Hauskauf Land

    • (1) 29.11.16 - 13:45

      Hallo,

      wir überlegen ein Haus auf dem Land zu kaufen. Dort gibt es keine Geschäfte aber Kindergarten und Grundschule. Geschäfte sind in zwei nahegelegenen Orten. Dafür muss man 10 Minuten mit dem Auto fahren. Nun bin ich am überlegen ob es die richtige Entscheidung ist dort hinzuziehen. Uns macht es eigentlich nichts aus aber wie wird es später für meinen Sohn sein? Noch ist er klein aber spätestens wenn er auf die weiterführende Schule kommt müsste er je nach Schulart weiter fahren. Wie ist das bei euch falls ihr auch ländlich wohnt?

      • Hallo. Wir finden ländlich toll, wir würden nie in die Stadt ziehen. Allerdings ist ländlich und Einöde für uns ein Unterschied. Trotz aller ländlichkeit und Ruhe war uns wichtig dass Dinge des täglichen Bedarfs fußläufig erreichbar sind. Wenn ich mal spontan was kaufen will oder etwas vergessen habe will ich nicht immer erst das Auto aus der Garage holen müssen.

        Wir haben ebenfalls Kindergarten/Grundschule. Meine Tochter geht aufs 8 km entfernte Gymnasium. Das war uns von von vornherein klar und auch das es bedeutet "Taxi" zu spielen und dies mit meiner Arbeit zu vereinbaren. Das muss man mögen. Wir haben damit kein Problem und tun es gerne, dafür wohnen wir in bester Lage und hören am we früh den Hahn Krähen anstatt Autolärm oder sonstiges.

        Hallo, ich bin so aufgewachsen und fand es spätestens als Teenie horrormäßig. Bitte schaut, wie eure Kinder mal in die weiterführenden Schulen kommen, ich musste immer per Anhalter heimfahren. Ich war sehr glücklich, als wir in die Stadt gezogen sind. LG

        Also Land ist schön, aber was du beschreibst, wäre selbst mir dann doch zuviel Land. Es gibt doch auch gute Zwischenlösungen. Wir wohnen in einem 3000 Einwohner-Vorort eines 40.000 Einwohnerortes.
        Wir wohnen am Rand und wenn wir links rum gehen, sind wir in 1 Minute in Felder, Wiesen, Seen etc., was genau das Richtige für unsere Hunde ist.
        In die andere Richtung erreichen wir in 3 Fußminuten Penny, Apotheke, Post, Ärzte, Grundschule, Bushaltestelle etc.
        Autobahnauffahrt 10min., nächstgrößere Stadt auch um die Ecke

        Wir haben keine Kinder, aber sie könnten hier zu Fuß in die Grundschule und später mit dem Bus in die weiterführende Schule. Überlegt euch das gut. Immer Taxi zu spielen, ist sowohl für euch als auch die Kids verdammt nervig und man muss immer alles planen! Für mich wäre das nichts. Es ist einfach toll, sich mal eben aufs Rad schwingen zu können und vergessenes einzukaufen etc.

      • Hallo,

        Wir wohnen genau so, wie du es beschrieben hast, allerdings zur Miete. Für uns würde es nicht in frage kommen, hier Eigenheim anzuschaffen. Natürlich ist es ländlich schön, aber ich möchte wenigstens die Möglichkeit haben, mit dem Rad oder zu Fuß den Becher sahne zu besorgen, den ich beim einkaufen vergessen habe. Außerdem ist es für die Kinder auch schön, wenn sie später selbst mal los können, um sich vom eigenen Geld ein Eis oder ähnliches holen zu können. Das merken wir jetzt bei unserem 8 jährigen Sohn. Genau so sehe ich die Nachteile bei den schulwegen. Hier sind die Kinder fast 2 Stunden mit dem Bus unterwegs und müssen dann noch Hausaufgaben machen.

        Wir werden auch zum schulwechsel auf die weiterführende Schule umziehen, dann zentraler. Es muss ja nicht gleich Großstadt sein.

        Gruß, kleinekecki

        Hallo.

        Wir wohnen auch genau so wie du es beschreibst. Kita und Grundschule sind hier im Dorf, die nächsten Städte sind 6 bzw 10 min entfernt. Wir haben aber Hausarzt, Physiotherapie, Zahnarzt, Blumenladen und einen Fleischer im Ort der auch Brötchen verkauft und die wichtigsten Sachen wie Milch, Nudeln etc.

        Wir sind hier sehr sehr glücklich. Man muss sich organisieren wenn man nicht wegen einem Brot 10min fahren will, klar. Aber da wir sowieso jeden Tag zur Arbeit fahren verbinden wir das eben auf dem Weg. Für die Kinder ist es supertoll ländlich aufzuwachsen, in der Natur zu spielen. Unsere 2,5 jährige darf sich jeden Tag aussuchen ob sie die Pferde, Kühe, Schafe oder den Spielplatz besuchen will..für so kleine Kinder schon toll. Später müssen sie Schulbus fahren, aber das musste ich auch10 Jahre lang und habe es überlebt.

        LG

      • Hi,
        ich wohne dort wo ich wohne, weil ich dort groß geworden bin.

        Ich hatte 19 km auf die Arbeit, 23 Jahre lang. Mit dem ich den Bauplatz kaufte, hatte 9 km auf die Arbeit. Entweder sein Ort, 400 Einwohner mit Mini Edeka, oder mein Ort. 1200 Einwohner, Edeka, Bäcker, Metzger, Imker, Handarbeitsladen, Geschenkeladen, 2 Bankfilialen und Postfiliale.

        Bei ihm waren die Bauplätze so groß, daß wäre zu teuer geworden.

