Besuch der Nachbarn parkt immer bei uns...

    • (1) 25.07.16 - 15:04

      Hallo,

      ich habe ein Problem mit den Parkgewohnheiten unserer Nachbarin. Besser gesagt mit ihren Besuchern.

      Vorab: Ich wohne auf dem Grundstück meiner Eltern. Wir haben dort vor 6 Jahren gebaut. Und das Grundstück gehört zum Teil mir. Wir pflegen ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis rundum und es soll auch so bleiben.

      Die Nachbarin direkt nebenan hat die letzten Jahre im Nachbarort bei ihrem Lebensgefährten gelebt. Dieser ist vor ca 2 Jahren verstorben und sie ist in ihr Haus zurückgekehrt. Sie ist schon älter. In dem Haus wohnt auch ihre Tochter mit Ehemann.

      Unsere Grundstückseinfahrten liegen nebeneinander und hier fängt das Problem an. Ihre ist mit einem großen Tor immer verschlossen, unsere ist offen. Unser Grundstück ist ein ehemaliger Bauernhof mit viel Platz und einer 9 m breiten Zufahrt. Ihr Grundstück ist zu mit dem Tor und ihr Besuch stellt sich dann eben auf unseren Hof. Seit sie dort wieder wohnt steht regelmäßig irgendein Auto auf unserem Hof.

      Die Nachbargrundstücke ringsum haben auch breite Einfahrten, auch offen, aber geparkt wird immer bei uns. Dort würden die Leute sich nie hinstellen. Wir wohnen sehr ländlich, jeder kennt jeden.

      Irgendein Besucher, ihre Putzfrau oder wer auch immer, mal 10 min, mal den ganzen Tag, fast täglich. Heute stehen dort schon wieder zwei Autos auf unserem Hof und es wird dann auch gern großflächig gewendet, hin und her rangiert, schließlich möchte man ja auch bequem wieder abreisen von unserem Hof.

      Warum die dort so selbstverständlich stehen? Weil meine Eltern es vor 40 Jahren mal toleriert haben und es sich so eingebürgert hat. Bei Familie B. kann man dann parken...

      Die Einfahrt gehört jetzt aber zu meinem Grundstück und ehrlich gesagt bin ich es leid. Es ist durchaus möglich, an der Straße zu parken. Dort ist immer alles frei. Machen alle anderen Nachbarn und deren Besucher doch auch.

      Jetzt meine ehrliche Fragen: Wie kann ich das Problem freundlich und sozialverträglich lösen???

      In ein paar Tagen werden wir die Einfahrt pflastern lassen, weil sie durch den Hausbau (vor 6 Jahren) sehr gelitten hat und bei Regen gern alles schlammig ist. Diese Pflasterung wird uns sehr viel Geld kosten und ist für uns. Nicht für die Nachbarschaft. Geplant sind Zaunelemente links und rechts um die Einfahrt schmaler zu machen und sie nicht mehr als Einladung zum parken wirken zu lassen.

      Kann man so etwas ansprechen? Oder muss ich wirklich ein Tor davor setzen (wollte ich eigentlich nicht, da noch teurer...) oder ein Schild???

      LG Mary

      • (2) 25.07.16 - 15:11

        Ich würde erst mal mit der Nachbarin reden, dass ihr pflastern lasst und dann keine übermäßige Beanspruchung wollt, das pflaster leidet ja darunter. Und gleichzeitig ein Schild anbringen. nur eben dazu auch reden, damit sie nicht sauer wird und euer nachbarschaftliches Verhältnis leidet.

