Wohnungssuche mit ALG II

    • (1) 31.01.17 - 16:47

      Ich muss mich jetzt echt mal aufregen! Ich suche schon ewig nach einer Wohnung für meine kleine & mich, bemühe mich schon einzuziehen bevor sie da ist damit ich mich nach der Geburt nicht noch um den Umzug kümmern muss. Jetzt finde ich aber einfach keine Wohnung bzw. kein Vermieter will an mich vermieten weil ich die Wohnung übergangsweise vom Amt bezahlt bekomme. Ich mache bei Besichtigungen wirklich einen vernünftigen Eindruck & habe auch nicht vor länger als nötig vom Amt zu leben, im Moment geht es aber leider nicht anders. Die meisten lehnen später ab oder melden sich schon gar nicht mehr zurück wenn man gefragt wird wie man die Wohnung bezahlen will.
      Ich verstehe das nicht? Damit sind die Vermieter doch eig auf der sicheren Seite weil dann die Miete auf jeden Fall jeden Monat bezahlt wird? Wieso hat man so viele Vorurteile?

      Hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht & hat vllt ein paar Tipps für mich? Das ist nämlich echt entmutigend & fühlt sich auch richtig sch.... an.

      • Hallo liebes,

        Du erfährst momentan leider so viel Ablehnung, da meist die Miete erst den Sozialhilfe Empfängern überwiesen wird und dieser es an den Vermieter überweisen muss. Jedoch machen einige genau das Gegenteil, geben das Geld aus & sind dann nicht in der Lage die Miete zu bezahlen.

        Soweit ich weiß besteht die Möglichkeit, dass das Amt die Miete direkt zum Vermieter überweist wenn man das bei denen so beantragt, sicher bin ich mir aber nicht.

        Eventuell könntest du das mal klären und dann bei den Vermietern erwähnen das das Geld direkt vom Amt an ihn überwiesen wird und nicht vorher zu dir kommt.

        Eventuell solltest du auch nicht auf eigene Faust suchen weil das selten öffentlich geförderte Wohnungen sind.
        Es gibt so einen Antrag für Vormerkung einer öffentlich geförderten Wohnung da kommst du dann auf die Liste und kriegst von denen eine Wohnung in der auch Sozialhilfe Empfänger angenommen werden

        Der Vermieter hat durch Deinen ALGII-Bezug keine Sicherheiten. Du kannst das Geld genau so verplempern und keine Miete zahlen, wie jeder andere Mieter auch.

        Gruß,

        W

        Hallo,

        erstmal tut es mir sehr leid, dass Du gerade in der Situation bist.

        Normalerweise ist es so, dass der Vermieter das Geld vom Mieter überwiesen bekommt, der wiederum von Jobcenter oder oder. Durch Sanktionen kommt es gerade bei U25-jährigen, die eben nicht aktiv bei der Vermittlung mitwirken, zu 100% Kürzungen. Schnell ist dann auch die Wohnungssicherung im Boot. Das möchte kaum ein Vermieter.

        Gibst Du sofort an, dass Du vom Jobcenter kommst? Wahrscheinlich über den Vordruck Mietangebot oder? Ggf. bittest Du die Vermieter, Dir die Eckdaten so zur notieren. Du musst nicht angeben, woher das Geld kommt, Vertragspartner bist Du, nicht das Jobcenter. Erkläre dort auch noch mal die Problematik.

        Viele Grüße und viel Glück

      Klar rechnet ein Vermieter mit dem Schlimmsten...Würde ich als Vermieter vermutlich auch, habe da vollstes Verständnis.

      Es wird vermutlich die erste Wohnung sein, sprich du kannst keine Bescheinigung eines vorherigen Vermieters vorlegen oder ähnliches.

      Ich weiß nicht wie deine Schufa ausschaut, das spielt in der Regel noch eine größere Rolle, als woher das Geld für die Miete kommt...

      Als mein Mann und ich während unserer Ausbildungszeit umgezogen sind (hatten nebenbei noch Minijobs, aber halt "Geringverdiener"), hat uns eine Bürgschaft weiter geholfen. Damit lief es völlig problemlos. Auch von Vorteil war ein Schreiben des zukünftigen Arbeitgebers bezüglich späterem Gehalt nach abgeschlossener Ausbildung und Bestätigung einer Übernahme.
      Ich weiß ja nicht, was du sonst so machst oder schon gemacht hast.

      Gibt es da nicht auch den ein oder anderen Schein zu beantragen? Warum eine Wohnung von Nöten ist und so weiter... Eine unserer Azubis ist damals erst in ein Mutter Kind Heim und von dort aus ist eine Wohnung gesucht worden, welche das Amt übernommen hat.

