Muss ich als Mieter das Verputzen (innen) selbst zahlen?

    • (1) 28.08.17 - 20:03

      Hallo,
      Wir wollen ein Zimmer neu als Kinderzimmer umgestalten.
      Dabei ist uns Schimmel aufgefallen, der vorher ( hinter Bildern) nicht offensichtlich war.
      Meine Vermieterin hat nun einen Bekannten von ihr vorbei geschickt der maler sein soll.

      Er hat ihr in meinem Beisein gesagt, dass die Wände nicht nass sind (gemessen) und dass er dazu rät:
      Tapeten ab, wand behandeln, mit feinputz mit Silikat verputzen und anschließend nach Grundierung mit Silikat Farbe streichen.

      Nun meint meine Vermieterin,dass das alles auf meine eigene Rechnung oder durch mich selbst zu machen ist.

      Ich kenne das nur, dass kleinreparaturen ( auch so im Mietvertrag) von mir zu machen bzw selbst zu zahlen sind.

      Das Verputzen von Wänden zählt da doch garantiert nicht zu, oder?

      Hat jemand evtl eine gesetzliche Grundlage für mich?

      Dankeschön!

      (5) 29.08.17 - 07:43

      https://rechtsberater.de/mietrecht-ratgeber/mietvertrag/?gclid=EAIaIQobChMInpTQst371QIVzJ3tCh2Q8wbwEAAYASAAEgLE1PD_BwE

      In deinem Mietvertrag, wenn ihr das mit den Kleinstreperaturen darin geregelt steht was dazu. Bei unserem Mieter darf der Betrag nicht höher als 2% der Jahresmiete betragen.
      Bisher haben wir allerdings alles selber übernommen, dann wissen wir auch wer es macht.

      • (6) 29.08.17 - 11:23

        Dankeschön!
        Wenn ich Vermieter wäre,würde ich zwar auch Geld sparen wollen, aber bei so was würde ich da nen Fachmann für wollen und somit lieber selbst zahlen...
        Versteh meine Vermieterin da nicht...

        Na ja.
        Ich werde das Verputzen nicht zahlen.dann bleibt das eben so und wir nehmen erstmal nen anderen Raum fürs Kind und suchen uns in Ruhe ne andere neue Wohnung.

        • (7) 31.08.17 - 11:39

          Wenn die Wand selber nicht nass ist, (es wurde ja gemessen) reicht es auch Tapete ab, ein chlorfreies Fungal streichen, dann Silikatfarbe ( gibts auch getönt). Das reicht, es muss nicht zwingend geputzt werden. Das ist ein ganz normaler Renovierungsaufwand und könnt ihr auch alleine machen.
          Vielleicht eine Alternative für euch.

          LG

          • (8) 31.08.17 - 11:46

            Hast Recht.
            Das müsste reichen.
            Ich frag den nochmal warum er meint,dass verputzt werden müsse...

            • (9) 31.08.17 - 11:53

              Das Putzen mit Silikatputz ist nochmal ein zusätzlicher Feuchtepuffer, also der Putz nimmt Feuchtigkeit auf und gibt es bei trockener Raumluft an den Raum ab. Da ihr aber keine nassen Wände habt, denke ich, bringt das nicht viel. Wenn die Wand sehr uneben ist oder Risse oder Löcher hat, dann macht ein Putz oder besser ein Klimaspachtel Sinn, im dekorativen Sinne. Bleibt aber immer auf der silikatischen Basis.

              LG

    Meine Eltern hatten dieses Jahr, nach 37 Jahren wohnen in derselben Wohnung, Schimmel hinter dem Herd an der Außenwand (Einbauküche, ein neuer Herd wurde eingebaut).

    Der Vermieter war der Meinung, Mietersache. Der Onkel meines Mannes ist Bauphysiker, der sagte, dass es Sache des Eigentümers sei. Daraufhin hat der Vermieter dann einen Bausachverständigen bemüht, er wollte es einfach nicht bezahlen. Nun denn. Er hat es bezahlt. Es war kein Grund und keine Schuld zu finden, die Küche steht schon immer so, beim Austausch des Herdes davor war noch kein Schimmel (vor 18 Jahren). Auch der Bausachverständige sagte, natürlich sei es Sache des Eigentümers, den Schaden zu beheben.

    An eurer Stelle würde ich dem Vermieter mitteilen, dass er die Beseitigung des Mangels kümmern soll. Ihr hättet euch erkundigt, es obliege ihm. Er könne ja gerne einen Gutachter beauftragen. Dann wird es halt richtig teuer. Manche wollen es nicht anders.

    • Huhu,
      Muss nicht immer so ausgehen :-)
      Die neuen Mieter meiner Eltern hatten drei Monate nach Einzug grün-schimmlige Außenwände im Schlafzimmer, in einer vorher Schimmelfreien Wohnung.....
      Nachdem sie einen Riesenterror gemacht haben, dass meine Eltern Ihnen die ebenfalls schimmligen Möbel samt Inhalt sowie einen Umzug bezahlen müssen, kam auch ein Gutachter.....
      Der hat festgestellt, dass der Schimmel aus den neuen Möbeln kam, meine Eltern und die Wohnung also absolut nichts dafür können, und die Mieter mussten sämtliche Kosten übernehmen.....
      Meine Eltern sind Ihnen dann entgegengekommen, indem wir die Tapete selber runtergerissen haben, und mein Papa hat mit einem Freund neu verputzt :-)
      Von dem her wäre ich da vorsichtig, und würde eher versuchen, mit dem Vermieter in Guten eine Lösung zu finden :-)
      Lg

      • Da stimme ich dir zu.

        Wie gesagt, sie wohnen dort seit 1980 und möchten auch wohnen bleiben. Auch meine Eltern haben sich mit den Vermieter dahingehend geeinigt, dass meine Eltern die Einbauküche aus- und wieder eingebaut haben. Der Vermieter hat die Sanierung der Stelle übernommen.

        Eure Mieter wohnen ja erst kurz in der Wohnung und haben Schimmelbefall. Bei uns hatte der Gutachter gesagt, dass es genauso gut ein Baumangel sein kann, denn die Feuchtigkeit kann aus dem Erdreich kommen oder die Außenwand unzureichend gekämmt sein. Bei neuen Mietern würde ich auch erstmal an ein Fehlverhalten denken.

        Was aber machst du als Mieter, wenn der Vermieter dir wie bei der TE nicht entgegenkommt? Da musst du schon irgendwie Bewegung in die Sache bringen. Wer Schuld hat zahlt. Aber ohne Schuld zahlt keiner freiwillig, weder Mieter noch Vermieter.

    Danke für den Tipp!
    Hab meiner Vermieterin vorgeschlagen einen Gutachter zu bestellen :)

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