Kein Essen mehr wegwerfen? - Lebensmittelverschwendung reduzieren

    • (1) 03.04.16 - 16:20

      Hallo ihr! Ich merke zur Zeit, dass ich die letzten Tage und Wochen leider mehr Essen weggeworfen habe, als mir eigentlich lieb wäre. Denke mir, dass ich da dringend neue Strategien fahren muss (oder besser gesagt will), denn so kann es für meinen Geschmack nicht weitergehen! Habt ihr gute Tipps für besseren Haushalt mit Lebensmitteln? Und was mich noch interessieren würde: Wie weit glaubt ihr geht eigentlich die eigene Verantwortung? Ich denke mir, immerhin wird im Handel etc. ja auch viel weggeworfen (was einen selbst aber natürlich nicht entschulden sollte)

      • Eine sehr gute Idee, wenn man sofern man denletzten Statisken glauben darf ca. 40% der Privateinkauf im Müll landen. Wir haben dieses Problem, vorallem mit Obst, gemüse und Wurst. Da wir einen grossen Garten haben, liess mein Mann vor 4 Jahren ein Gewächshaus mit 30m² bauen und von profesionellen Obstbauern jeweils Obstbäume, Apfelsorten wie Pink Lady und Fuji-Kiku, Pfirsich, Pflaumen, Süßkirschen und Mirabellen pflanzen. dadurch haben wir unseren Obst- und Gemüsebedarf aus dem Handel fast auf ca. 20% reduzieren können. Wurst wird bewusst lieber weniger gekauft. Das Gemüse wird so entnommen wie man es eben gerade benötigt. Mein Mann züchtet als Hobby um die 40 Tomatensorten die es so im Handel nicht gibt und verkauft oder verschenkt dies in seiner Firma

        (3) 03.04.16 - 17:12

        Huhu,

        Das kommt auf deine Lebensumstände an. Hast Du viel Zeit, bist Du mobil? Dann kannst Du gezielter und weniger einkaufen, dafür eben öfter. Hast Du einen Garten? Dann kannst Du selbst anbauen.
        Ansonsten könnte auch ein Wochenplan helfen, dass Du im Voraus festlegst, was in der Woche zubereitet wird. Für mich wäre das nichts, da zu starr.

        Ja, im Handel wird viel weggeworfen. Leider. Ich hoffe immer, dass viele der Lebensmittel doch noch irgendwie bei der Tafel landen. Trotzdem geht sehr viel in den Müll, z. B. Brot. Das könnte man ja eigentlich noch gut als Tierfutter verwenden, oder?

        Ich esse die meisten Lebensmittel auch noch nach MHD, vor allen Dingen Joghurts halten teilweise noch wochenlang nach Ablauf (ist ja ein Mindest-HD). Und sauer ist die Milch ja schon. ;-) Fleisch, Fisch und Geflügel natürlich nicht, aber da isses auch kein MHD sondern ein Verbrauchsdatum. ;-)

        Bei Chefkoch.de (und bestimmt auch bei anderen Kochseiten) kann man Zutaten eingeben und erhält dann Rezepte, die man damit zubereiten kann. So kann man Vorräte oder Kühlschrankinhalte loswerden, die zu verderben drohen.

        Und ein Tipp noch: nie mit Hunger einkaufen, da kauft man meistens zu viel. ;-)

        Was mich noch mehr nervt, ist der Verpackungswahn. Mittlerweile gibt es ja sogar geschältes Obst, was dann in Plastik verpackt ist. Das finde ich echt übel.

        LG

        Hanna

        • "Ansonsten könnte auch ein Wochenplan helfen, dass Du im Voraus festlegst, was in der Woche zubereitet wird. Für mich wäre das nichts, da zu starr"
          Warum starr?

          Ich mache "Wochenpläne" im Sinne von "Ich schreibe x Gerichte auf" und mache dann je nach Lust,Laune und Vorbereitungszeit die Gerichte. Dadurch spart man Zeit,Nerven und Gled.

          • (5) 03.04.16 - 20:57

            Bei uns hat es nie funktioniert, weil wir aus beruflichen Gründen oft spontan abends nicht zuhause sind oder erst sehr spät. Ich habe schon oft aus solchen Gründen Lebensmittel entsorgen müssen, weil meine Planung von äusseren Umständen komplett über den Haufen geworfen wurde. Oder mein Sohn kommt nach Hause und hat schon bei der Oma gegessen... (Kann man sich aber nicht darauf verlassen, es ist unterschiedlich)
            Deswegen habe ich für unter der Woche immer erst einmal nur "Basics" im Haus und kaufe notfalls spontan ein, wenn ich Zeit zum Kochen habe und auch die ganze Familie da ist.

        Wieso kommen eigentlich alle auf die Idee altes Brot wäre gut für Tierfutter?

