg., da ich mich nicht in der Lage sehe, wieder Nerven und Geld zu investieren.

                Mein Mieter hat mir die Wohnung und den Keller zugemüllt, der Container kostet mich € 250. Ausserdem sind 3 Sachen beschädigt - Vandalismus, ich habe nächste Woche einen Termin mit der Fa., die es repariert.

                D.h. für mich wieder Kosten und wieder einen halben Tag Urlaub, da ich nicht im gleichen Ort wohne.

                LG

                • Wenn man finanziell nicht wirklich jenseits von Gut und Böse ist, kann Vermietung ein teures Hobby oder schlimmstenfalls der finanzielle Ruin werden, vom Zeitaufwand und der nervlichen Belastung ganz abgesehen.

                  LG,

                  W

          Im (seltenen) Idealfall....

    Ich finde, dass Dein/euer Plan gut und vernünftig klingt. Du scheinst klar zu wissen, was Du willst und machst Dir darüber sehr viele Gedanken, was ich sehr gut finde.

    So wie Du schreibst und eure Voraussetzungen schilderst, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, eine Wohnung zu kaufen. Euer Einkommen sollte dafür definitiv reichen.

    Und ob ihr die Wohnung dann vermietet oder vielleicht doch wieder verkauft, wenn ihr in ein paar Jahren bauen wollt, müsst ihr ja nicht jetzt entscheiden.

    VG
    Claudia #sonne

meine meinung: weiter zur miete wohnen (aber gemeinsam, nicht nur auf besuch!), fleißig geld ansparen und dann in 3-4 jahren gemwinsam etwas kaufen (wohnung oder haus), vor allem dann deutlich mehr eigenkapital haben.
ihr seid erst 2 jahre ein paar, recht jung und habt keinen wirklichen gemeinsamen hausstand. das würde mir nicht reichen.
lg

Hallo ,

mir fällt dazu nur ein , daß es meist anders kommt als man denkt...:-)

Selbst wenn sich die Kosten für die ETW durch Mieteinnahmen selber tragen sollten müsstet ihr mit dem Nettogehalt deines eventuell zukünftigen Mannes und Vater Deiner Kinder die Kosten für ein Haus+Nebenkosten+Versicherungen+Lebenshaltungskosten+Rücklagen decken können.Und dafür reichen die momentanen 1700 € nicht .

Ob Du gleich nach der Geburt wieder arbeiten gehen kannst / möchtest würde ich mal aus der Gleichung rausnehmen.
Da habt ihr noch keine Einrichtung , Auto oder Urlaub mit drin.
Das find ich ganz schön schwerer Tobak für ein junges Paar.

Ich würde es so nicht machen.Auch wenn der niedrige Zins momentan dazu verleitet.

Zieht erst mal zusammen und führt ein paar Monate ein Haushaltsbuch um zu sehen , wieviel ihr im Monat braucht. Und dann geht zur Bank und lasst Euch beraten und ausrechnen , wie hoch die Kreditrate für einje ETW wäre.

Bei Eigentumswohnungen kommen noch einige Nebenkosten hinzu, die man als Mieter nicht hat.

Und dann könnt ihr Euch Gedanken um alles andere machen:-)

Viel Glück

Tina

ICH würde es nicht machen und kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine Bank euch beide Immobilien finanzieren wird.

Im Moment hört sich das Gesamtnetto recht gut an, abzüglich der Fixkosten sieht es aber schon wieder anders aus. Wie wollt ihr die Hypothek für Wohnung und Haus abtragen, wenn die Wohnung nicht nahtlos vermietet wird? Oder - worst case - der Mieter die Miete über längere Zeit nicht bezahlt? Wie wollt ihr vom Gehalt deines Freundes ein Haus und alle Fixkosten bezahlen, wenn du dir mit einem Kind den Luxus leisten willst, lediglich Teilzeit zu arbeiten?

Ihr solltet auch bedenken, dass ihr eigentlich gar kein Eigenkapital habt. Bei einem angenommenen Kaufpreis von 180.000 € werden die Kaufnebenkosten euer Eigenkapital auffressen. Ganz zu schweigen, dass für einen Hauskauf gar kein Kapital mehr vorhanden ist.

