DHH mit 565 Quadratmeter Grundstück?

    • (1) 26.11.16 - 01:23

      Hallo erstmal. Mein Name ist Mustafa und bin neu hier.. Wollte mich hier mal bisschen erkundigen. . Also ich habe mich entschlossen ein eigenes Haus zu bauen. Kaufen sehe ich zu den Preisen nicht ein. Jede Bruchbude kostet im Schnitt ca ne viertel Million.. Deshalb will ich bauen (Schlüsselfertig bauen lassen )
      Mein Kumpel und ich möchten nebeneinander bauen. Haben zwei Grundstücke nebeneinander gefunden. Beide jeweils 564 Quadratmeter. Der Preis beträgt 240 Euro pro Quadratmeter. Dann wäre ich bei ca 135000 plus Notar, Grundstückserwerbssteuer und Erschliesungsskosten. Erschliessen muss man noch Wasser und Abwasser. Nur das Grundstück würde mich so um die 150000 Euro kosten. Dann noch das Haus (Einfamilienhaus mit einer Einliegerwohnung ) .. Insgesamt wären es dann ca 400000 Euro. . Habe etwas Angst mich so hoch zu verschulden. .
      Habe mich nun überlegt, ein Grundstück mit 565 Quadratmeter mit meinem Kumpel zusammen zu kaufen und eine DHH zu bauen. Das Problem ist allerdings, dass das Grundstück ca 23,5 mal 24 ist , also fast quadratisch. .

      Wäre es denn überhaupt zu realisieren, mit zwei Garten und 2 Garagen? Wenns geht würden wir zwischen den Häusern eine Garage haben wollen, um nicht wand an wand zu sein.. Die Gärten müssten nicht sehr groß sein.
      Aber die Grundstücksform wird alles etwas erschweren oder was denkt ihr? Sind 565 Quadratmeter zu wenig für zwei Familien?

      Gruß Mustafa

      • Die Häuser sollten ein Grundriss von ca 150 Quadratmeter haben

        • Hi Mustafa, also ich finde das schon etwas zu klein. Wenn die Bank beim ersten Haus mitspielt, was die Finanzierung betrifft, dann realisiere das Projekt, aber berate Dich bitte gut, denn wenn man schon bauen möchte, sollte man möglichst keine großen Kompromisse eingehen, beachte auch, ob Du wirklich mit dem Kumpel bauen "musst", ich liebe auch meine Freunde, dennoch will ich bei keinem nebenan wohnen, das wäre mir zuviel an Nähe. Bin eher ein Fan von Einfamilienhäusern, die freistehend sind, aber die preisliche Situation aktuell ist schon sehr brutal zur Zeit. Die schlimmste Bruchbude kostet schon mehrere hunderttausend in Ballungsräumen.
          Viel Erfolg bei derEntscheidung!

      Huhu,

      das kommt immer darauf an was man vom Garten erwartet.

      Für unsere Zwecke wären die 564 qm schon zu wenig, wir haben 811qm und nunja...man kommt damit aus, weil mehr eben nicht da ist.

      Andere Familien hingegen sind glücklich mit einer Terasse und möchten gar keinen pflegebedürftigen Garten.

      Wir hatten z.B. als wir noch in den Niederlanden lebten rund 30 qm Terasse, ungefähr das Gleiche an Rasen/Blumenbeet und ein Carport. Für uns war es fürchterlich, für unseren Nachbarn (DHH mit identischen Grundstücken) war es ideal.

      Bedenken solltest du außerdem, dass aus Freunden und Familie oft reine Streithähne werden bei dieser Nähe.

      Lg

      Andrea

    • Hallo, Ihr könnt ja nicht einfach nach belieben auf ein Grundstück bauen. Meist gibt es es Bausfenster, indem ein Haus gebaut werden darf. Ist diese zu klein, passt auch kein Haus von insgesamt 300qm hin. Wenn ihr stattdessen in die Höhe bauen wollt, müsst ihr ebenfslls den Bebauungsplan beachten. Meist sind die nur 1,5 oder 2 Geschosse erlaubt, sodass die Alternative auch wegfällt.