    • Du arme kann mir vorstellen was das für ein Stress in dir auslöst :(

      Meine Schwester ist in der Ausbildung wird aber von so ner Gabe gefördert sprich ihr Gehalt im 2 Jahr ist gerade mal 300€ Rest bekommt sie vom Jobcenter gezahlt. Sie sucht seit über 1 Jahr eine Wohnung überhaupt etwas in deren Preislage und Größe zu finden ist verdammt schwer letzte Wohnung wo sie eine Zusage hatte wurde von Jobcenter abgelehnt weil die Miete 50€ zu hoch war und dann wie du selbst schreibst sie bekommt meistens keine Rückmeldung mehr. Dabei ist sie im Sommer mit der Ausbildung fertig und wird dann sogar übernommen aber das scheint den Vermietern egal zu sein obwohl die Miete von Jobcenter immer pünktlich kommen würde...

      Ich drück dir die Daumen und wünsche dir ganz viel Glück

      hey, ich drück dir die daumen, d.du schnell was findest. ich bin auch vermieterin u hatte bei 2 mietern den fall, dass die miete vom amt nie bzw.selten bei mir an kam. jetzt wird es direkt vom amt überwiesen u alles gut. lg annabella

      Hi,

      hätte ich eine Wohnung, die ich mir sauer verdienen muss, würde ich sie auch nicht an ALGII Empfänger vermieten, so sozial wär ich nicht, denn die Chance das Geld zu sehen, ist nicht gegeben.

      Es tut mir echt leid für Dich aber das ist halt die Realität.

      lisa

      Ich würde es mal über eine Wohnungsbaugesellschaft o.a. versuchen und nicht privat.
      Für die ist Alg2 kein Problem.

      Gibt es nicht die Möglichkeit, dass deine Eltern eine Bürgschaft abgeben?
      Wenn man dem Vermieter deine Situation erklärt, lässt er sich in dem Fall vielleicht schneller auf ein Mietverhältnis ein.
      Der Mietvertrag kann später ja noch geändert werden.

      Das Thema haben wir im Verein oft. Bei uns übernimmt das Jobcenter nicht mehr die Mietzahlung. (also direkt an Vermieter zahlen)Die Miete wird mit überwiesen und der Mieter muss selbst zahlen. Das schreckt jetzt sehr viele Vermieter ab.

      Ich kann dir nur raten gehe zum Städtischen Wohnungsbau dort bekommst du auf alle Fälle eine Wohnung.Kaution kann man meist in Raten zahlen oder im Jobcenter fragen mal wird es übernommen mal nicht.

      Bei Privatvermietern wirst du kaum eine Chance haben.

      Huhu :-)

      Bei mir war es genau das selbe.
      Ich musste damals auch Übergangsweise ALG 2 beziehen genau zu der Zeit, wo ich schwanger war und wir für uns und unsere Tochter eine Wohnung suchten. Wir haben in den 6 Monaten Suche um die 200 Wohnungen angefragt und wirklich ausnahmslos Absagen bekommen. Hab es auch nicht verstanden, wie du schon sagst, eigentlich wären die Vermieter damit dich auf der sicheren Seite. Aber oft hieß es schon am Telefon "Wie verdienen Sie ihr Geld? Achso, Arbeitslosengeld. Nein sowas wollen wir nicht. Tut uns leid"
      Letztenendes mussten wir dann leider übergangsweise auf eine Notlösung zurückgreifen, eine viel zu kleine Wohnung eines Bekannten, die eigentlich nicht geeignet war.

      Den einzigen Tipp den ich geben kann sind Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften aber da weiß ich ja nicht wie es in deinem Wohnort so aussieht, wir haben hier zum Glück eine ganz gute Auswahl. Denen ist in der Regel egal, woher das Geld kommt und die angebotenen Wohnungen entsprechen auch meist den vorgegebenen Mietpreisen bei ALG2.

      Unsere jetzige Wohnung haben wir auch bei einer Gensossenschaft und hätte ich mich damit früher ausgekannt und das gewusst, hätten wir sicher nicht solche Probleme gehabt beinder Wohnungssuche.

      Lg :-)

      Hallo,

      das Problem ist sicherlich u.a., dass der Wohnungsmarkt im Moment so überrannt ist, dass die Vermieter sich ihre Mieter einfach nach Lust und Laune aussuchen können. Wahrscheinlich haben viele von ALG2-Empfängern bzw. generell Arbeitslosen so ein "Asi-Klischee" im Kopf.
      Als ich nach meiner Ausbildung wieder in meiner Heimatstadt gezogen bin (2012), war ich auch kurzzeitig arbeitslos. Durch eine Bürgschaft meiner Mutter war das Ganze dann aber gar kein Problem. Die Vermieter hatten ja quasi eine doppelte Sicherheit, falls ich mein ALG / Hartz einfach verplemper.
      Vielleicht hast du jemanden, der für dich bürgen kann?

      Und es gibt doch Wohnungen, die Sozialhilfeempfängern vorbehalten sind. Meistens sind die auch ziemlich schön! Informier dich doch beim Jobcenter mal über den B-Schein.

      Gib die Hoffnung nicht auf!#klee

      Wäre eine Elternbürgschaft denkbar?

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