Ihr dürft ja gerne mal träumen, aber landen solltet ihr in der Realität. Und die sieht im besten Fall so aus, dass ihr in den nächsten Jahre das Eigenkapital aufstockt und dann eventuell eine Wohnung zur Eigennutzung kauft oder, wenn das Geld ausreicht, ein Haus. Alles andere ist finanzielles Harakiri.

Hallo,

grundsätzlich finde ich super, dass Du darüber auch wirklich nachgedacht hast!
Und das auch relativ gründlich!

Das finde ich schonmal super!!!

Mir persönlich wäre 20.000€ EK zu wenig! Allerdings kommt das ja auch immer auf die Gegend an in welcher man Eigentum erwerben oder Wohneigentum bauen möchte.
Da variieren sowohl die Immobilien, als auch die Grundstückspreise!

Bei uns im Rhein-Main- Gebiet (A´Burg) würde man mit dem Betrag nicht allzuweit kommen.

Grundsätzlich finde ich es nicht dumm die Wohnung/eine Wohnung zu kaufen und bei räumlicher umorientierung aufgrund von höherem Platzbedarf (Kinder und co) zu vermieten.
Aber der Plan geht auch nur auf wenn man an vernünftige Mieter gerät.

Meine Eltern haben mehrere Häuser und hatten da ein paar Mal schon ganz schön Pech!
Mietausfall über Monate, das Entsorgen der Überreste wenn die Mieter endlich raus sind, dann Renovierungsarbeiten und kosten und oftmals sind es auch schon Sanierungsarbeiten gewesen...

Sollte mal so ein Fall eintreten, finanziert sich die Wohnung in der Zeit des Mietausfalls keinesfalls von allein! Im Gegenteil, mit Renovierung, Sanierung usw zahlt man sogar ordentlich drauf! Und das muss man sich finanziell auch leisten können! Eine Räumungsklage dauert ebenfalls ewig und kostet ... Und das Geld wiederholen durch Klage bringt auch nur was wenn es denn beim Mieter "was zu holen gibt" ...

Das klingt jetzt erstmal gruselig und nach absolutem "worst case" ... aber da ich das in all den Jahren bei meinen Eltern schon ein paar mal mitbekommen habe, weiß ich 2 Dinge genau:

1) Man kann den Leuten nur vor den Kopf gucken und das kann noch so toll wirken!

2) NIE IM LEBEN will ich Vermieter sein!

Abgesehen davon habt ihr auch wirklich noch Zeit!

Ich glaube Projekt "Wohneigentum" bzw. geplant sind in der Hinsicht ja 2 "Projekte" müssen nach 2 Jahren Beziehung noch nicht sein! (Finde ich)

Und mit 400€ Miete wirfst Du auch keinen hohen Betrag aus dem Fenster!

Zumal sich Dein Freund daran auch beteiligen könnte wenn er eh bei Dir "mit wohnt" ...

hi

ihr oder du müsstet für die Wohnung also grob 150 000 Kredit aufnehmen. da könnte die Rate schon mal 800 im Monat ausmachen. kriegst du das in der Gegend an Kaltmiete überhaupt herein? wenn du jetzt 400 inklusive für 55 qm zahlst, dann wird das wohl nix.
erkundige dich auch wegen Steuer bei mieteinnahmen!

warum zieht er nicht zu dir? mehr als 2400 reine miete pro Jahr wirst du ja kaum zahlen, die Zinsen beim Kredit wären in den ersten Jahren wohl höher...

ihr solltet euch auch gegenseitig absichern. ich wäre nicht für einer Wohnung, einer haus. abgesehen davon dass ich das mit der Wohnung nicht so gut finde. zumindest solltet ihr schriftlich festhalten was wer investiert hat. und einer rate zahlen und der andere Lebenskosten ist im Fall der fälle zum Nachteil für den der das Leben zahlt.

wegen der zwei Jahre würde ich mir nicht so Gedanken machen, Trennungen können immer passieren. aber gleich bei kauf am besten auch da schriftlich was vereinbaren.

warum spart ihr nicht noch zwei Jahre und kauft euch dann ein Grundstück?

