Kosten für Dachboden Ausbau

    • (1) 23.05.17 - 12:00

      Hallo

      Hoffentlich ist meine Frage nicht zu ungenau oder doof.
      Ich würde gerne unseren Dachboden ausbauen lassen.
      Es ist ein Spitzdach mit recht hoher Raumhöhe, man könnte daraus gut 2 Wohnräume machen.
      Bodenfläche sind 70qm.
      Heizungsleitungen und Stromleitungen sind gelegt, es gibt Steckdosen aber keinen Heizkörper. Eine Zimmertür, 2 Fenster. Alles ist gedämmt, aber der Boden ist nur unebener Zement und Decken- und Wandbelag fehlt.
      Ich finde das Verschwendung nur als Abstellkammer und für Wäscheleinen zu nutzen, dabei weiß ich natürlich dass Grundmiete und Nebenkosten sicher hochgingen.
      Das Haus gehört nich uns weswegen wir keine Unsummen investieren würden.
      Die Vermieterin zeigte sich bei dem Thema offen und ist generell locker, dennoch wüsste ich nicht ob sie das finanziell einfach für uns übernehmen würde, auch wenn sie dadurch natürlich gewinnen würde, auch bei zukünftigen anderen Mietern.

      Weiß jemand ob sowas 2000, oder gleich 20.000 € kosten würde?

      Danke schonmal.

      • (2) 23.05.17 - 14:26

        Könntet Ihr das selbst, wenn die Besitzerin das Material stellt? Oder müsste alles eine Firma machen?

        • Mmh nee selber können wir das nicht. Allerdings hat die Vermieterin viele Handwerker zur Hand. Sie hat selbst ne Schreinerei und ihr Vater ist Maurer...

          Du meinst wir sollten den Arbeitslohn finanzieren, sie das Material? Guter Deal eigentlich. Was würde das wohl so kosten? Ich würde das nicht einfach angehen wenn ich den Preis vorher nicht kenne.

      Das muss durchgeplant werden, so sind zu wenig Infos vorhanden. Die Dämmung ist da, aber die Frage ist, was ist unter den Dachpfannen. Diffusionsoffene Unterdeckbahn? dann geht es relativ leicht. Nicht diffusionsoffen, also feste Folie, Pappdocken (gefaltete Dachpappe), etc. ? Dann ist das blöd, hier muss man eine Dampfbremse mit hohem SD Wert nutzen, kann schwierig sein wegen der Belüftung. Die Dämmung sieht schon älter aus, sollte man also gegen neuere tauschen. Dazu Beplankung mit Rigips, Bodenbelag (Trockenestrich) mit Trittschallschutz, Die Aussenwand ist unverputzt, Elektro, Heizung, blablubb.

      Kannst Dir über einen Dachdecker, Energieberater, what ever ein Angebot machen lassen (das kostet aber evtl. einige Hunderter). Mit 20.000 gehst Du in die Richtige Richtung und ist bei einem Mietobjekt keine Investition Wert. Erfreut nur die Eigentümer...

      Meine Meinung: Lass es, zu teuer, gehört Dir nicht. Wenn es die Vermieterin nicht selbst machen lassen will zu teuer. Sie kann Dich ja auch nach Fertigstellung kündigen und dann hast Du: NIX (ausser Spesen)

      • Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung, hilft mir sehr weiter.
        Ich denke ich werde das in gut 2 Jahren spätestens bei der Vermieterin mal ansprechen, dann wenn wir gut 1-2 weitere Kinderzimmer gebrauchen könnten.
        Falls sie das an ihrem Haus nich machen und zahlen mag lassen wir die Idee dann und rücken anders um (Esszimmer mit ins Wohnzimmer, Arbeitszimmer wird zu Kinderzimmer. ..)
        Auch wenn wir hier lange wohnen wollen, SO viel Geld werden wir definitiv nicht in ein Mietobjekt stecken.

        • Bei einem Mietobjekt würde ich eh nicht viel reinstecken. Klar, Streichen, Tapete, Bodenbelag ist normal. Auch ein Lichtschalter oder Steckdose ist ja ok. Eine Einbauküche kann man wieder ausbauen. Wenn es aber um große Maßnahmen geht, die man auch nicht so einfach entfernen kann (Badezimmer, Türen, maßgefertigte EInbauschränke, etc.).... no way. Das macht man nur im Eigentum...

