Neue Wohnung - Küche doch nicht übernehmen !

    • (1) 21.03.17 - 18:17

      Hallo zusammen,

      folgende Situation beschäftigt eine Freundin derzeit:

      Sie bezieht zum 1.4. eine neue Wohnung. Die Küche, welche sich vom jetzigen Mieter in der Wohnung befindet, wollte sie übernehmen. Eine Anzahlung von 500€ hat sie bereits getätigt.

      Nun ist es allerdings so, dass sie die Küche doch nicht nimmt (Grund spielt jetzt kein Rolle). Nun besteht die jetzige Mieterin allerdings darauf, dass sie die Küche nimmt. Ohne "wenn und aber!". Meine Freundin wäre so kulant und würde ihr als Entschädigung die 500€ "schenken". Die Mieterin ist allerdings der festen Überzeugung, dass sie die Küche kaufen MUSS.

      Einen Kaufvertrag gibt es nicht und es wurde auch nichts schriftlich hinsichtlich der Küche festgehalten!

      Wie sieht die Situation nun aus? MUSS meine Freundin die Küche trotzdem nehmen?

      Danke für eure Antworten #winke

      • Hallo
        Der Kauf ist durch die Anzahlung rechtlich verbindlich. Der Vormieter kann allerdings nichts machen als klagen und dieser Aufwand wird er vermutlich nicht machen. Wäre ich der Vormieter würde ich die Küche einfach stehen lassen und die 500 € behalten. Da kann deine Freundin nichts machen.

        LG

        Nur mal interessehalber: Wie alt ist die Küche, und zu welchem Preis sollte sie übernommen werden?

      Ich wäre stinksauer als Verkäufer. Deine Freundin soll die Küche fotografieren, abbauen, in den Keller stellen und zusehen, dass sie sie selbst verkauft bekommt.

      Wo soll die Vormieterin denn jetzt mit ihrer Küche hin zehn Tage vor Auszug? Für einen Teil der 500 Euro den Sperrmüll bestellen (der nächste Termin ist sicher rein zufällig noch vor Ende April #augen) und den Rest des Geldes in den Wind schreiben, wo sie vorher bequem Zeit gehabt hätte, die Küche für 1.200 bei ebay zu verticken?

      Wirklich unverschämt und egoistisch von deiner Freundin. Vielleicht redest du ihr mal ins Gewissen.

      LG

        • Ja natürlich muss man etwas kaufen, für das man einen Kaufvertrag geschlossen hat. Verträge gelten auch, wenn sie mündlich geschlossen wurden.

          Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es die Möglichkeitkeit, vom Kauf zurücktreten, aber da du keine Gründe nennen willst, kann man da auch nichts dazu sagen.

          Alles nachzulesen im Bürgerlichen Gesetzbuch,

          • Hello,

            danke für deine Antwort. :-)

            Ich wurde gestern wohl etwas überrumpelt und konnte Ihr aufgrund dessen irgendwie keine klare Antwort dazu geben. Deshalb meine Frage hier im Forum.

            Zum Glück wurde man sich nun einig. Die Sache ist also für all dann doch positiv ausgegangen #schwitz

            LG

        Das weiß ich, ich hab auch überlegt, ob ich überhaupt antworten soll.

        Aber ich finde den Gedanken, den Verkäufer 10 Tage vor Auszug mit "du hast nix schriftlich,. ätsch!" auf der Küche sitzenzulassen, einfach sehr link. Vielleicht solltest du dir mal überlegen, ob du dabei wirklich noch durch Rechtsberatung mithelfen möchtest.

        LG

(13) 22.03.17 - 08:15

Kaufvertrag ist Kaufvertrag, wenn auch nur mündlich.

Wie kommst Du denn darauf, dass ein Kaufvertrag schriftlich geschlossen werden muß?
Unterschreibst Du beim Bäcker immer erst ein Dokument, bevor Du Deine Brötchen holst?

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