Erste Eigentumswohnung kaufen

    • (1) 21.06.17 - 16:50

      Hallo ihr Lieben!

      Für uns steht jetzt ein weiterer großer Schritt in unserem Leben an: Wir möchten gerne in absehbarer Zeit eine Eigentumswohnung kaufen.
      Da unsere langfristige Planung in den letzten Jahren immer konkreter wurde, sind wir nun zu dem Entschluss gekommen, dass wir hier in Hamburg unsere eigenen vier Wände möchten.

      Da wir noch ziemliche "Anfänger" sind, wenn es um Wohnungskauf geht, wende ich mich hiermit an euch.
      Wie habt ihr vor dem Kauf eurer Wohnung mit der Informationssuche begonnen?
      Worauf gilt es zu achten neben wichtigen Punkten wie Baujahr, Heizungsart, Höhe des Hausgelds etc.?

      Wir würden uns über Tipps zur Informationsrecherche oder vielleicht sogar konkrete Ratschläge freuen, aktuell fühlen wir uns von der großen Menge an Informationen leider etwas erschlagen. #zitter

      Liebe Grüße
      Anke

      PS: Leider habe ich erst nach der Anmeldung gemerkt, dass sich mein Name irgendwie eher nach "Tanke" als nach Anke liest :-D

      • Hallo,

        bevor du dir selbst die Zeit stiehlst, solltest du bei deiner Lieblinsbank nach deinem Kreditrahmen fragen.

        Wirklich wichtig ist nur die Lage.
        - Baujahr beeinflusst den Preis
        - Heizungsart ist völlig unwichtig (würdest du die Wohnung mit Gas kaufen, mit Öl aber nicht?)
        - Höhe des Hausgeldes ergibt sich aus dem Baujahr (kleines Hausgeld = kleine Rücklagen = gelegentlich Sonderumlagen, grosses Hausgeld = grosse Rücklagen)

        Ansonsten die üblichen Kriterien, die ein Mieter auch hätte:

        Kindergarten, Schule, U-Bahn, S-Bahn, Bushaltestelle, Lebensmittelgeschäfte etc.

        freundliche Grüsse Werner

        • Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!
          Der finanzielle Rahmen ist bereits abgesteckt - da haben wir also schon unsere Obergrenze.
          Bei unseren Must-Haves und No-Gos sind wir auch schon etwas weiter in den Überlegungen und haben unsere Liste fast vervollständigt.

          Ich habe schon gehört, dass es Sinn machen kann, eine zweite Besichtigung mit einem Sachverständigen durchzuführen, welcher dann nochmal ein prüfendes Auge auf alle wichtigen und teils nicht so offensichtlichen Sachen wirft. Habt ihr Erfahrung damit und lohnt sich so etwas? Oder kann man so eine Einschätzung mit etwas Informationsrecherche genauso gut selbst treffen?

      Ich würde auch sagen ,erst den finanziellen Rahmen abstecken.
      Dann schauen ,was zu Euch passt ...uns war wichtig ,dass EKZ ,Kindergärten,Schulen ,Ärzte fußläufig erreichbar sind ...
      Unbedingt die Teilungserklärung genau lesen! Da sind ganz wichtige Dinge für das jeweilige Objekt geregelt. Dann ganz wichtig ...die Protokolle der letzten Jahre aus den Eigentümerversammlungen lesen...dort kann man ganz viel erfahren ...Streitereien ,Sanierungsbedarf etc
      Genau nachlesen/nachfragen ,was alles im Hausgeld drin ist.
      Die Höhe d. jährl. Grundsteuer mitteilen lassen.
      Unbedingt nachfragen ,ob demnächst eine größere Reparatur am Haus fällig ist.

      Wir haben im Mai gerade unsere ETW verkauft (wir bauen) ,wohnen auch in HH. Die obige Aussage mit dem Hausgeld kann ich absolut nicht bestätigen. Wir haben hier über 13 Jahre gewohnt ,das Hausgeld ist sehr niedrig. Trotzdem haben wir sehr gute Rücklagen gebildet ,dem Verwalter wird auf d. Finger geschaut. Wenn Reparaturen anfallen ,müssen mind. 3 Kostenvoranschläge/Angebote eingeholt werden ,auch wechseln wir regelmäßig den Gas /Stromanbieter. Da passen wir Eigentümer sehr gut auf. Es wurde hier niemals eine Sonderumlage seit 1992 eingefordert u. hier besteht auch kein Sanierungsbedarf.

      LG Kerstin

    • Macht euch Gedanken was das Objekt unbedingt haben sollte (wie viele Zimmer, Aufzug, Keller, Garage,... ?) und wo ihr bereit wärt darauf zu verzichten.

      Steckt no gos ab. Bei mir war das z. B. Lärm: Kirche in der Nachbarschaft, Einflugschneise, Straßenbahn direkt vor der Haustür geht gar nicht. Schaut euch die Nachbarschaft an. Uns war wichtig alles irgendwie in der Nähe zu haben: öffentlicher Nahverkehr, ein Bäcker wo wir auch sonntags Brötchen holen können, Supermärkte.

      Dann ist der 2. Schritt das Budget abzustecken. Sowohl für den Kauf, als auch später für die laufenden Kosten.

      Tja und dann brauchst du viel, viel Glück. Ich vermute der Wohnungsmarkt in Hamburg ist ähnlich teuer und leergefegt wie in NRW. Auf den ersten Blick sieht es nach viel Angebot aus, aber sobald man nachfragt sind die guten Objekte aus dem Internet auch schon wieder weg.

      Wir haben über 1 Jahr gesucht. Immoscout, Kleinanzeigen, Zeitung, durch die Gegend gelaufen und geschaut wo ein Schild hängt, Zwangsversteigerung,.... Man braucht etwas Durchhaltevermögen.

      Bovor Ihr irgendwelche Wohnungen anschaut, erstmal klären, welchen kreditrahmen ihr von der Bank bekommt.

      Es kann durchaus sein, dass die Banken sich erstmal etwas anstellen, zum Beispiel, wenn Du in der Schufa ein ungeschriebenes Blatt bist, also nichts über Deine Kreditwürdigkeit bekannt ist.

    • Wenn ihr euch in eine Eigentümergemeinschaft einkauft, würde ich immer versuchen, die Protokolle der letzten paar Eigentümerversammlungen zu lesen zu bekommen. Manchmal hat man einen Miteigentümer, der alles an Reparaturen verhindert.. da kann man dann schon mal was über das Klima in der Gemeinschaft erfahren..

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