Baugrundstück aussuchen in neuem Wohngebiet

    • (1) 23.07.16 - 18:30

      Hallo!

      Wir werden vermutlich in einem ganz neu geplanten Wohngebiet ein Baugrundstück erwerben.

      Noch ist es nicht soweit und wie das Wohngebiet genau aussehen wird, weiß ich noch nicht. Dennoch frage ich mich, nach welchen Kriterien man wohl ein Grundstück aussucht.

      Hat jemand Erfahrung?

      Spontan fällt mir ein:

      - Möglichst verkehrsberuhigt (Stichstraße?), damit die Kinder auf der Straße spielen können

      Aber so Sachen wie, Eckhaus - dann hat man Fußgänger ums Haus, aber evtl. nur einen Nachbarn - oder Zwischenstück, dann hat man auf jeden Fall zwei Nachbarn?

      Gibt es was, das man beachten sollte, was einem so spontan einfach nicht einfällt?

      #winke

      • (2) 23.07.16 - 19:13

        Hi,

        zuerst nach dem Geldbeutel.
        Welche Grundstücke gibt es, wie groß sind sie und was darf drauf gebaut werden. Oftmals entfällt schon mal 50% damit.
        Die besten Grundstücke sind oftmals von Einheimischen vorreserviert, bevor das Baugebiet überhaupt öffentlich bekannt ist.
        Hat die Gemeinde es vom Bauern abgekauft, dann bekommt dieser oftmals die besten Grundstücke für seinen privatgebraucht....

        Wenn es eine Spielstraße ist, dann ist es egal, welches Grundstück Du hast und bei einer 30iger Zone ist auch egal, da es immer Deppen gibt, die schnell fahren. Jedes Neubaugebiet hat einen Spielplatz, daher wäre es für mich ein Auswahlkriterium, wo das Kind auf der der Straße spielen kann. Es ist eine Straße und kein Spielplatz! Dafür gibt es heute zu viel Lieferverkehr, die sich nicht an Geschwindigkeiten halten....

        Bei uns haben die Kids höchstens bis zur 2./3. Klasse auf der Straße gespielt, also vielleicht 4 Jahre gesamt.....ihr werdet 40 Jahre dort wohnen....also ist die Lage eigentlich nicht wichtig.

        Wichtig war uns, das wir wenige Nachbarn haben, nicht so viel Fußweg (bloß kein Eckgrundstück), denn das Schneeschieben nervt, besonders wenn man mal alt ist.
        Auch nicht am Feldrand, da gibt es bei uns die meisten vollgelaufenen Keller und Überschwemmungen sowie Wühlmäuse....und ehrlich nicht am Spielplatz

        Lg
        Lisa

        Ich hätte wesentlich lieber ein eckgrundstück als irgendwo mitten drin und rechts und links Nachbarn. Das Problem an den allermeisten Neubaugebieten ist eben das alles immer ziemlich eng und dicht bebaut ist. FREIstehend wäre für mich etwas anderes. Im Neubaugebiet wären mir die Nachbarn einfach zu dicht dran, das muss man einfach mögen.

        Hallo,

        uns war neben der Lage auch die Ausrichtung des Grundstücks wichtig. Ich weiß, dass es genügend Leute gibt, die darauf nicht geachtet haben und dennoch glücklich sind aber wenn man die Auswahl hat... dann bringt ein gut ausgerichtetes Grundstück, samt richtig geplantem Haus darauf, viel Lebensqualität. Straßenseitig Norden und im Garten Süden.
        Und ich würde auch ein Eckgrundstück nur zur Not nehmen. Das oben genannte Argument mit dem Räumen des Schnees (respektive kehren, Unkraut entfernen etc) ist nicht zu verachten.

      • Hallo,

        zuerst den Bebauungsplan anschauen.
        Wo sind die Garagen ?
        Wo ist der Kinderspielplatz ?
        Wo stehen die Mülltonnen ?
        Evtl. Bushaltestelle direkt vor der Haustüre ?

        freundliche Grüsse Werner

        Hallo, ich würde darauf achten, dass der Garten und die Terrasse von der Straße aus uneinsehbar sind. Eingang also im Norden und Garten im Süden. Bei uns sieht man rein und diese großen Hecken sind ganz schön teuer und schwer ;-). LG

        • Wir haben Liguster gepflanzt und nach drei Jahren ist der schon hoch... Pflege ist easy und er schaut schön aus. Billig war er auch..... Zwischendurch mal was blühendes....

