Schnee schieben Pflicht für Mieter im eigenen Haus? Seite: 2

    • Es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Fragt die Nachbarn, ob sie bereit sind (gegen ein kleines Entgeld) Euer Grundstück mitzuräumen.

      Bei uns ist das Gang und Gäbe, weil hier viele alte Leute in eigenen Häusern wohnen.
      Die Mieter wohnen ja schon länger da und kennen die Nachbarn. Vielleicht können sie was vermitteln ?

    • Hallo,

      was willst du mit einem Mietvertrag?
      Die beiden haben ein Wohnrecht, das sind keine Mieter.

      Klingle dort bei den Nachbarn, da wird sich sicher einer finden, alles eine Frage der Bezahlung.

      und lies dir den Vertrag mit dem Wohnrecht durch.

      freundliche Grüsse Werner

      • Wir haben im Kaufvertrag das so vereinbart, dass sie das Wohnrecht bekommen, aber nur gegen Mietentgelt. Du siehst , wir haben das von Anfang geklärt. Sie dürfen wohnen bleiben und wir haben auch was davon.

        Einen alten Baum verpflanzt man nicht.

        Deswegen haben wir uns dafür entschieden, sie wohnen zu lassen. Nur eben gegen ein kleines Entgelt. ..

        Danke für deine Antwort.

        • "Nur eben gegen ein kleines Entgelt. .."

          Ein paar Tage nach dem 1. Januar wirst du feststellen, dass das mit dem Schneeräumen nur ein kleiner Teil ist.
          Da sind ja noch die anderen Nebenkosten, die bei einem Mietvertrag üblich sind.
          Bei einem Wohnrecht aber nicht unbedingt.
          freundliche Grüsse Werner

    Genau solche Sachen wie Schneeschippen sind vermutlich der Grund, warum die älteren Herrschaften das Haus verkauft haben.
    Nee, Dein Plan IST unfair. Euch gehört das Haus, Ihr müsst Euch kümmern. Ich vermute auch, das die Eckpunkte des Mietvertrages schon vor Vertragsunterzeichnung fest standen. Sich jetzt hinzustellen und noch den ein oder anderen Punkt in Eurem Sinne hinzuzufügen ist (hoffentlich) nicht möglich.
    Ein Haus kostet entweder Zeit oder Geld, in den meisten Fällen beides und immer mehr als man einkalkuliert hat. Gewöhnt Euch dran.

    Grüsse
    BiDi

    Hallo,

    bedeutet lebenslanges Wohnrecht nicht, dass die Verkäufer da kostenlos drin wohnen dürfen?

    Theresa

    Hallo,

    Du hast inzwischen eine Menge an Antworten erhalten.

    Bei meinen Schwiegereltern hatten die neuen Nachbarn ein ähnliches Problem. Im Gespräch unter "Nachbarn" kam dann das Thema auch darauf und auch darauf dass die Mülltonnen zum richtigen Zeitpunkt raus gestellt werden.
    Meine Schwiegereltern boten sich an für die Zeit diese Dinge zu erledigen da die zwei froh sind wenn sie was tun haben. Als Dankeschön gab es dann ab und an einen Tankgutschein bzw. wurden sie während der Ausbauphase regelmäßig zum grillen eingeladen.

    Also einfach mal nett nebenan fragen oder den Hausmeisterdienst beauftragen.

    Viele Grüße

    Geli

    Engagiert einen Hausmeisterservice, der das übernimmt und gut ist es. Sorry, aber ich würde nicht mal darüber nachdenken, die alten Leutchen diese Arbeit weiterhin übernehmen zu lassen!

    Leistet euch eine Schneefraese!
    Die leiht ihr, bis ihr einzieht den Mietern ;)

    Vorweg mal das Recht bei Eigentümerwechsel: Zitat Berliner Mietergemeinschaft

    Lassen Sie sich nicht verunsichern. Kauf bricht nicht Miete, das ist gesetzlich geregelt (§ 566 BGB). Wird das Haus oder eine Wohnung verkauft, tritt der Erwerber (d. h. heißt. der neue Eigentümer) anstelle des bisherigen Vermieters in den abgeschlossenen Mietvertrag ein. Das Mietverhältnis geht mit allen Rechten und Pflichten auf den Erwerber über, und dieser kann sich nicht etwa darauf zurückziehen, dass er vom Mietverhältnis und von den darin getroffenen Vereinbarungen oder von den vom bisherigen Vermieter erteilten Erlaubnissen keine Kenntnis hatte. Dieser Grundsatz gilt auch bei Zwangsversteigerungen und Erbfällen. Zitat Ende

    Zu gebrechlichen Mietern Zitat mietrechtslexikon.de
    Mieter, die aufgrund ihrer Gebrechlichkeit keine Kehrwoche und den häufig damit verbundenen Winterdienst ausführen können, können vom Vermieter ihre Entbindung von dieser Verpflichtung verlangen.

    Rechtsgrundlage ist § 275 Abs. III BGB. Danach kann der Schuldner einer Leistung diese verweigern, wenn ihm die Leistungserbringung unter Abwägung aller Umstände nicht zugemutet werden kann (AG Münster, Urteil vom 3.8.2005 - 5 C 805/05, LG Münster 8 S 425/03 - WM 648, 2005). Allerdings muss hinzukommen, dass auch keine andere Personen gefunden werden können die bereit sind, zu zumutbaren Bedingungen die Kehrwochenpflicht des gebrechlichen Mieters zu übernehmen. Die Kehrwoche und der Winterdienst sind nämlich keine höchstpersönliche Verpflichtungen, die nicht etwa zur Ausführung auf einen Dritten übertragen werden könnten. Findet der Vermieter - auch zu einem späteren Zeitpunkt - eine geeignete Person oder z. B. einen Hausmeisterdienst, so ist der Mieter verpflichtet auf seine Kosten den Hausmeisterdienst zu beauftragen, die Kehrwoche und den Winterdienst für ihn auszuführen. In dem vom AG Münster (siehe oben) entschiedenen Fall fielen für den Hausmeister Kosten in Höhe von 10,00 € je ausgeführtem Dienst. Diese Ansicht entspricht der überwiegenden Meinung der Gerichte, die mit ähnlichen Fällen betraut waren.

    Ebenso: LG Wuppertal, Urteil vom 20. Mai 1987, Az: 8 S 223/86 Quelle: WuM 1987, 381-382; LG Flensburg, 20. November 1986, 1 S 231/86, WuM 1987, 52; ; LG Kassel Urteil v. 1. März 1990 Az. 1 S 885/89 AG LG Düsseldorf WM 1998, 381).

    Andere Gerichte haben dagegen entschieden, dass die Streupflicht, wenn sie der Mieter wegen Alter oder Behinderung auf Dauer nicht ausführen kann, wieder auf den Vermieter übergeht. AG Frankfurt, 13. Juli 1984, 33 C 1623/84, WuM 1985, 19 / AG Bonn WM 1989,622 / LG Darmstadt WM 1988, 300 / LG Hamburg WM 1989, 622.

    Daqs aber nur zum Grundsätzlichen, ob das für Deinen Fall gilt, mußt Du selbst herausfinden.
    Gruß Bernd

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