        Ich glaub das größte Problem ist eher das die Leute es immer noch nicht kapiert haben das das MHD nicht heißt das die Ware schlagartig schlecht ist.

Sortiere mal aus welchem Grund du etwas wegschmeißt.

Zu viel eingekauft? Das abgelaufene Joghurt entsorgt? Grade Joghurt wird länger nicht schlecht. Das Brot ist zu alt? Das nächste Mal weniger kaufen. Ich habe öfter zwei bis drei Semmeln eingefroren, die kann man bei Bedarf sehr schnell auftauen falls notwendig.

Das falsche eingekauft? Die Kinder wollen den Paprika auf Teufel komm raus nicht essen? In Zukunft einfach sein lassen.

Lebensmittel falsch gelagert? Die Milch wird immer wieder mal zu schnell kaputt? Überlegen ob der Kühlschrank doch nicht zu warm ist.

Zu viel gekocht? Wir heben das einfach auf und am nächsten Tag nehme ich es zB als Mittagessen mit, oder (je nachdem was es genau ist) frieren wir auch mal ein, oder wir essen halt gemischt (Kind eins kriegt die Suppe weil es das gerne isst, Papa holt sich ein Glas mit scharfen Heringen etc). Oder weniger kochen. Falls es doch zu wenig ist, dann gibt es halt Obst oder ein Wurstbrot extra.

LG

Wir werfen kaum Lebensmittel weg. Wobei ich mich bei diesen Statistiken frage, wie sie das berechnen. Wenn ich beispielsweise Salzkartoffeln koche, bleiben die Schalen über und ich werfe sie weg. Um die Schalen nicht wegwerfen zu müssen, koche ich nicht jedes Mal Pellkartoffeln.

Wenn ich überlege, was ich in den nächsten Tagen kochen werde, überlege ich auch gleich, wie ich dazu am besten einkaufe. Einen ganzen Kohl bekommen wir nicht auf, das ist klar. Also kann ich die Reste einfrieren (bei vielen Eintöpfen ist das egal) oder ob es in den nächsten Tagen noch ein Gericht mit Kohl geben wird. Und so mache ich das mit allen Gerichten und Lebensmitteln.
Wenn etwas nicht so gegessen wurde, wie geplant und Obst oder Gemüse langsam matschig wird, wird eben etwas drauf gemacht, bei dem das nichts macht. Möhren roh schmecken mir nur knackig, aber in einem Auflauf oder Eintopf wird die Möhre eh weich. Aus weichen Äpfeln kann man noch gut Kuchen backen oder Kompott kochen.

Trockenes Brot oder Brötchen kann man reiben und als Paniermehl benutzen.

Reste vom Abendessen werden am nächsten Tag gegessen oder eingefroren und aufgetaut, wenn es mal schnell gehen muss.

Im Müll landet nur, was wirklich verdorben ist.

lg

Hallo

Ich werfe sehr ungerne Lebensmittel weg.

Wir kaufen immer am Donnerstag im Marktkauf ein. Da bekommen wir einen Gutschein von 5 €
Außerdem gibt es immer verschiedene andere Gutscheine. Diese Woche war es ein 2€ Ostergutschein, 1,50 für Drogerieartikel und einer von 1,50 für Obst und Gemüse.

Macht also 10 €

Für 4 Tage habe ich dann immer einen Plan. Davon gibt es entweder für 2 Tage einen Eintopf oder am Sonntag so viel, dass es für Montag reicht.

Dienstags wird dann nachgesehen, was unbedingt weg muss. Für Morgen habe ich z.B . die restlichen Ostereier zu Eiersalat verarbeitet, dazu gibt es Pellkartoffeln.

Am Dienstag werden aus den restlichen Pellkartoffeln eine Kartoffelpfanne, in der ich die restliche Fleischwurst und die Eier, die weg müssen ,verarbeite.

Gibt es bei uns Nudeln, koche ich immer Nudeln für den nächsten Tag mit. Daraus entsteht dann entweder ein Auflauf oder gebratene Nudeln.

Wichtig ist es, mindestens 1 Mal in der Woche nachzusehen, was weg muss.

Eva

  • Das erste was sicher einmal stattfinden muss ist einfach ein Umdenken in den privaten Haushalten, das steht an erster Stelle! Ganz klar, es wurde hier jetzt eh schon mehrfach beschrieben wie man das vermeiden kann und sich auch bewusst machen kann. Reduzierter einkaufen mit fixen plänen und eine Weiterverwertung dessen was man übrig hat.
    Die Frage ist eben aber auch wie man das weiter ziehen kann, wo es die eigene Kontrolle übersteigt sondern etwas mit dem Handel zu tun hat, das sind dann etwas andere Fragestellungen.

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