Haus bauen oder von Schwiegereltern kaufen ? Hilfe

    • (1) 05.09.16 - 10:48

      Hallo, ich wende mich mit einer Frage an euch, damit ich einfach für die Zukunft besser bzw. richtig planen und vor allem sparen kann.
      Für meinen Freund und mich ist definitiv klar, dass wir irgendwann unser eigenes Häuschen haben möchten. Wie gehen wir diese Planung am besten an, um uns diesen Traum irgendwann erfüllen zu können?
      Kurz zu uns:
      Wir sind beide 27 Jahre alt. Er ist berufstätig und hat monatlich etwa 1800€ netto zur Verfügung (Firmenwagen plus Benzin sind schon abgezogen).

      Ich bin angehende Förderschullehrerin und beginne nun in ein paar Monaten mein Referendariat (Dauer 1,5 Jahre).

      Unsere fixen Ausgaben belaufen sich auf etwa 1100€ im Monat, wobei Essen, Klamotten etc. noch nicht dazugerechnet sind.

      Wir planen in etwa 5 Jahren uns ein Haus zu bauen oder eventuell eins zu kaufen. Bis dahin steht uns ein EK von mind. 50.000€ zur Verfügung. Wenn wir beide monatlich noch etwas zur Seite legen, dann natürlich mehr. Mit den 50K können wir aber auf jeden Fall rechnen.

      Nun stellt sich uns zum einen die Frage, wie wir diese Summe bis dahin anlegen? Lieber ein Sparbuch eröffnen oder doch einen Bausparvertrag?

      Des Weiteren ist es so, dass die Eltern meines Freundes ihr Haus in den nächsten Jahren verkaufen möchten, da es Ihnen zu groß geworden ist. Sie möchten sich entweder ein Bungalow kaufen/bauen oder in eine Eigentumswohnung ziehen. Das Haus möchten Sie gerne für 300.000€ verkaufen, wieviel Sie davon von uns haben wollen, wissen wir noch nicht genau. Wenn wir es nehmen wollen, würden sie auch noch 5 Jahre warten. Es hat einen großen Garten, 5 Zimmer und hat eine tolle Lage. Es besteht also die Möglichkeit dieses Haus zu kaufen, es müsste aber definitiv renoviert und teilweise saniert werden. In den letzten Jahren wurden aber Dach und Fenster erneuert.

      Die andere Möglichkeit wäre, sich ein Grundstück zu kaufen und dort zu bauen. In unserer Region ist das leider nicht sehr billig. Der Quadratmeter kostet hier etwa 300 - 350€, dazu würde dann noch das Haus kommen. Und am Ende wohnt man in neuen Wohnbaugebieten, dicht an den Nachbarn.

      Es stellt sich uns nun die Frage, für was wir uns entscheiden wollen und aber auch, wie wir unser Geld für die nächsten 5 Jahre so anlegen, dass wir „das Beste“ daraus nutzen können.

      Ich hoffe ihr könnt einfach mal eure Gedanken dazu loswerden und eventuell den einen oder anderen guten Tip abgeben!

      Vielen lieben Dank.
      Sandra

      • Ich würde einen Sparplan machen mit einem Tagesgeldkonto, bzw. wenn ihr defeinitiv wißt, dass ihr das Geld erst in 5 Jahren braucht, dann evtl. mit einem Festgeldkontos sparen.

        Wenn euch das Haus der Schwiegereltern gut gefällt und es wirklich zur Debatte steht, dann würe ich mit denen mal in Ruhe reden. Weil dann könntet ihr euch eine Menge Kreditkosten sparen, wenn ihr über Mietkauf finanziert. Also, statt der Bank einen Kredit mit Zinsen und Kosten zurück zu zahlen einfach den Schwigereltern das Geld überweisen. Das EK könntet ihr dann für den Umbau verwenden.

        Frage ist natürlich, ob die Schwiegereltern dann neu bauen/kaufen wollen und das Geld vom Hausverkauf dafür benötigen oder ob sie mieten möchten und auch, ob es noch weitere Kinder gibt, die Interesse an dem Haus haben bzw. dann ausbezahlt werden müssen.