LG

Ich finde euren Plan schon sehr realistisch.

Mein Mann und ich hatten vor 5 Jahren das gleiche vor. Wir haben eine Wohnung gekauft (allerdings gleich 5 Zimmer, 130 qm) und wollten sie, wenn wir ein Haus bauen, auch vermieten und der Kredit hätte sich durch die Mieteinnahme selbst getragen (so macht es mein Schwiegervater mit seinen 2 Häusern seit 30 Jahren ;-)).

Wir haben uns dann aber doch entschieden, die Wohnung zu verkaufen. Durch die Renovierungs- und Sanirungsarbeiten, die damals nötig waren, haben wir einen besseren preis bekommen, asls wir in damals bezahlt hatten - so haben wir 3 Jahre "umsonst" gewohnt und hatten sogar noch einiges übrig #cool

Was du bedenken solltest: würde das Einkommen ausreichen einen Kredit (ob nun für Haus oder Wohnung) und die Lebenshaltungskosten zu unterhalten, wenn ein Gehalt wegfallen würde (durch Arbeitskosigkeit, Arbeitsunfähigkeit, Kinder, usw.)?

Das wäre in meinen Augen die erste Hürde, die ihr klären solltet, alles andere findet sich und ohne ein kleines Risiko geht im Leben nix ;-)

(29) 04.12.13 - 22:10

Der Ankerhaken an der Geschichte ist für mich, dass Ihr die Mieteinnahmen zur Tilgung des Kredits einrechnet. Ich hab selbst einen Mieter hiner mir, der eine Zwangsräumung notwendig machte. Ist schon wieder etwas her, aber ich meine, die Gesamtkosten mit nicht bezahlter Miete, Anwalt, Gericht, Räumung, Entsorgung, ... etc. lagen bei an die 18000€.

Ich habe die Wohnung dann Jahre leerstehen lassen bis ich sie verkaufen konnte. Billig verkaufen wohl gemerkt. Die gesamten finanziellen Einbußen will ich gar nicht zusammenrechnen. Nebenkosten/Hausgeld waren auch bei Leerstand noch gut 300€ im Monat.
Das war mir aber lieber, als nochmal so einen Penner zu erwischen. Zumal sich die vermieteten Wohnungen im gleichen Haus bis heute nicht verkaufen ließen.

Nie im Leben will ich nochmal Vermieter sein müssen. Sowas passiert oft genug, und nicht selten der Vermieter daran pleite.

Lg,
fina

Hallo,
also grundsätzlich seit ihr finaziell ganz gut aufgestellt - zusammen....
ABER... ich denke nicht, dass eine seriöse Bank nur einem von Euch einen entsprechenden Kredit finanzieren wird.

Bei uns sieht es so aus:
ich bin seit 20 Jahren Beamtin im öffentl. Dienst (also auf Lebenszeit), mein Mann ist seit 15 Jahren Erzieher, allerdings erst seit August 2012 im Landesdienst (Berlin) unbefristet beschäftigt. Es herrscht in Berlin Erziehermangel, er würde also IMMER einen Job finden, das nur BTW. Wir sind 38 und 40 Jahre alt, haben zwei Kinder (7 und 3), sind seit 20 Jahren zusammen, sind aber erst seit Juni 2013 verheiratet, unser Einkommen liegt ungefähr so wie Eures, Eigenkapital hatten wir 20.000,- EUR.
Wir wollten im letzten Jahr eigentlich ein kleines Häuschen kaufen, stellten aber schnell fest, dass das in Berlin und Umland zu dem für uns realisierbaren Preis schwierig wird. wir hatten uns vorab von drei Banken ausrechnen lassen, dass für uns ein max. Kaufpreis von 180.000,- EUR drin ist.
Letztes Jahr im September hatten wir ein Häuschen für 170.000,- EUR (plus Provision) an der Angel. Das scheiterte leider daran, dass die grösste deutsche Bank (ich nenne keine Namen) nach vier Wochen rumeiern uns die vorher nahezu geklärte Finanzierung versagte, mit der Begründung, dass mein Mann ja noch 4 Monate Probezeit hätte (wohlgemerkt, im öD muss man schon "goldene Löffel" klauen um rauszufliegen).