      565 für zwei Familie sind schon wenig, davon gehen ja dann zusätzlich noch Stellplätze (oft ist der Anzahl der Stellplätze vorgeschrieben) und Garage weg, aber wenn ihr keinen Garten braucht und ihr Euch gut versteht wird es bestimmt gehen

      Sinnvoll wäre es auch, wenn ihr euch bei eurer Stadt/Gemeinde erkundigt, was für eine Bebauung sie dort vor Ort überhaupt zulassen. Dürftet ihr auf dem Grundstück überhaupt ein Doppelhaus bauen? Es mag nicht überall so sein, aber die Gemeinde in der ich wohne hat teilweise sehr seltsame Vorstellungen.

    • Wie schon geschrieben, müsstet ihr euch erst einmal erkundigen was auf den Grundstücken gebaut werden darf. Das kann so allgemein niemand sagen.

      Und zu den Kosten rate ich, lieber noch mal 50.000€ on top zu planen. Wir, und auch Freunde, bauen gerade und es ist unglaublich, was da noch an Kosten on top kommt, die man evtl. gar nicht auf dem Schirm hat. Unser Freund schreibt das schon in einem Blog oder so, wir wollen das nach Fertigstellung auch noch tun.

      • Hallo, erst mal danke ich euch, für die zahlreichen Antworten. Das erste, was ich machen werde, ist ins Rathaus zu gehen und klären, was man da alles bauen darf usw..
        Eine Straße ist ein ähnlich großes Grundstück, auf der ein DHH gebaut ist. Garage links und rechts, mitte das DHH und jeweils in der Mitte hinten der Garten. Ich werde mir das Haus mal anschauen (ich kenne die Bewohner).

        Ich habe leider etwas bedenken, das Grundstück selber zu kaufen.. Ich habe zwar einen sehr guten Job, weiß aber nicht wie es in 2-3 Jahren aussieht..
        Zu den Beispiel oben:
        Ein DHH, bei der die Garagen nicht jeweils rechts und links vom Haus sind, sondern links Garage, dann eine Hälfte vom DHH, dann die nächste Garage und daneben die zweite Hälfte vom DHH. Sinn und Zweck wäre eben, das man nicht Wand an Wand wäre und auch im Garten bisschen mehr Privatsphäre hätte.

        Wenn mein Kumpel nicht will, könnte ich das machen, dann eine Hälfte und 2 Einliegerwohnungen vermieten. Würde mich dann beim abzahlen sehr leicht tun (Miete ca 1500 plus Eigenleistung 500-600)..

        Eventuell könnte man sogar die zweite Einliegerwohnung auch vermieten, da nur meine Mama und ich übrig sind. Falls ich dann heiraten sollte, könnte sie dann in die Einliegerwohnung einziehen..
        Was haltet ihr von der Idee?

        • Hallo,

          mit einem Kumpel so eng zusammen zu wohnen und dann noch die Mama im Haus, das wird eine Freundin, wenn Du Pech hast, nicht mitmachen. Warum sucht sich nicht jeder ein eigenes Grundstück?

          LG
          Lana

    Ob ein Doppelhaus zulässig ist und wie groß das Gebäude maximal sein darf, steht im Bebauungsplan. Das würde ich erst mal bei der Gemeinde abklären. Die Zahl der zulässigen Wohneinheiten ist im Bebauungsplan festgelegt, ebenso wie die Geschosshöhe und die maximale Grundfläche.

    Hier bei uns darf man zwar auf ein Doppelhausgrundstück notfalls ein Haus bauen, aber nicht auf einem Einzelgrundstück ein Doppelhaus.

    Eine Alternative könnte noch sein ein 2-Familienwohnhaus zu bauen, also jeweils ein Stockwerk für jede Partei. Mit einem Außenzugang ins obere Stockwerk, hat jeder seinen eigenen Eingang, quasi ein quergeteiltes Doppelhaus statt ein längsgeteiltes. Hat zudem den Vorteil, dass man sich die vielen Treppen in einer DHH spart. Weiss nicht ob sowas ggf. in Frage kommt.

