Energieeffizientes Bauen - der finanzielle Aspekt

    • (1) 07.04.17 - 19:58

      Hallo,

      eine Frage beim Bauen eines Hauses ist ja, wie energieeffizient das Haus sein soll.

      KFW 50, 40, 40 plus,...?

      Der Trend scheint stark nach 40plus zu gehen.

      Dem Bauchgefühl nach, würde ich sofort 40plus bauen. Nachhaltigkeit und ökologisches Denken ist ja wichtig.
      Allerdings spielt bei uns der finazielle Aspekt leider auch eine Rolle :-( und das ist es, was ich in dem Wust an Katalogen, Beschreibungen, Beratungen usw. nicht überblicke:

      Hat man auch finanzielle Vorteile, wenn man energieeffizienter baut (auch langfristig) oder ist es "nur" eine Frage des Umweltbewusstseins?
      Ich habe den Eindruck, KFW 40 und 40plus ist ingesamt teurer.

      Kann mir das jemand in einfachen Worten erklären?
      Ein direkter Vergleich der Anbieter ist schier unmöglich #schwitz

      Danke #winke

      • Ob es sich "rechnet", kann ich dir nicht sagen, allerdings sparst du an Zinsen bei der KfW-Bank und langfristig bei den Betriebskosten.

        Habe zuletzt in einer Wohnung gewohnt nach Effizienzstandard 40+ und ich hatte im Winter quasi keine Heizkosten (Heizung über Solar und auf zweitem Wege über einen wasserführenden Kamin gespeist + megatolle Dämmung) und im Sommer war es immer angenehm kühl. Der Strom für die allgemeinen Versorger, also Keller, Therme, Außenbeleuchtung und Co. wurde über Solarpanel gewonnen, sodass auch hier keinerlei Kosten zu Stande kamen. Stromkosten beliefen sich lediglich auf meinen realen Verbrauch. Das war schon echter Luxus.

      Hallo september13,

      ein finanzieller Vorteil, der mir gleich auf Anhieb eingefallen ist, ist die spätere Kosteneinsparung beim Energiebedarf des eigenen Hauses. #aha
      Andere finanzielle Baumittel, die man nur bei einem energieeffizienten Haus hat sind außerdem ...Staatliche Fördermittel ... Förderprogramme der Bundesländer ...Steuerliche Absetzbarkeit von Baumaßnahmen ...Wertsteigerung der Immobilie

      Hoffe, die Antwort war nützlich.;-)
      Beste Grüße
      Susanne

    • Hallo

      wir haben uns für ein KFW 40 Haus entschieden und es ist unterm Strich kaum teurer gekommen.
      Klar, eine normale Gasheizung ist weniger kostenaufwändig, aber wie gesagt sind die Folgekosten in einem KFW 40 (plus) Haus wesentlich niedriger.

      Informiert Euch umfassend und auch eine Kreditförderung durch die KFW Bank ist nicht zu verachten.
      https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/

      LG

      Nicht alle Forderungen bei KFW sind auch 100% sinnvoll.
      Wir haben unseren Altbau (ok 70er) mit Neopor gedämmt. Um einen Kredit bei der KFW zu bekommen hätte wir 20cm Neopor verwenden müssen, aber da die Wärmedämmung (wie auch der Sonnenschutz bei Sonnencreme) nicht linear mit der Dicke zunimmt macht das im Bezug zu den Kosten nicht wirklich Sinn. Das Neopor wäre teurer geworden, dann hätten wir noch unser Dach verlängern müssen.... Wir haben uns gegen den KFW Kredit entschieden und einen normalen aufgenommen. Trotzdem ist unser Haus jetzt recht gut gedämmt.

      Man muss genau schauen, wieviel mehr Energie man mit der nächsten Stufe spart und das ins Verhältnis zu den Kosten setzen. Man muss schauen bis wann sich das ganze amortisiert hat. Man kann auch viel mit verschiedenen Teilsachen sparen z.B. mit LED-Lampen, Im Flur haben wir einen Zeitschalter eingebaut wie bei den Mehrparteienhäusern, damit das Licht nicht dauerhaft brennt, im Abstellraum haben wir einen Bewegungsmelder, an den Heizkörpern haben wir diese automatische Regelung...

      Isolierung bringt wirklich was. Wir haben für ein 200qm Haus Heizkosten von knapp 800€ (also Heizung und Heißwasser) im Jahr mit Pellets, mit der Ölheizung und unisoliert und älteren Fenstern waren es 4000l Öl im Jahr

Top Diskussionen anzeigen