    (7) 23.05.17 - 16:02

    Ohne Eigenleistungen kommst du locker über 20.000€.

    Mit 2000 hast du nicht mal das Material um alles in Eigenleistung zu machen.

    Und dann steigere ich grundsätzlich keinen Wert eines Hauses, welches mir nicht gehört.

    Investiert ihr, reibt sie sich die Hände.
    Investiert sie, dann zahlt ihr drauf.

    Hier geht es nicht um eine Wand, die schnell gezogen ist; Verschönerungen; eine Einbauküche, die man mitnehmen kann, es geht um einen kompletten Dachbodenausbau....das ist schon ne Hausnummer, selbst wenn alle Leitungen schon oben sind. Rechne die Flächen aus, fahr zum Baustoffhändler und vergiß das ganze Geraffel nicht (Nägel, Schrauben, Ausgleichsmasse usw)....du kannst grob überschlagen was du alleine an Materialkosten hast. Die sind dann allerdings noch das kleinere Übel, richtig Kohle kosten Handwerker.

    Wir leben auch in einem gemieteten Haus, es sind dieselben Voraussetzungen wie bei euch. Wir könnten das komplett in Eigenleistung stemmen, könnten an Baumaterial zum EK kommen und trotzdem machen wir es nicht. Nee, die Kohle nehmen wir lieber für ein eventuelles Eigenheim und nicht um einer fremden Person das Eigentum mit unserem Schweiß und Geld aufzuwerten.

    • Du hast Recht.
      Wir haben nicht vor was Eigenes zu kaufen und wollen hier auch einige Jahre nich weg. Dennoch wäre mir das zu viel.
      Vielleicht macht die Vermieterin es ja eines Tages. Ansonsten müssen wir eben mit den vorhandenen Räumen auskommen.

      • (9) 23.05.17 - 21:45

        Ach, wir haben als Teenies unseren Dachboden auch "erobert", das brauchte keinen Ausbau. Hauptsache wir hatten Ruhe vor den Eltern und konnten da abhängen. Musste vorhin so an die Zeit denken, asl ich dein Foto angeschaut habe....dort sah es auch so aus, nur nicht so gut gedämmt. Was wir da nicht alles hingeschleppt hatten um es uns gemütlich zu machen.

        Also, wenn es dir um Rückzugsorte für später geht und ihr sonst genug Räume habt....Teenies brauchen keinen ausgebauten Dachboden;-). Ihr könnt dann ja ein paar Steckdosen einbauen lassen, das wäre für uns Luxus gewesen....bei uns musste die olle Kabeltrommel ran.

        Zumindest versteh ich deinen Wunsch in die Richtung gehend.

Hallo,

Wir haben unser Dach ausgebaut - in etwa eure Größe und sind allein mit Dämmen, Verkleidung und Boden legen (Laminat) auf etwa 10.000 Euro gekommen ... 2 Zimmer

Würde ich an Eurer Stelle nicht investieren.

Am Ende kündigt sie wegen Eigenbedarf und Ihr habt umsonst Geld, Zeit und Nerven gelassen

Grüssle

Hallo

Zu den Kosten hast du ja schon viele Antworten bekommen, das man eher mit 20.000€ als 2.000€ rechnen muss.

Was nicht bedacht wurde ich das ich das baurechtlich als Aufenthaltsraum bringet Stadt genehmigen lassen müsst. Das ist eine Nutzungsänderung von Abstellraum/ Speicher zum Aufenthaltsraum. Hier bei ist wichtig dass es einen 2. Rettungsweg gibt. Der erste ist über die Erschließung bei euch vermutlich Treppenhaus. Der zweite kann über ein Fenster gehen wenn dieses die Mindestmaße erfüllt und von der Straße aus von der Feuerwehr anleiterbar ist.

Denke für ein Mietobjekt ist der Ausbau eh gestorben. Wollte euch kurz informieren was das baurechtliche angeht.

Liebe Grüße

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