Bescheidene Wohnsituation

    • (1) 01.07.17 - 22:06

      Hallo Ihr Lieben!

      Ich gab keine Ahnung was ich mit diesem Thread erreichen will.. vielleicht einfach mal meinen Frust rauslassen, nachdem es mein Mann nicht mehr hören kann.
      Nachdem unser kleiner Sonnenschein schneller kam als geplant, wohnen wir derzeit noch in einer Zweiraumwohnung in einem 3-Parteienhaus am Rande eines Naturschutzgebiets. Klingt bis auf die begrenzten Platz ganz nett.. aber:

      Direkt hinter der Hecke, die den kleinen Garten umgibt, steht eine Bank, die förmlich alle Hundebesitzer dazu einlädt dort zu verweilen. Ist ja auch nicht tragisch. Aber die meißten von ihnen sitzen dort, werfen immer wieder einen Ball, und der Hund rennt bellend hinterher. Und das natürlich, nach Murphys Gesetz, immer dann wenn unser kleine schläft. Leider ist das Haus generell seeeehr hellhörig, und von außen dringt scheinbar auch alles ungebremst ein. Nun ja, der Scahärfste allerdings ist unser Vermieter selbst, der pünktlich jeden Abend um 21.30 mit seiner Paula "spazieren" geht. Selbstverständlich setzt er sich dort hin und lässt sie eine geschlagene halbe Stunde bellend dem Ball hinterher rennen.. wir haben es ein paar mal angesprochen, mehr oder minder erfolglos. Direkt danach war meißt ein paar Tage ruhe, dann ging alles von vorne los. Ich versteh ja, das diese Bank einladend ist, aber kann man denn nicht etwas Rücksicht nehmen, und ein paar Meter weiter gehen? Würde dem Hund auch nicht schaden... Aber so bleibt mir jeden Abend zu hoffen, dass der kleine nicht wieder aufwacht.

      Die letzten 5 Wochen hatten Wir Handwerker da, weil ganz oben (bei den Vermietern) ein Wasserschaden war. Da wird dann in der Eingangstür der Schnapper reingemacht, weil man keinen Schlüssel rausrücken will.. dumm nur das wir auf dem Berg wohnen, und hier eigentlich immer ein ziemlicher Wind weht. End vom Lied: wind -> Türe auf ... wind -> knallt die Türe zu. Und das den ganzen Tag... letztendlich haben wir mit den Handwerkern geredet und ihnen einen Schlüssel von uns gegeben. Derren Aussage war nur :"oh gott, da ist ein Baby!? Entschuldigung, das hat uns niemand gesagt." Wenigstens haben die dann Rücksicht genommen..

      Und zu guter letzt, meine direkten Nachbarn über uns. Abgesehen davon, dass sie jeden Tag Streiten, und nein, das ist nicht mal nur gezanke, sie brüllen und keifen und gilfen sich stundenlang an (Frage mich was man so viel zoffen kann, dass schaffen wir ja nicht mal ;-), aber gut, geht mich ja auch nix an) feiert SIE unheimlich gerne kleine Partys wenn ihr Mann (Polizist) auf der Arbeit ist. Da wird dann die Musik aufgedreht ohne Rücksicht auf Verluste.. Letzten Sonntag wieder so. Und der schöne Techno-Bass weckt natürlich um 21.30 meinen Sohn. Kein Wunder, unsere Gläser in der Vitrine haben schon vibriert..
      Auf die Frage, ob sie vllt die Musik einen Tick leiser drehen könnte, weil man den Bass wirklich arg im Schlafzimmer höre, und der kleine wachgeworden ist, wird mit Unverständnis reagiert, mit den Worten "in Ordnung, aber ich habe einmal Gäste"

      Als ich sagte, ich würde sie nicht bitten ihre Gäste rauszuwerfen, sondern lediglich die Musik etwas leiser zu machen damit mein Baby schlafen kann, tat sie es letztendlich auch. Grölte daraufhin aber fleißig mit..
      Am nächsten Tag hat sie mich in der Waschküche noch mal angesprochen. Sie schien völlig entrüstet, was ich mich da erdreißtet habe, von ihr zu verlangen (böses Kind, pfui!) seit dem lässt sie ihre Harley jeden Abend wenn sie heimkommt (arbeitet als Kellnerin, also zwischen 22 und 1 Uhr) noch mal schön ordentlich aufheulen wenn sie unterm Carport steht..
      Mein gott.. Und ich frag sie per SMS, ob ihr Mann Nachtschicht hatte, und ob ich staubsaugen, bohren, was weiß ich machen kann. Ich versteh die Welt nicht...