          Lieber Siedlungsstraße im Süden als gleich den nächsten Nachbarn :)

          • ich habe das so verstanden, dass der nächste Nachbar eh gleich kommt. Bei den heutigen Neubaugebieten zumindest in unserer Gegend gibt es gar keine Einfamilienhäuser mehr. Nur noch Doppelhäuser und Reihenhäuser.

      Wir wollten nicht eingebaut sein. Also keine Nachbarn zu jeder Seite... Daher haben wir uns für ein Randgrund entschieden. Im Norden ist ein Graben mit hohen Bäumen.... Wie ein Nadelwald.. Total schön. Westen und Osten stehen Häuser und zum Süden hin ist unser Garten.... Dann die Siedlungsstraße und dann mit den vorgeschriebenen Abständen wieder Häuser.

      Wir sind total froh dass es so ist und wir nicht zum Süden hin gleich wieder ein Haus haben.

      Unsere Hecke ist mittlerweile so hoch dass man uns auch nicht auf den Teller schauen kann.

      Bei einem weiteren möglichen Grundstück hätte man zu jeder Seite ein Haus gehabt... Es wirkt alles sehr eingeengt so obwohl die kleinsten Grundstücke hier 600 qm haben.

      Hinten der Wald macht ein tolles Klima, alle Fenster nach hinten raus sind unbeobachtet, großes flurfenster mit Blick auf Wald, badfenster ebenso.... Richtig schön.

      Ecke würde ich nicht nehmen.... Da wird das halbe Grundstück umfahren.

      Mitten drin auch nicht.... Lieber schön am Rand in ruhe... Nicht am Spielplatz, nicht bei evtl. Parkplätzen......

      Mona

      Hallo,

      ich würde mal schauen, was in der Gemeinde von Haus aus vorgegeben wird und mich dann entscheiden, ob ich überhaupt neu bauen oder lieber eine Bestandsimmobilie erwerbe.

      In unserer Straße ist ein Neubaugebiet in Planung und es wird wahnsinnig viel vorgeschrieben. Zum Beispiel MUSS man entlang der Verkehrsfläche eine einheimische Hecke mit mindestens 1,20m Höhe anpflanzen und dauerhaft erhalten. Oder für die Dachpfannen sind genau 5 RAL-Farbtöne zur Auswahl zugelassen.

      Diese Vorgaben finde ich ganz schön heftig - man hat so wenig Möglichkeiten, um sich da frei auszuleben. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur verwöhnt, weil wir ein altes Haus haben und schon im Außenbereich wohnen, wo wir wirklich viel mehr Freiräume haben.

      Viele Grüße,
      lilavogel

      • Bei uns ist die Nachfrage nach Bestandsimmobilien so groß, dass die Häuser den Preis meist überhuapt nicht wert sind, abgesehen davon, dass es so viele Bewerber gibt, dass die Chancen sowieso gering sind.
        Haben wir probiert - wir hätten lieber eine Bestandsimmobilie gekauft.

        Mit vielen Kindern hat man hier immerhin die Chance auf ein Baugrundstück. Billiger kommen wir so vermutlich auch weg. Nur der ganze Stress.... und die Zeit....

    Danke für die vielfältigen Antworten!:-D

    Das ist sehr hilfreich!

    (Und damit möchte ich hier nicht schließen...!)

    (13) 24.07.16 - 14:31

    Hallo ;)
    Wir stehen Grade vor einem ähnlichen "Problem" :)

    "Unser" Neubaugebiet befindet sich direkt am Wald. Total schön.

    Aaaaber. Nehmen wir ein Grundstück direkt am Wald würde es total viel Schatten auf unserem Grundstück geben. Die Bäume sind sehr groß.

    Die Sonne steht ja auch nicht immer soooo hoch ;)
    Deshalb nehmen wir z.B.auch auf der gegenüber liegenden Seite ein Grundstück. Falls es bei euch auch sowie gibt.
    Zudem weiß ich nicht wie lang die Baumwurzeln sind, ich möchte gerne Gemüse anbauen ;)
    Außerdem ist das Baugebiet quasi an einem "Hang". Bzw.wollen wir kein Grundstück ganz unten nehmen. Denn dort könnte sich das Wasser sammeln...

    Ansonsten achten wir drauf, wo ist Süden/Westen wegen dem Garten/Terasse.