    Hallo,
    wir haben eine DHH gebaut, vor 6 Monaten eingezogen. Das Grundstück ist 285qm groß, also ähnlich wie in Deiner Überlegung. 11m breit und 26m lang, wir hatten als Vorgabe 3m von Strasse bis Haus, Haus ist 11m lang und 6,5m breit. Wir können also noch eine Garage von maximal 4,5m daneben setzen oder auch nur 3m und dann einen Durchgang neben der Garage. Für uns reicht der Garten, aber hier in der Stadt sind größere Grundstücke auch einfach unerschwinglich für uns. Wir kannten unseren jetzigen Nachbarn vorher nicht, er hat mit einem anderen Bauträger gebaut, wir Massivhaus, er Fertighaus in Holzständerbauweise. Wir hören die lediglich ganz leise, wenn dort jemand die Treppe runterpoltert und es bei uns völlig still ist. Die Schallschutzbestimmungen sind inzwischen recht hoch für DHH.
    Ich bezweifel allerdings, daß Du für 250000 eine DHH bauen kannst, mit der Du wirklich zufrieden bist. Wollt Ihr einen Keller? 2 Volletagen und ausgebautes Dachgeschoss? Fußbodenheizung, Rolläden, welche Eigenleistung könnt Ihr erbringen? Als Vergleich: wir haben für 140qm bei 2 Volletagen und ausgebautem Dachgeschoß, 2 Bäder, 1 Gäste-WC, Keller, Fußbodenheizung, Wärmepumpe, Rolläden und eher gehobenem Standard bis Einzug 100.000€ mehr gezahlt als Du veranschlagt. Plus Grundstück.
    Ich empfehle neben genauer Information über die mögliche Bebauung auf dem gewünschtem Grundstück genaues Prüfen der Wünsche (Raumaufteilung, Heizung, wieviel qm, welche Ausstattung, was muss unbedingt sein, was ist nur nice-to-have), Einholen von Kostenvoranschlag bei 2-3 bevorzugten Bauträgern, Führen eines Haushaltsbuches über ein paar Monate (nur so hat man wirklich einen Überblick, wo das Geld monatlich bleibt und wieviel man in den Kredit stecken kann). Bei der monatlich möglichen Belastung unbedingt neben dem Kredit auch Grundsteuer, Müllabfuhr, Wasser, Strom etc einrechnen + Puffer.
    Und ich empfehle für genauere 'Bewertung' Deines Vorhabens und tiefergehender Tips auch beim Grundriss und Kalkulation ein Hausbau-Forum (das heißt auch so, googel mal danach...). Da ist zwar manchmal der Ton etwas rauh, aber wenn Dich das vor dem ein oder anderen Fehler bewahrt, umso besser. Da sind auch Finanzfachleute, die Deine Kalkulation beurteilen können. Dafür wirst Du dort aber genauere Angaben machen müssen ;)
    Viele Grüße und gute Nerven für die nächsten Monate, Kaja.

    • Hallo,

      also ich werde morgen des Besitzer anrufen und ihn bitten mir zwei Wochen Zeit zu geben, damit ich mich bei der Gemeinde erkundigen kann. Dann werde ich auch einige Baufirmen anrufen und Angebote reinholen.

      Es gibt folgende Möglichkeiten: Das Grundstück zu zweit zu kaufen und ein DHH zu bauen oder wie gesagt das Grundstück alleine zu kaufen.

      Ich will dann ein Einfamilienhaus mit einer Einliegerwohnung. Es wären dann insgesamt drei Stockwerke (Einliegerwohnung EG, Einfamilienhaus OG und DG) mit Dachgeschoss. Ich will entweder ein Schrägdach oder ein Flachdach.

      Meine Vorstellung ist ein Einfamilienhaus mit ca 150 Quadratmeter, weniger will ich kaum, weil wenn ich irgendwann heiraten sollte und Kinder haben sollte, wird es sonst irgendwann eng.
      Wie ihr euch vorstellen könnt, geben mir sehr viele Menschen Vorschläge...
      Wenn das Grundriss groß genug wäre (150 Qm) könnte man unten eine Wohnung, Treppenhaus, Abstellkammer, Waschraum, Heizkessel usw einrichten und oben dann zwei Einfamilienhäuser bauen. Ich weiß nicht ob es gehen würde...Da hätte man zwei Mieteinnahmen...