        Bei uns fährt um 6 Uhr der Bus raus, und um 18 Uhr wieder rein. Dazwischen gibt es 2 reine Schulbusse.

        Kindergarten ist im Ort, Grundschule und Realschule Plus 5 km weiter, Schulbus. Gymnasium 6 km, IGS 12 km.

        Ich fahre jetzt 14 km auf die Arbeit, und komme durch den Ort mit Aldi, Lidl, dm, Rewe usw usw. Dort wird eingekauft auf dem Heimweg. Vergessenes bringt mein Mann mit, 55 km einfach auf die Arbeit, kommt 2 Std. später. Oder man holt es eben im Edeka.

        Hier hat man 2 Autos, ganz einfach. Kann man nicht mehr fahren, bietet die Gemeinde einen Fahrdienst an, 30 Cent pro km, zum Arzt - 6 km oder ins Städtche - 12 km.

        Die Kinder haben mit 15/16 den Mofa-/Mopedführerschein. Hier gibt es Fahrgemeinschaften zum Ballett, DLRG und Voltigieren.

        Ich kenne es nicht anders. Könnte ich wählen, würde ich gern Städticher wohnen. Ohne Auto, jede Stunde Bus in allen Richtungen.

        Gruß Claudia

      Hallo

      Ich bin so aufgewachsen und wohne mittlerweile völlig abgelegen (außerorts in Alleinlage). Ich persönlich liebe es. Ich kenne es aber auch nicht anders. Ich habe zwischendurch mal innerorts gewohnt. Diese Engel, Garten an Garten gepresst, Gespräche der Nachbarn zwangsläufig hörbar, ... Nein. Mir ist das zu eng. Am schlimmsten fand ich die Zeit in der Stadt. Kein Garten. Mehrere Parteien im Haus, gruselig.

      Ich fand es als Kind super. Bei uns hatte man alle Freiheiten mit Rad und zu Fuß. Wir haben Geschäfte und Co nicht vermisst. Wir kamen zur Not mit Rad, Bus (alle 2 Stunden #rofl) oder Anruf-Sammel-Taxi überall hin.

      Mein ältestes Kind (8) kann mittlerweile mit dem Rad zum Schulbus, zum Kommunionunterricht, Fußballtraining, zu seinen Freunden im Dorf, zum Bolzplatz. Das er nicht zum nächsten Kiosk, Bäcker, Supermarkt etc geht noch nicht. Finde ich aber auch nicht schlimm.
      Später zur Schule fährt er mit dem Bus. Der ist in 25 Minuten da. Ist doch kein Aufwand.

      Ich würde nicht in der Stadt leben wollen. Lärm, Schmutz, viel Trubel, Enge, immer Rücksicht nehmen (Ruhezeiten etc).....

      LG

    Ich würde da gar nicht so weit in die Zukunft schauen. Im Grunde muss es aber eine Schulbus Verbindung geben. Ich bin auch so aufgewachsen. Hatte eine Stunde Schulweg mit dem Bus. Aber das war völlig ok. Man gewöhnt sich daran. Und wenn das Dorf nicht zu klein ist, ist es auch als Jugendlicher ok. Aber ein paar Gleichaltrige sollten es schon in der Gegend sein. Sonst fährst du am Ende auch ohne Ende hin und her, wenn die Kinder mal irgendwo Sport oder andere Hobbys haben.

Hallo,

ich komme aus einem Dorf ohne ALLES und fand es als Jugendliche scheiße.

Jetzt wohne ich wieder in genau so einem Dorf. ;-) Allerdings landschaftlich sehr viel schöner.

Meine Kindheit war toll, und die Kindheit meiner Kinder ist toll. Als Jugendliche werde ich sie wahrscheinlich häufig fahren müssen, aber das nehme ich in Kauf.

Das sind ein paar Jahre. Leben werde ich hier ein paar Jahrzehnte, wenn meine Kinder schon lange weg sind. Das sollte man nicht vergessen.

LG

Hallo!

Ich lebe - mit ein paar Unterbrechungen - schon immer im wunderschönen Almtal, in den Bergen Oberösterreichs. Hier ist mein Elternhaus mit riesen Grundstück und wunderbarer Ruhe.

Wir haben in den Ort (mit KiGa, Grundschule, Arzt, Geschäften,...) genau 2 km, das geht also auch zu Fuß oder mit dem Rad (fahren aber fast immer mit dem Auto).

Ins Gymnasium hatte ich damals ca. 40 Minuten Busfahrt. Der größte Spaß des Tages - ich hab es geliebt! (Und die Hausaufgaben konnte man auch noch schnell erledigen)

Mein Sohn kommt nächstes Jahr in ein anderes Gymnasium, er wird ca. 30 min Bus fahren. Bzw. kann er morgens mit mir mit dem Auto mitfahren, ich arbeite in der gleichen Stadt (ca. 20 km von zuhause).

Die gleiche wunderbare "draußen-Kindheit", die ich hatte, dürfen meine Kids jetzt auch erleben. Die Freunde meines Sohnes sind alle fußläufig zu erreichen, zum Fußballtraining kann er mit dem Fahrrad.

Als Jugendliche hatte ich damals überhaupt kein Problem. Wir haben uns mit der Clique viel bei mir zuhause getroffen oder bei anderen Freunden. Fortgehen fand zu Fuß statt oder jemand hat uns gefahren.

Inzwischen verkehren am Wochenende auch Jugendtaxis.

Würde nirgends anders mehr leben wollen!
(Hab vorhin den Beitrag "Wohnen an Hauptverkehrsstraße" gelesen.. da wird einem ja schlecht!)

LG Claudi

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