        (3) 25.07.16 - 15:31

        Hallo!

        naja, sag wie es ist. Das ihr nicht mehr möchtet das bei euch geparkt wird. Ich würde wohl auch zusätzlich ein Schild hinstellen mit 'Parken Verboten, Privatgrundstück'.
        Wegen Drehen: Macht die Zufahrt etwas enger, dann dreht auch keiner mehr so einfach, da es ja dann 'schwieriger' wird. Notfalls Kette vor.
        Das Problem wirst du 'sozialveträglich' eher nicht lösen können. Einer könnte sich angepi..... fühlen, aber das wirst du nicht verhindern können. Die Leute sind es gewohnt euer Grundstück zu benutzen, das war anscheinend schon immer so und gewöhne Leuten so einen Kram mal 'sozialverträglich' ab.....
        Klare Ansage machen (natürlich im netten Ton) und dann auf den 'Sturm' warten, der kommen könnte. Kann auch gut sein das es dann akzeptiert wird, kann aber auch sein das ihr etwas Streß bekommt. Wie die Nachbarschaft reagiert werdet ihr ja dann sehen.
        Wichtig finde ich das ihr das wirklich klar sagt, das ihr das nicht mehr möchtet und da auch demenstprechend reagiert, sollte das nicht beachtet werden.
        Wenn ihr euch gut mit der Nachbarschaft versteht, sollte es eigentlich keine Probleme geben und ihr auf Verständnis stoßen.

        LG Sonja

        (4) 25.07.16 - 16:39

        Hallo

        Sprich es höflich an, aber erwarte keine Einsicht.

        Wir haben auch ein großes Grundstück, ländlich halt, und wir haben toleriert das einige Nachbarn einen Teil davon mit genutzt haben. Leider...

        Nachdem sie es dann langsam übertrieben haben, haben wir höflich (!) gebeten, dass sie sich wieder etwas zurück halten mögen ...

        Noch in der selben Woche hatten wir die erste Anzeige "von unbekannt" an der Backe...

        Ein Schelm, wer da an Zufälle glaubt...

        Kat

        • >> Nachdem sie es dann langsam übertrieben haben, haben wir höflich (!) gebeten, dass sie sich wieder etwas zurück halten mögen ... Noch in der selben Woche hatten wir die erste Anzeige "von unbekannt" an der Backe...<<

          Und für was? #schock

          • Wie das auf dem Land halt so ist, da werden Gartenabfälle schon mal verbrannt. Macht rundrum jeder und eigentlich stört sich keiner dran... Außer es passt halt grade in den Kram...

      (7) 25.07.16 - 16:59

      Habt ihr Kinder?
      Dann sagt doch halt, das einige so unvorsichtig auf dem Hof wenden, das es zu gefährlich geworden ist und ihr leider ein wieteres Parken nicht mehr dulden könnt.

      Ansonsten wie schon beachtet, Toreinfahrt kleiner machen.
      Vielleicht ein paar große Baumkübel so aufstellen, das man schon merkt, das es PRIVAT ist. Am Anfang eine Kette hinhängen mit Parken verboten" so....3-4 Wochen nach dem Pflastern ....muss sich noch setzen....vielleicht merken sie es dann.

      lg
      lisa

      • (8) 25.07.16 - 18:44

        Ja wir haben zwei Jungs und der Hof wird auch regelmaessig bespielt. Die Kette ist ne gute Idee, aber fuer den Lerneffekt gut. LG Mary

    (10) 25.07.16 - 17:21

    Hallo,

    wenn ihr eh rechts und links vn der dann neuen Einfahrt Zaunelemente setzt dann gehe in den nächsten Baumarkt und kaufe x Meter Rot-weiße-Kunststoffkette (gibt es als Meterware) und bringt diese vor eurer Einfahrt an. Ihr müsst dann allerdings selber aussteigen und zum Reinfahren die Kette abnehmen, aber danach gleich wieder vorhängen. Nach ein paar Wochen sollte das Problem erledigt sein und ihr könntet die Kette wieder entfernen. Parken dann wieder Fremde auf euern Hof kommt die Kette gleich wieder vor.