        In finde die Option das Haus der Schwiegereltern zu übernehmen interessant, aber dann muß man sich auch menschlich einig sein und gut miteinander auskommen.... z.B. dass die Schmiemu bei zukünftigen Besuchen in "ihrem Haus" nicht ausflippt, wenn der Gartem umgestaltet ist usw.... die müssen dass dann richtig los lassen. Ich denke es ist etwas anderes ein Haus zu verkaufen und dann da nie wieder hinzugehen, wie wenn es ein Kind übernimmt...

        Man braucht auch einen guten Notar, der einen da gut berät und das zwischenmenschliche sollte man nicht außer acht lassen.

        • (3) 05.09.16 - 13:19

          Stimmt, die Eigentumsverhältnisse sind wichtig... wenn ihr nicht verheiratet seid und keine entsprchenden Regelungen/Verträge macht, kann dein Freund dich im Falle einer Trennung rauswerfen und behaupten, er hätte das Haus von seinen Eltern geerbt.

          Wenn du in das Haus Geld reinsteckst, dann schau auch, dass du mit ins Grundbuch eingetragen wirst.

          • Der Punkt mit dem Grundbuch ist sehr, sehr wichtig, denn sonst kann man echt übel auf die Nase fallen.

            Das ist meiner Schwester beinahe mal passiert. Sie und ihr Mann hatten das Haus von seinen Eltern übernommen. Eigentlich existierte auch ein Grundbuch, dieses war aber verschollen, so dass eine Grundbucheinsicht unmöglich war.

            Letztlich haben sie das Grundbuch dann online beantragt, was Gott sei Dank recht unkompliziert möglich war. Falls die Thread-Erstellerin mal ein ähnliches Problem haben sollte, kann sie auch hier mal gucken: http://www.dein-grundbuch.de/ .

                • >>>Jeder hat aber einen "Grundbuchauszug" zuhause<<<

                  Ein Grundbuchauszug kann aber nach wenigen Jahren schon nicht mehr aktuell sein, d.h., bei Verkauf oder Eigentümerwechsel muss sowieso ein aktueller Auszug angefordert werden.

                  • ?

                    wenn ich Eigentümer des Hauses bin, ist der Grundbuchauszug ja wohl aktuell

                    wenn die Eltern Eigentümer dieses Hauses sind, ist auch deren Auszug aktuell

                    Du kannst doch immer nur von dem Grundbuchauszug ausgehen, der dir gehört und somit das Haus auch dein Eigentum ist.
                    Sobald ich etwas verkaufe, interessiert mich der Grundbuchauszug doch garnicht mehr.

                    • >>>wenn ich Eigentümer des Hauses bin, ist der Grundbuchauszug ja wohl aktuell<<<

                      Muss nicht sein.

                      Wir haben z.B. zehn Jahre nach Hauskauf einen größeren Kredit für einen Umbau aufgenommen. Die finanzierende Bank hat darauf verzichtet, sich diesen Betrag grundbuchlich absichern zu lassen, weil für sie die bereits eingetragene Grundschuld ausgereicht hat.
                      Ebenso können sich im Lauf der Jahre Grunddienstbarkeiten (Wegerechte, Ableitung von Regenwasser) ändern. Oder man hat z.B. einen Streifen des Grundstücks verkauft.

                      Also wenn man irgendwas mit dem Haus machen will (Verkauf, erhöhte Beleihung etc) benötigt man IMMER einen aktuellen Grundbuchauszug, den man aber nicht automatisch bekommt bei einer Änderung, sondern man muss das kostenpflichtig anfordern.

                      >>>Sobald ich etwas verkaufe, interessiert mich der Grundbuchauszug doch garnicht mehr.<<<

                      Dich vielleicht nicht, aber den Käufer des Hauses.

                      Ohne aktuellen Grundbuchauszug gibt es keinen Verkauf.

              Ich hatte mich verschrieben: Ich meinte den Grundbuchauszug und nicht das Grundbuch selbst. Den Auszug kann man nämlich sehr wohl beantragen, nämlich beim Grundbuchamt oder man engagiert eine Firma, die den Auszug für einen beantragt.

      (12) 05.09.16 - 14:36

      >>>ob es noch weitere Kinder gibt, die Interesse an dem Haus haben bzw. dann ausbezahlt werden müssen.<<<

      Wieso müssten Kinder ausbezahlt werden? Die Eltern können mit ihrem Haus machen, was sie wollen.

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