    Ich möchte gerne das Haus eher direkt vorne an der Straße stehen haben, kleiner Vorgarten, vorne eher Treppe/Gäste WC, hinten die Wohnräume und eben Garten und Terasse weg von der Straße. Wir werden wohl mit mehreren Nachbarn leben "müssen". Die Grundstücke, die für uns noch in Frage kommen, sind dann eben mit Nachbarn besät. Aber irgendwo muss man ja Kompromisse eingehen. Und da ich gerne eine Hecke hätte bzw.viel grün und Obstbäume wird es schon passen :)

    Ansonsten kommt es natürlich auch auf die Größe die man möchte und bezahlen kann, an :)
    Das sind so meine Gedanken zu dem Thema ;)

    Viel Erfolg.

    Hallo

    uns war wichtig

    Eckgrundstück um ein wenig mehr Platz zu haben bzw. sich nicht so eingezwängt zu fühlen.

    Ausrichtung - wo wird der Eingang sein? Wir sind aktuell am Bauen und dort ist es so, dass es keine Ausnahmeregelung gibt in Bezug auf Garagenzufahrt und Eingang. Beides muss zur Straße zeigen, keine seitliche Haupthaustüren und Zufahrten erlaubt.
    So haben wir eine Stichstraße gewählt, deren zukünftige Häuser den Eingang auf der Nordseite haben, um eine Südwestterrasse anlegen zu können. Garage ostseits.
    Diese Grundstücke waren schnell verkauft. Etwas preisgünstiger waren jedoch die Grundstücke, wo sich der zukünftige Eingang an der Südseite befinden wird.

    Wie wird die (Stich-)Straße angelegt? Zu schmal geplante Stichstraßen können im Winter zur Katastrophe werden (hier in einem Wohngebiet nahe uns ein Drama, an den Straßenrändern wird geparkt, da zu wenig Parkbuchten geplant, im Normalfall ist das schon nervig, aber im Winter mit Schnee katastrophal)

    Das waren unsere Hauptkriterien, im Vorfeld haben wir uns jedoch bereits bewusst für dieses eine Baugebiet entschieden, weil uns die Infrastruktur und schnelle Anbindung des Ortes an eine größere Stadt und Autobahn zu 100 % zusagte. Wir hatten noch die Möglichkeit in zwei andern Gebieten ein Grundstück zu bekommen, aber die Grundstücke hatten eine blöde Aufteilung, und lagen nah an einer hauptfrequentierten Bahnstrecke.

    LG

    (15) 25.07.16 - 13:36

    Hallo,

    ich würde auf jeden Fall ein Grundstück wählen, wo der Garten nach hinten heraus liegt, sonst mußt Du immer irgendwelche Wände/Hecken haben, damit Dir nicht jeder auf die Terrasse guckt.
    Unser Garten liegt nicht nach Süden, sondern nach Westen. Das finde ich auch gut.

    Eckhäuser finde ich nicht schlecht. Ich bin in einem aufgewachsen. Es kommt halt drauf an, wie die Häuser zwischendrin liegen, also, wie nah man sich mit den Nachbarn auf der Pelle hängt. Ich würde lieber mehr Gehweg reinigen, als zwischen Leuten eingekeilt zu sein.
    Beim Gehweg kommt es sowieso drauf an, ob es Straßenbäume gibt, oder nicht und wo Ihr wohnt. Hier schneit es alle Jubeljahre mal so, dass man wirklich Schnee schippen muss. Da ist der Baum vor unserem Haus lästiger.

    Verkehrsberuhigt finde ich relativ, jedenfalls, was die Kinder angeht. Lärmtechnisch ist es natürlich besser.
    Hier bei uns ist 50. Da kommt kein Kind auf die Idee, auf der Straße zu spielen.
    Dafür gibt es bei uns um die Ecke einen Wendehammer, wo garantiert langsam gefahren wird, weil es nicht anders geht.
    Im Neubaugebiet ist 30 oder sogar Spielstraße, aber Raser gibt es trotzdem. Die Kinder nehmen die Straßen dort aber gar nicht ernst und spielen darauf oder springen mal eben vom Bürgersteig, ohne zu gucken. Ganz ohne ist das nicht.

    Worauf ich noch achten würde, wäre die Form des Grundstücks. Ich mag z.B. einen eher quadratischen Garten lieber als einen länglichen. Grundsätzlich ist sowieso die Frage, ob Ihr viel oder wenig Garten haben wollt.

    Doof sind immer so 2 m breite Stücke neben dem Haus. Pflanzt man da Büsche, wächst es dauernd zu oder zu den Nachbarn rüber. Ständig Blümchen pflanzen mag man auch nicht und nur Rasen ist langweilig. Außerdem ist da Schatten, was die meisten Pflanzen nicht mögen.

    LG

    Heike

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