    LG

    (11) 25.07.16 - 20:19

    Also ich denke hier kommt ihr ohne deutliche aber höfliche Worte nicht aus. Klar könnte die Nachbarin trotzdem beleidigt sein, manche sind es immer egal wie man spricht. Doch ihr könnt es doch auf Dauer kaum tolerieren oder? Euch stört es ja jetzt schon! Und ich sehe auch nicht ein das ich das Parkhaus von anderen Leuten bin.

    Ela

    (12) 25.07.16 - 20:25

    Ich würde ebenfalls mit einer Kette oder mit sogenannten Gurtpfosten arbeiten. Letztere sind toll, weil man sie ganz schnell einrollen und bei Bedarf eben wieder aufziehen kann. Oder Du besorgst ein Warnhütchen.

    Dass die Einfahrt frisch gepflastert wird, ist ein guter Vorwand, warum jetzt erst einmal die Zufahrt gesperrt wird. ;-)

    (13) 25.07.16 - 21:36

    Ein Tor hat auch andere Vorteile. Ich würde nicht wollen, dass jeder ungehindert auf mein Gelände kommt.

    Gruß

    Manavgat

    (14) 25.07.16 - 22:59

    Ich würde auch nicht wollen, dass ständig irgendwelche fremde Autos bei uns im Hof parken. Ich würd nach dem Pflastern passend zum neuen Zaun auch ein Tor einbauen. Kostet zwar noch mal extra, aber dann hast Du Ruhe.

    Bei meinen Eltern hat sich mal jemand ganz dreist in die Einfahrt vor die Garage gestellt. Die Einfahrt ist eh nur ein Stellplatz vor der Garage, also nicht besonders groß und ohne Tor, da dafür eben kein Platz ist. Mein Papa hat sich dann, als er heimgekommen ist und das fremde Auto im Hof parkte, einfach dahinter auf die Straße gestellt und ist ins Haus gegangen. Nach über einer Stunde kam die Frau dann und klingelte, da sie fahren wollte. Mein Papa hat dann aber die Hausglocke "nicht gehört" und hat die Trulla einfach mal ne halbe Stunden warten lassen... Die hat vielleicht geschimpft wie ein Rohrspatz im Hof. Ich habs lustig gefunden... Selber schuld, was stellt sich die Trulla auch in unsere Einfahrt.

    (15) 26.07.16 - 10:39

    Wenn ihr ein gutes Verhältnis habt, dann könnt ihr das doch mal mit den Nachbarn besprechen?

    Erklärt ihnen ganz ruhig und ganz freundlich, dass das ja immer so wart, es euch aber nciht gefällt. Ich würde da gar nciht groß Gründe anführen. Es gefällt euch nicht, und es ist ja eure Einfahrt. Ob die Nachbarn so lieb wären, ihren Besuch, wenn er das nächste Mal kommt, in Zukunft woanders zu parken. Wenn sie sagen sie werden das machen würde ich erst mal eine Weile abwarten.

    Auch wenn sie es an den Bescuh weitergeben, braucht der vielleicht eine extra-Erinnerung.

    Wenn es nciht klappt, würde ich bei einer zufälligen Begegnung (wenn es diese gibt) nochmal sagen, "Ach, wären sie so nett und erinnern ihren Besuch noch einmal daran, dass sie bittte woanders parken?".

    Wenn das auch nicht hilft ein "Privat"-Schild neben die Einfahr hängen. Oder "Kein Parkplatz".

    Als letzte Maßnahme ein Tor.

    (16) 26.07.16 - 16:01

    Ich wuerde ein Tor hinsetzen, bei allem anderen bist du der Buhmann.
    Es kostet vielleicht mehr aber wird dir eine Menge Nerven sparen, wenn du nicht bei jedem Auto zusammenzuckst und drauf wartest ob es bei euch parkt oder nicht!

    (17) 02.08.16 - 13:52

    Hallo,

    ich habe das Ganze jetzt eine Woche überdacht und am Wochenende habe ich beschlossen, das Problem anzusprechen.

