Nebenkosten Reihenmittelhaus und was ist euch sonst wichtig?

    • (1) 07.02.17 - 21:38

      Hallo,
      wer wohnt denn in einem Reihenmittelhaus und kann mir sagen mit welchen Nebenkosten man rechnen muss?

      Haben uns heute eins zur Miete angeguckt mit folgenden Eckdaten:
      Reihenmittelhaus, vollunterkellert, 110 qm Wohnfläche, befindet sich gerade in der Renovierung/Sanierung, alle Fenster schon neu, es kommt eine neue Ölheizung rein und neue Durchlauferhitzer. Die Kaltmiete liegt bei 830€. Was bezahlt ihr so an Nebenkosten? Vor allem Heizung interessiert mich sehr.

      Und dann habe ich noch eine andere Frage: was war euch bei eurem Miethaus besonders wichtig? Worauf wolltet ihr nicht verzichten?

      Die negativen Punkte bei dem Haus wären:

      Kleiner Garten (besser als gar keiner?)
      Sehr kleine Küche, dafür sehr großes Wohnzimmer (Wanddurchbruch leider nicht möglich)
      keine Dusche (ich kenne es nicht ohne Dusche. Könnt ihr drauf verzichten)
      Schlafzimmer müsste wohl ins DG, dort sind leider nur zwei relativ kleine Dachfenster (reicht das fürs Schlafzimmer?)
      Einbauküche ist drin (nicht schön, aber akzeptabel)

      Dafür hätte man ein riesengroßes Kinderzimmer, welches man sogar noch teilen könnte und eine perfekte Nachbarschaft. Sackgasse mit vielen Kindern.

      Wäre es euch das dann wert auf oben genannte negativen Punkte zu verzichten?

      Bin auf Meinungen gespannt.

      • Wir haben ein 130 qm Reihenhaus. Inkl Wasser Müll Heizung und Strom haben wir im Monat 240 Euro Nebenkosten. Wenn ich fragen darf in welcher Gegend wäre denn das Haus. Die Frage bezieht sich auf die Miete.

        • 240 € klingt gut. Wir wohnen im Rheinland.

          Die Vermieter können halt aufgrund der Renovierung nichts zu den Nebenkosten sagen und haben erst mal mit 220 € kalkuliert. Hinzu käme dann noch Wasser, Strom und Öl. Ich finde das recht viel... Müll haben wir uns schon selber ausgerechnet und kämen auf 25-30€/Monat.

            • Die haben noch nie vermietet und da jetzt Fenster und alles neu ist, wissen die nicht so recht, mit was sie kalkulieren sollen.

              Ich schätze in den 220 € sind Versicherung, Wartung Heizung, Abwasser und Müll? Viel mehr fällt mir jetzt nicht ein. Aber vielleicht kann man mit denen auch regeln, dass man alles selber abschließt...

              Die haben sich auch noch keine Gedanken gemacht ob sie die Küche verkaufen oder mit vermieten. Alles etwas chaotisch aber eben sehr sympathisch.

              Da eben auch die Heizung und der Durchlauferhitzer erneuert wird hatte ich eigentlich mit weniger Nebenkosten gerechnet.. ich muss nochmal genauer nachhaken.

              • Ihr nicht kaufen wollt, muss es ja nicht das absolute Traumobjekt sein. Insofern wär mir das mit der kleinen Küche jetzt nicht so wichtig, zumal Ihr es in Reihenhäusern auch vermutlich kaum anders vorfinden werdet.

                Zu den Nebenkosten: Durchlauferhitzer sind blöd, weil die die Stromkosten natürlich hochtreiben. Da hätte man auch ein bisschen Geld mehr in die Hand nehmen können, und die Warmwasserversorung über die Heizung laufen lassen.

                In den NK soll Heizung enthalten sein, aber dann käme noch Öl dazu? Never ever, dann zahlt Ihr ja doppelt! Ich würde an Deiner Stelle noch mal nachfragen, was denn in den 220 € drin sein soll. Ich zahle als Hausbesitzerin längst nicht so viel.

                Im Grunde müsst Ihr es aber abwägen: Wenn die Kaltmiete super günstig ist, dann dürfen die NK höher ausfallen.

                • Mal zum Durchlauferhitzer: Ich halte es für einen Trugschluß, die Warmwasserbereitung durch den Durchlauferhitzer als besonders teuer zu sehen.
                  Wenn der 20 kW hat, braucht man für 15min duschen 5kwh und das wars.
                  Bei der Ölheizung hat man Wärmeverluste durch die Bevorratung vom warmen Wasser, außerdem läuft ja noch die Ladepumpe zur Aufheizung des Wassers und die Zirkulationspumpe, den Energieverbrauch muß man zum Ölverbrauch zurechnen. Im Sommer hat man einen höheren Verbrauch, weil die gesamte Anlage laufen muß, also erhebliche Massen aufgeheizt werden.

                  In meinem Haus habe ich die Warmwasserbereitung zur Zeit über die Ölheizung, hatte aber vorher einen Durchlauferhitzer. Ich würde jederzeit einen Durchlauferhitzer vorziehen, bei sinnvoller Nutzung halte ich das für billiger und bei der heutigen Technik auch für sehr komfortabel. Es kommt natürlich auch darauf an, wie lang die Wasserleitung vom Erhitzer zum Wasserhahn ist, das muß schon anständig geplant sein. Eine Zirkulationsleitung braucht man auch nicht.
                  Prinzipiell bin ich auch für Nutzung von Primärenergie, bei Warmwasser sehe ich aber Vorteile für den Durchlauferhitzer.

                  Gruß Bernd

                  • Ist das so ein Unterschied zur Gasheizung? Im Sommer läuft unsere Gasheizung nur fürs Warmwasser.