      Ich will hier weg :-(

      • Hallo,

        wir haben auch mal so gewohnt - total ruhig, voller Natur - Vogelgezwitsche, idyllisch ohne Ende.

        Betonung auf " haben mal".

        Wenn da nicht die Menschen wären - laut grölende, unverständige, unsoziale Erwachsene. Mit denen ist kein Reden gewesen.

        Und ich habe auch nicht jede Stecknadel fallen gehört, weil ich ein Baby hatte, aber was zu viel ist, ist zu viel.

        Wir sind nach viel Nervenverlust dort ausgezogen. Diskutieren bringt ja nix - übrigens haben bei uns die Vermieter ebenfalls mit im Haus gewohnt. Ist generell nicht mehr so mein Ding.

        So billig und so schön in der Natur haben wir seit dem nicht mehr gewohnt, aber dafür sehr viel ruhiger (mitten in der Großstadt), wo wir eine unparteiische Hausverwaltung haben, die sich um die Ruhe der Mieter kümmert und ich das nicht selbst machen muss.

        Für eine Mietwohnung wäre mir meine Zeit und Lebensqualität zu schade, da würde ich mir einfach ein neues Zuhause suchen.

        LG

        Hallo,

        dein Baby scheint ja sehr geräuschempfindlich zu sein. Zumindest, was bellende Hunde angeht. Sieh es mal so: Dein Baby bleibt nicht immer ein Baby und später müssen deine Nachbarn dann Verständnis haben, wenn Dein Kind sonntags morgens um 6 Uhr Bobby Car fährt oder lautstark rennt etc.

        Wenn ihr mal ein zweites Kind bekommen solltet, ist es eh mit der Ruhe vorbei und das zweite Baby muss dann den Krawall des ersten Kindes ertragen und trotzdem schlafen.

        Was ich damit sagen will: Ihr versucht mit Sicherheit, jeglichen Lärm von eurem Kind fernzuhalten. Aber ob das so gut ist, weiß ich nicht. Wenn ihr weg zieht, was ihr ja wegen der Größe der Wohnung ohnehin tun werdet irgendwann, wisst ihr auch nicht, was woanders los ist.

        Am unverschämtesten finde ich allerdings die Nachbarin von Oben. Handwerker, bellende Hunde... Da kann man nicht viel machen. Aber diese Frau ist wirklich nicht gerade rücksichtsvoll.

        • Wie schön, dass sich wirklich jemand Zeit genommen hat, mein Gejammer zu lesen :-D und das gleich zweimal! Danke dafür!

          Also mit dem Lärm fernhalten, stimmt bedingt. Er ist sehr geräuschempfindlich, das stimmt. Allerdings sind wir tagsüber auch nicht besonders leise, nur weil er schläft, weil wir das nicht fördern wollten/wollen. Und da find ich's einfach lästig, und zum Teil muss ich sogar drüber lachen, dass immer genau dann, wenn er schläft irgendwas ist. Nur sag ich mir da auch, da muss er durch. Ich kann und will ihn nicht abschotten.

          Abends und gerade nachts, ist das was mich stört.

          Und gerade meine Nachbarin. Sie hat selbst eine Tochter, gut die ist schon 20. Aber erzählte mir noch, als mein Kleiner kam, wie toll ihre Nachbarn damals waren, weil alle so viel Rücksicht genommen haben. Gestern Nacht kam sie wieder heim, die Harley wieder schön aufgeheult und durchs Treppenhaus getrampelt. Das ist echt ätzend, da werd selbst ich wach. Und das obwohl die Fenster zu sind..
          Hab schon meinem Mann gesagt, ich will ein Haus mitten in der Pampa :-D aber so abgeschottet wird das auch nix..
          Nun ja.. kommt Zeit, kommt Rat. Vielleicht finden wir ja bald was anderes. Vielleicht sogar mit rücksichtsvolleren Nachbarn :-)

      Hallo,

      für mich hört es sich so an, als würden die Leute um Dich herum "leben". Dein Kind wird auch irgendwann mal durch die Wohnung rennen und sich laut schreiend freuen. Dann müssen die anderen Euch wohl "ertragen ". Zumindest bei dem Punkt mit den Hunden übertreibst Du völlig. Warte mal ab, wenn Dein Kind größer ist. Meine beiden sind schon leise Kinder, aber wenn sie im Garten spielen, wird es auch mal lauter. Das ist dad Leben!

Top Diskussionen anzeigen