    Am Freitag wurde auf unserem Grundstück die Baustelle für die Hofpflasterung eingerichtet. Es wurde ein Bagger und ein Radlader in der Einfahrt abgestellt. Kurz danach standen schon zwei Autos auf dem Hof, Besuch für die Nachbarn. Und dann noch zwei dazu. Der Hof war voll und wir kamen kaum noch durch.
    Abends nach 22 Uhr wurde dann Autotürenknallend der Hof verlassen.

    Mit hats gereicht.

    Am Montag morgen habe ich mir einen Text überlegt, wie ich das anspreche.

    Montag morgens haben dann unsere Bauarbeiter losgelegt. Auf dem Hof waren in Aktion der Radlader, der Bagger und ein Lkw. Und auf einmal stand mittendrin ein Pkw. In der Baustelle....! Irgendeine ältere Dame, Besuch für die Nachbarin. Stieg zwischen den arbeitenden Baufahrzeugen aus und wollte gerade weggehen.

    Ich habe sie vom Hof gewiesen mitsamt dem Auto.

    Und bin dann gleich mit rüber. Ich habe meine Nachbarin (die Tochter, die dort auch wohnt), nochmal höflich darüber informiert, das wir den Hof jetzt sanieren. Es wird jetzt bitte in der Baustelle nicht mehr geparkt und danach dann bitte auch nicht mehr.

    Ohne Diskussion, ohne Begründung, denn rechtfertigen mag ich mich nicht. Ich habe dann gleich das Thema gewechselt und bin ins Plaudern übergegangen und zum Schluss hat sie mir versichert, das sie die Verwandtschaft informieren wird.

    Warten wir mal ab.

    Vorsichtshalber werde ich eine Kette besorgen, damit ich den Hof bei Bedarf sofort zuhängen kann. Tor ist leider derzeit nicht drin, wird aber folgen wenn es nicht aufhört mit der Parkerei.

    Mir persönlich würde es niemals einfallen, auf ein fremdes Grundstück zu fahren, um da zu parken. Niemals nie.
    Ich finde das so frech. Es wird derart ausgenutzt, es ist unglaublich. Die eine Familie kam sogar mit 2 Autos, da die Tochter jetzt ja auch den Führerschein hat und gleich ein eigenes Auto....

    LG

    • (18) 04.08.16 - 19:07

      Hallo!

      Ich kenne das Problem.... Als wir noch (in der Münchner Innenstadt) in einem Mietshaus wohnten war unser Parkplatz ständig belegt. Trotz mehrerer Schilder und deutlicher optischer Abgrenzung als Privatgrundstück. Wir haben uns dann schließlich an den unterschiedlichsten Stellen erkundigt und herausgefunden, dass man eigentlich nur mit den Leuten reden kann und auf Einsicht hoffen muss. Nichtmal das Zuparken des eigenen (fremdbelegten) Parkplatzes ist rechtlich in Ordnung. Sogar das Abschleppe haben wir uns überlegt und verworfen, weil man dabei finanziell in Vorleistung gehen muss. So sehr ich es verstehe (oh. mann war ich immer sauer!) kann ich deshalb von allen eigenmächtigen Maßnahmen nur abraten :( und drücke die Daumen, dass sich das Problem erledigt hat.

Eine weitere Idee mit der wir ein ähnliches Parkproblem gelöst haben ist ein wenig Bastelarbeit. Gespräche haben da einfach nichts genützt und es war zeit zu handeln!

Wir haben uns einen Edelstahl-Pfosten nach eigenem Maß online (http://www.edelstahl-trummer.de/stangenmaterial/)bestellt und den dann auf einem Kippmechanismus mit Schloss montiert. Wenn der Balken oben ist kann niemand reinfahren, wenn er unten ist dann ist einparken problemlos möglich. War so eine recht günstige Maßnahme und äußerst wirksam, denn parken geht nicht ohne den Balken zu bewegen :) Für uns war es die schnellste Variante ohne gleich ein komplettes Tor setzen zu müssen...

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