Fragen zur Einstellung einer Haushaltshilfe

    • (1) 23.11.15 - 09:16

      Hallo!
      Da ich nach der Elternzeit wieder zu arbeiten anfange, wollen wir für 3 h pro Woche eine Haushaltshilfe einstellen und über die Minijobzentrale anmelden.
      Nun habe ich über ein Internetportal eine Rentnerin gefunden, die morgen zum Vorstellen kommt. Da ich gerade den Arbeitsvertrag vorbereite, wollte ich mal wissen, wie Ihr das gemacht habt:
      - wieviel Stundenlohn bekommt Eure Putzfrau (einschließlich der 14,9% Abgabe an die Minijobzentrale)
      - bezahlt Ihr den Anfahrtsweg (wäre bei Ihr etwa eine Stunde pro Arbeitstag)
      - muß man bei einer Rentnerin den vollen Betrag an die Minijobzentrale zahlen (ist ja einschließlich Rentenversicherung)
      - hat Eure Putzfrau (auch als Rentnerin) bezahlten Urlaub?
      - habt Ihr im Arbeitsvertrag alle Tätigkeiten einzeln aufgelistet?
      Vielen Dank und viele Grüße!

      Ulrike

      • (2) 23.11.15 - 11:58

        Hallo,

        meine Putzhilfe (keine Rentnerin) bekommt 10€ pro seit Jahren bisher hat sie nicht nach einer Erhöhung gefragt :)

        Arbeitsweg bezahle ich nicht.

        Selbstverständlich hat sie bezahlten Urlaub. Vier Wochen sind ja auch gesetzlich vorgeschrieben. Ebenso bekommt sie von mir Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dieses Jahr waren es sogar über 6 Wochen, aber ich weiß dass ihr fehlendes Gehalt wirklich weh tun würde und auf der andereren Seite bleibt sie auch mal eine halbe Stunde länger wenn noch was ansteht.

        Die einzelnen Tätigkeiten habe ich nicht im Arbeitsvertrag aufgeführt.

        VG

        Hallo,

        Wir haben nur einen mündlichen Arbeitsvertrag, selbstverständlich 4 Wochen bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. 80% bekommt man über die Umlage der Minijobzentrale im Kranheitsfall zurück. Ist sehr unproblematisch.
        10€/Stunde, aber nicht inkl. Abgabe. Damit hat der AN nichts zu tun. Das zählt der AG Quartalsweise. Wir haben uns auf 120€/Monat geeignet. Wenn sie wirklich 5x/Monat kommt, bekommt sie ein anderes Mal zusätzlichen Urlaub z.B. Zwischen Weihnachten und Silvester.
        Liebe Grüße Andrea

        Hallo!
        Unsere Haushaltshilfe arbeitet zwar auf Rechnung und nicht als 450€-Kraft, aber ich antworte trotzdem einmal.
        Unsere Haushaltshilfe verlangt 10€/Stunde, An- und Abfahrt nimmt sie nicht.
        Da sie freiberuflich arbeitet, bekommt sie natürlich nur die Stunden bezahlt, die sie auch arbeitet, Urlaub kann sie zwar nehmen, sie bekommt ihn aber nicht bezahlt.
        Ansonsten ist es so, dass ein Minijobber anspruch auf 4 Wochen bezahlten Urlaub hat, das solltet ihr einkalkulieren.

        Und ja, ich würde im Vertrag alle Tätigkeiten aufführen, die sie machen soll, so kann sie sich nicht rausreden.
        Was die Beiträge an die Minijobzentral angeht: Da zahlt man für einen Rentner (wenn er denn eine reguläre Altersrente bezieht) keinen Beitrag zur Rentenversicherung, die Abgaben sinken also um 5%
        "Bezieher einer Vollrente wegen Alters, Ruhestandsbeamte, Bezieher einer berufsständischen Altersversorgung und Arbeitnehmer, die bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze nie rentenversichert waren, unterliegen nicht der Versicherungspflicht. Für diesen Personenkreis besteht Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung. Es ist kein Eigenanteil zur Rentenversicherung zu entrichten. Die Meldung zur Sozialversicherung erfolgt hier mit der Beitragsgruppe "5" in der Rentenversicherung." (Quelle: Minijobzentrale)
        Allerdings würde ich da zur Sicherheit noch einmal nachfragen, weil sich das auf einer anderen Seite der Minijobzentrale anders ließt:
        http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/03_mj_in_privathaushalten/11_besonderheiten_bestimmter_personengruppen/node.html

        LG

        • P.S. im Grunde gelten für einen Minijobber die gleichen arbeitsrechtlichen Bestimmungen wie für jeden Arbeitnehmer. Die Putzfrau hat slso Andpruch auf mindestens 4 Wochen bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und - nicht zu vergessen - den gesetzlichen Mindestlohn. Aufgrund des Mindestlohnes müssen wir in der Firma übrigens die Stunden aufs Kleinstw genau dokumentieren. Interessant wird das aber nur, wenn eine Kraft die 450€ jeden Monat nahezu ausschöpft und nicht oder kaum mehr als den Mindestlohn bekommt. Da muss man dann höllisch aufpassen, dass die Stundenzahl hinkommt.
          Lg

      Danke Euch allen!
      Letztlich habe ich Ihr tatsächlich alles angeboten (Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlten Urlaub und unter der Hand noch eine Fahrtkostenpauschale), aber sie hat abgesagt, weil sie nicht will, dass es regulär angemeldet wird. Hat wohl noch weitere Minijobs und fürchtet eine Kürzung der Rente.
      War die 4. Absage über "betreut.de". Wollen alle schwarz arbeiten.
      Nun werde ich es mal mit einer Selbständigen versuchen.

      • (7) 29.11.15 - 13:45

        Jubu, wir haben auch 2 Monate nach unserer Haushaltshilfe gesucht.
        Viele kamen gar nicht zu vereinbarten Terminen.
        Die andere hat ständig kurz vorher abgesagt und nun haben wir eine Mutter gefunden, die sich für die Hobbies der Kinder was dazuverdienen möchte.
        Sie hat Urlaub und ihre Krankheitstage.

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