                    • Bei der Warmwassererzeugung mit einer Heizung wird viel mehr Masse aufgeheizt, egal, ob mit Öl oder mit Gas. Außerdem verliert man, egal, wie gut der Behälter isoliert ist, Wärme durch Abstrahlung. Die meisten Häuser haben dann noch eine Zirkulationsleitung, damit man nicht zig Liter kaltes Wasser ablaufen lassen muß, bevor warmes Wasser kommt, auch dadurch gibt es Wärmeverluste. Die Ladepumpe für das Aufheizen des Wassers braucht auch Strom, wenn auch nicht viel, wogegen die Zirkulationspumpe manchmal 24 Stunden läuft, wenn sie geregelt ist, immer noch um die 12 Stunden. Die verbraucht zwar nur wenig Strom, aber die lange Zeit bringt es hier.
                      Du kannst einfach feststellen, wie gut bei Dir die Warmwassererzeugung funktioniert. Notiere Dir einfach mal am Betriebsstundenzähler (hoffentlich ist an Deiner Heizung einer montiert) den Wert, wenn Du längere Zeit kein Warmwasser brauchst. Nach einigen Stunden siehst Du nach, wie lange die Heizung gelaufen ist, ohne das Warmwasser verbraucht wurde (funktioniert nur im Sommer, ohne Heizbetrieb). Was Du da verbraucht hast, verbrauchst Du mit dem Durchlauferhitzer nicht, der heizt ja nur das Wasser auf, was verbraucht wird. Kein Verbrauch, kein Aufheizen.

                      Allerdings funktioniert das nur gut, wenn kurze Wasserleitungen zwischen Durchlauferhitzer und Wasserhahn liegen, also Erhitzer im Keller und Bad in der Wohnung, da sind die Wasserleitungen zu lang, da funktioniert das nicht.
                      Ich habe den Durchlauferhitzer direkt unter dem Wasserhahn in der Küche, zum Badwasserhahn ist es auch nur 1m, da ist das sehr sparsam.
                      Außerdem mußt Du bedenken, dass der Durchlauferhitzer um die 20.000 Watt hat, Du brauchst also ein ziemlich dickes Kabel Starkstrom, also Dreiphasenstrom. Das funktioniert auch nicht überall nachträglich.
                      Es müssen also schon günstige Bedingungen herrschen, am Besten berücksichtigt man das bei der Installationsplanung.
                      Aber, wie geschrieben, bei mir hat das auch nachträglich funktioniert.

                      Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende
                      Gruß Bernd

                (10) 08.02.17 - 11:53

                Der Vermieter hat die Warmwasserversorgung bewusst nicht über die Heizung laufen lassen. Er meinte so könne man sie im Frühjahr komplett abstellen und die Durchlauferhitzer wären heutzutage sehr effizient...

                In den angegeben Nebenkosten ist das Öl nicht enthalten. Das kommt noch obendrauf, genau so wie Wasser und Strom..

                Aber da muss ich wirklich noch mal nachfragen.

            Hallo

            Vergiss die Grundsteuer und Straßenreinigung nicht.
            Denke aber, daß die bei den hohen Nk aber schon drin ist.

            Durchlauferhitzer sind Stromkreise, das wurde ich auch bedenken.
            Auch, wenn sie neu reinkommen.

            Schornsteinfeger wird wohl auch mit in den Nk sein.

            Hallo

            meine Eltern haben 125 qm, nun die obere Etage komplett leersteht bzw nur genutzt wird, wenn Besuch kommt und übernachtet oder gebügelt wird.
            Aber sie haben es ziemlich warm, also immer um die 23 / 24 Grad, ältere Leutchen frieren eben schnell.

            Wie hoch die Nebenkosten sind, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass, nachdem überall 3fach verglaste Fenster einbaut wurden, mein Vater sagte, dass er im Jahresverbrauch eine nicht unerhebliche Ersparnis beim Öleinkauf für die Heizung verbuchen konnte (und das lag nicht am niedrigen Ölpreis, denn als das gemacht wurde, hat er extra erwähnt, dass er das Öl zu dem gleichen Preis wie im Jahr davor bekommen habe).

            LG

Hallo

Hab gerade mal gerechnet.
Wie zahlen in Eigenheim mit allem im Monat 389 an
Nk.

Bekommen am Ende des Jahres aber immer ca 600 an Gas,Wasser und Strom zurück.

Lg

Hallo,

830,00 EUR Kaltmiete für ein Reihenmittelhaus mit nur 110 qm und der von dir beschriebenen Aufteilung finde ich ziemlich teuer. Auf Dusche könnte ich keinesfalls verzichten und auch mit einer kleinen Küche käme ich nicht so gut klar. Schlafzimmer im DG geht schon; auch mit zwei kleinen Dachfenstern (können ja nachts auf Kipp stehen). Ein kleiner Garten ist auf jeden Fall besser als gar keiner. Zumal man ja auch schauen muss, dass man ihn beständig pflegt.

Die Nebenkosten sind stark von der Region abhängig; wir zahlen für Strom/Gas/Wasser etwa 350,00 EUR (140 qm Reihenmittelhaus, allerdings Eigenheim) zzgl. Grundsteuer, Abfallgebühren etc.

VG deichbrise

  • Dann darfst du dir die anderen Mietpreise bei uns in der Region aber nicht angucken. In der Regel liegt ein Miethaus bei 1000 € kalt. Hier werden zur Zeit massig viele Neubauwohnungen gebaut. Da liegt eine 90qm Wohnung bei 900 € kalt.

    Da ist das Haus schon mit im günstigeren Bereich. Dafür muss man natürlich Abstriche machen.

    Deswegen wollte ich auch mal Erfahrungen haben, ob es sich lohnt die angesprochen Abstriche auch zu machen.

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