      Wie gesagt, mein Traum wäre, ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung.

      Eigentlich möchte ich keinen Keller, da es echt sehr teuer ist.. Aber andererseits hat man mir gesagt, dass ohne Keller, die Bodenplatte auch 20-30000 Euro kostet. Wenn ein Keller vorhanden wäre, könnte ich mir auch einen Hobbyraum einrichten (Kinoraum, Musikraum(spiele Gitarre) oder so etwas..
      Es kommt eine sehr komplizierte Zeit auf mich. Es war schon immer mein Traum, ein eigenes Haus zu bauen und jetzt habe ich die Chance. Das gute ist , dass es dort ist, wo ich seit 33 Jahren lebe und weiterleben will..
      Will das Grundstück nicht verpassen aber andererseits ist es möglich , dass die nächsten Jahre weitere Grundstücke hier erschlossen werden..

      • den Besitzer.

        Sorry für die Rechtschreibfehler. Tippe das schnell ab immer :)

        Hallo,
        gerade weil es viel Geld ist und Du dort die nächsten Jahrzehnte wohnen bleiben möchtest, solltest Du so wenig Kompromisse eingehen wie möglich. Wenn Du eigentlich ein freistehendes EFH möchtest, bist Du in einer DHH vielleicht die nächsten 10 Jahre unglücklich und fängst dann wieder von vorn an. Darum lass Dir Zeit und wenn dieses Grundstück dann weg ist, ist es halt so. Du stehst ja anscheinend nicht unter Zeitdruck und in den nächsten 2-3 Jahren findet sich bestimmt ein anderes Grundstück, das noch besser passt.

        Für unsere DHH hat der Keller 50.000€ Aufpreis gekostet, die Bodenplatte wäre ja im Haus-Grundpreis bereits dringewesen. Dafür ist es eine weiße Wanne, wir brauchen also keine Drainage oder Pumpe um Grundwasser abzuhalten. Für ein EFH mit größerer Grundfläche kann es auch noch teurer werden... Wir hätten natürlich auch lieber ein freistehendes EFH mit größerem Grundstück gehabt, aber mein Mann bastelt und schraubt gern Elektrokram, durch Hausautomation ist die ganze Installation umfangreicher - für uns kam es eben nicht in Frage, ohne Keller zu bauen. Dann lieber kleines Grundstück und viele Treppen. Genau das sind eben die Prioritäten, die Du Dir genau überlegen musst. Und schau Dir Musterhäuser an, auch von Firmen die nicht in Frage kommen. Angucken kostet nichts und man nimmt jedesmal wieder ein paar Infos und Eindrücke mit.

        Ach und nochwas: so schön sich das in der Finanzierung macht - ich würde mir niemals Mieter in das von mir bewohnte Haus holen. Gibt schnell Ärger, es sind letztendlich fremde Leute auf Deinem Grundstück. Zwei Hälften eines Doppelhauses sind gut schallisoliert, aber eine Einliegerwohnung oft nicht - laute Musik, Kindergeschrei nachts, Türenknallen... In meinem Haus will ich nur meine Musik und meine Kinder hören. Und wenn ich nachts staubsaugen oder mein Mann Sonntags Löcher in die Wand bohren will, machen wir das. Sonst hätte ich in der Mietwohnung bleiben können.
        VG

        (15) 27.11.16 - 15:23

        -Da hätte man zwei Mieteinnahmen...

        Bitte bedenke, dass man mit Mietern auch extrem auf die Schnauze fallen kann.
        Und Mieter sind und bleiben erstmal lange Zeit drin, selbst wenn sie keinen Cent zahlen, die Bude zerstören und Dir das Leben zur Hölle machen.

        Solche Mieter loszuwerden dauert sehr lange, kostet extrem viel Geld und Nerven dazu.

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