Verhandlungsspielraum bei Hauskauf

    • (1) 26.06.16 - 13:31

      Hallo zusammen,

      wir interessieren uns für ein Haus das VB 250.000€ kostet. Ohne Makler!

      Da der Verkäufer VB (Verhandlungsbasis) ins Exposé mit aufgenommen hat, wollen wir definitiv in die Preisverhandlung einsteigen, wissen nur nicht wie...

      Bei einem 15.000€ Auto bekommt man sicher einige hundert Euros gedrückt, aber wie sieht es da bei einem Haus aus? Sind 10% Preisnachlass realistisch?

      • Huhu,

        habt ihr euch das Haus schon angesehen? Innen wie aussen?
        Dann stellt euch die Frage was seid ihr bereit dafür zu zahlen? was müsst ihr an Kosten dazu rechnen?
        Also reparaturen/renovieren, neue Heizanlage evtl sogar noch?
        Neue Türen/Fenster?

        Wie ist das Dach/Fassade?
        (Versteckte Kosten)

        Stellt euch eine möglichst genaue Kostenaufstellung zusammen und dann überlegt was ihr bereit seid zu zahlen für das Haus.

        LG Angelblue

        hallo, das kommt auf die gegend an. in gegend A könntest du locker 10 / 15% runterhandeln, in gegend B zahlst du auf den kaufpreis noch 40 % drauf.....
        so pauschal lässt sich das nicht sagen!

        (4) 26.06.16 - 19:37

        Naja,

        es kann aber auch sein, das es Interessenten gibt, die bereit sind mehr zu zahlen und das ist VB ganz anders zu sehen.

        Schaut Euch das Haus genau an und seht, was ihr bereit seit auszugeben!
        Nichts anderes zählt.
        Wenn es ein Traumhaus ist, ist man auch bereit mehr zu zahlen, bevor ein anderer es weg schnappt.
        Für den Preis würde man bei uns die größte Bruchbude erhalten aber sicherlich wohnt ihr da, wo es noch solch minimalistische Preise hoch sind.

        lisa

      • (5) 27.06.16 - 09:20

        Hi,

        wir haben zwar in anderen Dimensionen gekauft, aber bei uns gab es 10.000€ Nachlass. Das waren knapp 13,5%.

        Ausgeschrieben war das Haus mit 75000€, bezahlt haben wir 65000€.

        Gruß
        Kim

        • Wow, in welchem Bundesland gibt es so preiswerte Häuser?

          Ich bin gerade total baff. Bei uns in BaWü in ner Kreisstadt kostet ein einigermaßen gutes Haus mind. 350.000,00€#aerger

          • Eifel ;-)

            Allerdings hat unser Dorf (1300 Einwohner) einen Kindergarten, eine Grundschule, Metzger, Bäcker, EDEKA, Friseur, div. Handwerksbetriebe, eine Arztpraxis mit 2 Ärzten, 2 Physiotherapeuten, Blumenladen, Schmied mit kleinem Geschäft, zwei Bankfilialen.
            Der Nürburgring ist nur 20min entfernt

            Bis zur Autobahn sind es 7min (und 2 davon nur auf Landstraße - der Rest Bundesstraße).

            Der nächste Lidl ist 8min entfernt, der nächste Edeka und Baumarkt 10min.

            Die nächste Kleinstadt mit weiterführenden Schulen, Zahnärzten, Krankenhaus, etc. 15-20min (je nach dem welche).

            Die nächste Großstadt 35 - 60min über Autobahn.

            Eigentlich nicht nachvollziehbar, aber die Häuser sind hier fast alle so günstig.

      Also unser Haus war für für 179.000 drin und bekommen haben wir es für 155.000 :)

      Das kommt auch auf die Gegend an. Für das Haus der Oma haben wir ohne Annonce oder Makler, nur durch Hörensagen, 30 ernsthafte Interessenten. Tja, da ist dann kein VB mehr.

      Hier in Hamburg bedeutet VB dass der Preis nach oben gepusht wird. Nachlas gibt es heut zu tage nicht mehr. Aus Erfahrungen kann ich sagen, das liegt bei ca 10.000-30.000 Euro nach oben. Wir sind sogar einmal um 60.000 euro überboten worden.

      VB beim Haus ist immer so eine Sache, wenn mehrere Interessenten dran sind, heißt VB nämlich nicht "wir drücken den Preis" sondern "der Meistbietende bekommt es". Wir haben deshalb, bevor wir das geschnallt haben, den Kauf unsres Traumgrundstückes versemmelt. Wenn ihr Haus mit Grundstück ohne Makler für den Preis bekommt, könnt ihr euch eigentlich schon freuen, dann heißt eigentlich, schnell sein!

      Ach so, mein vorgenanntes gilt für Speckgürtel Berlin, die Nachfrage ist sehr groß. Bei Bestandsimmobilien gilt aber: nicht ohne meinem Gutachter!

      (13) 29.06.16 - 14:56

      also in unserer Gegegend würde niemand mehr wagen zu verhandeln - die Frage ist ob man das Haus, das gestern im Immoscout gesehen hat heute überhaupt noch anschauen darf, weil der Verkäufer soviele Angebote hat, dass er frei wählen kann.
      Vor 10 Jahren sagte man die Nebenkosten kommen raus, also Kreditabschlußgebühren, Notar, ggf Makler ...

      Hi,

      ich würde einen befreundeten Handwerker mit zur Besichtigung mitnehmen - die haben einen anderen, unverklärten Blick auf das Haus und wissen i.d.R., worauf sie achten müssen, um Argumente für eine evtl. Preisreduzierung zu sammeln.

      Danach kann man sich kurz besprechen und sein Angebot unterbreiten.

      Wir hatten Glück - unser Haus wurde 1960 massiv gebaut, hat eine Wohnfläche von 170m² + 30m² Ausbaureserve auf dem Dachboden und der 95m² große Keller ist staubtrocken.
      Zudem haben ein 905m² großes Eigentumsgrundstück in einer ruhigen Seitenstraße (30er Zone) mit großer Garage.

      Bezahlt haben wir 2013 140.000 Euro (inkl Grunderwerbsteuer etc: 150.000 Euro) und das auch nur, weil die Kinder der Verkäuferin Null Ahnung von den hiesigen Immobilienpreisen hatten (Stadt Wolfsburg/Niedersachsen).
      Hatten schon alles zusammengesammelt und wollten die Immobilie zwei Wochen später zur Vermarktung an die Bank geben. #zitter

      Mit viel Eigenleistung haben wir jetzt mit neuem Dach, Dämmung ab Oberkante Keller und kompletter Innensanierung mit neuer Heizung/neue Bäder/Parkett/neue Küche, etc. bisher max 250.000 Euro bezahlt.
      Der Rest folgt jetzt nach und nach; da machen wir uns keinen Stress.:-)

      Zum Vergleich:
      grad wurde hinter uns eine DHH von 1955 mit Asbest"klinker"verkleidung und einem 700m² Eigentumsgrundstück für 280.000 Euro verkauft - und da muss man noch alles anfassen. #schein

      Einfamilienhäuser können dann auch schonmal 350.000 Euro kosten.

      LG
      Nina

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