Ende des Jahres haben wir dann im Berliner Speckgürtel eine ETW für 170.000,- EUR gefunden (ohne Makler). Finanzierung mit einer anderen großen deutschen Bank klappte problemlos und zügig, die 20.000,- waren aber Grundvorraussetung für die Finanzierung. Dieses Geld ist draufgegangen für: Notar und Grundbucheinträge sowie Grunderwerbsteuer (Hammer, 8500,- EUR! :-[ )= insg. ca. 10.000,- bis 11.000,- EUR (wir hatten einen sehr günstigen Notar). Da kein Makler beteiligt war, konnten wir den Rest in neue Möbel investieren, sonst wären für die Maklerprovision nochmal ca. 12.000,- EUR draufgegangen. Diese Kosten musst Du auf jeden Fall selbst tragen!

Keine der angefragten Banken hätte auch nur einem von uns alleine den Kredit gegeben. Das wurde kategorisch ausgeschlossen. Es spielt heute dabei keine Rolle mehr, ob man verheiratet ist oder nicht.
Du wirst Augen machen, wie die Banken Euer Einkommen runter rechnen und was laut denen eigentlich übrig bleibt. Die Banken haben feste Sätze für Lebenshaltung, Versicherungen etc., diese Summen werden in Abzug gebracht, da kannst du fünmfmal sagen, dass du jeden Tag nur trocken Brot isst.! :-p

In einer ETW musst du auf jeden Fall das Hausgeld beachten, das kann manchmal bis zu 500,- EUR monatlich betragen. Also die Rechnung: Miete gleich Rate bei einer ETW stimmt nicht so ganz (wenn mann jetzt als Eigennutzer denkt " Uh, ich zahl 800,- EUR Miete, dann zahl ich eben 800,- EUR Kreditrate" nee, nee). Das kommt zu der monatlichen Kreditrate dazu und ist an die Hausgemeinschaft (i.d.R. vertreten durch Verwaltung) zu zahlen. Darin sind alle Nebenkosten wie Straßenreinigung, Müllabfuhr, Versicherungen, Abwasser, meist auch Heizung sowie Instandhaltungsrücklage enthalten. Man sollte aber noch eine kleine eigene Rücklage bilden, in einer ETW musst du das meiste selbst reparieren (ausser vielelicht die Heizung).

Also, in eurem Fall sehe ich drei Alternativen:

a) erst mal eine kleinere Wohnung kaufen, die niedriger im Kaufpreis liegt und einer alleine finanzieren könnte (vielleicht so um die 60.000,- bis 70.000,- EUR). Dann in 3-4 Jahren vermieten und hoffen, dass alles klappt.Oder verkaufen...

b) eine größere ETW zusammen kaufen und erst mal drin bleiben, und erst NACH erfolgreicher Familienplanung (Kind/Kinder sind dann so 2,3, 4 Jahre alt und du bist wieder berufstätig) ein Haus kaufen. Als Startkapital ETW verkaufen.

c) noch ein paar Jahre weiter mieten und ein schönes Polster ansparen und dann ein Haus kaufen.

Ich persönlich würde kein Haus kaufen, wenn jetzt schon feststeht, dass in absehbarer Zeit ein Einkommen (nämlich Deins, durch Kind/Elternzeit) wegfällt. Dass ist mMn mit dem Einkommen deines Partners nicht zu stemmen, vor allem wenn das Risiko mit der Vermietung einer ETW noch dazu kommt. Für eine Hausrate musst Du bei Eurer Situation so um die 1.000,- EUR rechnen plus Nebenkosten von 200,- bis 300,- EUR (Wasser, Heizung, Strom, Müllabfuhr, Grundsteuer, Straßenreinigung, Versicherungen etc.) plus Rücklagen für Reparaturen plus Eure eigenen Lebenshaltungskosten (was ist mit Autos? Zwei? Das haut auch schön rein...).

So, das erst mal dazu... war ganz schön lang... ;-)

Gruß, Sandra

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